Tiwag Sonnenstromspeicher

  • Nochmal bezüglich des von der TINETZ erhobenen Netzbereitstellungsentgelts: laut ElWOG 2010 §55 ist Netzbereitstellungsentgelt von Entnehmern zu zahlen. Die können von Einspeisern also kein Netzbereitstellungsentgelt verlangen. Höchstens ein Netzzutrittsentgelt, das im Zuge der Erhöhung einer Anschlussleistung alle direkten Aufwendungen abdeckt.


    Also an alle Einspeiser: wendet euch doch an die e-control und bittet um eine Stellungnahme dazu.

  • ja, zwischenzeitlich habe ich nachgelesen, mit Betroffenen diskutiert und auch versucht, es zu verstehen (man möge mich korrigieren, falls ich immer noch falsch liegen sollte):


    - das Netzzutrittsentgelt wird pauschal 1 x durch die Tinetz vorgeschrieben (in meinem Fall EUR 906.- netto, mit dem Neubau des Hauses) und dann nie wieder. Auch nicht, wenn eine PV auf's Dach kommt vorausgesetzt es sind hardwareseitig keine zusätzlichen Maßnahmen nötig.


    - was die Tinetz sehr wohl doch vorschreiben möchte, ist ein zusätzliches Netzbereitstellungsentgelt NE7 (NBE). In meinem Fall habe ich seinerzeit für 6 kW bezahlt und zwar EUR 193.- netto / kW (gesamt EUR 1.389,60.- brutto). Der entsprechende Tarifschalter steht seither verplombt aud 3 x 20A (was aber tatsächlich bedeutet dass ich 3 x 4,8 kW beziehen kann = 14,4 kW). Für die Einspeisung bedeutet dies aber dass ich max. 6kW einspeisen darf (darüber muss die PV abregeln).


    - falls ich auf Grund meiner 19 kWp PV doch ab und zu bis zu 10kW einspeisen möchte, muss ich mein Netzbereitstellungsentgelt von 6kW auf 10kW erhöhen und dies ist mit Kosten verbunden: nämlich EUR 193.- / kW x 4 netto, gesamt EUR 772,00.- netto = EUR 926,40.- brutto. Ein Vorteil für mich wäre, der Tarifschalter wird auf 3 x 25A weitergedreht und erneut plombiert, ich könnte dann aber gesamt 18kW beziehen.


    Anbei meine Rechnung aus 2007, die dies alles belegen soll:


  • Und ein Netzbereitstellungsentgelt ist nur von Entnehmern zu bezahlen, von Einspeisern steht nichts im Gesetz (sonst würde da Netznutzer stehen)...

    stimmt, von Einspeisern steht das wirklich nichts! Der genaue Gesetzestext zum Netzbereitsstellungsentgelt lautet...


    § 55. (1) Das Netzbereitstellungsentgelt wird Entnehmern bei Erstellung des Netzanschlusses oder bei Überschreitung des vereinbarten Ausmaßes der Netznutzung als leistungsbezogener Pauschalbetrag für den bereits erfolgten sowie notwendigen Ausbau des Netzes zur Ermöglichung des Anschlusses verrechnet.


    Würde das aber im Umkehrschluss auch bedeuten, dass ich ohne Limit einspeisen kann, soviel das Netz zulässt und mir Kosten erst dann verrechnet werden können, sobald ein Ausbaus des Netzes notwendig wird?