PV-Kleinanlage nach neuer Norm DIN VDE 0100-551 / -1

  • Hallo und guten Abend,


    ich habe schon verschiedene Beiträge hier gelesen und möchte nun meine eigenen Vorstellungen kundtun und das Forum und nach einigen Expertenmeinungen fragen :)


    Kurz zu den technischen Rahmenbedingungen und Überlegungen:

    • 4 PV-Module Sunmodule Plus SW 290 mono (gesamt: 1160kwp) bereits auf dem Dach und verkabelt
    • Südausrichtung ohne Verschattung in Brandenburg
    • noch kein Wechselrichter - geplant der kleinste, den ich gefunden habe (SMA Sunny Boy 1.5)
    • komplett neue Elektroinstallation (alles für eine Einspeisung verkabelt, Wechselrichter(leitung) hat eigenen 16A-Sicherungsautomat)


    Ich bin mir bewußt, dass ich im Sommer nicht den ganzen Strom selbst verbrauchen kann. Trotzdem will ich erstmal klein anfangen (momentan aus Kostengründen) und später weitere Komponenten einbinden (in dieser Reihenfolge):

    - SMA Energy Meter

    - Heizstab für Trinkwassererwärmung (um von Frühjahr bis Herbst Gas zu sparen) = https://www.photovoltaik4all.d…r-pv-mit-batteriespeicher

    - Batterie zur weiteren Erhöhung des Eigenverbrauchs


    Wird das technisch so funktionieren oder seht ihr Verbesserungspotential? Eine Elektrofachkraft kann den Anschluss an das Hausnetz vornehmen.


    Das alles soll ohne Anmeldung(en) passieren. Aber dazu mache ich noch einen anderen Thread auf ;)


    Gruß Alex

  • Um "Verbesserungspotential" zu erkennen, bräuchte man mehr Informationen, welche Ziele du verfolgst und welche Möglichkeiten dein Dach bietet. Meine ersten Gedanken sind

    - warum so klein?

    - warum keine Einspeisung?

    - durch Stromvernichtung heißes Wasser zu machen ist teuer und unsinnig

    - PV scheibchenweise zu bauen macht keinen Sinn

    - Batterie ist nicht wirtschaftlich


    Also erzähl doch mal, warum du das so planst?

  • Da hat Monsmusik völlig Recht.


    Nach und nach zu erweitern treibt die Kosten nur in die Höhe. Beim Energiespeicher mag das je nach Verbrauchsprofil sinnvoll sein, sprich hier könnte man sich die Option offen halten, bei fallenden Kosten für Energiespeicher nachzurüsten (z.B. Kostal Plenticore, welcher die Möglichkeit bietet den dritten Mpp als Batterieanbindung zu nutzen).


    Module und Wechselrichter sollten jedoch von Anfang an vernünftig geplant werden. Bringt nichts da alle 1-2 Jahre wieder den WR zu tauschen und Module anzubauen.


    Für weitere Infos müsste man jedoch erstmal wissen, was du vorhast.


    Vg

    Patrick - Solar-Basar

    https://www.solar-basar.de --- Ihr Partner für Photovoltaik, Solarmodule und Energiespeicher in Nordhessen und Umgebung (Kassel / Göttingen)

  • Beitrag von PV-Express ()

    Dieser Beitrag wurde von Elektron gelöscht ().
  • Guten Morgen,

    das Haus wurde im letzten Jahr umfangreich modernisiert. Das Geld für eine durchgeplante PV-Komplettanlage ist da nicht mehr drin :|

    Die 4 Solarpanele habe ich in dem Zuge (als das Gerüst stand und Handwerker sowieso zu tun hatten) mit auf das Flachdach (mit Anstellwinkel 30°) bauen lassen. Mehr Platz ist auf dem Dach leider nicht (Schornstein). Eine spätere Erweiterung ist also eher unrealistisch.

    Es geht mir bei der Anlage mit so wenig Aufwand wie möglich (finanziell, technisch und bürokratisch) die Stromkosten zu senken.


    Das Thema Einspeisung will ich aufgrund der Bürokratie anders lösen: PV-Kleinanlage ohne Anmeldung (nach neuer Norm DIN VDE 0100-551 / -1) Sollte bei der Größe kein Problem sein ;)


    Aber ist es nicht besser, mit dem überschüssigen Strom wenigstens heißes Wasser zu machen, als ihn gar nicht zu nutzen? Im Hoch-Sommer könnte man ja auch ein Klimagerät mit dem Überschuss betreiben.

    Die Batterie soll aus Kostengründen und den bereits angesprochenen fallenden Kosten erst in einigen Jahren kommen.


    Gruß Alex

  • Hallo Alex,

    Deine Überlegungen sind durchaus plausibel und sinnvoll!

    Lass dir nichts von Leuten einreden, die dann alternativ zur thermischen Überschussverwertung im Heizstab einen Batteriespeicher anpreisen und das auch noch mit Wirtschaftlichkeit begründen - tsss....


    Eine (kleine) Ausbaureserve von 2 - 3 Modulen kannst Du bereits im jetzigen Stadium einplanen, da die heutigen Stringwechselrichter eine Startspannung von 80 V DC haben und schon bei ca. 30-40 % der Nennleistung annähernd Ihr Wirkungsgradmaximum erreichen! (Anhang). Schau dir mal die Zeversolar Zeverlution Wechselrichter an, die haben eine Super-Qualität und günstigen Preis.

    In etwa 3 - 4 Monaten ist dann unser neues ecoHeat-System zur thermischen Überschussverwertung wieder erhältlich. Dann kostet dich diese Form der Speicherung gerade mal ca. 400 EUR inkl. Heizstab...


    Wenn Du später wieder grössere "finanzielle Spielräume" hast, kannst Du immer noch eine grössere zweite Anlage montieren. Die Preise sind (abgesehen von Fixkosten für Anschluss oder Gerüst) nicht dramatisch höher, als wenn Du heute eine grosse Anlage montierst (vergleiche mal unsere PV-Pakete)

    Bilder

    Paul Wieland | CarpeDiem Energy | Energiemanager ecoControl, Speicher ecoStore | Wir sind Service- und Vertriebspartner von LetrikaSol, Envertech und Zeversolar | Wir kämpfen für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung

  • Aber ist es nicht besser, mit dem überschüssigen Strom wenigstens heißes Wasser zu machen, als ihn gar nicht zu nutzen?

    Hilfe, ich baue mir eine PV-Anlage und weiß nicht wohin mit dem Strom :mrgreen:




    Hoch-Sommer könnte man ja auch ein Klimagerät mit dem Überschuss betreiben

    Ich glaube du überschätzt die Leistung einer PV im Hochsommer, weil da zu Peakzeiten(!) gerade ~70% anstehen werden. Abzüglich Hausverbrauch bleibt da nicht viel zum Kühlen.

    Ja und zum Thema Heißwasser, da kann man gerade im Sommer/Sonnenmonate nie genug davon haben ;)

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Das Geld für eine durchgeplante PV-Komplettanlage ist da nicht mehr drin :|

    nur mal so, eine "durchgeplante PV-Komplettanlage" erwirtschaftet mehr Geld als sie kostet.


    Mehr Platz ist auf dem Dach leider nicht

    nur für 4 Module? Wohnst du in einem Turm?


    Aber gut, wenn du das so willst, dann betreib das eben als Guerilla-Anlage. Klimaanlage ist eine gute Idee, da das Verbrauchsprofil zur Erzeugung passt. Du wirst eine ganz ordentliche Direktverbrauchsquote erreichen, aber häufig eben auch Strom übrig haben. Ich versteh immer noch nicht, warum du den nicht verkaufen willst. Die Bürokratie hält sich sehr in Grenzen.

  • Ich versteh immer noch nicht, warum du den nicht verkaufen willst. Die Bürokratie hält sich sehr in Grenzen.

    Bei einer 1kWp-Anlage?

    Lass die 1000kWh erzeugen und davon bestimmt 50-60%EV bleiben keine 50€ p.a. an Einspeisevergütung hängen.

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
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