Massive Probleme mit Installateur

  • Guten Morgen in die Runde,


    ich möchte hier mal ein Thema meines Schwiegervaters (nachfolgend SV) ansprechen, dass ihm bisher viele Nerven gekostet hat.


    Mein SV hat letztes Jahr einen Installateur in seinem Heimatort damit beauftragt eine Photovoltail-Anlage mit Stromspeicher und Heizpatrone für Warmwasserspeicher) zu installieren. Nach einem positiven Gespräch und einem weiteren Termin, war die Sache dann fix. Der Installateur meinte, die Module seien bereits auf Lager. Mein SV sollte 90% der Summe (der Gesamtpreis belief sich auf ca. 22.000€) vorab überweisen. Das tat er auch. Nach längerer Wartezeit, wurde er nachdenklich, schließlich hatte er bisher keine Ware erhalten. Auf Nachfrage beim Installateur hieß es dann: "Die Module müsste n erst noch eintreffen, mein SV erhält jetzt bessere Module (mehr Leistung). Das zog sich dann noch ca. 2 Monate. Im Mai '18 wurde die Anlage dann endlich errichtet. Es gab noch einige Schwierigkeiten bei der Installation vor Ort, aber darum soll es hier nicht gehen.


    Nach Inbetriebnahme der Anlage stellte sich mir jedoch die Frage, warum sein PC Speicher bei bestem Wetter, in den abends schon auf 0% ist. Schließlich wurde ihm auf dem Papier ein Speicher von Senec verkauft (dieser kann mit 2,5 / 5 / 7,5 / und 10 kW/h) bestückt werden.

    Wir Sprachen den Chef des Unternehmens darauf an. Er loggte sich auf die Weboberfläche ein und meinte so „da sind jetzt um die 4,5 kW/h aus dem Akku gezogen wurden, das kann man ja nicht aus einem 2,5 kW/h Akku ziehen“.

    Mit dieser Aussage waren wir erst einmal zufrieden, aber aufgrund der bisherigen Erfahrung dennoch misstrauisch. Daher warfen wir auch einen Blick in den Speicher, es stellte sich heraus, dass nur 1 Einschub mit 2500 Wattstunden, eingesteckt ist.

    Wir fotografierten das Typenschild und schickten es mit Erwartung einer Antwort an den Installateur. Er wollte sich dann bei uns melden, tat er dann jedoch erst, als wir eine negative Rezension auf Facebook veröffentlichten. Ja, das war vielleicht nicht die feine, englische Art, aber anders hätte er sich bei uns bestimmt nicht gemeldet.

    Nun hat er einen weiteren Einschub bestellt, dieser passte aber nicht, das Senec „anscheinend“ die Fertigung geändert hat. Am 15.02.19 möchte er nun erneut vorbeischauen…

    Nun noch etwas:


    Meinem Schwiegervater wurde die Senec-Cloud angeboten. In diesen Cloud-Tarif kommt man anscheinend nur rein, wenn man einen Senec-Speicher hat. Der Installateur meinte auch zwischenzeitlich, dass es egal sei ob mein Schwiegervater nun 2,5 kW/h oder 5 kW/h in seinem Speicher eingebaut hat, da er ja seinen Strom sowieso aus der Cloud beziehe…


    Meine Frage nun: Warum hat der Installateur dann meinem Schwiegervater einen Speicher mit 5 kW/h verkauft? Wobei, verkauft ja, eingebaut nicht!

    Was haltet ihr davon? Wer ist im Recht / Unrecht? Kann es sein, dass der Installateur um uns vorsätzlich zu täuschen, auf der Weboberfläche mehrere Tage ausgewählt hat um zu zeigen, dass mehr Strom als 2,5 kW/h aus dem Akku gezogen wird?


    Vielen Dank im Voraus für eure Meinung!

  • ein langer Text, die wichtigen Informationen fehlen jedoch.

    du schreibst nicht, was genau Vertragsgegenstand war, und was, evtl. abweichend, geliefert wurde

    allerdings ist man versucht aus deinen spärlichen Angaben den Schluß zu ziehen daß die Vorteile dieses Geschäfts eher auf der Seite des Solateurs zu liegen scheinen, um das mal vorsichtig zu formulieren.

    da hättest du oder dein "SV" besser vorher hier im Forum nachgefragt.

  • Hey Jodl, danke für Deine Antwort. Vertragsgegenstand war ein Speicher der 5kW/h besitzt. Dieser befindet sich auch so aufgelistet auf der Endabrechnung. Die besseren Module sind nicht auffindbar. Es waren Module mit jeweils 280 Watt Leistung besprochen und diese wurden letztendlich auch verbaut. Zwischenzeitlich hieß es aber, er erhält welche mit mehr Leistung. Ich hab die Daten halt alle nicht im Kopf, da mein SV alle Unterlagen bei sich zu Hause hat. Ich wüsste nur zu gerne, ob es anderen Kunden dieses Installateurs auch so geht, jedoch denke ich: Die meisten seiner Kunden werden ihm vertrauen und nur die wenigsten öffnen ihren Speicher und werfen einen Blick hinein...

  • 1. "kW/h" gibt es nicht

    2. wenn ein Speicher mit 5 kWh Kapazität Vertragsgegenstand war, aber nur einer mit 2,5 kWh geliefert wurde, dann ist der Vertrag nicht erfüllt. Vertragspartner auffordern, schriftlich, Frist, usw. Ist natürlich blöd wenn man schon alles bezahlt hat.

    3. wenn die Module verbaut wurden, die Vertragsgegenstand sind, dann passt dich alles. Wenn "angeblich" etwas anderes nachträglich (mündlich) vereinbart wurde, dann wäre das im Ernstfall wohl von dem der es beansprucht zu beweisen, was mangels Schriftform wahrscheinlich schwierig werden könnte.

    3. Der Besteller hat das Werk abzunehmen. Wenn er das nicht macht, dann ....

  • Ja, die Module sind ja auch voll okay. Nur blöd halt, dass mein SV mit angeblich besseren vertröstet wurde. Der Installateur will ja nachbessern... aber bisher lässt er auf sich warten.... immer wieder neue, teils schwammige Gründe... einmal sagte er auch, der 2. Einschub wurde woanders benötigt. Da hätte man ihn ja gleich festzunageln sollen!

  • hätte, hätte, Fahrradkette....

    da ist wohl wegen Unerfahrenheit und nicht gerechtfertigtem "Vertrauen" in den Anbieter einiges schiefgelaufen.

    Aber vielleicht kommt irgendwann mal die Einsicht daß man da mit "blabla" nicht weiter kommt?

    deshalb oben mein Hinweis mit "schriftlich" und "Frist", gegebenenfalls um nichts falsch zu machen mit rechtlichem Beistand.


    Über grundsätzliches kann man mangels Informationen ja nix sagen, aber der Gesamtpreis von 22.000 Euro und die Speichergröße von 2,5 / 5 kWh lassen da auch nichts gutes vermuten.

  • Ich würde mit den Vertragsunterlagen zur Verbraucherzentrale gehen.

    Gute Idee.


    Der Installateur will ja nachbessern... aber bisher lässt er auf sich warten....

    Alles nur noch schriftlich.

    Präzise beschreiben, inwieweit der Vertrag nicht erfüllt ist.

    Frist setzen (keinen Zeitraum wie z.B. "... innerhalb von drei Wochen..." sondern festes Kalenderdatum "... bis zum xx.xx.xxxx")

    Frist nicht unangemessen zu kurz, sie muss einzuhalten sein.


    Für den Fall, dass nicht erfüllt wird, rechtliche Konsequenzen ankündigen. Manche reagieren auf so etwas, andere "brauchen" einen Brief vom Anwalt, um aufzuwachen. Der Tipp mit der Verbraucherzentrale ist gut.

  • Seriöse Firmen verlangen in der Regel keine Vorkasse.


    Wie groß ist denn eigentlich die PV zum Speicher?


    Wenn 5 kWh Speicher mit 2 Einschüben gekauft müssen auch 5 kWh mit 2 Einschüben für den Speicher geliefert werden.


    Egal ob Cloud oder nicht.

    Das riecht ein bisschen nach grober Verarsche.


    Schriftlich auffordern das fehlende Modul einzubauen.

    Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
    2.) 6 x NeMo 2.0 60M-300W, mono, DN 26 Grad, Süd, WR Galvo 1,5; 1-phasig
    SENEC.Home G2 +;Speicherkapazität 8 kWh netto (16 kWh brutto)