Planung PV-Neu-Anlage, inkl. Mieter!?

  • Aha OK, wieder was dazu gelernt, danke Monsmusik!


    Aber selbst wenn es in der Darstellung nicht die aktuellen Leistungen sind, sondern die Tageserträge, so bilden sich die Tageserträge schlussendlich aus den jeweiligen kumulierten Leistungen des bisherigen Tages.


    Ich dachte immer der größte Vorteil von SE ist, dass Module separat "leisten" können und unabhängig von jeweils allen anderen Modulen ist.


    Nehmen wir mal an, die Darstellung zeigt aufgrund der Verschattungssituation tatsächlich die aktuellen potentiellen Leistungen. Wie agiert denn nun SE (werden die Leistungen 1:1 umgesetzt?) und alternativ wie agier ein "normaler" WR ohne Optimierer (welche Einschränkungen sind zu erwarten?)?

  • Nehmen wir mal an, die Darstellung zeigt aufgrund der Verschattungssituation tatsächlich die aktuellen potentiellen Leistungen. Wie agiert denn nun SE (werden die Leistungen 1:1 umgesetzt?) und alternativ wie agier ein "normaler" WR ohne Optimierer (welche Einschränkungen sind zu erwarten?)?

    Wenn das die tatsächliche momentane Bestrahlungssituation wäre, dann würde SE das auch genauso umsetzen (99% davon, 1% geht in den Optimierern verloren). So eine starke Streuung ist aber keine realistische Situation. Real hat ein Modul(drittel) entweder Schatten oder nicht. Dementsprechend würde ein normaler WR mit Schattenmanagement das Modul(drittel) entweder ausblenden oder nicht.

    Wenn Module aber wirklich diffus so unterschiedlich bestrahlt würden (etwa durch unterschiedliche Ausrichtung), würde sich ein mittlerer gemeinsamer Strom einstellen. Für die schwachen Module wäre das etwas rechts vom MPP, für die stärkeren etwas links davon. Die Leistungen wären also nicht optimal, aber im Schnitt höher als die des schwächsten Moduls. Die Bypassdioden würden in solch einer diffusen Situation vermutlich noch nicht ansprechen.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ok für harten Schatten durch Kamine, andere Häuser etc. versteh ich es.

    Bei großen Differenzen durch unterschiedliche Ausrichtungen auch, dass SE da echte Vorteile bieten kann.


    Bei "weichem" Schatten durch Bäume, vor allem im Winter, ist es schwer einzuschätzen, wie groß die Differenzen zwischen den Modulen sein kann. Gibt es denn auch irgendwo festgehaltene SE-Daten/tatsächliche Leistungen, die eine Verschattungssituation durch Bäume zeigen, um mal ein Gefühl für die Höhe der Differenzen zu bekommen?

  • Bei "weichem" Schatten durch Bäume, vor allem im Winter, ist es schwer einzuschätzen

    Richtig, das ist sehr schwierig und in jedem Einzelfall anders, nicht theoretisch vorhersagbar. Definitiv vorhersagbar ist aber, dass du die Anlage nicht auf Verhältnisse im Winter auslegen solltest. Winter ist irrelevant. Deine Erträge generierst du von Frühling bis Herbst. Auch Schatten im Winter ist irrelevant, da dort eh fast nie die Sonne scheint.

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  • Hab dank der Suchfunktion hier zwei schöne Themen zu den Optimierern gefunden, aus denen ich viel lesen+lernen konnte. Insbesondere auch, dass man nicht beziffern kann, ob und was SE imstande ist mehr zu liefern als ohne. Gerade in Bezug auf die eher weiche aber lange Verschattung im Winter auf meinem Dach ^^


    Ist aber auch nicht weiter schlimm, bin bei dem Thema SE gar nicht auf die allerletzten kwh aus, sondern ich wollte lediglich wissen, ob es bei mir soweit Sinn ergibt, dass sich die negativen Aspekte von SE ausgleichen.


    Als negative Aspekte habe ich mitgenommen, dass man sich zusätzlich viel Einzel-Elektronik aufs Dach packt und bei Ausfällen von Leistungsoptimierern zwar 25J Garantie hat, dies aber nur das Gerät und nicht die Austauschkosten abdeckt und man - wenn es den falschen trifft - an den defekten LO nur schwer dran kommt. Ein weiterer negativer Aspekt sind die zusätzlichen Investitionskosten.


    Total positiv sehe ich die Modulüberwachung, die finde ich richtig geil. Ebenso habe ich mir durch den Kopf gehen lassen: Was mache ich, wenn ich unsere alte Ölheizung mal durch eine LWWP ersetzen will (auch wenn es noch zig Jahre hoffentlich hin ist)? Wenn ich also die Anlage erweitern möchte, wäre die jetzt erstmal zu installierende Hauptanlage besser direkt mit SE ausgestattet. Ich habe zwar noch einige potentielle Flächen, wie Flachdach des Anbaus (dort ist aber ein Kaminschatten zu erwarten) oder Flachdächer der Garagen (auf Nordseite vom Haus aus gesehen mit Teilverschattung) oder Gartenhäuschen (Baumverschattung). Daher tendiere ich irgendwo doch klar zu SE, möchte aber die negativen Aspekte so gering wie möglich halten. Dabei habe ich folgende Idee aufgeschnappt.


    Ein Doppeloptimierer kostet derzeit nur ca. 20% mehr als ein Einzeloptimierer. Somit würden sich die Investitionskosten bei ca. 74 Modulen für SE doch schonmal erheblich reduzieren. Frage dazu: Werden die beiden Paar-Module selbst besser in Reihe oder parallel an den Optimierer angeschlossen, laut SE gibt es beides (bei parallel bräuchte man noch den nicht günstigen Y-Stecker)?

    Bzgl. der Einfachheit eines Austausches bei Defekt habe ich mir überlegt, die Optimierer entsprechend der Erreichbarkeit auf dem Dach zu platzieren. Von den Dachfenstern aus sollte man wunderbar an die angrenzenden Module kommen. Vom Flachdach des Anbaus wäre es noch komfortabler. Wenn ich das richtig verstanden habe, würden die beiden Doppelmodule untereinander mit einem Kabel verbunden sein, ein anderes Kabel geht von jedem Modul dann in Richtung des gemeinsamen Optimierers. Die Optimierer wären dann untereinander in Reihe als Strang verbunden. Ist das so korrekt? Könnte oder sollte man dann sogar alle 40 Module der Ostseite, bzw. besser gesagt die 20 Optimierer der Ostseite in einen String packen. Ebenso die 17 Optimierer der Westseite in einen String? Welche(n) SE-Wechselrichter würde ich dann benötigen?


    Was haltet ihr von der Idee? Ich denke von der Installation her wäre das gar nicht soo viel aufwendiger. Habe das in der Modulbelegung mal eingearbeitet für Ost und West und hier angehangen, wobei die blauen Kästchen die Optimierer wären, die ihr angeordnet an den Fenstern und am Anbauflachdach unter den halbtransparenten Modulen erkennen könnt.

    Vielleicht kann man die Kabel und Modulpärchen noch optimieren. Die jeweiligen Paare würde ich anhand der Flashdaten zuordnen.



  • Da ist eine coole Idee. Du brauchst zwar einiges an zusätzlichem Material (die ganzen Verlängerungskabel), und ich weiß auch nicht, ob du eine Halterung für die Montage der ganzen Optimierer basteln müsstest, aber geil wärs schon. Einen Schritt weiter gedacht, könntest du die Optimierer auch gleich ins Haus holen^^. Wieviel davon du in Reihe an einen WR schalten kannst, kann ich dir nicht auswendig sagen, steht aber in aller Ausführlichkeit auf den Datenblättern der WR auf der SE Homepage. Die Anzahl ist durch die maximale Stromstärke begrenzt (SE-WR arbeiten mit einer konstanten Festspannung), nicht durch die Nummer an sich, ich denke also nicht, dass du durch Doppeloptimierer da was gewinnst.

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  • Ich stehe jetzt ein bisschen vor dem Problem der Verstringung.

    Neben 36 Ost- (4 fallen wohl gegenüber der vorherigen Darstellung raus) und 34 Westmodulen sind momentan noch 12 weitere Module auf den Garagen aufgeständert auf max. 20° geplant. Auf der Fläche von 5,70x6,90 kriege ich wegen Verschattungsabstand wohl nicht mehr als 3x4 Module unter, wenn ich eine sinnvolle Neigung beibehalten will.


    Die 12 Module mit Südausrichtung genügen aber nun nicht, um in einen separaten String zu kommen, die müssen also mit den anderen kombiniert werden. Die Garagen sind ca. 15 Meter vom Haus entfernt und vom Haus soll ja eh eine Verkabelung für die Wallbox liegen. Daher ist die Verbindung der Garagenmodule mit Teilen der Dachmodule in Reihenschaltung doch kein großes Problem, oder?


    Bei den P600 Optimierern gibt es laut Datenblatt eine max. Leistung von 11250 pro String.


    Wie kann ich nun sinnvoll verstringen, um zwischen den Mindest- (26 Module) und Maxlängen (theoretisch 50 Module) zu liegen und die Maxleistung nicht zu überschreiten?

    1x Ost pur 26 Module

    1x West pur 26 Module

    1x Ost 10 + West 8 + Süd 12


    Wäre das hinsichtlich minimaler Stranglänge eine noch gute Aufteilung, wäre bei Ost und West ja jeweils am unteren Ende? Und wäre das für den dritten Mischstring früh morgens (ohne Westleistung) oder spät abends (ohne Ost) zu wenig?

    Wenn das so ginge wäre ich bzgl. Auswahl der Modulleistungen zumindest hinsichtlich der Stringleistungen frei.


    Aber welchen WR würdet ihr empfehlen? Je nach Modulleistung (300, 305 oder 320) hätte ich insgesamt 24,6, 25,01 (ggfs. blöd wegen neuer Eigenverbrauchsgrenze, oder steht das mit 30kwp nun fest?) oder 26,24 kwp auf den Dächern.

    Ich käme bei allen drei Modulvarianten mit dem SE17k nicht hin (laut Datenblatt max Leistung 22950) und würde den SE25k benötigen, oder?

  • wenn du SE einsetzt ist es dich völlig egal wenn du unterschiedliche Ausrichtungen in einem String packst. Habe mich mit SE irgendwann aufgehört zu beschäftigen weil mit diese Menge an DC/DC wandlern auf dem Dach nicht geheuer war aber ich würde glaub ich nur 2 Strings bilden. Sollte dir ein Optimierer ausfallen unterschreitest du nicht gleich die minimale Anzahl.

  • Du brauchst be SE keine drei Strings. Wenn ich richtig gezählt habe, hast du etwa 80 Module, also definitiv zwei Strings! Bei der Verteilung solltest du darauf achten, dass in jedem String eine gewisse Mindestanzahl Module zu jeder Zeit besonnt ist. Die SE-WR arbeiten mit einer Festspannung von 750V, so ein Doppeloptimierer kann glaub ich maximal 96 V. Es sollten also zu keiner Tageszeit weniger als 7-8 "besonnte" Optimierer (also 14-16 Module) pro String vorhanden sein, dann bist du auf der sicheren Seite. sieh mal hier. Also: bau lange Strings!


    Was die Leistung betrifft: Relevant ist eigentlich nicht, was der Generator (also deine Module) für eine theoretische Maximalleistung hat (also die 22950 laut Datenblatt), sondern ob diese Leistung tatsächlich jemals auftritt. Das wird bei einer O-W-S-Anlage mit 25 kWp nicht passieren. Die physikalisch limitierende Größe sind die 23 A am WR. Von wie vielen Modulen/Optimierern die letztendlich erzeugt werden, ist dem WR egal. Fazit: Der 17K reicht.

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  • Ok bei 2 Strings seid ihr euch einig, da will ich nicht widersprechen ;)


    Da Süd nur 12 Module sind, muss ich die mit Ost UND West mischen. Denn wenn ich die bspw nur mit West in einen String packe, dann reichen bis Mittags die nur 12 Südmodule nicht aus, solange West noch im Schatten ist.


    Um also auf nur 2 Strings zu kommen, ginge dann nur folgende Variante der 82 Module:

    1) 20x Ost + 20x West

    2) 16x Ost + 14x West + 12x Süd

    zusammen an 1 x 17k WR? Da würde man dann zu den besten Zeiten nicht über die 17.000 kommen??? Wäre quasi eine Limitierung auf 68% der 25kwp!:/