PV-Altanlagen im Jahr 2021 - abschalten, sonst wird's teuer?

  • Er sagt dass das besonders für die Anlagen ab 2010 reinknallen wird da da massiv gebaut wurde; das PV Hausanschluss entlastet und die freie Kapazität

    In diesem Thread geht es aber nicht um PV-Neuanlagen aus 2010, bei denen jeder schon seit 9 Jahren wissen werden wird, wie mit ihnen im Jahr 2030 zu verfahren sein wird,


    sondern um PV-Altanlagen mit üblicherweise 1 - 5 kWp, die bis Dezember 2000 an Netz gegangen sind, und was mit diesen am


    01. Januar 2021 passieren soll.


  • Auf EV umstellen, laufen lassen und freuen. Was sonst. Alles andere wäre gaga.

    EE haben Einspeisevorrang.

  • Aus dieser Formulierung könnte man doch schließen, dass man evtl. einen Abnehmer für die eingespeiste Energie braucht. Aus dem lezten Satz könnte allerdings auch geschlossen werden, dass eine Abnahmeplicht ohne Vergütung entstünde.


    kritisch wird es dann hier:

  • wenn man davon ausgeht das das EEG auch über die 20 Jahre hinaus gilt und nur die gesicherte Vergütung endet wirds schwieriger - aber das werden ja in nicht allzuferner Zukunft Gerichte zu klären haben. Eine Anlage von ´99 wird man wohl bei den derzeitigen Preisen im Bezug zur Leistungssteigerung repowern - ob das mit den Anlagen die z.B 10 oder 15 Jahre später kamen immer noch so sein wird muss man sehen wenns soweit ist.


    Generell ist es Wahnsinn funktionierende Anlagen abzuschalten - da sind wir wohl einig - eine Lösung muss her - da es eine politische sein wird - wirds entsprechend dauern. Aber das Gesamtthema nimmt ja gerade erst Schwung auf.


    Gruß Flo

    Achtung Schattentheoretiker!

  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. In DE gilt ein Gesetz mit allen Rechten und Pflichten (und somit auch der Einspeisevorrang gem EEG aber zB auch die 70% Regelung) solange bis der Gesetzgeber beschließt, daß es ausser Kraft gesetzt wird oder einzelne Bestandteile durch ein neues Gesetz geändert werden .

    Mit Auslaufen des Vergutungszeitraums gilt das EEG also in der jeweils für die Anlage geltenden Fassung weiterhin. Bevor der Gesetzgeber nicht aktiv wird ändert sich also nichts.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. In DE gilt ein Gesetz mit allen Rechten und Pflichten (und somit auch der Einspeisevorrang gem EEG aber zB auch die 70% Regelung) solange bis der Gesetzgeber beschließt, daß es ausser Kraft gesetzt wird oder einzelne Bestandteile durch ein neues Gesetz geändert werden .

    Mit Auslaufen des Vergutungszeitraums gilt das EEG also in der jeweils für die Anlage geltenden Fassung weiterhin. Bevor der Gesetzgeber nicht aktiv wird ändert sich also nichts.

    Es gilt von Übergangsregelungen und Vergütungshöhen abgesehen immer das aktuelle EEG.

  • Es gilt von Übergangsregelungen und Vergütungshöhen abgesehen immer das aktuelle EEG.

    Klar, das aktuelle EEG gilt für aktuelle Anlagen. Für Anlagen aus 2012 gilt jedoch,von Übergangsregelungen abgesehen, das EEG 2012;)

    Oder ist dir ein Betreiber einer 5 kWp Anlage bekannt, der die ab 2012 geltende 70% Regelung nachträglich umsetzen musste?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Klar, das aktuelle EEG gilt für aktuelle Anlagen. Für Anlagen aus 2012 gilt jedoch,von Übergangsregelungen abgesehen, das EEG 2012 ;)

    Oder ist dir ein Betreiber einer 5 kWp Anlage bekannt, der die ab 2012 geltende 70% Regelung nachträglich umsetzen musste?

    Nein, es ist schon so, wie pflanze schreibt, es gilt immer das aktuelle Gesetz, das aber auch Übergangsregelungen enthält in denen steht in welchen Punkten ausnahmsweise was andres gilt. Das macht es ja inzwischen so kompliziert überhaupt einigermaßen zuverlässige Auskünfte zum EEG für Anlagen vor dem aktuellen EEG zu geben, weil die Übergangsvorschriften schon ähnlich lang sind wie das erste EEG...

    Man erinnere sich z.B. an das Grünstromprivileg, das einfach so abgeschafft wurde, weil es (möglicherweise versehentlich) eben keine Übergangsregelung gab, obwohl sonst Bestandsanlagen vor dem EEG2014 ja wie früher gestellt sind, was die EEG-Umlage angeht.

    Im aktuellen EEG steht halt auch unter welchen Umständen der Einspeisevorrang entfallen kann, wie pflanze oben schon zitiert hat, und dazu gibt es keine Übergangsregelung (jedenfalls kenne ich keine). Für eine aus der Förderung fallende Anlage am 1.1.2021 keine 70%/RSE zu haben, ist jedenfalls nach aktuellem Stand keine gute Idee.

    Wir sind uns aber einig, daß der Gesetzgeber das bisher total verschlafen hat, da zu handeln. Das betrifft zar viele Betreiber von der Gesamtleistung sind das halt nicht mal Peanuts.


    edit: das ist übrigens immer so, daß das zum Zeit der "Tat" aktuelle Gesetz gilt, daher haben Juristen auch die Möglichkeit bei Bedarf darauf taggenau zuzugreifen. Sehr deutlich sieht man das aktuell ja bei "Rasern", wo inzwischen Freiheitsstrafen möglich sind und auch verhängt werden, völlig egal, wann man die Fahrerlaubnis erworben hat. Aber auch bei letzterer muß man die inzwischen regelmä0ig verlängern selbst wenn man noch einen Lappen hat, der keine Gültigkeitsdauer enthält.