Projekt “Forumsspeicher” für Grundlast (2-3 kWh, 250 W)

  • Hi,

    klar wir meinen beide den Enphase ;-)

    ich habe nur gefunden das das Kommunikationsgateway etwa 330€ kostet, weiß aber nicht in wie weit man noch besonderes Wissen braucht um die Wechselrichter zu beschränken und ob das ganze mal eben schnell wärend des Betriebes funktionieren würde.

  • Hallo zusammen,


    ich lese hier im Forum schon seit längerem unangemeldet mit - ich bin jetzt jedoch über den Forumspeicher gestolpert und habe mich aber aufgrund der Diskussion jetzt auch angemeldet um aktiv mit zu diskutieren.

    Ich habe viele Seiten am Anfang und auch zwischendurch gelesen, aber aktuell hänge ich gedanklich an einigen Stellen, um in die jeweilige Richtung tiefer weiter zu lesen. Vielleicht könnt ihr mir hierbei gedanklich weiterhelfen. Ich vermute, dass meine Lösung eine Mischung zwischen der Lösung von Passra und Bastel ist.

    Ich habe aktuell 1,1kWp mit Nulleinspeisung. Aktuell sind verschiedene Ideen die Anlage zu erweitern. Zu einem sind die Gedanken den Forumspeicher zu nutzen und/oder die Anlage um 3,6kWp zu erweitern und damit den Überschuss für die Wärmepumpe zu nutzen. Dies ist jedoch nicht der Fokus der Unterhaltung hier.


    Außerdem habe ich einen konstanten Strom von ca. 140W.


    Aktuell sieht meine Vorstellung aus, dass ich auf eine 48V LiFePo4 Batterie gehe. Warum 48V? Ich habe Möglichkeiten an die 48V 50Ah zu kommen, die günstiger ist als auf 24V mit 100Ah zu gehen. Bei 80% Entladung komme ich auf nutzbare 1,9 kW.

    Aufgrund dessen würde ich zum Beladen von Meanwell den rsp-320-48 oder ggfs. den RSP-500-48 oder RSP-700-48 (relevant bei den zusätzlichen 3,6kWp) nehmen, so dass eine Beladung mit ca. 320W bzw. 500W oder 750W (abgesehen vom Wirkungsgrad) zu 48V erfolgen kann. Hierbei würde von Victron ein Battery Protect 48V 100Ah eingesetzt werden. Zum Entladen/"Strom verwenden" würde ich den IQ7X auf 40% gedrosselt (128W) nehmen, welcher für 48V ausgelegt ist.


    Die Stromentnahme schalte ich durch Schaltrelais (basierend auf KNX) nach Sonnenuntergang aktiv bzw. vor Sonnenaufgang inaktiv. Die Beladung der Batterie wird auch über Smart Meter bei Überschuss aktiviert, wenn genug Überschuss vorhanden ist und wird mind. 15min weiter laufen, wenn der Überschuss weg ist. Dies wird erfolgen, damit nicht ein ständiges ein und ausschalten erfolgt, wenn der Tag recht bewölkt ist.


    Für mich ist jetzt zum einen die Frage, ob ich bis hierhin grobe Fehler in meiner Vorstellung habe und/oder ob ich noch weitere Themen oder zusätzliche Hardware bedenken muss?


    Passra hat in seinem Aufbau auf Seite 43 keinen Battery Protect verwendet. Ich habe es so verstanden, dass die Beladung und Entladung stets über die Battery Protect laufen sollte. Gibt es hierzu einen Grund, warum dieser weg gelassen wurde?


    Gibt es Gründe, warum ich in dem Aufbau von 48V auf 24V gehen sollte?

  • Ein Victron Battery Protect habe ich hier auch liegen. Ich wollte es als DC Schalter gesteuert vom BMS verwenden welches trennt wenn eine einzelne Zelle oder der gesammte Pack (erkennt das Victron selber) auf Unterspannung geht.

    Das sollte auch klappen nur das wieder einschalten ohne vorher die Kondensatoren des WR zu laden wird sicherlich nicht klappen da das Victron wegen Überstrom abschalten würde. Davor wird auch in der Anleitung expliziet gewarnt.

    Also muss ich mir noch eine Vorladeschaltung über einen Widerstand ausdenken der mit dazu kommt und auch verhindern das das Victron selber wieder einschaltet.


    Sebastian

  • Meist geht es hier um 2 Punkte

    1. Doppelte Spannung = halber Strom bei gleicher Leistung (Querschnitte usw)

    2. Ausbaufähigkeit: bei 24V werden irgendwann die Ströme zu hoch dass Leistung dadurch begrenzt wird.

    Und vielleicht noch ein letzter der mit einfällt: Verlustleistung sollte bei 48V geringer sind als bei 24 (schon alleine wegen Punkt 1).


    Gruß Marco

    Sunny Tripower 20000TL-30 + SHM; Sunny Island 4.4M-12

    65 x IBC Solar AG MonoSol 320 VL5-HC

    Azimut: 53°, Neigung 17°

  • Andersherum ist für einen kleinen Speicher mit geringer Belastung wie er hier vorgestellt /angestrebt wird, 24V sinnvoller weil:

    - viele PV-Laderegler können mit 12V/24V betrieben werden - größere Auswahl zu günstigem Preis

    - kürzere Strings bzw. Parallelschaltung von Modulen verringern auch die Einbußen bei Teil-Verschattung (Balkonkraftwerk, ...)

    - es gibt in 24V-Technik viele Komponenten aus der LKW /Camping-Anwendung - von Sicherungen, Schaltern bis zu Stecksystemen, Lüftern, Lastschaltern, oder direkten Verbrauchern wie Kühlboxen, ...

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 6kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX+Staplerakku
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Kaiserlicher Jäger-König:89(D:13,T:3,Q:1)

  • kürzere Strings bzw. Parallelschaltung von Modulen verringern auch die Einbußen bei Teil-Verschattung (Balkonkraftwerk, ...)

    Ganz genau - bei 24V ist der Einsatz EINES Moduls (oder 2 parallel) am Mppt Reglers möglich wenn die verwendeten Module Umpp >Ubatt+5V bieten.

    Bei 48V sind immer min 2 Module in Reihe nötig die dann beide unverschattet sein müssen.

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Ich habe in den letzten Monaten ebenfalls angefangen einen 8x 3,2V 120Ah LiFePo Speicher zu bauen.

    Bestellt habe ich meine Batterien bei Alibaba, ich habe einen Gold Supplier mit Trade Assurance verwendet, Ärger habe ich trotzdem. Was die Chinesen unter Grade A & New verstehen deckt sich nicht mit meiner Vorstellung. Mal sehen was der Dispute über Alibaba ergibt. Also als Tipp: Besser nicht von "Shenzhen Basen Technology" bestellen oder Alibaba.

    Dann habe ich ein Daly 24V 50A BMS bestellt leider beim Bestellen, irgendwie doch das falsche erwischt, leider ohne bluetooth somit kann ich die cutoff Parameter etc. nicht einstellen. Die Default werte mit 2,2V und 3,7V sind nicht was ich einstellen möchte.

    Der Enphase IQ7+ macht genau was er soll, er liefert 295W an den Batterien. Einschalten werde ich ihn über eine Tasmota Steckdose (Blitzwolf).

    DC Seitig verwende ich 6mm² Solarkabel.


    Bestellt und noch nicht angekommen sind:

    Meanwell HLG-480H-30A welchen ich auf 28,8V einstellen will + 50A Diode. Den Lader werde ich ebenfalls über eine Tasmota Steckdose einschalten.


    Meine PV + EM liefert mir in FHEM alle Daten die brauche zum einschalten/ausschalten der Tasmota Steckdosen, wo ich leider noch blind bin ist auf der DC Batterieseite, hier hätte ich gerne etwas das im Fehlerfall oder bei Enlade-/Ladeschlussspannung die Batterie schützt. Daly BMS mit Bluetooth oder was gibt es sinnvolleres?


    Wo sollte ich welchen Typ Sicherung in das Systemeinbringen?