Warum wir weniger PKW / Personenkm in PKW brauchen

  • Interview mit dem Verkehrspsychologen Jörg-Michael Sohn


    Zitat

    Sie selbst haben kein Auto. Warum nicht?

    Die meisten Autofahrer unterschätzen die Zeit, die sie brauchen, um das Mobilitätskonzept eigenes Auto zu erhalten. Berechnen Sie einmal, wie viel Zeit Sie im Auto, mit dem Auto und für das Auto verbringen. Zur Fahrtzeit kommt die Zeit für Tanken, Waschen, Anmelden, Werkstattchecks. Nicht zu vergessen: die Arbeitszeit, die Sie aufwenden müssen, um sich das Auto leisten zu können. Addieren Sie das alles und verrechnen es mit der Fahrleistung pro Jahr, dann erhalten Sie je nach Wagenklasse und Einkommen eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen drei und 27 Kilometer pro Stunde. Für mich als Nicht-Autofahrer entfällt das alles. Ich steige aufs Fahrrad und kann sofort losfahren

    https://sz-magazin.sueddeutsch…rt-der-verstand-auf-81520


    Auch sonst sehr lohnendes Interview, insbesondere hinsichtlich der Fehlschlüsse die man als Mensch im / über den Verkehr so macht.

  • Und ich buche gerade Sardinien -nicht elektrisch und ohne Velo...

    Und auf einen Spaziergang durch einen halben Meter Schnee stapfen, doch eher auch nicht. Aber gestern waren einige Klimademos; zwei Boys hatten doch tatsächlich einen 60-Zeller durch die Stadt getragen;-)

    einstein0

    Bilder

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Interessantes Interview.


    Obwohl mir der Zusammenhang klar ist mit der Durchschnittsgeschwindigkeit, finde ich es immer wieder verblüffend aus Mietwagen auszusteigen und die Zeit zu sehen die ich in Ihnen verbracht habe. Auch weil ich viel in Australien unterwegs war, weiss ich wieviel besser es läuft, wenn es läuft. 500km hier eine nervenaufreibende Qual, dort gerade mal der nächste Ort den man fast vorhersehbar in einem 10 Minutenfenster erreicht.


    Vorallem bei meinen Kollegen fällt mir auf wie unrealistisch die erwarteten Durchschnittsgeschwindigkeiten durch Deutschland und Europa immer sind. Wenn ich dann erwähne, dass schon 80km/h mal eben nach Hamburg ambitioniert ist und ich den vereinbarten Kundentermin morgens um 7 Uhr nicht halten werde können schauen mich immer alle an als ob ich doof wäre. Die meisten rasen immer und sind anscheinend völlig überrascht wenn sie dann kurz vor mittag mal da sind...

  • Und noch eines der vielen positiven Beispiele aus anderen europäischen Städten, wo man schon viel weiter ist als in DE.


    Zitat

    What happened when Oslo decided to make its downtown basically car-free?

    It was a huge success: Parking spots are now bike lanes, transit is fast and easy, and the streets (and local businesses) are full of people.

    https://www.fastcompany.com/90…wntown-basically-car-free


    Beispiele wie weniger Autos in mehr Kundschaft resultieren gibt es im kleinen Maßstab auch schon in DE. Z.B. dort wo Parkplätze zu Sitzplätzen und Radparkplätzen werden.

    Ich meine dazu schon Berichte aus Stuttgart und Berlin gesehen zu haben. Aber dort ging es eben nur um eine Handvoll PKW-Parkplätze.

  • Hier in der Zeit- Serie "sauber durch die Stadt" -sind einige progressive Beispiele beschrieben:

    https://www.google.com/url?sa=…Vaw0t1Dz8Yw-DJ-n8FoVw35pd


    Zum Tempolimit : wer einmal auf AB in Spanien/Portugal unterwegs war wird sich gewundert haben dass trotz der dort

    erlaubten 120km/h die breite Masse eher nur mit 110km/h unterwegs ist während die auf 90km/h begrenzten LKW

    >3,5t eher etwas über ihrem Limit liegen. Das ist unheimlich beeindruckend wie selbst während der Stosszeiten
    der Verkehr völlig entspannt dahinfließt8)

    (das kenne ich von früher noch ganz anders )


    lg,

    e-zepp

  • man kann auch Fahrgemeinschaften zur Arbeit bilden, der Vorteil ist man spart Bezinkosten und kann die km trotzdem als Werbungskosten abrechnen. ( bekommt also Geld zurück )

    der PKW bezahlt sich dann fast von selbst.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • man kann auch Fahrgemeinschaften zur Arbeit bilden, der Vorteil ist man spart Bezinkosten und kann die km trotzdem als Werbungskosten abrechnen. ( bekommt also Geld zurück )

    der PKW bezahlt sich dann fast von selbst.

    Hier wäre eine Uber like Softwarelösung super mit der ich meinen täglichen Arbeitsweg online anbieten kann um dafür Mitfahrer zu finden, und am Ende etwas Geld dafür bekomme. Nur wird ja bei uns die ganze Sache blockiert, in dem ein Personenbeförderungsschein und Gewerbepflicht besteht. Schade Chance verpasst. Aber klar, Vater Staat & Autoindustrie verdient besser wenn jeder einzeln fährt.