Glasbruch an drei Modulen

  • Hallo liebe Leute,

    Ich habe heute bei der regelmäßigen Inspektionen und beim Schnee wegmachen gesehen dass zwei Module rostige Verfärbung haben.

    Jetzt wurde bei uns Silvester sehr viel mit Raketen geschossen und ich hatte überall diese kleinen Betonsteinchen von den Raketen herumliegen.

    Anbei einige Bilder vom Schaden.

    Da das Wetter so lange feucht war stelle ich mir die Frage ob dieser Schaden innerhalb dieser Zeit auftreten kann.


    Sofern sich das in dieses Zeitfenster ein ordnen lässt werde ich wohl einen Versicherungsschaden melden müssen.

    Oder in den sauren Apfel beißen und die Dinger selber bezahlen


    Verwundern tut mich allerdings dass diese drei Module nebeneinanderliegen.

    So viel Zufall kann eigentlich nicht sein.

    Andersherum sind diese Module neben den Modulen die im letzten Jahr durch den Blitz kaputt gegangen sind (aber nur elektrisch) Glasbruch gab es damals nicht

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Moin,


    m.E. Bypassdioden durch Blitz hinüber. Dadurch Hotspots (braune Stellen) und auf Grund thermischer Belastung dann Glasbruch. Also nachmelden zum Blitzschaden...


    Gruß

    Jan

  • Guten Morgen,


    Ja diese Module bekommen immer wieder etwas Schatten vom Schornstein und bei tiefer Sonne zusätzlich von der Satschüssel ab


    Von daher passt das mit den Dioden.


    Kann man die nicht ausmessen ohne die Module zu demontieren?

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
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  • Tja, falls du über eine Versicherungsregulierung nachdenkst, wird der Grund für evtl. defekte Dioden natürlich der ehemalige Blitzeinschlag gewesen sein.;)


    Ob es aber nicht doch der Wanderschatten war, hast du damit nicht geklärt. Könnte also sein, dass die Ursache für einen eventuellen späteren Schaden weiter besteht. Aber damit musst du dann wohl leben, falls du nicht ohnehin in Zukunft auf fossiele Heizung verzichten möchtest-

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Die anderen Module? Die kaputten brauchst Du ja nicht mehr messen...


    https://photovoltaikbuero.de/p…blog/bypassdiodencheck-1/


    Bypassdioden testen ohne Module abbauen


    Edit:

    Bento, meinst Du nicht, es ist am wahrscheinlichsten, daß der Blitz die Dioden gegrillt hat und die Verschattung dann dazu geführt hat, daß in dem Modulteil dann der Strom verbraten wurde?


    Carstene Du solltest besser alle restlichen Dioden prüfen oder bei der Versicherung versuchen zu argumentieren, daß die restlichen sicherlich auch defekt sind und dann immer wieder Module getauscht werden müssten, daher ist es billiger jezt den Rest zu tauschen (1*Anfahrt, Gerüst etc)


    Gruß

    Jan

  • Edit:

    Bento, meinst Du nicht, es ist am wahrscheinlichsten, daß der Blitz die Dioden gegrillt hat und die Verschattung dann dazu geführt hat, daß in dem Modulteil dann der Strom verbraten wurde?

    Kann sein....kann nicht sein.


    Meine Hausdachanlage wird leider auch von einem Wanderschatten eines Edelstahkamins beeinträchtigt. Und da habe ich kürzlich bei den hauptsächlich betroffenen Modulen ebenfalls Hotspots festgestellt:


    links ist der Kamin; rechts der Schatten vom Smartphone

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Bento, meinst Du nicht, es ist am wahrscheinlichsten, daß der Blitz die Dioden gegrillt hat und die Verschattung dann dazu geführt hat, daß in dem Modulteil dann der Strom verbraten wurde?

    Das zweite Bild weist ein Fehlerbild auf, dass ich auch ohne Überspannung an Marken-Modulen eines sehr großen, ehemaligen Hersteller aus spanischer Produktion wahrnehmen konnte. Dort waren die Zellverbinder und die Bändchen in der Zelle teilweise unzureichend verlötet und die Ströme haben diese widerstandserhöhte Strecke stärker belastet was über längere Zeit und eventuell auch noch zusätzlich dem Schatten als Zusatzlast zu diesen Verschmorrungen geführt hat und das Frontglas final bersten ließ. (vorher haben die braunen Flecken nur den Kunststoff stark beschleunigt altern lassen und teilweise carbonisiert. Danach sind ehemals Isolationsstrecken auch teilweise leitfähig). Dieser Fehler war bereits in der Produktion angelegt. Da die jetzt geschädigten Module sowieso vom Dach müssen, kann man die ja auch am Boden dezidiert untersuchen. Vielleicht bevor man entscheidet, ob dies ein versichertes Risiko ist.

    Der bereits angegebene Link zu Matthias Diehl (photovoltaikbuero.de) versucht aktuell die Ausfallmechanismen der Bypassdioden zu untersuchen und zu erklären (sehr lesenswert!), aber der überspannungsbedingte Ausfall ist etwas zufallsgetrieben, weil das Endergebnis nicht immer klar definiert ist. Es kann sowohl zu Durchlegierungen der Halbleiterstrecke kommen, die einen elektrischen Kurzschluss hinterlassen, darstellen (so als wenn die Diode normal durchgeschaltet hätte). Das kann man dann mit Thermografie sehr gut optisch sichtbar machen. Etwa die Hälfte aller von mir untersuchten Fälle waren so.

    Wenn die blitzbedingte Überstrombelastungen zum spontanen thermischen Versagen führte, dann sind oftmals die Dioden geplatzt und die Plastikteile des Diodengehäuses fallen frei in der Anschussdose umher (falls nicht vergossen). In diesem Zustand ist der "Schattenschutz" der Substrings nicht mehr gegeben.

    Empfehlung: Zunächst an dem am stärksten geschädigten Modul Ursachenforschung betreiben und dann überlegen, ob die festgestellte Verursachung in der Stringanordnung der konkreten Anlage die nachbarschaftliche Wechselwirkungen an anderen Modulen erklären kann. Eventuell auch mal die Seriennummern der betroffenen PV-Module mit vergleichen.

    Grüße

  • Die Module liegen seit 2015 dort.


    Insgesamt sind 6-7 Module vom Schatten (alle im gleichen String) betroffen. Die anderen Module sind augenscheinlich nicht betroffen. Die drei, die diesen Schaden haben sind unmittelbar diejenigen, die neben den Modulen wo der Blitz eingeschlagen hatte. Auch elektrisch sind sie die nächsten in der Verkabelung.


    Leistungseinbussen habe ich bisher keine feststellen können. wird wohl beizeiten kommen....


    Wenn ich aufs Dach kann, fliegen die Module runter, bzw aus der Verkabelung raus


    Die Module sind übrigens SolarWorld- m.E. nach eine gute Qualität. Schade dass es sie nciht mehr gibt...

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Deshalb kannst du Raketen ausschließen. Dass gerade drei Raketen auf drei nebeneinander liegende Module treffen!

    Und wo sind die Einschlagkrater im Glas?

    Falls du das glaubst, sofort einen Lottoschein ausfüllen, du bist Anwärter auf 6+1! :ironie: