Ecocraft Carrier ES

  • Hi, ich habe mir eine E-LKW der Firma Ecocraft gekauft. Wer hat auch solche ein Fahrzeug.

    Ich möchte Adressen, Erfahrungen, Ersatzteillisten, Umbauten etc. austauschen.

    Umrüstung auf LiFePO4


    Für alle, welche das Fahrzeug nicht kennen:

    15kW,

    150 Fahrzeuge wurden produziert (Insolvenz)

    "Vorläufer vom Streetscooter"

    5-6 Steuergeräte,

    kein ABS oder andere Helfer, dann kann auch nichts kaputt gehen,

    Luftfederung-Niveauregelung Hinterache,

    Frontpartie von Land Rover Defender,

    Lenkung, Bremsen, Dämpfung etc. VW Volkswagengruppe (Nutzfahrzeuge).

    Steuer ca. 50€ (bei 1750kg)

    Versicherung ca. 95€ bei >SF20

    Inverter/Controller und Display von ZAPI, 80V/650A

    Akku Serie Pb 14x6V=84Vnom.

    abgeregelt auf 75km/h


    VG Michael

  • Moinsen,


    wie gross ist denn der Akku? Ist auf der Fahrerkabine und hinten nicht schonmal Platz für 2 Module?


    ;-)


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601


    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." [Gandi]


    Sämtliche Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung etc.

  • das Fahrzeug werde ich privat nutzen. Zur Zeit nutze ich einen Toyota Prius.

    Mit dem Ecocraft will ich täglich ca.115km fahren. Landstraße, Autobahn und Stadt.

    Dazu muss ich noch die zur Zeit gedrosselte Geschwindigkeit auf ca. 100km/h ändern.

  • Der Akku besteht derzeit aus 14x6V Pb Gel mit 180/200Ah mit zusammen 440kg.

    84Vx180Ah=15,1kW ca. 75km Reichweite.


    Die LiFePo4 wiegen zusammen 260kg plus Verschraubung. 30x3,2V=96Vnom. mit 3x120Ah.

    96Vx360Ah=34,5kW.

    Diese sollten bei einem Verbrauch von 17-20kW/100km für ca. 200km reichen.


    Beim Prius habe ich eine Bremsenergierückgewinnung von ca. 5-8kW/100km.

    Je nach dem welche PV Module installiert werden, ergeben sich unterschiedliche Sonnenenergie.

    Ich will 4Stück Sanyo 190W / 55VMpp (89x132cm) über der Fahrerkabine und auf dem Aufbau verschrauben.

    2x55V=110V mit Diode und Sicherung entkoppelt direkt an den Akku anschließen.


    Im Sommer ein geschätzter Ertrag von 4-7kW pro Tag.

    Zusammen Bremsenergie-Rückgewinnung und PV = 5kW+5kW =10kW.


    Alternativ noch ein kleinen Stromgenerator, den ich direkt an das integriete Ladegeät mit 220Vac (auf 100-115VDC) anschließen kann.

    Den 12V Kreis trenne ich vom 84V Akku und wird nur dann zugeschaltet, wenn die Spannung zu gering ist.

    Ein PV-Solardach von WABCO mit 12V habe ich auch, das ich auf der Motorhaube installieren will und damit den 12V Akku laden möchte. Den 12V/35Ah Pb Akku werde ich durch LiFePo4 mit 120Ah tauschten. Eine Überladung ist damit unmöglich.


    Da der Motor nur mit 48V (im Fahrbetrieb höhere Spannung) und der Akku unter 120VDC hat, fällt die komplette Spannung unter die Kleinspannungsvorschrift.

    Keine Sicherheitsvorschriften wie bei HV-Autos.

  • Hi,

    hier ein kurzes Update:

    Der EcoCarrier hat seit Mitte April TÜV.

    Bin seit dem über 6000km gefahren. (mit den eingebauten 30x3,2V LiFePO4 Akku 360Ah (gesamt 36kW))

    Ich messe die tatsächliche geladene AC Energie über ein AC Energiekostengerät.

    Der EcoCarrier verbraucht mit seinen 10 Jahre alten Winterreifen ca.18kW / 100km incl. 10km Bergfahrt.

    Ich fahre 100km mit 80-90km/h und 15km Stadt.

    Die Energierückspeisung erfolgt automatisch bei Rücknahme des Gaspedals bzw. Bergabfahrt.

    Ich habe einige Parameter am Controller verändert, sodass das Fahrzeug jetzt gut dosiert anspricht und auch bei 10% Steigung trotz 15kW Motor 65km/h fährt. Die Leistungsaufnahme steigt bei Bergfahrt auf >30kW an.

    Da es nur ein luftgekühlter Motor ist, wird die Leitung bei > 100°C reduziert.

    Ich gehe von ca.10% Verlustleistung aus.

    Für den Sommer muss ich noch eine bessere Luftkühlung einbauen.


    Zur Zeit mache ich noch eine schonende Ladung mit 2,3kW.

    Habe mir noch ein zweites Ladegerät gekauft, welche ich dann über eine zweite 230V Phase anschließen kann.

    Solarmodule 2x330W habe ich auch auf dem Dach und ein 14V Solardach für den 12V Akku.

    Die Hinterachse hat eine Luftfederung. Den Kompressor bzw. das Granulat für den Luftentfeuchter habe ich entfeuchtet.

    Das Getriebe der 1.Generation ist etwas laut. deshalb habe ich mir eine neues gekauft und eingebaut. Damit macht das Fahren noch mehr Spaß. Vor allem im Stop- and go in der Rushhour.

    Da die Karosserie und die Fahrerkabine sehr kantig ist, kommt kaum Hitze in den Innerraum, was eine Klimaanlage völlig überflüssig macht.

    Ich habe ein Prüfbericht der Erwärmung des Innenraumes durch Sonneneinstrahlung mit Vergleich eines herkömmlichen PKWs.


    Ein zweiter EcoCarrier steht schon fahrbereit in der Garage.

    TÜV habe ich noch nicht gemacht.

    Ziel ist es, beide EcoCarrier mit je 36kW als Solarspeicher zu nutzen und im Wechsel mit einen zur Arbeit zu fahren, während der andere mit Solarenergie geladen wird, bzw. das Haus versorgt.

    Die Kfz Steuer beträgt 50€.

    Als zweit Fahrzeug zahle ich 300€ (100%) Versicherung.

    Als erst Fahrzeug zahle ich 100€ (>20Jahre) Versicherung.

  • Einen genauen Solarertrag muss ich noch mit einem Energiemessgerät erfassen.

    Derzeit zeigt mir das eingebaute Batterieladezustand Instrument einen Gewinn/Ladung von 20-40Ah bei ca.100V an.

    d.h. 2-4kW pro Tag und im Sommer. Im Winter werden es ca. 10% = 0,2-0,4kW sein.

    Also als Range-Extender und eine schonende Ladung der Akkus erreiche ich damit eine Reichweitenverlängerung von ca. 5-(20km).

  • Servus Michael, sehr interessant, danke für Daten und Erfahrungen :)

    Nutzt Du das Fahrzeug auch wofür es gebaut wurde, also transportierst Du noch was anderes als Deinen Hintern?

    Wenn Du statt Rekuperation "segeln" programmierst, wieviel kWh/100km gehen "verloren" oder auch nicht?

    Schon mal ausprobiert? Beim EGolf komm ich mit "segeln" und entsprechender Fahrweise weiter!:o

    Und wieviel Zuladung hat der jetzt eigentlich mit den LiFePOs?

    Den bisherigen Gesamtpreis (ohne die viele Arbeit) schätze ich mal auf locker >15k€ - richtig?


    Ich war auch schon mal versucht mir einen aufzubauen, sollte mit so einer Pick-Up Wohnkabine dann auch urlaubstauglich

    werden, mit noch deutlich mehr PV und bei sehr kleinen Reiseetappen und längerer Verweildauer sollte das Fahrzeug

    auch nahezu ohne "Landstrom" reisefähig werden.

    Leider bzw. sonneseidank brauch ich inzwischen keinen täglichen Transporter mehr für mein Gewerbe

    und deswegen habe ich das Projekt aufgegeben. Für meinen Hintern nehm ich das Fahrrad.


    lg,

    e-zepp


    PS: einzig die falschen Einheiten kW /kWh stören ein wenig in Deinen Berichten:oops:

  • Im Sommer und bei einer Sonneneinstrahlung von 1000W/m2 mit einem Modul Wirkungsgrad von 18% wären

    theoretisch 180W/Stunde mit Ausrichtung auf die Sonne möglich d.h. bei einem Wohnmobil mit 8m2 wären ca.11kWh möglich. Bei horizontaler Montage auf dem Dach des Wohnmobils nur ca.8kWh.

    Das würde für dein Reisemobil nicht ausreichen und das Gewicht wäre >100kg.

    Folien- oder Boot-PV Module wären ideal und leicht. Haben aber einen geringeren Wirkungsgrad.


    Ich habe noch ein Toyota Prius2. Dieser segelt, dank Planetengetriebe mit 4,2l/100km.

    Leider hat der EcoCarrier nur ein einstufiges Getriebe ohne Kupplung.

    d.h. gehe ich vom Gaspedal, dann arbeitet der Motor als Generator und die Energie wird sofort über die Freilaufdioden an der IGBT Brücke rückgespeist.

    Einen Freilauf könnte ich nur so realisieren, in dem ich den Motor/Generator vom Akku/Controller trenne.


    Ich nutze das Fahrzeug um von A nach B zu kommen und sitze ca. 20 cm höher über der Fahrbahn als ein tiefer gelegter PkW. Nutzung für die Entsorgung von Gartenabfälle oder beim Hausumbau.

    Ich kann größere Dinge transportieren als im Prius oder E-Golf! und habe eine AHK.


    Ja, zusammen ca.15k€.

    Das Fahrzeug ist vom Baujahr 2008 aber <5000km gelaufen. Die damalig verbauten Blei-Gel Akkus funktionieren bis auf zwei Blöcken. Die Blei-Akkus habe ich jetzt in meinem zweiten EcoCarrier verbaut.

    Ursprünglich lag das Gewicht für 14 Blei Akkus bei 440kg bei ca.12-15kWh.

    Die verbauten LiFePO4 Akkus wiegen zusammen 290kg bei ca.36kWh.

    Also es gibt den EcoCarrier ES mit 340kg Zuladung (jetzt 340+150kg)

    und die Langversion EL mit 750kg. Beide haben das identische Alu Rahmenprofil. Der EL hat eine stärkere Federung und Reifen.


    Ja, richtig von dir bemerkt: kW ist der aktuelle Verbrauch und kWh ist der Energieinhalt-, -ertrag oder -verbrauch.

    Besser wäre da die Angaben mit Spannung und Ah (=kWh).


    Das Gute bei diesem Fahrzeug ist, dass ich schrauben kann und keine Problem mit dem TÜV bekomme.

    Die Elektronik ist einfach und nur ein CAN-Bus zwischen Display und Controller ohne sicherheitsrelevanter Software.

    Beim Umbau eines Verbrenners zu einem EAuto muss die komplette Elektronik und CAN Botschaften, Bremsen, ABS, ESP, Vergaser, Einspritzung, Abgasregelung etc. angepasst werden und vom TÜV abgenommen werden.


    Schau einmal unter

    https://www.ewaldbedachungen.de/elektro-mobilitaet/

    Er hat zwei EcoCarrier und einen umgebauten Transporten auf Elektrobetrieb (ca.35T€)

    und

    https://www.haz.de/Hannover/Au…W-Bulli-zu-Elektroauto-um

  • Hallo auch!


    Die Kisten haben wir über unsere damalige Mutterfirma Solar Direct verkauft. Sie wurden vorrangig für Gartenbaubetriebe eingesetzt und für Kommunen an Plätzen an welchen es ruhig ist. (Kur/Badeorte, Friedhöfe,...).

    Der damalige Entwickler hat den damals noch "Ecocrafter" genannten Klein-LKW auf Lithium umgerüstet nachdem er die Firma übernommen hat. Ich glaube das war 2011.


    Wenn Du günstig ein Laden nach Solarüberschuss realisieren möchtest: EVA-LOG flex mit Funksteckdose vor dem Lader. Bis zu 4 Funksteckdosen werden kaskadiert eingeschaltet / ausgeschaltet. Je nach eingestelltem Überschuss.

    Kostet zusammen knapp über 200€ und fertig ist.

    Sonnige Grüße


    Das EVA-LOG Supportteam


    13,9 kWp PV / 7,8 kWh Speicher / Elektroauto / Wärmepumpe.


    Herstellerunabhängiges Datenlogging mit Speicherwirkungsgradanalyse: EVA-LOG flex (http://www.eva-log.de)

    Kein Support per Forum-PN. Wir haben eine Hotline.