PV-Altanlagen im Jahr 2021 - abschalten, sonst wird's teuer?

  • Und warum gründet keiner eine Firma die einen solchen Abnehmer darstellt?

    Sowas sollte sich doch machen lassen? Für Smartmeterfirmen wie z.B. ComMetering könnte das doch ein relativ einfach zu erschließendes Nebengeschäft werden den PV Strom abzunehmen?


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Aus dem gleichen Grund warum es keinen negativen Strompreis bei Awattar gibt wird man für eingespeisten Strom wahrscheinlich nie einen einzigen Cent sehen.

    Man wird zwar keine Mehrwertsteuer bezahlen müssen und auch keine eEG Umlage, aber alleine die Netzentgelte die man mit einiger Sicherheit aufs Auge gedrückt bekommt fressen alles weg.

    Ohne neues eEg Gesetz wird man das wohl vergessen können.

    Schön wäre natürlich eine Regelung die dem Einspeiser zwar einen virtuellen Lastgangzähler (IMSys) verpasst, dann aber die Möglichkeit gibt sowohl am Energiemarkt als auch am Regelenergiemarkt teilzunehmen.

    Die Bezahlung der Einspeisung nach eEG gehört sowieso nicht auf die Kleinkunden umgelegt, sondern soll sich aus CO2 Abgaben auf Kraftstoffe und Brennstoffe finanzieren.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • Dann soll Sonnen hier aktiv werden ... Ihren Speicher verkaufen und den grünen Strom abnehmen :)

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 10,2 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

    Zähler von ComMetering

    aWATTar als Stromlieferant

  • Der für mich interessanteste Satz ist:

    Zitat

    Das Nutzungskonzept einer Volleinspeisung begründet gerade kein

    verbrauchsseitiges Eigenerzeugungskonzept.

    -> nachträgliche Begründung eines Bestandsschutzes nicht möglich

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Nein, es ist schon so, wie pflanze schreibt, es gilt immer das aktuelle Gesetz, das aber auch Übergangsregelungen enthält in denen steht in welchen Punkten ausnahmsweise was andres gilt.

    ..............

    ...............

    edit: das ist übrigens immer so, daß das zum Zeit der "Tat" aktuelle Gesetz gilt, daher haben Juristen auch die Möglichkeit bei Bedarf darauf taggenau zuzugreifen.

    Mmmh...... Deine beiden Aussagen widersprechen sich. :-?


    Entweder es gilt immer das aktuelle Gesetz oder es gilt das "zum Zeitpunkt der Tat" geltende Gesetz.


    "Zeitpunkt der Tat" ist m. E die IBN der EEG Anlage, die Anlage ist und bleibt auch über den Vergütungszeitraum hinaus eine EEG Anlage auch wenn die Vergütung entfällt denn dieser Wegfall ist ja bereits im jeweiligen EEG festgeschrieben.

    Damit gilt für die betreffenden Anlagen das zum Zeitpunkt der IBN geltende EEG, SOFERN EINZELNE BESTIMMUNGEN NICHT AUSDRÜCKLICH PER GESETZ GEÄNDERT, AUFGEHOBEN ODER ENTFALLEN SIND ODER PER GESETZ NEUE BESTIMMUNGEN AUCH FÜR ALTE ANLAGEN GELTEN.


    OT :

    Oder auf dein Führerschein-Beispiel bezogen der Tag des Führerscheinerwerbs. 😏


    Mein Vater ist 95 Jahre alt und hat einen Führerschein der "vorletzten Generation" ( Plastik, ohne Ablaufdatum). Den könnte er jetzt problemlos (aber natürlich kostenpflichtig) gegen einen neuen (mit Ablaufdatum) tauschen. Macht er natürlich nicht, er fährt schon lange nicht mehr;)

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • @ smoker: Das widerspricht sich gar nicht, weil die Übergangsregelungen auf frühere Versionen des EEG verweisen. Dann gilt aber nur die alte Regelung auf die explizit verwiesen wird und nicht eine komplette alte Veersion.

  • Und warum gründet keiner eine Firma die einen solchen Abnehmer darstellt?

    Sowas sollte sich doch machen lassen? Für Smartmeterfirmen wie z.B. ComMetering könnte das doch ein relativ einfach zu erschließendes Nebengeschäft werden den PV Strom abzunehmen?

    Ja, das sollte sich machen lassen und wir verfolgen dieses Ziel. Allerdings ist es nicht ganz einfach, da der regulatorische Rahmen nicht eindeutig ist. Es sind aktuell einige Ansätze im Gespräch und die Bandbreite reicht von der "kostenlosen Abnahme durch den ÜNB" über "Basisvergütung von rund 3 Ct" hin zur "sonstigen Direktvermarktung". Die sonstige Direktvermarktung wäre der aus unserer Sicht besten Ansatz, aber hier stellt sich dann wieder die Frage nach den technischen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen wie zum Beispiel die Steuerbarkeit der Anlage...


    Ohne diese regulatorische Klarheit ist es leider schwierig in die Entwicklung zu gehen. Wahrscheinlich wird es nicht ganz einfach werden Prosumer in einen Bilanzkreis zu packen und diesen dann richtig zu prognostizieren, aber diese energiewirtschaftlichen Probleme sind lösbar. Der vergleichsweise geringe Börsenstrompreis ist hier sicherlich auch noch ein Herausforderung, da es für den Anbieter auch wirtschaftlich sein muss, aber hier bin ich relativ optimistisch, dass man hier über die Synchronisierung von NAchfrage und Angebot ewtas erreichen kann und Strom seinen Wert bekommt...


    Auch wenn aktuell noch recht wenige Anlagen betroffen sind ist es ingesamt natürlich alles andere als optimal, dass nicht klar ist, wie es nach den 20 Jahren + Jahr der Inbetriebnahme weitergehen kann