Plug-and-Play-Solaranlagen, auf dem Balkon, noch Fragen

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich im TV einen Beitrag Über Plug-and-Play-Solaranlagen gesehen habe

    und im Internet noch viel zum Lesen bekam, kam Interesse auf.

    nun hätte ich noch ein paar Fragen

    wir sind ein 2 Personen Haushalt, mit ca. 3800 kw/h Verbrauch im Jahr.

    habe den Stromverbrauch mal eine Woche aufgeschrieben.

    7 Uhr bis 15 Uhr keiner im Haus, haben wir ca. 3 KW/h

    15 Uhr bis 18 Uhr wieder beide zuhause haben wir ca. 3 Kw/h

    18 Uhr bis 22 Uhr ca. 4 Kw/h

    schwank um die +-1 Kw/h

    es sind die üblichen Geräte am Netz wenn wir nicht zuhause sind.

    Kühlschrank/Gefrierschrank,6 Rolladenantriebe,

    2 Garagentorantriebe,Gastherme und 2 Aqarium daher der Verbrauch wenn wir nicht zuhause sind.

    Lohnt sich das Überhaupt eine Plug-and-Play-Solaranlage bei diesen Verbrauch ?

    Welche Größe sollte Sie haben ?

    Möchten nichts Einspeisen !

    Wieviel WP würdet Ihr empfehlen?

    Gegebenheiten

    Balkon Südseite immer volle Sonne

    Haus Baujahr 1950 rum

    Stromleitung mäßig funktioniert das ?

    1. Bild, das wäre die Steckdose auf dem Balkon, einfach die PV nur einstecken?

    oder eine Wieland Steckdose einbauen lassen?

    2. Bild würde wo der Wäscheständer steht das Modul hinstellen

    (Waagrecht oder senkrecht wohl egal) auf den Winkel kommt es ja an 28- 30 Grad?

    3. Bild der Stromkasten mit dem Zähler ohne diese Rücklaufsperre

    würde so alles funktionieren?

    Nun das gesetzliche/rechtliche

    Einfach eine Anlage kaufen, Aufbauen und anschließen ?

    oder

    wie bei der ENBW Seite steht

    www.netze-bw.de/einspeiser/pluginPV

    Tausch Ihres Stromzählers in einen Zweirichtungszähler durch Sie zu beauftragen.

    Zusätzliche Kosten

    Alle Erzeugungsanlagen, auch die Plug-In-Anlagen-, müssen bei der Netze BW GmbH

    angemeldet und von einer in einem Installationsverzeichnis eingetragenen Elektrofachkraft

    in Betrieb gesetzt werden. Stecker anschließen ?

    was für eine Komplettanlage würdet Ihr mir Empfehlen?

    Hoffe auf konstruktive und sachorientierte Antworten

    Gruß Thomas

  • Hallo,


    hier wirst du sicher einige Antworten bekommen.

    Meine Meinung dazu: besorge Dir zwei 270W Module, die bekommt man mit etwas Suche ab 120,- und einen EVT 500 Wechselrichter. 5 Meter Kabel 2,5qm und einen Schukostecker. Wenn Du den EVT500 günstig bekommst, liegst du komplett bei 450,- € Warum nur zwei Module? Weil du damit nie mehr als 500 Watt erreichst, und somit nicht gegen die Kleinstanlagen mit 500W verstößt. Der EVT 500 gibt eh nur max. 490 Watt raus, und man könnte auch mehrere Panels parallel schalten. Dann hättest du die 490 Watt über einen längeren Zeitraum am Tag, da er einfach mehr Sonne bekommt und bei Überlast eh auf die 490 Watt runter regelt. Das bedeutet aber auch höhere Anschaffungskosten.

    Bei mir laufen zwei 270W Module auf einen EVT500 und haben seit 20 Mai 2018 bis heute 382 KWh erzeugt. Leider habe ich zwischen November und März zwei große Bäume als Schattenspender. 450-500 KWh sollten bei guter Südausrichtung bei Dir also möglich sein.

    Bei deinen Tagesgrundverbrauch ist es egal ob Rücklaufsperre oder nicht. Du verbrauchst eh mehr als du erzeugen kannst. Zu deinem Stromleitungen kann ich nichts sagen, der Sicherungskasten sieht aktuell aus. Baujahr 50 hatte ja noch keine Automatensicherungen. Bei 500 Watt speist du 2 Ampere in dein Netz ein.


    Ich würde die Module nicht auf den Balkon stellen sondern mit 4 Aluwinkeln und 30 Grad Neigung am Balkongeländer anbringen. Spart viel Platz auf dem Balkon.


    Ob du dann deine Kleinstanlage bei Versorger anmeldest... das muß jeder für sich selber entscheiden. Zumindest mußt du dann den Schukostecker weglassen und einen Elektriker den Anschluss machen lassen.

    Wünsche Dir viel Erfolg

    PS: Solar macht Süchtig... plane lieber gleich größer, es wird nicht bei der Kleinstanlage bleiben.


    Als Vergleich ein Angebot aus dem Netz: https://volxpower.de/steckerfe…ini-Solaranlage-MK540-EVT

  • die Kleinstanlagenregelung mit 500W gibt es in Österreich, nicht in Deutschland.


    Wenn man den "Regeln der Technik" entsprechend anschließen möchte, kann man sich nicht einfach alles kunterbunt zusammen suchen und sich an eine Regelung an Österreich halten und gleichzeitig gegen die Regelung in Deutschland verstoßen.


    Also wenn du es ohne Anmeldung und Einhaltung von Regeln machen möchtest, brauchst du auch kein 500W Limit beachten. Allerdings würde ich bei einer Balkonsteckdose, die mit Sicherheit im gleichen Stromkreis wie das dahinter liegende Wohnzimmer hängen dürfte, nicht mehr als die üblich anerkannten 600W Einspeiseleistung in Mischstromkreise gehen. Außer natürlich dir ists egal, wenn mal alles abfackelt und die Versicherung nicht zahlt.


    So wie ich das aber verstanden habe klingt es so, als wolltest du dich doch lieber an die anerkannten Regeln der Technik halten. Da musst du dann aber einen Zweirichtungszähler vom Netzbetreiber setzen lassen und eine feste Anschlussdose (Herdanschlussdose, Wieland oder vergleichbar) einsetzen, um die aktuellen Anwendungsregeln und Normen dazu zu erfüllen. Wenn der Zweirichtungszähler erstmal gesetzt ist, dein Netzbetreiber jedoch keine vereinfachte Anmeldung zulässt, kannst du dennoch eine vereinfachte Anmeldung durchführen (d.h. du sendest es dem Netzbetreiber zu, ob er es so haben möchte, oder nicht..). Rein Anwendungsregel- und Normtechnisch müsstest du dann jedenfalls fein raus sein.


    Wenn der Netzbetreiber sich aber quer stellt und nicht den Zähler tauschen möchte, musst du leider den Messstellenbetreiber wechseln, damit der neue Messstellenbetreiber dir einen Zähler setzt. Das ist dann aber mit höheren jährlichen Entgelten für die Messung verbunden(bis zu 60€).

  • Ein Aquarium passt vom Prinzip her eigentlich super mit einer Photovoltaikanlage zusammen. Das Licht brennt ja eh nur am Tag, und selbst die Heizung kann in die Tagesstunden verlegt werden. Das hab ich selber so bei meinem ~125l Aquarium gemacht. Und damit kannst du deinen Eigenverbrauch noch weiter steigern.


    Ansonsten wurde ja schon gesagt, die einfachste und günstigste Lösung ist so ein Fertigset mit 2x 250-300W Modulen + EVT500. Die Anmeldung solltest du dir sparen, sonst wird es alles andere als finanziell sinnvoll. ;)

  • Danke für Eure Antworten.

    warum sollte ich 2x 250- 300 W Module nehmen ?

    ist das nicht zuviel für meinen Tagesstrom Bedarf ?

    möchte ja nicht einspeisen.

    Mir schwebt ein Modul mit bis zu 320 WP vor.

    Modul möchte ich auf den hinteren Teil vom Balkon, wird eh nicht benutzt da hinten, sitzen auf der Terasse(Garten)

    Anmelden habe ich nicht vor, zuviel Auflagen und Mehrkosten.


    Der Link zu Voltpower , kannt ich nocht nicht.

    wäre auch nur eine Stunde von mir entfernt (könnte Versandkosten sparen)

    Aber wie ich lese sind die mit Wielandstecker, also muss ein Elektriker kommen und die Dose am Balkon anschließen.


    Gruß Thomas

  • Mehr Leistung ist im Prinzip immer besser. Wenn der Netzbetreiber 600Wp zulässt, dann mach auch 600Wp. Bei deinem Verbrauch ist das absolut passend. Die Einspeisung lässt sich sowieso nie ganz vermeiden und wenn du anmeldest und der Zähler getauscht wird (bei manchen Netzbetreibern auch kostenlos), dann ist das auch überhaupt kein Problem.


    Allerdings sind die NetzeBW aktuell noch etwas hinterher was die vereinfachte Anmeldung angeht. Du wirst also eine kleinere Papierschlacht führen müssen, wenn du zeitnah anschließen willst. Die sauberere Lösung ist es aber allemal. Bedenke auch, dass du dir bei rücklaufendem Ferraris-Zähler auch Probleme einfangen kannst (auch wenn es bisher noch nicht zu Klagen gekommen ist, wie sicher einige hier anführen werden).


    Hier findest du eine Übersicht über gängige Angebote für Geräte bis 600 Wp.

    MachDeinenStrom.de - Werde Energieriese!
    Informationen, aktuelle Entwicklungen und Hintergründe zu Mini-Solar-Kraftwerken / SteckerPV / PlugIn-Photovoltaik / Balkonkraftwerken / steckerfertigen Erzeugungsanlagen / "Guerilla"-PV

  • gerade mit der ENBW telefoniert.

    Ist garnicht mein Netzbetreiber sondern die Stadwerke Hechingen und auf deren Internetseite steht garnichts mit

    BalkonPV Steckeranlagen.

    Montag mal anrufen und hoffen, das es OHNE großen Auswand (Papierschlacht) funktioniert,


    gerade einen Solar Betrieb in der Nähe gefunden

    ist das Angebot gut ?


    Solarmodul 210W gebraucht mit MC4 Steckern,

    2 Jahre gesetzliche Gewährleistung. Silberner Rahmen.

    Wechselrichter Letrica SMI 260 für ein Modul mit MC4 Stecker

    DC Seitig und Wielandstecker AC Seitig. AC-Kabel 5m

    Gummileitung UV stabil mit Wielandbuchse auf der einen Seite

    und 5m Länge. Energieerzeugungs-Messgerät zur Erfassung

    der erzeugten Energie, zum zwischenstecken an die Steckdose,

    DE-Standart. Maße: 1495 mm,1001 mm, 42 mm; 18 kg

    340,00 €

    - €

    Set 2S - 2 Silbermodule

    2 Solarmodule 210W gebraucht mit MC4 Steckern, 2 Jahre

    gesetzliche Gewährleistung. Silberner Rahmen.

    Wechselrichter AE Conversion 350 PLC für zwei Module mit

    MC4 Stecker DC Seitig und Wielandstecker AC Seitig.

    AC-Kabel und Energieerzeugungs-Messgerät wie bei Set 1

  • warum sollte ich 2x 250- 300 W Module nehmen ?

    ist das nicht zuviel für meinen Tagesstrom Bedarf ?

    möchte ja nicht einspeisen.

    Mir schwebt ein Modul mit bis zu 320 WP vor.

    Modul möchte ich auf den hinteren Teil vom Balkon, wird eh nicht benutzt da hinten, sitzen auf der Terasse(Garten)

    Anmelden habe ich nicht vor, zuviel Auflagen und Mehrkosten


    Da dein Tageschnitt ca. 5 KWh (zwischen 8:00-18:00 Uhr) ist, kommst du mit einem Modul nicht weit. Zwei 270Watt Module schaffen bei guter Ausrichtung 3,5 bis 4,5 KWh am Tag im Hochsommer. Im Herbst noch 2,5 KWh und im Winter 0,5 KWh.

    Du speist bei deinen Verbrauch nichts ein, der ist viel zu hoch, da bleibt kein Solarstrom übrig.


    Dein Balkon hat ein Geländer mit Holzverkleidung. Wenn das Modul aufgestellt wird, wirft dein Geländer Schatten und dein Ertrag ist nur noch halb so hoch. Hast du noch einen Dachüberstand? Wenn ja, kann dieser bei Sonnenhöchststand auch Schatten aufs Modul werfen. Wenn Dich die Aluwinkel nicht abschrecken, denke nochmal über eine Anbringung am Geländer nach.


    Selbst dein 320 Watt Modul erzeugt bei optimalen Bedingungen (im Hochsommer zwischen 11:00 - 13:00 Uhr) nur 290 Watt. Bei großer Hitze nur 265 Watt in der Stunde. Das ist bei deinem Verbrauch recht wenig. Außerdem wirst du die erste Zeit ständig auf deinem Handy den Ertrag ansehen und überlegen, wie man mehr Energie mit Solar erzeugen könnte. Das macht wirklich süchtig. Ich überlege aktuell, zwei weitere Module an meinen EVT500 parallel anzuschließen um am Vor-und Nachmittag mehr zu erwirtschaften.

    Rechne mal nach, bei deinem Wunschmodul 320WP hast du im Schnitt über einen sehr guten Sommertag Tag (ohne Verschattung) gerechnet 230Watt mal 10 Stunden = 2,3 KWh. Mehr kommt da nicht raus.


    Als Beispiel für dein Geländer... kann man aus Aluwinkelprofil auch selber bauen. https://volxpower.de/Set-Aufst…fuer-ein-Modul-Querformat

  • ja, ich meine die 600VA gelten pro Phase. du kannst also insgesamt 1800W Einspeiseleistung umsetzen. Musst dann halt ausschließen, dass zwei Anlagen auf die gleiche Phase einspeisen. Es gibt im Internet Anleitungen, wie man das selbst prüfen kann, ob zwei Steckdosen an der gleichen Phase sind oder nicht.