Sommerrodelbahn aus Edelstahl per PV im Winter schneefrei halten

  • Hallo Forum,


    die Idee ist womöglich absolut abwegig: Ich werde in absehbarer Zukunft das Business meiner Eltern übernehmen. Dazu gehört eine klassische Sommerrodelbahn (Edelstahl). Die Gäste werden auf ihrem Schlitten mit einem Elektromotor-betriebenen Lift nach oben befördert und rodeln dann die 525 m lange Rodelbahn herunter.


    Eine Sommerrodelbahn wird betrieben, wenn es nicht regnet bzw. nebelig ist. Es scheint also i.d.R. die Sonne. Der Elektromotor des Lifts könnte ggf. durch PV-Strom gespeist werden (ich bringe aktuell in Erfahrung, welche Leistung der fährt).


    Wenn nun eine PV-Anlage verbaut werden würde (ggf. durch BAFA ko-finanziert), dann interessiert mich, ob man im Winter per elektrischer Fußbodenheizmatten die Edelstahlbahn beheizen könnte, so dass der Schnee zum schmelzen gebracht werden würde. Von unten müssten die Fußbodenheizmatten sicher entsprechend gedämmt werden.


    Das klingt ein wenig verrückt. Nur versteht mich bitte: Ich habe gefühlt meine halbe Jugend mit Schneeschaufeln an unserer Sommerrodelbahn verbracht. Wenn die Kumpels Skifahren gegangen sind, stand ich mit der Schaufel in der Hand dort und habe mich abgerackert.


    Ein Vorteil der Beheizung wäre außerdem, dass die Kurven, die im Schatte liegen, nicht vereisen.


    Mich interessiert vor alle Dingen, ob das Forum glaubt, dass eine Elektroinstallation


    a) überhaupt insofern funktionieren kann, dass der Schnee zum schmelzen gebracht wird und


    b) mit welcher Investition ich rechnen müsste.


    Ich freue mich auf Feedback!


    Schönen Sonntag!


    PS: Google Maps: Lage der Sommerrodelbahn


    PPS: Winterbild Sommerrodelbahn (verhältnismäßig wenig Schnee)


    PPPS: YouTube-Video: Fahrt mit der Sommerrodelbahn Oberwiesenthal

  • Die Beheizung der Rinne wird sehr teuer und die PV-Anlage sehr groß!!!

    Danke fürs Feedback. Und kannst du in etwa abschätzen, wie groß und wie teuer? Weil dass groß & teuer ist halbwegs absehbar. Und ich hatte gehofft, im Forum qualifizierte Aussagen dazu zu erhalten, weil ich von der Materie wirklich k. A. habe.


    Es bleibt zu bedenken, das der Haupteinsatzzweck der PV-Anlage die Lieferung des Stroms ist, den der Elektromotor verbraucht - also Strom zu ersetzen, der aktueller vom Stromanbieter erworben wird.


    Erst im zweiten Schritt kommt die Überlegung auf, die Edelstahrinne im Winter zu beheizen.

  • 1. Der Heizbedarf wird im Winter sicher im gut 2-stelligen kW-Bereich liegen, da die Wärmeableitung durch den Edelstahl in den Untergrund und in die Umgebung ENORM sein wird

    2. Eine PV bringt im Winter im Schnitt 1/10 ihrer Nennleistung, also muss die PV-Leistung das 10-fache der Heizleistung betragen

    3. Das kWp kostet bei der Größe rund 800€


    Von der Schwierigkeit, solche Leistungen über die lange Strecke zu verteilen (Querschnitt der Kabel!) ganz zu schweigen.

  • 1. Der Heizbedarf wird im Winter sicher im gut 2-stelligen kW-Bereich liegen, da die Wärmeableitung durch den Edelstahl in den Untergrund und in die Umgebung ENORM sein wird

    2. Eine PV bringt im Winter im Schnitt 1/10 ihrer Nennleistung, also muss die PV-Leistung das 10-fache der Heizleistung betragen

    3. Das kWp kostet bei der Größe rund 800€


    Von der Schwierigkeit, solche Leistungen über die lange Strecke zu verteilen (Querschnitt der Kabel!) ganz zu schweigen.

    Heißt du würdest mir klar von dieser "verrückten" Idee abraten?

  • JA.


    Eher könnte ich mir das mit Warmwasser (wobei da wahrscheinlich schon 10°C reichen) vorstellen so wie bei Fußballfeldern, aber der Gewinn wird in keinem Verhältnis zum Aufwand stehen.

  • zum Auftauen wird sehr viel Energie benötigt.

    Etwa so viel als wenn du die gleiche Masse Wasser auf 80° erwärmen würdest.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!