der umgekehrte Ansatz: Welcher Hybrid Wechselrichter und Welche PV wenn der Speicher schon da ist

  • Hallo Forumsgemeinde, ich lese nun schon länger das Forum und bin von den Antwortzeiten und der Kompetenz positiv überrascht.

    Ich habe kaum Ahnung was PV angeht, kenne mich aber mit Akkus und Batteriesteuergeräten recht gut aus.

    Ich habe mehrere 48V Lithium Batterien, die ich gerne als Speicher nutzen möchte, die Akkus sind in Modulen verschaltet und werden über ein BMS überwacht.


    Speicher hätte ich genug, lediglich an der Dachfläche mangelt es. Ich habe ein Ost West Dach mit etwas Verschattung, vielleicht passen insgesamt 22, mit viel gut-zureden 26 Module drauf, im Osten durch Dachfenster und Schornstein etwas weniger, im Westen etwas mehr. Damit käme ich nach vorsichtiger Schätzung auf vielleicht 5-7KWp gesamt.

    Unser Verbrauch beläuft sich auf ca 4000kWh pro Jahr, vielleicht irgendwann mal mehr, falls ein E-Auto kommt.


    Ich suche nun nach dem passenden Hybrid WR.

    Welche Leistung sollte der WR haben? Soweit ich verstanden habe sind Leistungen jenseits 5KW nicht interessant weil meistens eine Grundlast von 100-200W abgedeckt werden muss.

    Ist einphasig ausreichend, wenn der WR eine Null-saldierung hinbekommt?

    Ist ein Hybrid WR sinnvoller als die Kombi normaler WR + Batterielader?

    2Mpp (weil Ost/ West), 48V aufgrund der Systemspannung, Lithium kompatibel, d.h. Auflade und Entladungsstrom sollten einstellbar, bzw von der Batterie begrenzt werden. Was gbt es da am Markt?

    Alle WR, die ich bisher gefunden haben haben ein Schnittstellen die zu ein paar Batterien passen, zu anderen nicht. Gibt es welche die freier konfigurierbar sind?


    Wenn der Speicher nicht die begrenzende Komponente darstellt, dann lieber mehr Dach belegen oder nur das was auch vernünftig bestrahlt wird?

    sonnige Grüße.

  • mit 26 Modulen a 330Wp hat man schon

    8,5kWp, Eigenleistung, EEG oder nur eigenverbrauch ist da die Frage. bei nur Eigenverbrauch sollte da unbedingt noch eine thermische Verwertung eingeplant werden, dann aber eher günstige Module...


    am besten Belegungsplan erstellen und Ertragsprognose durchführen.


    über wie viel Kapazität reden wir? 3, 10 oder 50kWh?


    victron multigrid/multiplus2 ist nix?

    ggf noch Module direkt mit Laderegler auf

    48V integrieren? (Fassade, Garage, Hundehütte)

    im Winter ist es schon mal knapp...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Hallo mdonau, Danke. Ich haben verstanden dass der Victron sehr "geschlossen" ist mit seinen Schnitstellen. Ob ich da mein nicht-Standard BMS anbinden kann?

    jäger : Danke, haben mir den infinity Fred mal durchgelesen, klasse was da bisher erarbeitet wurde bzgl Kommunikation.

    FSP und Infinity sind beide aus Taiwan?

  • Die Infinis und die FSP Geräte sind baugleich. Ich habe mir jetzt einen FSP PowerManager 10kW gegönnt und bin vom ersten Eindruck sehr angetan von dem Gerät. Gute Verarbeitung, ein Schalter für die PV und ein vierpoliger Automat für die Zuleitung auf der Unterseite. Klappbare Griffe an den Seiten, ich freue mich schon auf die Inbetriebnahme.

  • Die Infinis und die FSP Geräte sind baugleich

    der 10 kW ist halt schweineteuer und bringt in Winterzeiten auch nicht viel.
    Dazu nicht mal ein Jahr Garantie. Wenn der
    defekt geht, hat man einen haufen elektronik-Schrott auf einem Haufen ?
    Dazu muss man, wenn Li-Eisen drann hängen kompliziert um-parametrieren.

    Die Growatt funktionieren auch und sind preisgünstiger.
    Ich würde eher auf 230 V optimieren, denn für was benötigt man zwischen
    März bis Ende Oktober 400 V im Haushalt ?

    es ist doch eh fast alles auf Stromspar um gemodelt. F

  • Der Infini 10kW kostet glaube ich rund 2400€ mit Versand das finde ich für den Funktionsumfang relativ unschlagbar.

    Wenn man das Setup mit SMA Komponenten zusammen stellt liegt man bei rund dem doppelten.

    Andere Wechselrichter setzten dann wiederum auf Hochvoltbatterien, das war mir für mein Vorhaben zu heiß.

  • Der Infini 10kW kostet glaube ich rund 2400€

    ok, dann ist der so gut wie gekauft. Aus Spanien.
    Der Deutsche bei Ebay verlangt gut 1.600 Öhro mehr vs. Spanischer 10 kW

    Der 10 kW kostete mal in Tschechien rund 4,800 Öhroh ....
    Aber für knapp 2.400 € ...ein Schnäppchen...wobei man selber nur ein
    230 V Netz nutzt.

    Interessant wäre der Kasten in Deutschland - wenn man einen
    Generator-Netz-Umschalter nutzt + 4,8 kWh Batterie dazu -
    Dann kann man
    EEG-unabhängig den Netzschalter von März bis Ende Oktober auf
    Inselbetrieb umschalten
    Und hat dann keinen Ärger mit den Netzbetreibern, falls die dich mal
    anzeigen wollen ?
    wegen was Anzeige? k.A. Hauptsache Anzeige ist raus

  • Hallo zusammen, ich komme nicht weiter. Mein Ziel war eine selbstbau 48V Lithium Batterien mit Hybridwechselrichter und Netzanschluss. Der Speicher ist schon weit fortgeschritten aber mit der Anbindung komm ich nicht weiter. Der Solateur meines Vertrauens traut sich nicht eine Anlage mit Selbstbau-Speicher zu installieren.

    Was haltet Ihr von dem Ansatz: PV mit WR und Netzanschluss + Anmeldung machen lassen und dann den Speicher mit Batterielader später ins System zu bringen (mit Abnahme vom Elektriker, versteht sich)

    Vorteile: PV, WR und Netzanschluss sind täglich Brot für die Solateure und kann "einfach" abgewickelt werden.

    Geht hier was kaputt ist der Austausch auch Standard.


    Speicher und Batterielader kommen später, können zusätzlich erweitert werden und auch neu konfiguriert, wenn Potential da ist.


    Vorteile des Hybriden: deutlich effizienter, da Wandlung von DC nach DC alles in einem Gerät.

    Nachteile: Ansteuerung des selbst gebauten Speichers und die Zurückhaltung der Solateure bei der Installation mit selbst gebautem Speicher.


    Was ist eure Einschätzung: Ist der Hybride deutlich günstiger als die Lösung mit Batterielader und getrenntem WR?

    Wie sieht es mit der Effizienz aus, geht die beim Übergang ~500VDC --> 240V AC -- 48V DC und wieder zurück 240V AC so in den Keller?

    über wie viel Kapazität reden wir? 3, 10 oder 50kWh?

    mdonau : Je nach Entladungstiefe könnte ich vielleicht 20kW nutzen, muss nochmal rechnen welche was hier besser ist.