Erfahrungen mit Wärmepumpen?

  • Ich komme fast nicht mehr mit dem Lesen nach....sind nun schon fast 30 Seiten hier :) Die genaueren technischeren Details muss ich mir sowieso noch genauer anschauen und analysieren. Leider hatte ich diese Tage nicht so viel Zeit dafür aber ich habe mir die Beiträge einigermaßen schnell durchgelesen. Danke mal dafür.

    Mal schnell zu den Wärmepumpen, da da auch so viel gekommen ist und viel verglichen, gelobt bzw. auch kritisiert wird.

    Danke auch Mackson für den Beitrag. Die japanischen Hersteller sind mir natürlich bekannt, aber du sagst, dass die "heimischen" Hersteller weniger Erfahrungen in diesem Bereich haben. Ich bin kein Spezialist aber, die sind schon auch sehr lange im Business und haben sicherlich auch eine sehr fortschrittliche Technologie. Vaillant kenne ich auch schon sehr lange und laut meines Wissens sind sie doch für ihre Qualität bekannt...zumindest hier in Österreich.

    Also bei meinen Verwandten ist die Vaillant aroTHERM VWL Monoblock verbaut mit dem unitower - das haben die zu Hause bei ihnen im Neubau, das hat sich eben angeboten und die sind sehr zufireden mit dem Modell. Vor allem wollten sie halt wirklich Qualität haben und dass alles leise läuft, aber zuverlässig. Und vor allem hat das ganze ja noch eine Kühlfunktiom im Sommer, auch das war ihnen sehr wichtig.

    Letztens habe ich mit einem Kollegen geredet und soweit ich mich erinnern kann, hat er auch die Vaillant aroTherm bei sich zuhause. Weißt du wie es da mit der Wartung ausschaut? Machen die das einmal jährlich? Bzw. ist es notwendig?

    Im Februar ist die Bauen und Energiemesse in Wien. Da schaue wir dann auch hin und machen mal die Runde. Freu mich eh schon, da ich vor Jahren mal auf der Welser Energiesparmesse mal war und hab fast den ganzen Tag dort verbracht :)

  • Zitat

    Welser Energiesparmesse

    sehr interessant, hab ich mir gleich mal vorgemerkt, werd ich mal besuchen :danke::)

  • "Ansonsten hat sich in 40 JAhren sehr viel getan. Hat aber nicht jeder mitbekommen..... z.B. bei den heute viel besseren Wärmetauschern, anderen Kompressoren, Invertertechnik andern Expansionsventilen die geringere Überhizungen erlauben etc"


    Da hat sich wahnsinnig viel getan, mit dem Auge kann man sehen was sich an den Beschichtungen der Wärmetauschern getan hat, da ist aber viel viel mehr hinzugekommen, was man halt auch nicht in jedem Forum lesen kann und womit die Hersteller rauch nicht werben.


    Wärmetauscher mit entspr. Strömung, Flächensteigerung, Beschichtung, Abtaustrategie das erschließt sich noch.

    Wie aber die Programmierung die Effizienz im Teillast steigert ist bei den meisten ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis, ebenso wie man die Abwärme des Verdichters möglichst Effizienz nutzt und dabei diverse andere Effekte verhindert.


    Es sind da auch noch weitere Steigerungen möglich !

    Und die haben noch lange nicht alle Technologien in einem Gerät konzentriert.

  • Zitat

    wie man die Abwärme des Verdichters möglichst Effizienz

    Die Verdichter in Wärmepumpen sind alles Saug-Gas gekühlte Verdichter! Im übrigen auch alle besseren Verdichter im Kühlbereich. Grade bei den ganz fetten Kisten , macht das den Unterschied, denn auch die Effizients des e-Motors selbst. ist schon entscheidend.

  • Das mit der Saug-Gas Kühlung mag im Prinzip zwar stimmen, in der Praxis gibt es aber sehr große Unterschiede zwischen den Verdichterherstellern und den Verdichterbauformen und da muss man nicht nur Doppelrollkolben mit Scrollverdichtern vergleichen.

    So ein Scrollverdichter wird am Kopf (Spirale/Schnecke) schnell mehr als 80°C warm und an der Stelle ist je nach Bauform nicht unbedingt das Sauggas und der Motor sitzt unten. Und ganz unten ist der Ölvorrat.


    Frigopol Verdichter haben sogar einen Kopflüfter.


    Ein ganz klein wenig wird in dem folgenden Artikel darauf eingegangen:

    https://kaelte-treffpunkt.de/viewtopic.php?t=7611


    Einige Wärmepumpenhersteller hatten ja nicht einmal einen Filz um ihren Verdichter. Und die vollhermetischen waren früher nicht ohne Grund oft schwarz lackiert oder hatten Kühllüfter oder Kühlrippen, das Zeugs kam ja aus der Kältetechnik und es ging ums kühlen, da war die Abwärme zuersteinmal bis auf die Ölvorwärmung störend.



    Die Musik spielt heute -aus mehreren Gründen - auch im Teillastbereich, und da geht es dann gleich um vieles.

    Im Wärmetauscher möchte man trotzdem eine turbolente Strömung.

    Die Asynchronmotoren haben in den Teillastbereichen (viel) schlechtere Wirkungsgrade,als so manche andere Bauform (siehe Elektromobile), dagegen werden ja die Tauscherflächen größer und da bedarf es einer Strategie,

    was auch die Herstellungskosten betrifft. Wie schaffe ich mit geringstem Aufwand (Kosten) höchste Effizienz.


    Und da kommt noch viel!

    Momentan sind ja die Panasonic Nordic in aller Munde allerdings schaffen das andere auch.


    Scheinbar muss es bei manchen Klimaanlagenheizern ein Lagerproblem mit den Lüftermotoren gegeben haben.

    Anbei ein nettes Video zur Reparatur und interessanten Vorschlägen in den Kommentaren:


    pvberlin, bitte verzeih wann ich einfach so "kritisiere" und doch einiges weglasse.

    Ich schreibe mal demnächst was zur Effizienz, speziell der Verdichter und da macht ja Panasonic einige Werbeversprechen wie sie ihre Verdichter verbessert hat.


  • Das kann jeder zwar für sich entscheiden aber ich kenne das so, dass die einen Wartungsvertrag haben und da kommt dann automatisch denn jemand einmal im Jahr.

    Zitat

    Welser Energiesparmesse

    sehr interessant, hab ich mir gleich mal vorgemerkt, werd ich mal besuchen :danke::)

    Die ist gleich Anfang März, von 1.-3., also nicht mehr lange hin, ich war auch schon lange nicht mehr dort habe auch bereits überlegt dorthin zu fahren, wäre mal wieder interessant.

  • Ach das ist ja auch mal spannend, dass es da eine richtige Entwicklung gibt und man sich ansehen kann, wie denn da wirklich die Leistungen sind, spannend, aber so wie ich das gesehen habe hat es jetzt eine vierjährige Projektphase gegeben, aber die ersten Ergebnisse werden denn erst so in der Hälfte von 2019 veröffentlicht werden.

  • Das Fraunhofer Institut macht schon lange viele Untersuchungen zu Wärmepumpen.

    Hier eine davon:

    https://wp-monitoring.ise.frau…d/german/index/index.html

    Wir vermuten ja dass es sich dabei um das Projekt handelt bei dem im haustechnikdialog nach Teilnehmern mit WP in sanierten Häiusern gefragt wurden. Alle Antragsteller aus dem Haustechnikdalog wurden abgelehnt, weil die Vorlauftemperaturen zu gering (unter 60°) seien. Und damit für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden unrealistisch geringe Vorlauftemperaturen hätten.

    Wenn dem so wäre läuft das Projekt mit einem Horrorkabinet völlig fehlausgelegter Wärmepumpen. In den Bescheibungen sieht es eien Tick vernünftiger aus, jedoch sind alle Anlagen zur Effizienzreduktion mit Parallelpuffern oder hydraulischen Weichen ausgestattet (bei den LWWP) . Bei den Solewärmepumpen haben 2 WP wenigstens Seriellen Puffer mit Überströmventil, wobei bei Sole WP ja eigentlich kein Puffer zum Abtauen benötigt wird, nicht mal wen alle EER zu sind (die bei WP eher zu entfernen sind für effizienten Heizbetrieb im EFH)

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Gut ich habe mir die Daten einmal länger angesehen. Folgende Punkte würde ich festhalten:


    - im versuchszeitraum ist die Normtemperatur noch nicht aufgetreten. D.h. die gemessenen maximaltemperaturen liegen immer unter den Auslegungstemperaturen.

    -Daraus folgt dass die betrachteten Altbauten auf Vorlauftemperaturen von 50-60° ausgelegt sind. Im HTD versuchen wir immer die Wärmeverteilungen so zu otimieren dass eine Vorlauftemperatur von unter 40°, oder wenigstens unter 45° bei Auslegungstemperatur erreicht wird. Bei 2,5% mehr Wirkungsgrad je ° weniger Vorlauftemperatur bedeutet das, dass die JAZ im Versuch ca. 25-50% unter dem liegen was bei einer technisch sauberen Auslegung der Anlage zu erreichnen wäre. Einfach wegen der schlecht ausgelegten oder thermisch nicht abgeglichenen Wärmesenke und Heizkurve.


    Bei Neubauten findet man bei Temperaturen deutlich über der Normtemperatur Vorlauftempreraturen von 35-40° in Neubauten als normal. Das würde ich als Mangel zurück an den Planer senden. Neu ausgelegte Fussbodenheizungen sollten VOrlauftemperaturen von 32° oder weniger, besser 28° bei Normtemperatur haben. D. h ein Neubau sollte keine Vorlauftemperatur mit einer "3" in der ersten Stelle sehen. Auch hier laufen die Anlagen damit ca. 25% schlechter als bei einer sauberen Auslegung der Anlage zu erwarten ist.


    Die gemessenen Jahreszahlen sind dann auch genau so schlecht wie das für die schlecht ausgelegten Anlagen zu erwarten ist. Garbage in - Garbage out.


    Man sollte die Anlagendaten als Beispiele dafür nehmen wie man es nicht macht. Und wenn einem sein Heizungsbauer solche Vorlauftemperaturen vorschlägt, sollte man ihn nach Hause schicken und einen qualifizierteren Kollegen suchen.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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