Umrüstung bei Bestandsimmobilien auf Wärmepumpen-Systeme oder Unterstützung (Hybrid-Lösungen)

  • Heute sind Wärmepumpen, ob als LWP (Medium Luft) oder als Sole, Graben oder Brunnen (Wärmequelle) im Neubau von EFH und MFH die einzige kommerzielle Lösung, die alle Anforderungen erfüllen kann. Alle anderen Lösungen, die da u.a. mit ST arbeiten müssen, sind zu teuer, zu komplex und im Unterhalt nicht mehr konkurrenzfähig .


    Ich persönlich sehe jede derartige Lösung als vorsätzliche Falschberatung durch den Energieberater &/ Heizungsbauer.


    Hier soll es um die Komplexe Thematik des Einsatz und/ oder Ersatzes in Bestandsobjekten gehen. Die Gaspreise ziehen an und liegen in Brandenburg > 6 Cent (Brutto) je kWh. Dazu steigen auch die Anschlusskosten etc. Die Wartung einer Feuerstelle kostet p.A. ca.: 75, € bis 250 € . Der Schornsteinfeger nimmt auch noch mal ca. 70€ bis 100€ .


    Mit dem ganzen Förderkram kenne ich mich nicht aus. Möchte nur anmerken, dass man darauf nicht setzen braucht, da sich gut geplante und gut gebaute Anlagen immer rechen werden . Die PV Anlage auf dem Dach, ist für den CO" Fußabdruck super, bringt im Kontext der Wärmepumpe aber so gut wie nix. *EV durch WP minimal bis Null


    Erste Anmerkung:

    Der Energieverbrauch für die Bereitstellung des Warmwasser wird überschätzt! Die meisten haben viel zu große Vorratsbehälter.


    Ich bitte um Anregungen, welche Fragen vorhanden sind und / oder was euch daran hindert bei der Sanierung an WP zu denken!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Ich mach dann mal den Anfang mit einem Praxisbeispiel aus dem Bestand:

    * Umrüstung 80 Jahre altes Haus bei München, AT -16°C, 160m², nur Heizkörper, 17.000kWh Heizbedarf

    * Einsparung im ersten Winter (Sept. 2017- Sept. 18) : 541 € ggü. Öl

    * JAZ/COP 3,77

    * CO2-Verminderung im ersten Winter: 4520kg

    * zzgl. Hauskühlung an 14 der heißen Sommertage 2018

    10kWp + Offgrid 140Wp f. LED Garagen-Beleuchtung, Ladung Pedelec und Akku-Rasenmäher,
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Aquarea 5kWth,
    naturstrom
    Kia Soul EV

  • Meine Eltern haben eine Grundwasser Wärmepumpe aus den 80er Jahren, welche ca 2010 erneuert wurde.

    Aber nur die WP wurde erneuert.

    Soweit ich das überblicke ist ein relativ großer Heisswasserpufferspeicher neben dem Heizungspuffer vorhanden.

    Ich schätze ca 300-400 Liter. Was für einen mittlerweile nur noch 2 Personen zählenden Haushalt einfach zu viel

    sein dürfte.

    Welchen Wert an zu pufferndem WW könnt ihr empfehlen ?

  • Ich würde maximal 50 bis 70 Liter nehmen. Die WP wird ja Leistung haben. Wenn die Anlage richtig gebaut ist, hat WW voran, ergo gehen 10 KW oder mehr komplett in die WW Aufbereitung.


    *Sperren der Heizung


    Was soll ein 'großer' Heizungspuffer in einem Haus aus den 80 Jahren mit einer Sole WP?

    Abtauen muss die nicht ! Die neuen WP müssen auch nicht mehr Takten, denn das sind alles Inverter!

    Ich vermute, der Heizungsbauer hat gar keine Ahnung von WP und was die machen und benötigen.


    So ein 'Altbau' nimmt doch immer gut Wärme ab, so dass die WP schön durchlaufen kann (geringe Leistung)


    * in den 80 Jahren gab es noch keine Inverter, da musste man Puffer haben, damit die WP nicht so oft Takten muss, was sie nicht wirklich mögen.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Ein JAZ von 3,77 wäre fantastisch gut! Würde ich im Altbau niemanden versprechen, nicht mal mit ME!

    Zumal du ja nur mit Heizkörper arbeitet, die doch 40° C plus benötigen, egal wie groß man die macht.

    Oder ist da Sole o.ä. am Start?

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Nein, ist eine einfache Luftpumpe (Luft-Wasser) für 2.600 EUR.


    Aber selbst am kältesten Tag mit -11°C Durchschnittstemperatur war der Tages-COP noch 2,44.

    Da ich den Heizstab für die gelegentlich notwendigen Abtauungen freigegeben hatte damit dies schneller geht. (Edit: 1,57kWh dafür)


    VL-Temperatur in den Heizkörpern bei dieser Temperatur 40°C. Darf man halt keine Nachtabsenkung mehr machen. Damals mit Öl und Nachtabsenkung musste ich tagsüber mit VL 60°C fahren um ein behagliches Wohnklima wieder herzustellen...

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  • Danke für das Einbringen dieses Threads.

    Wir sind auf der Suche nach einem Heizungssystem für ein Haus mit etwa 320 m², Bj 1975 2/3 und 1994 1/3.

    Wohnbereiche, Bäder und Küchen haben Fußbodenheizungen, fast alle Räume haben neuere Heizkörper. Alle Fenster wurden in den letzten 10 Jahren erneuert, teilweise dreifachverglast.

    Seit fast 20 Jahren wird nur über Abwärme einer Biogasanlage geheizt, allerdings wollen wir wieder eine Reserveheizquelle haben, da eine Störung der Biogasanlage bei dem Alter jederzeit auftreten kann.


    Ich sammle derzeit intensiv Fakten zu Wärmepumpen, um im Frühjahr eine Entscheidung zu fällen.

    Die erste PV Anlage aus 2004 mit 30 kW fällt ja auch irgend wann aus dem EEG raus, dann steht ja günstiger Strom zur Verfügung.

    Freue mich auf Input:)

    Wer, wenn nicht wir....


    wann, wenn nicht jetzt?????

  • Wie hoch ist der Jahresheizbedarf in kWh ?

    Vermutlich hast Du einen Wärmemengenzähler an der Übergabestation zur BGA.


    Als Faustformel für die maximale Heizleistung in Gebieten mit Norm-AT -14°C (z.B. Süddeutschland) gilt:

    1% des Jahresenergiebedarfs wird am kältesten Tag (also -14°C) benötigt.

    Bei Dir ca. 30.000kWh = 300kWh am kältesten Tag, geteilt durch 24h = 12,5kW WP-Leistung (th)

    Also 3-phasige WP mit 12-15kW (th) / 4-5kW (el) für ca. 5000€ Grundpreis als erste Näherung in Betracht ziehen.

    Verlinkte ist für Bestandsbauten mit Flächenheizung und/oder Heizkörper, sie kann diese auch kühlen im Sommer.


    Ersetzt natürlich keine Berechnung nach DIN oder mittels Tools zur Heizlastabschätzung, z.B. diesem.

    Für weitere Infos das Haustechnikforum , der Installateur deines Vertrauens oder hier eine Betreiberseite mit vielen Beispielen. (allerdings überwiegend für ca. 5kWth Heizleistung)

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  • Danke für die Infos,

    die Wärmemenge wird gemessen. Ich werd morgen mal nach Daten schauen.

    Klimatisch wohnen wir in einem günstigeren Bereich. Zweistellige Minusgrade gibt es hier eigentlich nicht.


    Deine Zahlen geben mir schon mal gute Anhaltspunkte.

    Wer, wenn nicht wir....


    wann, wenn nicht jetzt?????

  • die Wärmemenge wird gemessen. Ich werd morgen mal nach Daten schauen.

    das ist doch optimal wenn du jeden Tag auf den Wärmemengenzähler schauen kannst und den Verbrauch zusammen mit der Außentemperatur bzw. dem Wetter notierst.

    Das ist dann viel realer als ne Heizlastberechnung.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!