Ecocraft Carrier ES

  • An den alten Ladesäulen geht es schon aber an den neuen noch nicht. Ich muß noch ein paar Widerstände und eine Diode einlöten, daß mein ES der Ladesäule "antworten" kann. Dann kann ich an allen Säulen laden.

    Ich komme zur Zeit zwischen 150 und 100 Km weit, je nach Temperatur. Allerdings bekomme ich die Akkus nicht komplett voll weil immer eine Zelle nach oben ausbricht solange die anderen noch bei 3,3 V sind. Das BMS schält dann ab und bricht den Ladevorgang ab. Ich habe jetzt mal versucht, mit wenig Strom zu laden (anfangs 15A und zum Schluß nur noch 1,5A) dann bekomme ich den Akku deutlich voller. Liegt also daran, daß das BMS nur mit 0,2 A ausbalanciert.


    Der verbaute Controller hat einen Eingang über den man auf Knopfdruck auch stärker rekuperieren kann, also fast bis zum Stillstand. Werde ich demnächst in Angriff nehmen.

    Wenn ich das Gaspedal loslasse rekuperiert er mäßig, ab 6% Gefälle wird er aber nicht langsamer.


    Ich werde morgen mal ein Paar Fotos machen.

  • Hi,

    ja, für tiefe Temperaturen habe ich eine Heizfolie mit Temperaturschalter eingebaut. Kann ich dann Nachts heizen.

    Wenn der Ladevorgang läuft, dann erwärmen sich die Zellen auf ca. 20°C.

    Tip:

    Baue ein kleines Netzteil ein, mit dem du übers Wochenende mit ca. 200mA ausbalancieren kannst.

    Ich habe vor am BMS eine zusätzliche Entladevorrichtung für jede Zelle anzuschließen. ca.5€ pro Zelle.


    Das ZIVAN Ladegerät hat ein EEPROM welches gegen ein mit einer Ladekurve für LiFePO4 getauscht werden kann.

    Ich habe ein eingebautes Akku-Kapazitätsmessgerät, das einen Ausgang hat mit dem man z.B. über einen Schütz das Ladegerät abschalten kann.

    Du hast doch auch den Zapi Controller. Hast du bei Atech nachgefragt, ob eine stärkere Rekup. überhaupt möglich ist?

    Wenn ich bergab fahre, dann sehe ich am Display, dass der Motor schon über 100-150A bei 100V d.h. >10kW Rückspeist.

    Schau einmal nach, ob der Parameter RELEASE.BRAKING auf 20 =2 Sekunden steht.

    Im Originalfile nach der Auslieferung stehen 250 =25Sekunden bis Stillstand!!!

  • Hallo WR_MAD,


    Habe mir letztes WE auch einen EcoCarrier zugelegt.

    Kaufentscheidend war, dass er tiptop in Schuss ist- allerdings sind die Batterien (Erstbestückung PB) hinüber (0,6V).

    Laufleistung der Büchse: nur 3500km !


    Hatte deine Erfahrungs- und Umbauberichte schon vorher mit Interesse verfolgt-

    jetzt natürlich jede Menge Fragen und sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert!

    Z. Bsp. zu deinen Re-Animierungsversuchen an den tiefentladenen Bleiakkus - wäre toll die alten zumindest wieder für Rangierfahrten benutzen zu können, bevor ich an die Beschaffung von Neuware gehe...

    Die Meinungen, ob da was geht sind ja sehr unterschiedlich.


    Bin einigermaßen neu hier im Forum und verstehe einiges noch nicht-

    kann ich zum Beispiel Kontakt zu einzelnen Mitgliedern aufnehmen, oder geht das ausschließlich über Themen/Threads ?

    Ne Fachsimpelei über den EcoCarrier interessiert ja wahrscheinlich nicht das gesamte Forum, oder?


    Wäre schon von dir zu hören/lesen und was ist eigentlich ein PN?


    liebe Grüße

    thieblues

  • Servus, bin zwar nicht gefragt aber vielleicht kann ich trotzdem helfen....

    PN = persönliche Nachricht?= mit dem Mauszeiger auf den jew. Nicknamen gehen, etwas verweilen und dann auf die

    Sprechblasen unten rechts klicken, Betreff eingeben und runter in das Eingabefeld scrollen, schreiben;)

    Was die tiefentladenen Pb-Akkus betrifft: Welche genau und wie alt? Schon ausgebaut?

    Was für Module/Lademöglichkeit vorhanden? Guter Säureheber vorhanden (hätte auch noch einen etwas billigeren...)?

    Grundsätzlich werden Pb-Akkus ab ca 1,8V /Zelle Ruhespannung irreversibel geschädigt. Je länger/tiefer (:oops::lol:)

    dieser Zustand herrscht desto heftiger. Aber! Wenn der Akku vor der Tiefentladung noch relativ jung und unverbraucht war kann sich eine Regenerierung für Rangierfahrten durchaus lohnen. Dazu z.B "einfach" soviele Module in Reihe schalten

    dass eine Mpp-Spannung von ca 100-120V zustande kommt. Eine Diode einfügen und rauf auf die Bank (84VNenn) und

    einige Wochen! laden lassen:)


    lg,

    e-zepp


    PS: gelegentlich Elektrolytstand kontrollieren/auffüllen und Säuredichte messen. Solange sie steigt -weiterladen.

  • Hallo e-zepp,

    :danke:vielmals!

    ja super, so klappt es; taste mich hier langsam vorwärts und konnte keine 'Gebrauchsanweisung' finden-

    aber Spitzen-Support! merci...


    die Batterien sind 'Sonnenschein GF 6 180 V Q' Blei-Gel Batterien. Davon 14Stück, also 84Volt.

    Ich schätze sie gehören zur Erstausstattung des Fahrzeugs mit Baujahr 2010, also 10 Jahre alt.

    der Wagen ist nach der Inbetriebnahme nur 2x durch den TÜV, also hat wohl jahrelang (tief?)entladen rumgestanden.


    Messe zwischen 0,59V-6,4V an sämtlichen Batterien, also ca 0,2/Zelle - das zeigt wohl endgültigen Exitus, oder?


    Mit Säureheben ist nicht viel: die Engasungsventile sind nicht zum Öffnen gemacht. Bricht man die Stopfen (irreversibel) mit Gewalt raus , schaut man in ein kleinnes, fingerhutartiges Töpfchen mit 2 winzigen Löchern unten dran.

    Hab da mal bei einer Batterie jeweils ca 1cl dest. Wasser reingekippt, was nach einiger Zeit nach unten wegdiffundiert ist.

    Das ändert spannungsmäßig garnichts.


    Ein angeschlossenes Labornetzgerät zeigt bei angelegter Spannung bis 10V= 0,0A

    Denke dass deine guten Tipps bei normalen Flüssigakkus praktikabler anzuwenden sind-

    bei den Blei -Gel wüsst ich nicht wie... und bei den miesen Ausgangsdaten scheinen mir die Kandidaten doch Mmumientot zu sein, oder?:/

  • Servus, also alle Klötzchen < 5V sind ein Fall für "Jugend forscht", aber wenn man wirklich wieder zu Blei wöllte sollte man

    die Gelegenheit auch ausgiebig nutzen, mit anderen, neuen Zellen kostet das viel viel mehr ;)

    Säuredichte messen ist natürlich bei verschlossenen witzlos, das wegdiffundierende Nachfüllen kann bei neuwertig

    aber ausgekochten Gel-Akkus tatsächlich etwas bringen-leider auf Kosten des ehemals druckfesten Ventils...

    Schon Mal an Tesla Akku-Module gedacht? Würde von der Spannung ganz gut passen (4S)

    lg,

    e-zepp

  • moinsen,


    nö, außer beim EinstiegsPreis find ích an Blei eigentlich nichts so überzeugend: schwer, nicht so zyklenfest, etc,


    Ja, Tesla-Module war auch meine erste Idee, , (oder nen gecrashten Golf oder I3 oder so was... )

    aber von deren Aufbau hab ich erstmal keinen Schimmer. Haben die nicht sogar einen Anschluss für Kühlmittel ? (Wäre natürlich praktisch zum Vorheizen im Winter : ) )


    Haben letztes Jahr erfolgreich nen E-Käfer-Umbau auf der Basis von Calb-LiFePo Zellen fertigstellen können. Die fand ich ganz gut handhabbar aber ziemlich teuer. Vielleicht doch mal den Direktkauf in Chinesien wagen ?!:/

  • Hallo thieblues,

    bitte eine PN, das geht schneller und mehr Infos können ausgetauscht werden.

    Die eingebauten Blei-Gel sind schon gut. Destilliertes Wasser, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.

    Wenn beim (Über-) Laden H2 und O entstehen, dann verflüchtigt sich Wasserstoff durch alle Ritzen. D.h. irgendwann ist weniger Wasser in der Batterie. Auffüllen musst du bis Plattenoberkannte, da sich das Gel vollsaugen muss.

    Da Kristallbildung den Innenwiderstand ansteigen lässt, kannst du diese nur durch Überspannung und Überstrom wegbrennen. Danach muss die Zelle mehrmals stark belastet werden. Dazu muss der Akku von der Elektronik des ECO getrennt werden. Die meisten Zellen wirst du wiederbeleben können. Dann wirst du dennoch 2-3 kaufen müssen.

    Es ist jedoch ratsam, alle zu tauschen, da neue und alte einen unterschiedlichen Innenwiderstand haben.

    Ein ECO Freund hatte mit andere Säure Akkus wenig Erfolg und sich einen neuen Satz zugelegt. Meine Empfehlung ist von 84V auf 96V oder wie ich auf 102V zu gehen, dann hat der ECO Motor am Berg viel mehr Energie. Leistungsaufnahme 45kW!!!

    Ein Luftgekühlter Motor muss nach einer Fahrzeit ca. 30Minuten bei Tempo 80 (ca.20kW Dauerbelastung) mit einem Lüfter gekühlt werden.

    Der Umbau auf LiFePO4 (aus safety Sicht bessere Zellentyp als LiON) ist nicht alles.

    Es gibt auch Zellen, welche 30000 Ladezyklen können. Diese sind doppelt so teuer und auch doppelt so schwer.

    BMS und andere technische Änderungen sind notwendig.

    Blei kann man stark belasten. Bei LiON oder LiFePO4 solltest du die doppelte Kapazität einbauen, dann werden diese auch nicht heiß und die Lebensdauer sollte sich auf das Doppelte erhöhen.

  • Servus, sorry aber da sehe ich manches doch "etwas" anders!

    Falls es interessiert:

    - wenn eine verschlossene Zelle überladen wird verflüchtigt sich nicht "der Wasserstoff durch alle Ritzen" sondern das durch Elektrolyse entstandene Knallgas rekombiniert zu einem gewissen Teil weil es durch das Sicherheitsventil unter Druck gerät.

    Ab ca 120 mbar öffnet dieses Ventil und die Zelle bläst ab. Ansonsten würde die Zelle platzen!

    Wenn man das Ventil zerstört um dest. Wasser nachzufüllen zerstört man damit auch die Rekombinationsfähigkeit der Zelle.

    - wenn eine verschlossene Zelle lange Zeit tiefentladen ist und sich große Bleisulfatkristalle gebildet haben kann man diese

    nicht mit Überspannung und Überstrom "wegbrennen" sondern nur ganz langsam mit kleinem Strom und Wärme auflösen.

    Wegbrennen durch hohe Ströme kann man nur Dendriten die sich durch die Seperatoren gebohrt haben und so

    einen gewissen Plattenschluss verursacht haben.

    - durch hohe Ladespannung&Ladestrom und ebenso kurze, sehr hohe Entladeströme kann man die Bleisulfatschichten

    auf und in den Elektroden mechanisch (und damit leider auch elektrisch) von der aktiven Masse&Ableiter lösen um so den "Rest" wieder elektrisch zugänglich zu machen. Allerdings ist bei einem lange tiefentladenem Akku die Elektrode fast vollstndig

    umgewandelt, sprich nach so einer Prozedur gibt es eigentlich keinen nennenswerten Rest mehr...

    Das lohnt also nur um einen kurzzeitig tiefentladenen Akku schnell zur Stromaufnahme zu zwingen.

    Langsame Entsulfatierung ist immer vorzuziehen da die aktive Masse so erhalten werden kann.


    Das mit den 30000 Vollzyklen von teuren Lixx-Zellen würde ich nicht mal glauben wenn ich es selbst sehen würde:shock:

    Und ob man mit Li-Zellen die doppelte Kapa von Bleizellen verbauen sollte, naja.

    Besser ist mehr Kapa natürlich immer aber das Argument halte ich für falsch.

    Überlastete Bleizellen werden ebenso heiß und nehmen ebenso Schaden.


    lg,

    e-zepp

  • Hallo e-zepp,

    Auch bei 120mbar diffundiert Wasserstoff durch eine Stahlflache.

    Bei 500 Ladezyklen reduziert sich H aus dem H2O.

    ich rede von Blei Gel Akkus, wie diese beim ECO verbaut sind.

    Baujahr 2008 2Jahre benutzt, dann Ende 2018 mit dest. Wasser aufgefüllt und aufgeladen.

    Danach wenig Kapazität und Energie. Durch mehrmaliges starkes Beschleunigen d.h. 200A Belastung konnten die Zellen wieder mit mehr Strom geladen werden. Jedoch habe ich meine ersetzt, da LiFePO4 leichter sind.

    Ursprünglich waren 14*6V a 31kg=434kg bei 180Ah, jetzt habe ich 102V bei 288kg mit 380Ah. Imax>400A.

    Sind dann 150kg weniger!

    Da der Motor 15 kW hat und am Berg zwischen 300 und 400 A zieht, würde ich immer Zellen verwenden, welche mindestes 300A als C1 haben (oder 2x150Ah).

    Die Entladungstiefe sollte bei 70% liegen und nur manchmal >70%.

    Die Superzellen sind Li-Titanate. Entscheidend ist bei jeder Anwendung und für die Lebensdauer mit welcher Last eine Akkuzelle betrieben wird. Angabe 30000-100000 Zyklen. Die Entladungstiefe sollte bei 70% liegen und nur manchmal >70%.