Planung auf Walmdach mit WP und Kamin

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein Fertighaus bestellt und es ist auch schon fertig durchgeplant gewesen. Im letzten Moment habe ich von Gas + Solarthermie umgeschwenkt auf Wärmepumpe (Nibe F2120) und PV. Ein Kamin ist auch vorhanden, so dass die eine Dachfläche im Südosten leider begrenzt ist.


    Jetzt habe ich verschiedene Firmen angeschrieben und auch schon Infos vom Partner der Fertighausfirma erhalten.


    Ich bin wirklich ein blutiger Anfänger auf dem Sachgebiet, deshalb benötige ich hier doch die eine oder andere konstruktive Hilfestellung.


    Meine Ansprüche sind folgende:


    - So gut es geht den Eigenverbrauch deckeln, damit die Wärmepumpe mir nicht zu viel Strom frisst. Für die Wärmepumpe plane ich nur einen Zwischenzähler aufgrund der Grundgebühr.


    - Speicher als Option in paar Jahren wäre gut, aber scheint nicht so einfach zu sein.



    Und hier die Gebäudedaten:



    - Draufsicht aktuell - der gelb markierte Bereich ist der Bereich, wo das Haus stehen wird. Das Gebäude, das geschnitten wird, wird bis zum Dachstuhl abgetragen und als Terrasse genutzt. Das Gebäude auf der gleichen Gemarkung ist mein Elternhaus und ist in meinem Besitz/Eigentum (es wirft keinen Schatten, das nach hinten ein Hang ist. Mein Gebäude ist deutlich höher am Ende als mein Elternhaus und auch höher als die Nachbargebäude):




    - Es handelt sich um eine Stadtvilla mit Walmdach, 22°C




    - Die Solarthermie auf diesem oberen Bild wird nicht umgesetzt. Dafür gibt es im Südosten einen Kamin und daneben ein Dachausstiegsfenster zum Kamin mit Trittstellen.


    -Südost:




    - Südwest:




    - Ein Dachbild der Architektin (Da fehlt allerdings das Fenster zum rausgehen und die Trittstellen):







    Jetzt hat der Haussolarteur der Firma kalkuliert, dass aufgrund des Kamins dort maximal 15 Panels auf SO und SW passen. Mit rund 310Wp wären daher keine 5kwp möglich. Nordost würde keinen Sinn machen, da dort viel zu wenig Sonne scheinen würde und neben einem ersten Wechselrichter, der für zwei Dachseiten Eingänge hätte, ein zweiter erforderlich wäre und sich das nicht lohnen würde.


    Nun hört man immer sehr viele Meinungen und meine ganzen Kollegen haben mir dieses Forum hier empfohlen. Wie ist eure Ansicht dazu?


    Ein weiterer Punkt war, dass ich ihn gefragt habe, ob man nicht ein paar Panels auf das Elternhaus mit SW-Dach anbringen kann. Die Gebäude sind mit Leerrohre verbunden. Dazu meinte er, das ginge aufgrund der Erdung nicht. (Ich plane nicht, das Haus meiner Eltern mit Eigenstrom zu versorgen) Da war ich dann doch überrascht, weil ich dachte, dass das ginge. Gibt es dafür keine Lösung?



    Sehr viele Fragen, ich hoffe, ihr könnt mir etwas helfen, damit ich eine optimale Lösung finde. Danke für eure Mühen im Voraus und eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich euch.

  • - Die Solarthermie auf diesem oberen Bild wird nicht umgesetzt. Dafür gibt es im Südosten einen Kamin und daneben ein Dachausstiegsfenster zum Kamin mit Trittstellen.

    Wenn keine Gastherme mehr geplant ist wofür brauchst du dann noch den Schornstein :?:

    Wenn der (und damit auch der Dachausstieg und die Stufen) wegfällt dann passt mehr drauf, ausserdem vermeidet man Verschattung.

    Die Skizzen sind ja ganz schön, leider ohne Maße sonst könnte man mal schauen ob der Fertighausanbieter richtig gerechnet hat.

    Ein paar WP kann man auch noch durch Verwendung von 320 Wp Modulen rausholen, oberhalb davon wird's I. D. R. teuer.

    Edit :

    Ich persönlich halte zwar nicht viel davon aber es gibt hier im Forum nicht wenige die bei deiner Dachneigung auch die Nordost Seite belegen würden. Dafür braucht man nicht zwingend einen weiteren Wechselrichter, der Kostal Plenticore hat z. B. 3 unabhängige MPP-Tracker.

    Da das Haus laut Plan ziemlich genau Südost/Südwest ausgerichtet ist wäre es auch denkbar beide Seiten mit gleich langen Strings zu belegen und diese mit nur geringen Missmatching Verlusten (sofern wirklich unverschattet) parallel zu schalten.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Wenn keine Gastherme mehr geplant ist wofür brauchst du dann noch den Schornstein :?:

    Wenn der (und damit auch der Dachausstieg und die Stufen) wegfällt dann passt mehr drauf, ausserdem vermeidet man Verschattung.

    Die Skizzen sind ja ganz schön, leider ohne Maße sonst könnte man mal schauen ob der Fertighausanbieter richtig gerechnet hat.

    Ein paar WP kann man auch noch durch Verwendung von 320 Wp Modulen rausholen, oberhalb davon wird's I. D. R. teuer.

    Schornstein ist drin, weil ich Kaminliebhaber bin und der im Wohnzimmer ein Muss ist. Ist auch leider nicht mehr zu versetzen.


    Auf dem unteren Bild sind die Maße zu erkennen von den Dachkanten und der Schräge. Länge der unteren Dachkante also ungefähr 11,90m, die Schenkel sind 8,42m und von der Dachkante zur Spitze demnach ca. 5,90m.

  • Hau Dir aus dem Kopf, dass man die Größe der PV auf den Verbrauch abstimmt oder auf so ein dusseliges Wort wie den Eigenverbrauch. Es ist Nonsens einen hohen EV zu haben. Ansonsten könntest Du ein Modul am besten auf NW oder NO legen und der EV wäre bei 100%. Nein!


    SW und SO auf jeden Fall voll machen.


    Da sind Maße im Bild drin ... aber das Bild ist zu klein.

    Gibt es das in größer?


    Ziel sollten in jedem Fall 10KWp sein und dafür darf man bei DN22 auch durchaus das NW oder NO Dach nutzen.

    Auch alle Dächer voll machen und >14KWp bauen ist keine schlechte Idee.


    Pass mit dem Fertighausbauer und seinem Elektriker/Haussolarteur der Firma auf.



    Nach allem, was sich hier im Forum in den letzten Jahr aus der Richtung gezeigt hat, sind von dortnur teure bis sehr teure Angebote und teilweise haarsträubender Auslegung zu erwarten.


    Duftmarke ... auf dem Neubau sollte eine PV um 1100,- pro KWp kosten (netto).

    Wird das Gerüst vom Neubau mit genutzt geht es Richtung 1000,- oder auch drunter, wenn man z.B. groß baut und sich so die Fixkosten auf viele Module verteilen können.


    Bei DN22 wird die Ertragsprognose auch der Norddächer immer über 700KWh/KWp liegen.

    Das kann man einfach bauen.


    Maße der Dächer sind gefragt.


    Kann man auf SO den Kamin noch etwas weiter zum First schieben?

    Etwas weniger hoch und ein paar Stufen weniger wäre auch gut. :idea:

    Ausstieg auf NO legen und dann über den Ortgang auf SO gehen? :juggle:


    Könnte auf SolarEdge mit SE8K WR und 3 Dächern für bis 10KWp oder SE12K und rund 14KWp hinaus laufen.

    Da reicht dann ein Wechselrichter für 3 oder 4 Dächer ... WR ist günstiger ... es kommen Einzeloptimierer je Modul aufs Dach.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Vielen Dank schon einmal für dein Feedback, das hilft mir sehr.


    Der Haussolarteur hat mir 1.500 Euro / kwp netto als Richtpreis genannt...


    Ich lade hier das Bild nochmal in größer hoch, ich hoffe, dass das Forum das nicht komprimiert:












    Ich frage noch einmal nach einem besser Plan. Und die Punkte bezüglich Verschiebung von Dachfenster und Trittstellen leite ich auch mal weiter.


    Nordwest wäre aber glaube ich problematisch, oder? Nach hinten habe ich wirklich Hang und oben noch Wald, also dort scheint abends maximal 1 Stunde die Sonne vermute ich.

  • Welches Maß hast Du unter dem Kamin auf SO bis Traufe?

    Welches Maß haben die anderen Dächer von First bis Traufe an der längsten Stelle?


    Grob sollte z.B. auf SW in quer 5-4-3 oder auch 5-4-3-2 passen.

    Auf SO dann 5-4 und vielleicht noch 1-3 mehr.


    Kamin mehr Richtung NO auf dem Dach schieben, also zum Grat zum NO Dach, wäre auch von Vorteil.

    Dann könnte man Module südlich vom Kamin legen.


    Nordwest wäre aber glaube ich problematisch, oder? Nach hinten habe ich wirklich Hang und oben noch Wald, also dort scheint abends maximal 1 Stunde die Sonne vermute ich.


    Der Hang und Wald ist aus dem vorhandenen Luftbild nicht ersichtlich.

    Wie schaut es denn genau Richtung Westen aus für das NW Dach?

    Sonne kommt ja meist aus Süden ... auch für Norddächer.


    Mit SW und SO wirst Du rund 8KWp erreichen ... NO dazu sind es rund 12,5KWp ... alles voll sind ca. 17KWp.

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  • Der Haussolarteur hat mir 1.500 Euro / kwp netto als Richtpreis genannt...

    Dabei hat er wohl hauptsächlich an sein eigenes Angebot (und seinen nächsten Urlaub ;)) gedacht.

    Bei angepeilten 10 kwp ist das lachhaft, selbst mit SE und guten Modulen sind 1200 €/kWp immer drin.


    Wenn der Kamin ein absolutes Muß für dich ist dann verleg wenigstens die Stufen und den Dachausstieg auf die andere Dachseite. Der Schatten des Schornsteines wäre zwar blöd aber er kostet auch höchstens 2 Module die man weglassen müsste. Mit dem Schatten kommen sowohl Solaredge als auch ein guter Stringwechselrichter klar.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Erst einmal vielen Dank für die konstruktive und schnelle Unterstützung seppelpeter und smoker59



    Ich frage mal die Maße an und einen ordentlichen Plan. Eventuell könnte man dann die Wunschlösung mal zwischen den Jahren skizzieren.


    Der Kamin muss dort leider bleiben. Eine Verschiebung würde dafür sorgen, dass er mitten im Flur stehen würde oder einen Raum zu sehr begrenzt.


    Des Weiteren benötige ich auch noch eine Sat-Anlage auf dem Dach, die hier noch nicht skizziert ist.


    Blick Richtung Südwest:



    Und von weiter vorne (Einfahrt) Richtung Südwest:



    Hier sieht man das Baugrundstück von oben - das alte Nebengebäude wie geschrieben wurde bis zum Dachstuhl bereits abgerissen:


  • Gegen Abend wirst Du im Sommer 1-2h Sonne verlieren.

    Der Drops ist dann aber auch schon gelutscht ... nach Süden hast Du freie Sicht und Null Schatten. Perfekt!

    Ich gehe mal davon aus, dass der Nachbar im Westen ist niedriger ist, als Dein Dach.


    Kamin ... ist blöd aber ist so.

    Versuche das Ding über Dach kurz zu halten und setze keine monströse Haube drauf.

    Haken dran.


    Ich würde auch NW nicht ausschließen.

    Mit Maßen den Dächer kann man hier weiter planen.


    BTW: Eine SAT muss sicher nicht auf das Dach gebaut werden. Wenn Dein Bau so hoch wird, wie Du vorne sagst, dann würde ich die SAT an die SO Fassade setzen unter den Dachüberstand. Dort ist sie optimal vor Wind und Schnee geschützt und man kommt bei Bedarf mit einer einfachen Leiter dran.

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  • So ich habe gute Neuigkeiten! Das Dachausstiegsfenster benötigt der Schornsteinfeger nicht, dadurch auch keine Trittstellen.


    Eine Sat-Anlage hätte ich dennoch gerne auf dem Dach. Aber da mein Dach eine Neigung von 22° besitzt und ich glaube, dass man in Nordbayern über 30 Grad Neigungswinkel benötigt - habe das mal ausgewertet, daher 32° wenn ich es richtig verstehe:


    Daher würde ich die Satanlage dort (NW) positionieren wollen (Rechteck für das Fenster, Kreis für den Ziegel für die Sat-Anlage, weiter östlich habe ich Angst, dass der Kamin im Weg ist):






    Wie ihr sehen könnt, habe ich nun auch einen bemaßten Plan vom Dach erhalten. Bitte denkt euch das Dachausstiegsfenster (hier nun entfernt) sowie die Solarthermie-Anlage weg - es kann um paar Zentimeter abweichen, da es nicht der Ausführungsplan 1:1 ist (Toleranz von 2-3cm):










    Die Frage ist nun, wie viele Panels ich minimal und maximal auf den einzelnen Dachflächen unterbringen kann? Also ich würde die NW-Seite eher nochmal lassen, daher nur die anderen drei Seiten betrachten (Ziel sind ohnehin erstmal nur die maximalen 9,9kwp). Allerdings habe ich von der Verlegung und den Abständen keinerlei Ahnung. Könnt ihr mir da etwas auf die Sprünge helfen?


    Wie sieht es mit möglichen Wechselrichtern aus, an die man in Zukunft dann noch Speicher anschließen könnte?


    Was haltet ihr vom IBC Hochleistungsmodul MonoSol 320 VL5HC? Dafür habe ich bereits einen Richtpreis in Höhe von 1.200,- EUR pro KWP erhalten (Komplettinstallation).


    Vielen Dank euch schon mal!