Erfahrungen mit Wärmepumpen?

  • Du kennst die Kältestrahlungstheorie von meiner Frau noch nicht.


    Ich kann dir meine 4 Jahre alte Viessmann Vitodens 300 19kW anbieten, dann bau ich mir ne Geisha ein.


    Ja mein Architekt war ein Depp und ich auch.


    Die fehlende Dämmung der Warm/Kaltwasserrohre im Technikraum hat er auch nicht bemerkt...jetzt hol ich nachs.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Nun, nachdem Strom wie Gas jetzt aufgeschlagen hat (hab ich da was verpasst?), benötige ich dennoch bei 5ct Gas zu 26ct. Strom je kWh eine sehr gute WP. Eine JAZ von 5 sollte es also sein. Der Haken ist, mit 30-35°C Vorlauf komme ich mit meinen Heizkörpern nicht weit. Man kann also nicht einfach WP kWh mit Gas kWh vergleichen bzw. einfach umrechenen, gleich welcher JAZ.

    Du solltest von dir aber nicht global auf Alle schließen. Wer heute neu baut und noch eine gasbetriebene Heizung installiert, kann schlichtweg nicht rechnen! Du darfst bei einem Neubau eben nicht nur die Kosten für den Gasbezug betrachten, sondern musst auch die Vorkosten und Folgekosten berücksichtigen.

    Eine Gasheizung bedarf zwingend eines Schornsteins und der kostet neben den reinen Erstellungskosten auch noch (etwas) Wohnfläche. Dann muss ein Gashausanschluß´gelegt werden und der Schornsteinfeger will auch bezahlt werden...

  • Du solltest von dir aber nicht global auf Alle schließen. Wer heute neu baut und noch eine gasbetriebene Heizung installiert, kann schlichtweg nicht rechnen! Du darfst bei einem Neubau eben nicht nur die Kosten für den Gasbezug betrachten, sondern musst auch die Vorkosten und Folgekosten berücksichtigen.

    Da bin ich 100% bei dir. Habe nie was anderes behauptet. Aber im Bestandsbau (20-30 Jahre), also Gas/Öl raus WP rein siehts doch vielmals ganz anderst aus. Darum gehts mir, und ja, natürlich der Wunderleistung via HK bei der Kühlung ;)

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Hinweis: Ich muss eine gute Jaz realisieren, da ich einen Bestandsbau habe.

    Erstmal musst du eine verlässliche Heizlastberechnung nach DIN12831 haben, damit du überhaupt weisst, welchen Heizwärmebedarf du tatsächlich hast. Diese Berechnung ist die Grundlage, wobei zusätzliche Wärmeeinträge dabei gar nicht berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist also die maximale Heizlast für ein Haus bei Normaussentemperatur.


    Auslegungsfragen zur Heizung solltest du aber besser hier stellen:

    Link zum Haustechnikforum

  • der Ringgrabenkollektor ist die optimale

    Lösung, wenn man kosten,leistung und platzbedarf betrachtet.

    alles im HTD und auf der HP dokumentiert...

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Also, wenn ich einen Bestandsbau habe dann kenne ich meinen Wärmebedarf sehr genau.

    Über meinen Gas und Stromverbrauch sowie über die Erzeugung führe ich Buch.

    Soweit es geht taggenau.

    Was soll ich da rechnen?

    Von daher weiß ich leider auch dass sich in meinem Fall eine Wärmepumpe so gerade nicht rechnet.

    Dennoch spiele ich mit dem Gedanken mir eine Geisha hinzustellen und zu testen.

    Die alte Heizung sicherheitshalber dran lassen.

    Als Selbermacher kostet mich das genau das Material, und an der Installation habe ich zumindest zum Teil auch noch Spaß.

  • Im Bestand hat man oft keinen Wärmemengenzähler, deshalb kann der Wärmebedarf nicht genau ermittelt werden. Der Nutzungsgrad alter Kessel beträgt oft nur 80%. Der tatsächliche Wärmebedarf kann also bis zu 20% geringer sein, als die Aufzeichnungen vermuten lassen. Hast du das berücksichtigt?

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Richtig, den Kesselwirkungsgrad muss man kennen.

    Den bekommst du aber vom Schornsteinfeger geliefert.

    Meiner liegt bei 85% und wird schlechter durch die ständig brennende Zündflamme.

    Ich komme dann trotz erneuertem Dach und Dreifachverglasung mit IR Reflexionsschicht immer noch auf 20.000kWh im Jahr bei 160m².

    15.000 davon fallen in den Monaten November bis Februar an.

    Selbst wenn ich meine PV Anlage von derzeit knapp 10kW auf dann knapp 20kW aufstocke (was ich tun werde) wird mein Durchschnittsstrompreis in der Heizperiode bei 20Cent brutto liegen.

    Bei einem Gaspreis von 5 Cent muss ich dann auf eine JAZ von 4 kommen, verglichen mit einer Brennwertheizung.

    Der rheinische Winter hilft mir dabei, die konventionelle Heizung mit Vorlauftemperaturen um 40 Grad eher nicht.

  • Bei einem Gaspreis von 5 Cent muss ich dann auf eine JAZ von 4 kommen, verglichen mit einer Brennwertheizung.

    1. Bei einem WG von unter 90% darf die JAZ sogar weniger als 4 sein.

    2. Bei passender FBH kommt sogar eine LWP auf JAZ=4 (weiß aber grad nicht, ob du FBH hast)

    3. Da du mit PV+WP das WW von April bis Oktober im Sommer im Gegensatz zu Gas quasi geschenkt bekommst, kann die JAZ auch wieder etwas schlechter sein.


    Nichtsdestotrotz macht das Invest bei einer funktionierenden Gasheizung ökonomisch wenig Sinn.


    Grüße Nika