Montage bei starker Aufdachdämmung

  • Hi,


    in Kürze steht die Entscheidung bezüglich der PV-Montage an. Wir bekommen eine recht starke/dicke Aufdachdämmung aus Zellulose, da uns die Phasenverschiebung (Hitzeschutz) sehr wichtig ist.

    Von innen haben wir eine Sichtsparrendecke, auf diese die Sichtschalung Fichte, Dampfsperre, 26cm Einblasdämmung, 22mm Holzfaserplatte + Konterlattung und Traglattung.


    Mit stellt sich jetzt die Frage wie eine Befestigung der Dachhaken erfolgen kann. Wir decken das Dach selber und wollten die Gestelltmontage in Eigenleistung ggf. durchführen. Ein PV-Monteur hat mir jetzt gesagt, das diese Dicke nicht mit einem Standartsystem montiert werden kann und ich mir die Braas Montageziegel verbauen soll. Die Dinger kosten ja nen Haufen Geld, von daher möchte ich mir hier vergewissern bzw. Ratschläge einholen wie eine Montage erfolgen kann.


    Könnt Ihr mir hier weiterhelfen?


    Gruß

    René

  • Vielleicht irre ich mich, aber der Montageziegel ist doch nur mit der Konterlattung verbunden, oder? Dann könntest du auch gleich die PV-Anlage darauf verschrauben...


    Meiner Meinung nach gehört die Anlage aber mit den Sparren verschraubt.

  • meiner Meinung nach gehört erst einmal die Abtragung der Lasten der PV nachgewiesen.

    umgangssprachlich auch Statik genannt.

    kann sein daß das bei der beschriebenen Konstruktion nicht ganz trivial wird.

  • Wo liegen denn die Konterlatten auf?

    Sicher nicht nur auf der Holzfaserplatte, die auf der Einblasdämmung liegt.

    Wie soll das funktionieren? Die Konterlatten drückt sich doch rein.

  • Soll da flächig PV drauf? Dann wäre diese starke Dämmung evtl gar nicht notwendig weil durch die Beschattung für die notwendige Phasenverschiebung evtl weniger Dicke benötigt wird?

    12,6 kwp - 72 x Sunline SH-M 175
    2 SMA SB1700 + 2 SMA SB3800
    17,15 kwp - 98 x VTA M175
    2 SMA SB4000TL-20 2 SMA SB2500 1 SMA SB2100
    18 kwp - 144x Inventux mikromorph Dünnschicht
    3 x SMA SMC 5000A-11

    29,7kwp - 108 x Axitec GmbH AC-270P/156-60S

    1xSMA Sunny Tripower 25000TL-30
    http://www.solarlog-home.de/alorie

  • Hast Du eine Statik für diese außergewöhnliche Konstruktion?

    Bist Du vom Fach?

    Wenn nicht würde ich bei Eigenleistung zu einer marktüblichen "Standard-Lösung" greifen, alles andere geht vermutlich schief.

    Ich habe mich einige Monate intensiv mit dem Thema Dachdämmung auseinandergesetzt weil ich mein Dach im März sanieren (lassen) werde, aber eine Übersparren-Einblasdämmung ist mir nie über den Weg gelaufen.

    Die gesamte Dachlast muss in die Sparren eingeleitet werden, also das Gewicht der Eindeckung inkl. PV, Wind und Schneelasten. Wenn Du in einer Erdbebenzone wohnst auch noch die dynamischen Lasten.

    Dazu benötigst Du in Deiner Konstruktion min. 500 (!) mm lange Schrauben. Gibt es so lange Schrauben überhaupt?

    Mir ist auch nicht klar, mit welchen Abstandhaltern Du den erforderlichen Hohlraum oberhalb der Sparren gewährleisten willst. Die Einblasdämmung wird schließlich erst später eingebracht.

    Mir fallen auf Anhieb noch viele weiter Stolperstellen ein, aber das sprengt hier den Rahmen.

    Bei mir ist es letztendlich eine 160 mm Aufsparrendämmung (KFW-Standard) geworden. Die PV beschattet fast das gesamte SW-Dach, damit ist der Energieeintrag deutlich reduziert. Für die Phasenverschiebung (wichtiger Aspekt) hab ich, sollte ich das Dach jemals ausbauen, dann noch den Raum zwischen den Sparren.

    Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

    30 x LG Neon2 Black 325N1K-V5 mit SE10k-WR

  • Also ich habe zu der Zwischensparendämmung 80-120 mm auf die Dachsparren im Jahr 2009 eine Diffusionsoffene Aufsparrendämmung aus PU aufbringen lassen mit 140 mm.

    Darauf die Konterlattung 60x40 mm und dann die Dachlatten

    Die Einblasdinger sind eigentlich mehr Zwischensparrenlösungen dachte ich zumindest immer.

    Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
    2.) 6 x NeMo 2.0 60M-300W, mono, DN 26 Grad, Süd, WR Galvo 1,5; 1-phasig
    SENEC. Home V2.1 LI 7,5 Speicherkapazität

  • Wir haben mal vor Jahren mit Schletter ein solches Dach durchbohrt ( mit langen Schrauben direkt bis in den Sparren ), um die Dachhaken ordentlich zu verankern. Vielleicht fragst Du dort mal nach einer Lösung an.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Hi,


    habe jetzt den Schnitt nochmals vom Zimmerer bekommen. Es ist zwar Aufdachdämmung, jedoch sind die Sichtsparren von innen nur Blender. Die Tragsparren kommen oben auf die Schalung und dazwischen dann die Zellulosedämmung. Der Sparrenabstand wird somit im normalen Maß 60-70 cm liegen. Die Halterungen kommen somit auf die Holzfaserplatte (22mm dick) und direkt darunter liegen die Sparren.


    Denke das ich somit normale Dachhaken verwenden kann und die teuren Modulsteine nicht benötige.

  • das sieht schon viel besser aus.

    dann solltest du darauf achten daß die PV Befestigung bei der Bemessung der Sparren berücksichtigt wird, damit die auch breit genug geplant werden, und nicht so 5 cm dicke Bretter.