Raspberry Pi 3B+ an Inselanlage

  • Moin zusammen,


    meine Frage geht um den Verbrauch eines Raspberry Pi 3B+ an einer 12v/225Ah Batterie und einem 150W Panel auf dem Dach an einem 20Ah MPPT Tracer. An der Batterie steht dran, das ich "nur" 35% entnehmen darf, bevor ich sie tiefentlade. Bei 12,2v sollte man lt. Hersteller aufhören... Wenn ich das richtig ausgerechnet habe, darf ich also max. 78,75Ah am Stück ohne Ladung verbauchen...


    Hoffentlich drücke ich mich verständlich aus... :roll:

    Wenn ich die 12v der Batterie auf 5v runtertransformiere (Step-Downer?) und der Pi3B+ min. 2,5 Ah auf 5(,1)v braucht, wieviel Ampere verbrauche ich dann an der Batterie an 12v? Natürlich nur rein rechnerisch...


    Sorry für die wahrscheinlich dumme Frage, aber ich habe nicht wirklich eine Formel dazu finden können. Vielleicht kann mir ja einer von euch helfen....


    Oder habe ich da einen kapitalen Denkfehler? :/


    Danke & Gruß

    Deichi

  • Servus,

    Die Rechnung Von lumpistefan ist nicht falsch, Die Stunden stimmen schon, aber die Einheiten sind nicht ganz richtig.

    Zuerst werden keine Ah verbraucht, sondern Leistung. In Deinem Fall: 5V(Spannung) * 2,5 A (Strom ohne die h!)= 12,5 Watt Leistung.

    Erst die Zeit dazu macht daraus W/h (Wattstunden).

    Um den Strom der bei 12V gezogen wird zu errechnen brauchst du nur die Leistung in Watt durch die Spannung teilen.

    Also : 12,5 / 12 = 1,04 A(mpere). Dann die Amperestunden durch die A und du hast die Zeit, ergibt also ca. 75 Stunden.

    Aber man darf auch den Verlust des Step Down nicht vergessen, dieser wird ca. 20% betragen.

    Daher rechnen wir den Strom * 1.2 um den Verlust mit Einzubeziehen. Also ca 1.25A Strombedarf ergibt ca. 62 Stunden.


    Das gilt aber nur wenn konstant 2,5A@5V verbraucht werden, was bei Computern aber eher unwahrscheinlich ist.

    Weiters beträgt die Spannung deiner 12V Batterie nicht wirklich 12V da wäre sie bei deiner Belastung schon leer.


    Das aber nur am Rande, wenn du mit 60 Stunden rechnest bist du auf der sicheren Seite.

    Der Laderegler wird allerdings auch Eigenverbrauch haben.

    Im Winter wird es nicht reichen, bei dem Verbrauch alles nur mit Solar zu versorgen, da wäre mehr Solar von nöten, ausser du wohnst am Mittelmeer.


    Grüsse Geri

    3200 W Inselanlage mit 24 Volt Verbrauchern und Victron 24/5000, 1200Ah/24V OPZS Batterie, Midnite 150 lite Laderegler, Danfoss Unilynx 3400 AC - gekoppelt.

  • Hallo,

    mein Raspi 3B hat mit Homematic und Openhab drauf eher 0,5 als 2,5A gebraucht, kommt natürlich drauf an was der raspi machen soll.

    Viele Grüße,

    Ralf

    Module: 9 x Aleo Solar S59L295
    Azimut: 30°
    Neigungswinkel: 40°
    Kommunikation: SMA Webconnect
    Wechselrichter: [Sunny Boy 2.5 1VL-40]

  • Moin zusammen,



    So (in etwa) war auch mein Stand der Rechnung. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich das so richtig rechne. Danke!


    Zitat

    Im Winter wird es nicht reichen, bei dem Verbrauch alles nur mit Solar zu versorgen, da wäre mehr Solar von nöten, ausser du wohnst am Mittelmeer.

    Im Winter braucht das gute Stück nicht laufen. An der Stelle bin ich auf der sicheren Seite. Im Winter stehen die dicken Oschies (Die Batterien :)) bei mir zuhause im warmen. Dann habe ich eine viel kleinere Batterie in der Laube, damit man da wenigstens mal Licht hat, wenn man mal nach dem Rechten schaut.


    Zitat

    mein Raspi 3B hat mit Homematic und Openhab drauf eher 0,5 als 2,5A gebraucht, kommt natürlich drauf an was der raspi machen soll.

    Ralf

    Da hast du natürlich absolut Recht. Allerdings dachte ich mir, mit den max. Werten zu rechnen, damit ich weis, was mir im schlimmsten Fall bevorsteht. Das kann natürlich sein, das er nur 0,5A oder 0,8A verbraucht statt satte 2,5A.


    Der Raspi soll die Verbindung zu einem Vodafon Hotspot (nonstop) aufrecht erhalten.


    Das ganze geht darum, das ich 2x TP-Link CPE-210 WISP-Router (je 1Ah) am Fahnenmast (PoE) habe, die mit 24v befeuert werden. Dazu brauche ich natürlich den PoE-Injektor den ich noch in die Rechnung einbeziehen muss, und eben die beiden Umwandler (1x 12v => 24v und einmal 12v => 5v). Evtl. schränke ich die Erreichbarkeit des Wlan auch noch mit einer 12v Zeitschaltuhr in den Nachtstunden ein. Ich rechne im Moment mit ungefähr 5-7Ah dauerlast für die ganze WLan Geschichte. Damit kann ich im Moment leben. Mann muss natürlich auch erstmal schauen, inwieweit die Praxis von der Theorie abweicht.


    Das sehe ich dann irgendwann zwischen April und Mai....


    :danke: euch allen!


    Gruß

    Deichi

  • Servus,

    ich würde mal prüfen ob die Accesspoints nicht auch mit 12V fumktionieren.

    Die brauchen oft gar nicht die 24V, sondern laufen intern oft auch mit 5V und haben innen ein Netzteil, das mit 12V auch meistens noch problemlos funktioniert.


    Also testweise mal an 12V anschließen - es geht nichts kaputt, ausser das es vielleicht nicht funktioniert.

    Aber vorsicht + u. - nicht vertauschen !


    Grüsse

    Geri

    3200 W Inselanlage mit 24 Volt Verbrauchern und Victron 24/5000, 1200Ah/24V OPZS Batterie, Midnite 150 lite Laderegler, Danfoss Unilynx 3400 AC - gekoppelt.

  • Moin,


    Zitat

    ich würde mal prüfen ob die Accesspoints nicht auch mit 12V fumktionieren.

    Ich kanns testen, aber lt. Hersteller irgendwas zwischen 16-27v (siehe Bilder).


    Zitat

    Die brauchen oft gar nicht die 24V, sondern laufen intern oft auch mit 5V und haben innen ein Netzteil, das mit 12V auch meistens noch problemlos funktioniert.

    Also nach den Bildern zu urteilen.... sieht eher nicht so aus, oder?


    Zitat

    Aber vorsicht + u. - nicht vertauschen !

    Das geht bei PoE sowieso nicht. Weil: 1-4 Daten und 4-8 Energie.... Hier der Injektor.


    Ich teste mal, wenn der Injektor hier ist und berichte wieder!


    //Edith sacht:

    Ich bin eben noch auf diesen Link gestoßen... >>Klick mich<<

    Das werd ich definitiv ausprobieren....


    //Edith sacht weiterhin (geklaut aus einem "freifunker forum"):

    Zitat

    Ich hab es mal durchgemessen: von 12V auf 20,5V mit nem Upstep-Converter verbraucht die CPE210 1.0 beim booten ca. 0,4A, danach im Betrieb nimmt sie sich ca. 0,2A (inc. Converter gemessen). Unter Last hab ich noch keine Werte ermitteln können.

    Wenn das stimmt mach ich mir nicht die Arbeit mit dem Umbau.... :juggle:



    :danke:

  • Hallo Deichi,


    bei mir lauft RasPi 3B, Netgear Switsh und Lietebeam M5 an 12V macht zusammen so 6,5W. Der Raspi 3B+ braucht einiges mehr an Strom als der RasPi 3B daher wenn nicht die Rechenleistung benötigt wird den 3B verwenden.


    Gruß Markus

  • Sicher lässt sich beim Rasp noch die Leistung halbieren, je nach Aufgabe, aber die wirklich Verbraucher sind in dem Fall die AP / Router die werden das Meiste verbraten. (Ein Zero liegt bei der Hälfte)

    Diese ganze step-down/step-up wird dabei, wie schon angemerkt, das Meiste verbrauchen. Das zu eliminieren wären schon der richtige Ansatz. Bei den Rechnungen würde ich auch noch eine Sicherheitsploster mit einrechnen. Dieser Januar zeigt mal wieder wie schlimm es kommen kann (auch wenn es beim TE kein Winterbetrieb gibt)

    22.05.2012: 8,8 kW/P, 100 % Eigenverbrauch, netmetering mit Ferrariszähler [Belgien]
    25.02.2016: 2,6 kW/P, netmetering mit Vergütung [Niederlande]