Samil Power Solar lake

  • Prinzipiell sieht der Wechselrichter gar nicht so schlecht aus.

    Die Bauweise der Vincotech IGBT Module ist gar nicht mal so ungewöhnlich, auch Danfoss baut so ähnlich.

    Auch sind Folienkondensatoren statt Elkos verbaut, aber.... die hochkant stehenden IGBT Treiber werden sichtbar zu warm.

    Und leider ist dort einiges an Elkos verbaut.

    Egal was du jetzt noch machst, du hast mit den Teilen schon das andere Ende der Badenwannenkurve erreicht.

    Den internen Lüfter halte ich dennoch für eine gute Idee.


    Ich habe übrigens mal so um die Jahrtausendwende tausende SMD Elkos gewechselt.

    Das waren NICHT die aus der BadCap Zeit https://de.wikipedia.org/wiki/Capacitor_Plague sondern davor.

    Hauptsächlich SMD Panasonic 85 Grad Kondensatoren, aber auch bedrahtete Nichicon 115 Grad.


    Es ist eventuell sinnvoll alle diese SMD Becherelkos zu tauschen. Kein Spaß weil man dazu die Treiberboard rauslöten muss und die stecken in dicken mehrfach durchkontaktierten Multilayerboards.

    Ich bin nämlich der Meinung dass die IGBTs durch zu schlaffe Ansteuerung aufgeben, muss aber nicht sein.

    Hier mal Link zur Dimensionierung und meiner "Meinung" (es ist Wissen) dazu SE 8K oder SE 9K?

  • Hallo und danke für die Nachricht.

    Ich bin kein Elektroniker und darum recht unwissend im Vergleich mit Dir aber.... 8) ich habe gerade von Dir die Bestätigung meiner Auslegunspolitik bekommen.

    Danke schön dafür.

    Ich habe es teilweise abgelehnt Aufträge anzunehmen wenn Kunden von mir verlangt haben die Wechselrichter mit 110% zu belegen.

    Das ist absoluter Mist.

    Es ist zwar richtig das ein Wechselrichter mit 10 kw DC Leistung auch 12 kw Module überlebt weil sie nicht 12 kw bringen können aaaaber!!!

    Je öfter der Wechselrichter über längere Zeit nahezu 10 kw leisten muss...... Umso schneller geht er kaputt und die hohen Wirkungsgrade sind bei fast allen Geräten eh nur bei 70-80% der maximalen Leistung erreicht und bei 100% ist es schon fast dramatisch weniger wegen der Hitze.

  • Doch, genau die.

    Ich habe die wie folgt gewechselt: Mit der Kombizange packen und bei bleihaltigem Lötzinn einfach abdrehen, dabei werden die Beine von der Leiterbahn gezogen.

    Gut, Bleilot gibt es nicht mehr.

    Bei Bleifrei ebenfalls mit der Kombizange, aber feste andrücken, dann reißen beim Drehen die Beine ab und nicht die Leiterbahn.

    Pro Elko brauchst du 5 Sekunden.

    Reste ablöten, braucht 10 Sekunden.

    Das ganze Board mit Isopropanol reinigen, 5 Minuten.

    Ein Pad verzinnen, 5 Sekunden.

    Die Pads mit Löthonig bestreichen, 10 Sekunden pro Elko.

    Elko einseitig anlöten, 15 Sekunden

    Zweite Seite anlöten, 10 Sekunden.


    Mehr Zeit braucht die Vorbereitung, das Zurechtlegen der Elkos, das Checken ob der richtige Typ an der richtigen Stelle sitzt und ob der richtig herum drin sitzt.

    Ich habe diesen Job auch Praktikanten machen lassen und die haben sich dabei sehr gut geschlagen.

    Es waren tausende Elkos, also schon fast Fließbandarbeit, da habe ich gerne delegiert.

  • Ich habe es teilweise abgelehnt Aufträge anzunehmen wenn Kunden von mir verlangt haben die Wechselrichter mit 110% zu belegen.

    Das ist absoluter Mist.

    Also, wenn du mit 110% meinst - 10 kWp Solar Module zB an einen 9 kVA Inverter, ich glaube nicht, dass irgendein SMA, Fronius, Kostal Inverter damit Probleme hätte.

    Eine reale Leistung der Module von 10 kW wird in unseren Breiten nur selten erreicht, weil sie quasi nie optimal zur Sonne ausgerichtet sind. In dem Sinne, dass die Sonne genau senkrecht auf die Module scheint.

    Und wenn die Sonne voll auf die Module scheint, erwärmen diese sich so stark, dass sie dann deutlich weniger Leistung abgeben, siehe NOCT Werte.

    Mit den C.... Invertern kenne ich mich in der Praxis nicht aus.

    Nur wenn sie bei diesem Verhältnis schon abkacken, dann ist wirklich Holland in Not.