• Es ging nur um die Frage der Regelbarkeit. und die ist nicht so einfach zu bewerkstelligen.


    Die Frage der Subvention ist noch eine ganz andere.


    Willst du lieber Biogas Grundlast oder Kohle/Gas/Atom Grundlast?

  • Es ging nur um die Frage der Regelbarkeit. und die ist nicht so einfach zu bewerkstelligen.


    Die Frage der Subvention ist noch eine ganz andere.


    Willst du lieber Biogas Grundlast oder Kohle/Gas/Atom Grundlast?

    Regelbarkeit erfordert entweder Strom- oder Wärmespeicher, das ist im Prinzip einfach, allerdings nicht für Minianlagen, die im Augenblick sehr beliebt sind.


    Wenn ich viel Geld ausgebe, dann möchte ich ein wertvolles Produkt, nicht Grundlast.


    Grundlast ist immer Unsinn bei steigendem EE-Anteil. Biomasse ist limitiert in Deutschland, deshalb wäre vielleicht Einsatz in chemischer Industrie besser....

  • Regelbarkeit erfordert entweder Strom- oder Wärmespeicher, das ist im Prinzip einfach, allerdings nicht für Minianlagen, die im Augenblick sehr beliebt sind.

    Oder einen Brennstoffspeicher wie im Fall der Biogas Anlagen.

    Oder eine Einspeisung des Biogases ins Gasnetz. Dafür sind die Anlagen aber meist zu weit vom Gasnetz entfernt.


    Grundsätzlich bin ich dafür das Prinzip der Biomasse (Produktion und Subvention) nochmal zu überdenken.

    Auch wenn dir der Gedanke der teuren Grundlast nicht behagt, sollte man überdenken was passiert wenn die KKW wegfallen.

    Wasserkraft erzeugt auch Grundlast und da beschwert sich niemand darüber.

    Um die jetzigen Anlagen auf Regelbarkeit umzustellen kostet es nochmal viel Geld, was teilweise auch gar nicht funktioniert weil viele Biogasanlagen zu klein sind (wie du ja schon gesagt hast)

  • Es wird in den meisten Veröffentlichungen angegeben, dass Biogas WÄRMEGEFÜHRT betrieben wird.


    Solange Müll et al., die tatsächlich z.T. stromgeführt betrieben werden, nur eine untergeordnete Rolle spielen, sehe ich dein Argument nicht.

    Das Problem ist das solche Anlagen nie genau erfasst werden können. Die kommen alle in einen großen Topf "Biomasse".


    Wie ich vorhin schon geschrieben habe laufen diese Anlagen wenn es für die Anlage (oder den Betreiber) am besten ist.


    Eine Müllverbrennungsanlage KANN wärmegeführt sein (wenn sie an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist)

    Eine Hackschnitzel KWK Anlage wird immer wärmegeführt sein (der Strom ist quasi Abfall bzw. Finanzierung)


    Das Biogas wärmegeführt betrieben wird sehe ich bei unseren (kleineren) Anlagen nicht.

    Die Abwärme wird meistens am Betrieb selbst genutzt (der kleinere Anteil) und der weitaus größere Teil der Abwärme

    einfach an die Umwelt abgegeben. (wie bei einem normalen Kraftwerk auch)

  • Biomasse ist wird in größeren Teilen über die Direktvermarktung betrieben. Wenn man Anforderungen an die Regelbarkeit stellen möchte, dann tut es dort heute der Kunde.


    Genauso könnte man Biomasse im Standard-EEG mit Forderungen belegen. 6-9 Uhr Morgens und 17-22 Uhr Abends konnte man z.b. - 50% höhere Leistung fordern und bezahlen.

    Beim Biogas wäre das sogar ohne zusätzliche Speicher möglich. Ein zusätzlicher baugleicher BHKW-Satz macht keine 10% höhere Kosten aus. Biogas hat eine andere Kostenstruktur als die PV.laufende Personalkosten und letztlich auch *Brennstoffkosten*.

  • Die Frage wird sein, ob Biogas unter welchen Umständen auch immer, unter 10 Cent je kWh kommen kann. Denn um Luft für die Regelbarkeit zu schaffen, müsste je erstmal viel Luft bei der Vergütung geschaffen werden.


    Ist es überhaupt sinnvoll, die ganz großen Anlagen nach 20 Jahre weiter zu betreiben?

    Was bleibt übrig, wenn die Anlagen auslaufen und sie z.B. Börsenpreis + ?? Cent erhalten (echte Direktvermarktung mit PV, WKA als Pool)


    Die relativ winzigen Anlagen bis 1 MW, die zum Großteil dann auch noch Misch Anlagen sind, Tod zu machen, wird einige Betriebe in Schwierigkeiten bringen.


    Alles was kleine und mittlere Landwirtschaftliche Betriebe stabilisiert und die zu intensive Landwirtschaft minimiert, ist zu unterstützen. 20 MW plus Anlagen, sind der Irrtum der Energiewende und der Agrarwirtschaft. Sie habend nur den Prozess zu Großunternehmen in der Landwirtschaft beschleunigt. Mit allen Folgen für Pachten, den Einsatz von Chemikalien, Gülle und Großgeräten etc.


    Sehe das auf Rügen: 20 MW + 2.000 Kühe! ganz normal ! :cursing:

  • Kleine Biogasanlagen laufen im allgemeinen einfach durch, es wird der Strom eingespeist und die Wärme so gut es geht verwendet, das ist praktisch wärmegeführt. Ich bestreite nicht, dass Alternativen möglich wären, sie machen aber zur Zeit nur einen kleinen Teil der Kapazität aus.


    Wenn du eine bedarfsgerechte Produktion haben möchtest, brauchst du zum einen einen Gasspeicher, um in Zeiten hohen EE-Anteils den Generator abschalten zu können, zum anderen müsste der Generator größer ausfallen, damit bei Bedarf m,ehr Strom bereitgestellt werden kann. Ein Wärmespeicher wäre dann noch das Sahnehäubchen. Solch eine Konstruktion kann man sich in einem Fernwärmenetz vorstellen oder in der Industrie, nicht auf dem Bauernhof.

  • Biomasse ist wird in größeren Teilen über die Direktvermarktung betrieben. Wenn man Anforderungen an die Regelbarkeit stellen möchte, dann tut es dort heute der Kunde.


    Genauso könnte man Biomasse im Standard-EEG mit Forderungen belegen. 6-9 Uhr Morgens und 17-22 Uhr Abends konnte man z.b. - 50% höhere Leistung fordern und bezahlen.

    Beim Biogas wäre das sogar ohne zusätzliche Speicher möglich. Ein zusätzlicher baugleicher BHKW-Satz macht keine 10% höhere Kosten aus. Biogas hat eine andere Kostenstruktur als die PV.laufende Personalkosten und letztlich auch *Brennstoffkosten*.

    Deine Lösung ist aber weit von bedarfgerechter Produktion entfernt.


    Wir reden über 3-4 Tage mit Windkraftüberangebot u.ä. für die wir Lösungen brauchen, derzeitige Biomasse gehört nicht dazu.

  • Kleine Biogasanlagen laufen im allgemeinen einfach durch, es wird der Strom eingespeist und die Wärme so gut es geht verwendet, das ist praktisch wärmegeführt. Ich bestreite nicht, dass Alternativen möglich wären, sie machen aber zur Zeit nur einen kleinen Teil der Kapazität aus.


    Wenn du eine bedarfsgerechte Produktion haben möchtest, brauchst du zum einen einen Gasspeicher, um in Zeiten hohen EE-Anteils den Generator abschalten zu können, zum anderen müsste der Generator größer ausfallen, damit bei Bedarf m,ehr Strom bereitgestellt werden kann. Ein Wärmespeicher wäre dann noch das Sahnehäubchen. Solch eine Konstruktion kann man sich in einem Fernwärmenetz vorstellen oder in der Industrie, nicht auf dem Bauernhof.

    Korrekt, ganz genau meine Meinung

  • Wenn man bereit ist, bis zu 50 Cent je kWh zu zahlen und das auf weitere 20 Jahre, werden die Biogasanlagen umgerüstet!