Wenn der Kopf langsam platzt: Entscheidungshilfe für PV-Anlage benötigt

  • - rentabel heißt möglichst nahe am eigenem Bedarf zu produzieren

    Falsch, rentabel heißt so groß wie möglich bauen weil sich die Fixkosten (Montage, Finanzamt, Steuerberater, Zähler usw)

    auf mehr kwp verteilen. Und der Solarteur hat genau das gleiche Problem.

    Kleinere Anlage = höherer kwp-Preis = weniger rentabel

    Zitat

    - eine größere Anlage um mehr einspeisen zu können ist weniger effektiv, wird aber gern empfohlen

    Falsch, eben weil du mehr produzierst wirst du davon auch mehr verbrauchen können.

    Zwar nicht prozentual, aber absolut in kilowattstunden.

    Und deine Überproduktion wird dir zu einem auskömmlichen Preis vergütet

    Was willst du mehr ?


    Zitat

    - der bürokratische Aufwand ist hoch

    Das stimmt ein bißchen, aber der Aufwand ist immer gleich, egal wie groß die Anlage ist.

    Es ändern sich nur die Zahlen auf dem Papier

  • Alle PV Angebote (habe sie unter „Angebote“ eingestellt) waren sich einig, dass 27 Module, 3x9, drauf gehen. Je nach Leistung zw 7,9 und 9,045kwp (LG, Heckert, Solarfabrik).

    Normal diskutiert man dann auch in diesem Thread unter Angebote, weil dann weiß auch jeder von was geredet wird

  • Normal diskutiert man dann auch in diesem Thread unter Angebote, weil dann weiß auch jeder von was geredet wird

    Ach so =O Ich dachte, da kommen nur Faktensammlungen rein.... Aber es geht ja auch andere Aspekte. Aber wenn es dem Geist des Forums widerspricht, können wir diesen Fred auch gerne schließen

  • Nee, hier brauch nix geschlossen werden. Setz den Link vom Angebot mit hier rein und jeder kann dann quergucken.


    3x9 Module sind angeboten, weil man auf "ca. 10m" nur 9 Module drauf bekommt und man dann den empfohlenen Randabstand von 30cm halten kann. First genauso, wenns über die Dachrinne drüberfliesst von den Modulen ist auch Asche.

    Nen Modul wird jeweils durch die MIttelklemme und die Endklemme 2cm breiter. Da ist man bei 9 Modulen schon mal ganz fix bei 9,4m - schliesslich muss die Montageschiene noch ein bisschen länger sein, damit die Endklemme die Kraft in die Schiene einleiten kann.


    Ansonsten muss hier mal son paar "Geschichten und Annahmen" auf den Grund gegangen werden, so wie es die anderen erfahrenen Forums User bereits angefangen sind ;-)


    Was bitte ist eine Kühldecke? Wieviel Tausend €?


    Und nein, ein in 2019 gebautes Haus mit Fenstern und Dämmung in den Wänden braucht zu 99,5% in Deutschland keine Kühldecke. Nicht zuletzt bekommt die Dachhaut kaum noch direkte Sonneneinstrahlung ab, denn wir machen das Dach ja voll PV- Module und hören nicht bei 9,9kWp auf, wenn noch sinnvoll Platz da ist, richtig?!!!!


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    Tel.: +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601, Handwerkskammer zu Flensburg


    Wette: Zubau 2021


    Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung, Anlagenplanung und -Neubau

  • Guten Morgen Andreas!


    Es sind 10,1m, aber das war mir zu kleinkariert ;)


    Hier also für alle der Link zu den Angeboten:

    63110 | 8,1kWp || 1170€ | Solar Fabrik


    Der Begriff "Kühldecke" ist eigentlich falsch. Ich dachte nur, dass damit die Funktion klar wird, da Kühldecken recht bekannt sind. Es handelt sich eigentlich um unsere Deckenheizung, die man auch zum Kühlen nutzen kann (Wärme steigt nach oben). Es handelt sich nicht um eine Klimaanlage, mit der man auf 18° runter kühlen kann.

    Ich habe solche Decken schon erlebt und kann sagen, dass man beim Betreten des Hauses im Sommer einfach so ein angenehmes "Schatten-Gefühl" hat. 3-5 Grad runter kühlen ist realistisch, mehr eher nicht.

    Daher auch die Idee mit dem Eisspeicher, da man dann passiv (über das Temperaturgefälle Haus - Eisblock) kühlen kann und nur die Umwälzpumpe läuft (kein Verdichter). Der Aufpreis zur normalen Fußbodenheizung war u. a. wegen der Kühlfunktion irgendwo bei 7.500€. Einziger Nachteil: Bei der Montage der Lampen sollte man aufpassen, da die Kreisläufe keine 10mm unter der Oberfläche liegen...


    Der Preis für nen Eisspeicher ist kein Abwehrangebot gewesen, sondern dem Umstand geschuldet, dass das System bei uns wenig verbreitet ist und die Installateure daher hohe Risikoaufschläge machen, weil sie schlichtweg unsicher sind. Bei 15.000 + Wärmepumpe hätte ich zugeschlagen. Dadurch hätten wir eine höhere Jahresarbeitszahl erreicht und eine interessante, simple Technik gehabt. Im Grunde stand aus finanziellen Gründen die Frage im Raum, ob es ein Eisspeicher wird oder PV. Beides wäre uns zu teuer, wenn auch sau-cool 8) Irgendwo muss man aber auch mal einen Schnitt machen und sich fragen, wie viel tausende von Euro man heute investiert um über die Jahre hoffentlich ein paar Euros zu sparen. Alle Rechnungen, die eine Amortisation von >20 Jahre voraussagen sind schwierig, oder kennt jemand einen, der stolz auf seine 25 Jahre alte Heizung ist?


    Grüße!


    Matthias


  • Hi Stefan
    Kannst du vielleicht einmal erklären wie du zu diesen Überzeugungen kommst?
    Der konsens hier im forum ist eigentlich (grade im bezug zur Wirtschaftlichkeit) das genaue Gegenteil.


    1. Der eigenverbrauch ist erstmal egal, die anlage wird so groß wie möglich um die €/kwp möglichst klein zu kriegen


    2. Die anlage rechnet sich über die einspeisevergütung. Alles was man selbst verbraucht ist bonus obendrauf was man gerne mitnimmt.


    3. Der bürokratische aufwand hält sich sehr in Grenzen, wenn man vorher zumindest weiss was auf einen zukommt (EÜR, EST, UST). Man sollte sich da aber auf dem laufenden halten, denn man ist nun einmal unternehmer.
    Der bürokratische Aufwand reduziert sich im übrigen nur minimal wenn die anlage kleiner wird, solange man geld für die Einspeisung haben will


    4. Lebensdauer ist schon planbar. Allerdings hast du recht und man sollte über die 20 jahre mit einem WR Austausch rechnen (daher gehen wir hier im forum immer von einer rücklagenbildung bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung aus). Batterie Lebensdauer ist sehr stark vom system abhängig, daher mache ich hierzu keine Aussagen ;-)


    5. Dachmontage auf den gängigen dacheindeckungen ist eigentlich seit mehreren Jahrzehnten standard und kann auf fast allen dächern durchgeführt werden. Klar sind immer Verbesserungen möglich und individuelle dinge sind u.U. unmöglich , aber wo genau sollte es hängen?


    6. Bei Garantien gebe ich dir vollkommen recht. Diese sind häufig das papier nicht wert auf denen sie gedruckt sind, daher sollte bei der auswahl von Komponenten hier erst ganz zum schluss drauf geachtet werden


    Disclaimer: alles mit Taschentelefon geschrieben, also Rechtschreibung und textformatierung nicht beachten ;-)

  • Guten Morgen Andreas!

    Daher auch die Idee mit dem Eisspeicher, da man dann passiv (über das Temperaturgefälle Haus - Eisblock) kühlen kann und nur die Umwälzpumpe läuft (kein Verdichter). Der Aufpreis zur normalen Fußbodenheizung war u. a. wegen der Kühlfunktion irgendwo bei 7.500€. Einziger Nachteil: Bei der Montage der Lampen sollte man aufpassen, da die Kreisläufe keine 10mm unter der Oberfläche liegen...


    Der Preis für nen Eisspeicher ist kein Abwehrangebot gewesen, sondern dem Umstand geschuldet, dass das System bei uns wenig verbreitet ist und die Installateure daher hohe Risikoaufschläge machen, weil sie schlichtweg unsicher sind. Bei 15.000 + Wärmepumpe hätte ich zugeschlagen.

    solche Zuschläge nennt man auch Abwehrangebot. Da kommt einem die Luftpumpe wohl als Schnäppchen vor ;)


    Also wenn ihr Platz für einen Eisspeicher (die im übrigen eine totgeburt waren und immer noch sind) hättet,

    geht auch ein RGK oder ein Tiefenkollektor: http://www.erdwaerme-forum.de/


    Mein RGK wird mich 1000€ für den Bagger und 1700€ Material kosten im Altbau, im Neubau ist der Bagger eh für die Baugrube da und meist reichen 300m Rohr mit 40mm Durchbesser für 800€.

    Bei einer JAZ über 4,5 bekommt man zudem min. 4000€ Förderung von der BAFA.

    Da würde ich mal ein Angebot anfragen, wo die Wärmequelle bauseits gestellt wird, da diese am besten vor dem Hausbau

    erstellt werden sollte.


    7500€ Aufpreis ist auch eine Ansage, ich würde direkt in der Betondecke heizen/kühlen:

    http://www.zement.at/mobile-se…nen/energiespeicher-beton

    Damit macht man gleich die Sektorkopplung von PV und ggf später flexible Stromtarifen zur Wärme,

    der Stromspeicher wird damit noch mehr unötig.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Betondecke heizen und kühlen? Unser Ansatz ist derselbe: Die Leitungen sind in der (Beton-)Spanndecke verlegt und geben zum einen Strahlungswärme ab, zum anderen heizen/kühlen sie die Masse der Decke.


    Die Idee mit der Eisheizung hatten wir zu einem Zeitpunkt, als noch ein Keller geplant war, also bevor uns der Geologe einen Strich durch die Rechnung gemacht hat: u. a. wegen sehr hoch stehendem Grundwassers. Und dann auch der Preis.


    Wir hatten auch schon über Graben Kollektoren nachgedacht aber nur ein Angebot erhalten. Allerdings meinte der Installateur, dass die JAZ maßgeblich von der Bodenzusammensetzung beeinflusst wird und an kalten Tagen meist trotzdem mit dem Heizstab zugeheizt werden muss (ähnlich Luft/Wasser-WP nur nicht so oft). Unser Sand ist die schlechteste Bodenvariante. Zudem hatte er bedenken wegen des Hohen Grundwasserstands ab 2,3m. Das klang für uns damals nicht gerade überzeugend. Aber ich werde das Thema nochmal anpacken, vielleicht waren wir etwas vorschnell...

  • Nasser Sand ist gar nicht so schlecht.

    müsst ihr ggf eh noch das Regenwasser verrieseln?

    Erdwärme und Heizstab, lauf weit weg

    von diesem Heizungsbauer!

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Ein hoher Grundwasserstand ist für Erdwärme super, weil damit viel Energie aus dem Phasenübergang Wasser-Eis zur Verfügung steht.

    Mit einem Eisspeicher lässt sich kaum eine bessere JAZ als mit einer guten Luft/Wasser-WP erreichen. Durch den viel höheren Invest lohnt sich das nie.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909