• Mit Gas speichern alleine ist es ja nicht abgetan,man braucht dann auch stärkere Motoren,um das Ausbremsen später wieder aufholen zu können.

    Denke es wird dann ein sehr teurer Strom,darum würde ich eher den überzogenen Maisanbau reduzieren,und die dadurch frei gewordenen Motorenleistungen zum Regeln der Einspeiseleistung benutzen.


    Viele Grüsse

  • Mein Beitrag sollte jetzt auch überhaupt nicht Biogasanlagen favorisieren sondern die - vorsichtig ausgedrückt - nicht ganz richtigen Aussagen von pvx zurechtrücken:mrgreen:

    Außerdem braucht es in meinem Beispiel keine stärkeren Motoren, die Nennleistung beträgt 500kW,

    die Spitzenleistung (auch über Stunden!) 600kW und die Mindestleistung 100kW (damit den Bakterien nicht kalt wird)

    Die mit Fernwärme versorgten Nachbarn haben alle einen großen Puffer und zusätzlich eine fossile Notheizung.

    Wenn die Gasmotoren Regelenergie liefern,in hohen Verbrauchszeiten die Spitzen glätten und nur nachts die

    Grundlast bedienen würden wäre im doch eher windschwachen und PV-starken Bayern schon viel gewonnen.

    Das wäre bei den meisten Anlagen schon heute nahezu ohne technische Veränderungen möglich!

    lg,

    e-zepp

  • Im klassischen Fall sind die Motoren auf eine Nennleistung ausgelegt, die man das ganze Jahr über mit einem gewissen Leistungspuffer auslastet. Bei deinem Nachbar ist das vielleicht schon anders, aber so ist der Regelfall. Denn größere Motoren mit dem Vielfachen der Durchschnittsleistung kosten natürlich auch mehr und der Wirkungsgrad sinkt im Teillastbereich.

  • Wer, wenn nicht wir....


    wann, wenn nicht jetzt?????

  • Im klassischen Fall sind die Motoren auf eine Nennleistung ausgelegt, die man das ganze Jahr über mit einem gewissen Leistungspuffer auslastet. Bei deinem Nachbar ist das vielleicht schon anders, aber so ist der Regelfall. Denn größere Motoren mit dem Vielfachen der Durchschnittsleistung kosten natürlich auch mehr und der Wirkungsgrad sinkt im Teillastbereich.

    Das dürfte aber jetzt das kleinste Problem sein.


    Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, entweder noch einen Kleineren Generatorcontainer oder einen größeren Generatorcontainer anschaffen.


    Nur die 8h sind ja nur um vom Tag in die Nacht zu kommen. Wenn die Regelzeit länger sein soll reicht die Folienmembran über dem Gärbehälter nicht aus dann braucht man einen Verdichter und einen festen Gastank um mit ordentlich Druck mehr Gas zu speichern. Wenn man "wochenlange" Dunkelflauten entgegenwirken will.


    Django

    • Offizieller Beitrag

    Als weitere Option haben die Biogasanlagen wohl (keine eigene Erfahrung) die Möglichkeit mit Flüssiggas (Fossil) zu fahren, dafür dann zwar keine Förderung zu bekommen, aber damit bei "übergrossen" Motoren bei hohen Strompreisen weitere Vergütung zu verdienen wenn der Biogasspeicher leer ist. Das ist deutlich billiger als Gaskraftwerke zu bauen.

    Mit 8-24h Gassspeicher, einem ausreichend grossen und regelbaren Fermenter sowie einem Flüssiggastank um Preisspitzen (->Dunkelflauten) mitzunehmen sollte so eine Anlage schon recht gut und flexibel ausgestattet sein.

    Sollte man später einmal noch PtG zur Versorgung der chemischen Industrie machen wollen, wären Biogasanlagen mit dem recht konzentriert anfallenden CO2 auch kein schlechter Standort für so eine Anlage.

    (Reicht eigentlich die Preisdifferenz zwischen PV und Biogas schon dass es sich "lohnt" per Elektrolyseur und ohne EEG errichteter PV-Anlage die Biogasanlage zu "pimpen"? (rechtsftragen mal aussen vor....) )

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • (Reicht eigentlich die Preisdifferenz zwischen PV und Biogas schon dass es sich "lohnt" per Elektrolyseur und ohne EEG errichteter PV-Anlage die Biogasanlage zu "pimpen"? (rechtsftragen mal aussen vor....) )

    Nun nehmen wir mal best case, Biogas-Anlage aus 2009 mit Gülle, Nawa und KWK Bonus:

    1 m^3 H2 aus Wasser -> 4,3 kWh

    WG 1m^3 H2 zu Methan im Fermenter = 100% = 177g CH4

    177g CH4 bei 40% WG im Gasmotor = 0,7 kWh


    maximaler Gestehungspreis PV-Strom mit Elektrolyseur bis schwarze Null:


    bis 150 kW: 4,17 Ct

    bis 500 kW: 3,29 Ct

    bis 5 MW: 2,49 Ct

    Also das sieht nicht gut fürs pimpen aus verglichen mit EEG-Vergütung für die PV-Anlage. Das mag eine Option sein für > 52GW ...

    Gruß Matthias

    Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
    5 kWp Solarworld / SMA

  • Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen der Regelung des Gasmotors einer Biogasanlage und der Regelung der Gasproduktion einer Biogasanlage. Abblasen überschüssigen Gases ist keine Regelung sondern Verschwendung.

  • pvx, das ist nicht nur Dir klar aber Du hast nunmal von der Regelung der Leistung gesprochen = kW :roll:

    Vom Abblasen war bisher gar nicht die Rede und habe ich bei meinem Nachbarn auch nur ein einziges Mal gesehen

    und zwar als die Fackel installiert wurde - für den Funktions-Test!

    Was ich aber eigentlich aufzeigen wollte: Obwohl die Anlage so wie sie ist innerhalb von sehr kurzer Zeit

    zw. 20% und 120% geregelt werden "könnte" und mit ein wenig Voraussicht ein Gasvorrat für max. 8 Std. Nennlast

    bereits verbaut ist wird laut Aussage des Betreibers nur minutenweise max. + - 5% geregelt- zur Netzstabilisierung.

    Eben doofe Grundlast mit ein wenig Regelenergie.

    Das ohne jegliche Umbauten/Erweiterungen vorhandene Potenzial wäre doch wesentlich größer!

    lg,

    e-zepp

  • Ach, e-zepp, ich habe von der Regelung der Leistung der Biogasanlage geschrieben. Die leistet m³ Gas/h. :)