E-Auto als Grundlastspeicher für's Haus verwenden.

  • Hallo zusammen,

    was haltet ihr von dieser Idee? Von der 12V Buchse des Autos über einen DC/DC Wandler mit 24V Ausgang auf einen speziellen einstellbaren Mikrowechselrichter der in das Haus einspeist und die Grundlast bis ca. 200W abdeckt. Voraussetzung wäre natürlich, dass die 12V Batterie von der HV-Batterie gepuffert wird.

    Die nächtliche Entnahme von ca. 2 KWh würde einer Reichweitenminderung von weniger als 10 km entsprechen.

  • Hallo Klaus44!


    Diese Idee hatte ich auch schon. Nenne einen Zoe mit 41KW Batterie mein Eigen.

    Frage ist, ob die 12V Batterie im Ruhemodus, also wenn Auto geschlossen und abgesperrt, nachgeladen wird.

    Angeblich findet die Nachladung nur beim Fahren wenn Auto in Betrieb ist statt.

    Grundlast damit versorgen wäre auch mein Thema!


    lg Andrea

  • Hab's schon ausprobiert, geht einwandfrei. Nachteil ist, daß die Zündung eingeschaltet bleiben muss, damit die 12V Batterie von der HV Batterie gepuffert wird. Beim e-Golf ist es jedenfalls so.

  • und so verbraucht man dann auch gleich, neben den Umwandlungsverlusten auch noch massig Watts für die Steuergeräte, aber solange der Autostrom irgendwo kostenlos geladen werden kann, muss das Ökobewusstsein zurückstecken, oder?

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Ergibt sich dadurch ein Nachteil für den großen Akku?


    Meines Erachtens nicht, nur wieviel verbraucht das Auto wenn Zündung dauernd läuft?


    Werd das Mal ausprobieren. Muss ich aber einen Verbraucher dranhängen. Mal überlegen.


    lg Andrea

  • Bei eingeschalteter Zündung zieht der e-Golf 200W einschliesslich Tagesfahrlicht, das man aber vielleicht irgenďwie deaktivieren könnte.

    Bei meinem Versuch über 2 Std. habe ich 100W ins Netz eingespeist. Die Verbrauchsanzeige im Display zeigte 300W an. Waeren also über 10 Nachtstunden 3KWh aus der HV Batterie, was einem Reichweitenverlust von ca. 30 km entspricht. Wenn man wie ich nur 9000km im Jahr fährt, habe ich auch keine Bedenken bezüglich einer Verkürzung der Lebensdauer der HV Batterie.

  • Klaus44

    dein Ansatz interessiert mich. Ich bin auch am Thema bidirektionales Laden/Entladen (mobiler Speicher) wie z.B. Nissan oder Mitsubishi. Kannst Du mal deine komplette Anlage skizzieren.

  • Sunsky : Habe die Idee meine Grundlast aus dem Auto zu decken wieder aufgeggeben. Funktioniert zwar einwandfrei, aber eben nur wenn die Zündung an bleibt. Bis ein richtiges bidirektionales Laden möglich ist mache ich folgendes:

    Meine nächtliche k o n s t a n t e Grundlast von 35 W decke ich aus meinem 7 Jahre alten Pedelcakku, der genauso wie zwei 100 W Fleximodule und einem Modulwechselrichter am Sun 2 Grid angeschlossen ist. Hier stelle ich die 35 W ein, mit denen der Akku nachts über eine Zeitschaltuhr entladen wird. Lade- und Entladegrenzen können auch am Sun 2 Grid eingestellt werden.

  • Könnte man den Strom irgendwo abzweigen wo auch die Leistungselektronik des Autos den Strom abnimmt? Über einen Stecker dann direkt zum Wechselrichter der PV, der dann das Haus speist.


    Ist jetzt nur eine Idee und hab nur etwas Grundkentnisse von Elektrotechnik. Sowas müsste dann natürlich halbwegs professionell von einem Elektriker oder Mechatroniker verbaut werden. Die Leistung wäre allerdings deutlich höher und man könnte auch die Last am Abend abdecken.


    Was haltet ihr von der Idee?