Elektroautos im kommen - kritisch betrachtet

  • Zitat

    Du merkst, es fehlt uns der geschlossene "Elektroautos im kommen" Thread, den zu schliessen war ein Fehler. Nun müssen sich die Emotionen woanders austoben


    Zitat von Rainbow

    Wenn dir der Thread fehlt nach doch einen neuen auf.


    Bitteschön, hier ist er.


    Zehn Jahre Elektroauto. Firmen haben 3 oder 4 Autogenerationen elektrischer (elektrisch unterstützter) Autos auf den Markt gebracht. Die Zulassungszahlen sind (in D) minimal. Ausgerechnet USA ist uns mal wieder voraus, China überholt uns von oben. Hybride müssen höllische Versicherungssummen bezahlen. Für elektrische ist noch immer wenig Unterstützung da. Sie sind nicht einmal allgemein bekannt, ausser fortschrittlichen Entusiasten.


    PV hat in den 90ern auch mal so angefangen. Erst das 1000 Dächer Programm. Dann 10000. Dann Hunderttausend. Das ganze war von weitblickenden Politikern in Szene gesetzt worden, um die technische Entwicklung der PV zu fördern. Man hat zwar den Fehler gemacht, dass auch im Ausland hergestellt Panels gefördert wurden, so dass das schöne Fördergeld (was die Allgemeinheit bezahlt hat, Politik lässt ja bezahlen) ins Ausland ging, aber immerhin hat es funktioniert. PV ist so gut an die Grenze der Wirtschaftlichkeit herangerückt, dass alle Geschäftemacher das große Geld riechen und im Sumpf mitmischen und mitverdienen wollen, Das ist zwar schlecht, aber ein gutes Zeichen. Insoweit hat PV funktioniert, aber heute stockt die weitere Verbreitung: Die Politik hats aufgegeben, aus den Augen verloren. Die Netzbetreiber/Versorger dürfen noch immer jedem Kleinanleger, der wenigstens etwas tun will (Balkonanlage), die gesamte Macht einer Normenindustrie in den Weg stellen. Andere Länder sind - wieder mal - weiter als wir. Immerhin - die Technik ist da, die Leute WOLLEN etwas tun, weil es sogar (wenigstens halbwegs)wirtschaftlich ist.



    Das fehlt bei Elektro.

    Ich frage - was ist falsch gelaufen, wie hätte man das fördern können oder müssen ? Das zu lösende Problem der Innenstädte ist ja bekannt, seit viel mehr als 10 Jahren. Übelste Beispiele im Ausland (China, USA) sind ja vorhanden. Gewollt hat man immer, aber nichts gemacht.

    Von alleine hat es nicht funktioniert. Elektroauteos haben Nachteile, Hybride auch, LPG ist in D ignoriert (komisch, selbst das müssen unsere niederländischen Mitbürger von der Waterkant uns vormachen).


    Meine Idee war gewesen, vor mehr als 10 Jahren, die Innenstädte schrittweise, von innen nach aussen, für reine Verbrenner zuzumachen, und/oder mit Phantasiesummen für Ausnahmegenehmigungen (die dem öffentlichen Nahverkehr zufliessen sollten, um kostenlose Tickets zu vergeben). Fahrerlaubnisse zu vergeben. Ausnahmen für ansässige Firmen und Lieferungen. Von mir aus Vebot für zu hohe Leistung, Gesamtlänge, Höhe, bestimmte Motoren, Neupreis, Diesel (was einem so einfällt).

    Und das ganze langfristig geplant, mit 2 bis 3 bis 5 bis 10 Jahren Vorlaufzeit. Das hätte - für deutsche Autofirmen, mit ausreichender Vorlaufzeit - grosse Zahlen Käufer geschaffen, an denen man nicht hätte vorbeigehen können.


    Aber sagt mir eure Lösung. Diskutiert sie. Aber bitte hört auf, jemanden Dumm zu nennen, nur weil er eine andere Meinung hat als ihr.

    In gegenseitigem Respekt verschiedenen Meinung sein zu dürfen nennt man Toleranz. Mal sehen, ob ihr das schafft.

    700 Wp ohne EEG; Ziel ROI <2Jahre, Start 20.3.18,
    31.12.18: 510 kWh / 50,2 % Invest geerntet.
    SL Akku: Planung Kapa (2) 5kWh, Ziel: 10ct/kWh.
    Ignoriert: <zensiert> Argo, Alex, django, dringi, Mbiker, christosser, egn, boelckmoeller, chacha, PV-Berlin, manolli, GEST, ndorphin, rellikon

    Eigene CO2 Ersparnis (seit 2004) 12800 kg (in Arbeit)


    https://www.openpetition.de/pe…-anpassung-der-grenzwerte

  • Was will'ste denn noch, das Thema wurde geschlossen weil es durch ist.

    Es gibt kein Zurück mehr !




    Stück für Stück werden in den nächsten Jahren Busse, Taxis, Kleintransporter und Private durch eAutos ersetzt.

    Auf Langstrecke und Autobahnen mit 120iger Tempolimit natürlich Hybride.


    Niemand will den Gestank in den Städten mehr...zumal wir nicht mehr viel Zeit haben.


    Die Industrie ist voll in der Umstellung.

    Der Preisverfall der alten Technologie verzögert das noch etwas,

    denn das Autofahren wird so billig wie es noch nie war.

    Tomyy

    !!! Nie wieder Abhängig von Öl, Diesel, Benzin, Gas, Kohle, einem Schornsteinfeger oder Dachdecker !!! ->

  • Hier kann ich leider nur mit knapp 5-Jähriger Erfahrung dienen.

    Gestern besuchten wir am Kabel vorgeheizten Autöli in der Bundeshauptstadt ein Museum. Keine Ladestation in bequemer Nähe. Danach 30 km weiter auf dem Friedhof -nein nicht geladen, bloss geheizt.

    20 km weiter eine Schnelladestation aufgesucht, war zufällig gerade frei. Also bis 80% vollgeladen, aber nicht gleichzeitig heizen können -und es wurde kälter.

    10 km weitergefahren -und Glück gehabt. Das Ausflugsrestaurant hatte eine geheizte Tiefgarage, mit einer Steckdose. Daran unser Autöli während dem Abendessen vollgeladen. Danach die rund 50 km nach Hause gefahren und geheizt. Zu Hause war die Batterie wieder leer, das Auto wurde angesteckt und wir verzogen uns an die Wärme...

    Auf ein paar wenige Fakten zusammengefasst:
    - Elektroautos sind (bisher) nicht wintertauglich.
    - Man kann es sich gar nicht leisten, Akkupakete um die 100 kWh spazieren zu fahren.

    - Wenn die Anzahl EV's zunehmen, mag die Ladeinfrastruktur erst recht nicht nach.

    - Die heutige Akkutechnik bzw. die Ausgangsmaterialien lassen gar nicht zu, dass in naher Zukunft GWh-weise Akkukapazitäten geschaffen werden.

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Zufällig war ich vorhin auf der Liste der verfügbaren E-Autos. Mein Ziel ist es ein Auto zu haben in dem ich jeden Tag zur Arbeit fahren kann, ausserdem mit 2-3 Kids in den Urlaub fahren kann (Snowboarden) und nen Hänger ziehen kann (Brennholz, Baumaterialien und Bikehänger). ich brauche etwas Reichweite, da ich im Skigebiet nicht ohne Strom dastehen will oder jeden Tag laden will.

    Tja, also der BMW ist schön, aber nur 300km. Das reicht für nen normalen Arbeitstag ohne Umwege locker. Mit Stau und Umweg sollte es auch grade so reichen. Reserve? Eher zu wenig.

    Dann sind wir also in der 500km Klasse. Tesla, Audi und Opel. Opel muss nicht sein, der erscheint mir zu niedrig, werde ich aber mal probefahren. Tesla und Audi bleiben. Der Audi kommt bald raus, da bin ich mal gespannt. Tesla wäre ok, aber 100.000 Euro?


    Fazit: Ich will in nem Jahr ein Elektroauto haben - die Auswahl wird hart.


    Von Deiner Idee mit Innenstädte zumachen halte ich nicht viel - alles viel zu viel Aufwand und erzeugt zuviel negative Meinung. Man muss die Leute dazu bekommen, dass sie sich freiwillig ein Elektroauto kaufen, dann ist auch die Akzeptanz grösser. Elektroautos müssen damit preislich im 4 Jahres-Mix den Benzinern ebenbürtig sein und die Nutzbarkeit muss transparent möglich sein. Mir ist beispielsweise noch unklar ob ich mit dem Audi an den 4 Tesla-Ladestationen im Pitztal laden könnte. 30 Minuten Pause alle 3 Autostunden ist denke ich vertretbar - mehr aber nicht.


    120km/h Limit: Findet keine Akzeptanz ausser die Autopiloten sind so gut, dass man den zumindest auf der Autobahn einfach machen lassen kann. Ich freue mich auf den Tag.


    Alte Autos aussperren? Wäre schade um die Kultur (Oldtimer).


    Klar sind wir grade wie bei PV-Anlagen im Umbruch, die Technik ist noch nicht gut bekannt und ich als potentieller Käufer mache mir natürlich auch Gedanken zum Preisverfall solch eines Autos in der Gebrauchszeit. Dieser darf natürlich nicht höher sein als der eines Normalautos - wenn doch, fliesst auch das in die Gesamtkostenrechnung rein.


    Und denkt bitte immer dran: Ein Grossteil der Bevölkerung kann sich nur das 10 Jahre alte Auto leisten. Auch für diese Leute muss es Alternativen geben bevor sie diskriminiert werden und aufgrund der Armut ausgesperrt werden.

  • Hier kann ich leider nur mit knapp 5-Jähriger Erfahrung dienen.

    Gestern besuchten wir am Kabel vorgeheizten Autöli in der Bundeshauptstadt ein Museum. Keine Ladestation in bequemer Nähe. Danach 30 km weiter auf dem Friedhof -nein nicht geladen, bloss geheizt.

    20 km weiter eine Schnelladestation aufgesucht, war zufällig gerade frei. Also bis 80% vollgeladen, aber nicht gleichzeitig heizen können -und es wurde kälter.

    10 km weitergefahren -und Glück gehabt. Das Ausflugsrestaurant hatte eine geheizte Tiefgarage, mit einer Steckdose. Daran unser Autöli während dem Abendessen vollgeladen. Danach die rund 50 km nach Hause gefahren und geheizt. Zu Hause war die Batterie wieder leer, das Auto wurde angesteckt und wir verzogen uns an die Wärme.

    einstein0


    Einstein, das ist zwar für dich ein knappes Rennen gewesen, aber ich sehe das Problem in dem Falle nicht nur beim BEV.


    Zu einem etablierten Benutzerstamm von BEV, mögen es 10 oder 30 % sein, gehört ein ausreichend dichtes Netz von Ladestationen. Davon sind wir nicht weit, nicht meilenweit, sondern himmelweit entfernt.


    Als ich mit LPG angefangen habe, gab es in D ca. 700 Tankstellen. Das war schon echt ein Problem, trotz 600 km(!) Reichweite auf Gas. Immer diese Rumplanerei, wann man welchem Umweg fahren musste, oder besser nicht fahren musste. Dabei habe ich mit Gas ja nicht einmal ein Problem, denn nach Gastank leer gehts auf Benzin weiter.

    In deinem Falle heisst das nicht teurer weiterfahren, sondern liegenbleiben.... das ist schon eine ganze andere Hausnummer.


    Dass man beim (Schnell)Laden nicht heizen kann, obwohl die ganze Elektronik sicher mächtig gekühlt wurde ist ein Gag, den man den Entwicklungsingenieuren nochmal aufs Brot schmieren muss. Es gibt Abwärme - und man heizt nicht damit ??


    Ich bin gespannt, wie das weitergeht. Wenn di Politik glaubt, das dem "Wir schaffen das" zu überlassen, statt ernsthaft (!!) mit irgendwelchen Förderungen einzugreifen, wird das eine einzige Katastrophe. Und trotz meiner prinzipiellen Bedenken gegen BEV als Allheilmittel - eine solche Pleite hat es nicht verdient.

    700 Wp ohne EEG; Ziel ROI <2Jahre, Start 20.3.18,
    31.12.18: 510 kWh / 50,2 % Invest geerntet.
    SL Akku: Planung Kapa (2) 5kWh, Ziel: 10ct/kWh.
    Ignoriert: <zensiert> Argo, Alex, django, dringi, Mbiker, christosser, egn, boelckmoeller, chacha, PV-Berlin, manolli, GEST, ndorphin, rellikon

    Eigene CO2 Ersparnis (seit 2004) 12800 kg (in Arbeit)


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  • Hi.


    Einstein, Dein "Autöli" ist ja auch noch eines der Gen. 2, da brauchts schon Enthusiasmus und/oder Bereitschaft zum Selberschrauben. Hast mittlerweile wenigstens die Heizung auf vordermann gebracht?


    Deine Probleme kann ich noch zumindest zum Teil nachvollziehen, ich fahr meist Twizy oder Zoe. Der Kleine ist beileibe nichts für Tante Erna, aber die 20er Zoe deckt mindestens 90% unseres Mobilitätsbedarfs ab. Meine Holde pendelt 36km einfach.


    Dämlich ist allerdings die Einstellung ihres Arbeitgebers... dort gibt es bereits seit 2 Jahren 2 22kw Wallboxen. Diese durften aber nach 2 Wochen nicht mehr zum Laden verwendet werden, da dies "den Belegschaftsfrieden stört".... vorgeschobenes Argument war der geldwerte Vorteil (den es da schon nicht mehr gab). Die Abrechnung via eh schon genutzter Rfid Karte ( Kantine, Zugangssystem) oder eine Pauschalberechnung wurde abgebügelt. Nur für betriebsinterne Fahrzeuge, wobei es diese garnicht gibt und bis auf weiteres auch keine angeschafft werden sollen... Irrsinn!


    Zukünftig wird unser alter Dieselskoda einem Kona weichen, und die Zoe übernimmt mein Sohn, so er überhaupt ein Auto braucht.


    Der Kona mit dem großen Akku deckt trotz der beschi... Karosserieform dann alles ab.


    Hier in der Straße macht sich so langsam ein Umdenken breit, nur 2 "Petrolheads" werden wohl auch in Zukunft bei ihren X6 und RAM1500 bleiben, beides Dinks, und keine "schwerlastigen" Hobbys wie Pferde oder Boot... aber "dicke Eier" :mrgreen:

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210,

    Hyundai Kona 64 bestellt - warten bis 01/20 angeblich bereits 04/19 :danke:

  • Von Deiner Idee mit Innenstädte zumachen halte ich nicht viel - alles viel zu viel Aufwand und erzeugt zuviel negative Meinung. Man muss die Leute dazu bekommen, dass sie sich freiwillig ein Elektroauto kaufen, dann ist auch die Akzeptanz grösser.


    .......


    Und denkt bitte immer dran: Ein Grossteil der Bevölkerung kann sich nur das 10 Jahre alte Auto leisten. Auch für diese Leute muss es Alternativen geben bevor sie diskriminiert werden und aufgrund der Armut ausgesperrt werden.

    Shadow, wir stehem hier vor einem Umbruch. Einem gesamtgesellschaftlichen Umbruch. Der wird immer hart, egal was du machst. Obs die Handweber waren, als die Webstühle waren, obs die Kumpel im Ruhrgebiet waren, als das Hochofensterben began... Beispiele gibt es genug.

    Für sowas ist die Politik da, auch mal was umzusetzten, was den Menschen aktuell nicht passt, was unangenehm ist, aber langfristig gesamtgesellschaftlich für alle richtig ist. Dem Kapitalismus kannst du das nicht anvertrauen, der fährt das ganze vor die Wand, und versucht hinterher noch schnell die Ruine zu verticken.

    Hauptsache Geld in den Händen der "Investoren".


    Ob das mit dem Schliessen der Innenstädte gut ist, weiss ich nicht. Ich war überzeugt, dass es funktionieren würde, und bin es immer noch. Heute sieht man erste solche Beispiele im kleinen, war es Finnland ? oder Norwegen ?


    Aber ob es die "beste" Lösung ist .... dazu muss man erstmal definieren, was das "Beste" ist.

    Geringster gesamtgesellschaftlicher monetärer Verlust?

    Geringste Zahl der geschädigten Personen?

    Grösstmögliche Verringerung fossiler Energie?


    Was ist für dich das "Beste"?

    700 Wp ohne EEG; Ziel ROI <2Jahre, Start 20.3.18,
    31.12.18: 510 kWh / 50,2 % Invest geerntet.
    SL Akku: Planung Kapa (2) 5kWh, Ziel: 10ct/kWh.
    Ignoriert: <zensiert> Argo, Alex, django, dringi, Mbiker, christosser, egn, boelckmoeller, chacha, PV-Berlin, manolli, GEST, ndorphin, rellikon

    Eigene CO2 Ersparnis (seit 2004) 12800 kg (in Arbeit)


    https://www.openpetition.de/pe…-anpassung-der-grenzwerte

  • Nein, KKB68 , an meinem immerhin schon 5-Jährigen Mievi lege ich nicht selber Hand an!

    Eigentlich erstaunlich, warum z.B. Mitsubishi seine Mievi-Fahrer nicht fragt, was ihre sog. Ingenieure an den nächsten Generationen Elektros verbessern könnten, ich würde ihnen doch eine Liste schicken...

    Aber ja, auch für alle deine übrigen Kritiken und Fakten habe ich volles Verständnis.

    Selbst in unserem gesamten Quartier sind wir die Einzigen mit PV und einem EV.

    Und dies wird auch noch sehr lange so bleiben, da gehe ich Wetten ein.

    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Shadow, wir stehem hier vor einem Umbruch. Einem gesamtgesellschaftlichen Umbruch. Der wird immer hart, egal was du machst. Obs die Handweber waren, als die Webstühle waren, obs die Kumpel im Ruhrgebiet waren, als das Hochofensterben began... Beispiele gibt es genug.

    Für sowas ist die Politik da, auch mal was umzusetzten, was den Menschen aktuell nicht passt, was unangenehm ist, aber langfristig gesamtgesellschaftlich für alle richtig ist. Dem Kapitalismus kannst du das nicht anvertrauen, der fährt das ganze vor die Wand, und versucht hinterher noch schnell die Ruine zu verticken.


    Was ist für dich das "Beste"?

    Generell hast Du Recht - die Politik muss hier steuern. Aber so steuern, dass der normale Wähler keine Schmerzen damit hat. Entsprechende Kaufanreizprogramme sind schon mal gut, ignorieren aber die von mir genannte ärmere Schicht. Diese darf nicht benachteiligt werden - das wäre unsozial. Und in meinen Augen ist die ganze Sache sozialverträglich umzubauen. Hey, das muss nicht in 5 Jahren gehen - das kann auch 10 Jahre brauchen - wenn es dafür nachhaltiger ist.


    Wie ich aber geschrieben habe fehlt es erstmal an überhaupt verfügbaren Autos abseits des normalen Golf und kleiner Segments.


    Sorry, wurde unterbrochen. Was nicht passieren darf ist ein hartes durchdrücken einer bisher noch mangelhaften Ware gegen den Willen der Wähler. Dann hätten wir in kürzester Zeit die AFD an der Macht und kurz darauf 50% Arbeitslosigkeit - weil die den Karren vollends gegen den Baum fahren.


    Die Politik muss - und das wird hart aufgrund Schmiergeldern und Lobbyarbeit - die Firmen dazu bringen hier Angebote für normale Bürger zu machen und die Produktpalette auszubauen. Auch muss ein zweifelsfreier Beweis erbracht werden, dass die Elektroautos in den Gesamtlebenskosten wirklich besser sind für die Umwelt - in jedem Bereich. Derzeit herrscht noch die Meinung vor und damit eine grosse Unsicherheit, dass ein Elektroauto maximal genauso gut wie ein Benziner ist.


    Ein Durchdrücken gegen dieses aktuell bestehende Wissen der Leute wäre extrem schädlich für die Politik.

  • Meiner Meinung nach ist das alles ziemlich einfach, ich habe eine Zoe seit 2015 und wir fahren mit der, was an Strecke geht. Billiger und mit mehr Spaß kann ich -für mich gesagt- nicht mehr Auto fahren. Alles was mit der Zoe nicht mehr machbar ist wird mit unserem Dacia erledigt, dazu gehören Fahrten über 100 km, Hänger ziehen, große Sachen transportieren usw.


    Ein "richtiges" E-Auto, mit dem ich alles zusammen erledigen kann, sehe ich nicht vor 2020. Und dann muss es erst mal 3 Jahre auf dem Markt sein, damit ich es gebraucht kaufen kann, ansonsten ist mir jedes Auto viel zu teuer.


    Bis dahin heisst es also mit dem Verfügbaren auszukommen. Das ist genauso mit der Heizung, ich würde gerne auf Wärmepumpe umstellen, die passenden Geräte werden aber erst preislich interessant, wenn ein paar Jährchen ins Land gehen und die Preise durch den zunehmenden Verkauf sinken werden. Ausserdem müssen die Hersteller am COP drehen, da geht bestimmt noch mehr. Bis dahin heisst es -wie beim Auto- die Sache auszusitzen. Das wird -analog zum Auto- das nächste große Ding werden, um die Energiewende ins laufen zu kriegen. Mit exakt den gleichen Problemen.


    Schlechter haben es die Leute, die jetzt ein neues Auto brauchen, mein Rat wäre es einen alten gebrauchten Benziner zu kaufen, um die Übergangszeit auszusitzen (auszufahren).


    Alleiniges fahren mit nur einem Auto, welches zudem noch ein E-Auto ist, werden im Moment schätzungsweise 5-10% machen können ohne sich stark einzuschränken, was Flexibilität und weite Strecken anbelangt. Und nur deswegen, weil sie ein Fahrprofil haben, welches einem E-Auto gerecht wird.


    Und -trotzdem ich selber E-Auto fahre- kann ich diese Leute verstehen, wo das Profil nicht passt.


    Von daher soll sich einfach jeder so entscheiden, wie er es benötigt. Zusätzlich ist die Politik gefragt, um endlich mal diese schreiende Ungerechtigkeit zu beenden, wenn es um reine Energie geht. Es kann doch nicht wahr sein, dass 1kWh aus Gas gerade mal 5ct. kosten, während 1kWh Strom schon 25ct. sind. Da muss gegengesteuert werden, sonst wird das nie was mit der Energiewende.

    6,24 kW SSO an Kostal Piko, 6 kW NNW an Infini 4k
    Tesla Li-Ion 6 kWh mit Energus BMS und AEC350
    BEV ZOE Q210 mit Bettermann-Box und PV-gesteuerter Ladung
    WW und Heizungsunterstützung mit Heizpatrone (WP in Planung)
    Steuerung Eigenentwicklung auf RasPi