Montage auf merkwürdigen Dachsparren (kein Vollholz) möglich?

  • Hallo zusammen,

    wir sind Käufer eines neuen Reihenhauses bei dem der Bauträger relativ merkwürdige (billige?) Dachsparren verwendet hat:

    diese sind nicht aus Vollholz, wie man es kennt, sondern aus 2 Leimhölzern, die in der Mitte mit einem Steg aus MDF/HDF? verbunden sind.

    Siehe: [IMG:https://imgur.com/a/HFuFkLe]



    Kennt jemand diese Konstruktion bzw. weiß, ob es hierfür ein Befestigungssystem gibt?


    Wir haben bisher 2 Absagen von Solarteuren bekommen mit der Begründung, dass sie das noch nie gesehen hätten und nicht garantieren können, dass eine Montage überhaupt möglich ist.


    Vielen lieben Dank im Voraus für eure Hilfe!


    LG

    Flo

  • behind-space

    Hat den Titel des Themas von „Montage auf merkwürdigen Dachsparren (kein Vollholz) möglich“ zu „Montage auf merkwürdigen Dachsparren (kein Vollholz) möglich?“ geändert.
  • Moin.


    Gabs schonmal nen Fred zu..


    User APO:


    "

    Hallo zusammen,

    die abschließende Lösung heißt: Otto Lehmann GmbH mit dem Blechziegel mit Modulhalter. Alle anderen Anbieter haben abgelehnt. Diese Ziegel vertreibt auch IBC. Hier auch nochmal ein Dank an die entsprechenden Mitarbeiter, die sich wirklich Mühe gegeben und mit dem Thema auseinandergesetzt haben.


    Laut Hersteller der TJI/FJI-Träger werden üblicherweise vom Zimmerer an den Trägern der Solar-/PV-anlage zusätzliche Hölzer angeschraubt, so dass später dann genug "Futter" für die Schrauben da ist. Steht auch in deren Datenblättern, was ein Architekt aber wohl nicht unbedingt liesst, wenn er es nicht gerade selbst verfasst hat.


    Und damit kann das Thema geschlossen werden."

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°
    4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe ZE20, Hyundai Kona 64 bestellt - warten bis 01/20

  • Oder um es für den TE zu erläutern: die Finnjoist etc. Träger sind nicht billig, sondern wurden für die Wärmebrückenfreie Dachdämmung entwickelt. Ohne Dämmung dazwischen machen sie natärlich weniger Sinn - oder gibts da ne Aufsparrrendämmung?

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Bei einem Bekannten hab ich diese Sparren auch schon mal gesehen, laut Zimmerer sind dies Leichtbau-Sparren und man kann hier wenn PV-Module auf das Dach sollen diese nur entsprechend seitlich verstärken , klar den Zwischenraum zwischen Verstärkung und dem MDF-Steg muss ausgeglichen werden , entweder mit ISO-Material oder passender Vollholzplatte .Diese Verstärkung wird dann seitlich an den Leichtbau-Sparren angeschraubt , möglichst über die ganze Länge , bei meinem bekannten wurde dies dann mit einer Aufdopplung (Zwischenraum) und einem Vollholzrahmen mit etwa 5cm stärke (ähnlich Baudiele) erzeugt bzw. ausgeführt und zwar an sämtlichen Sparren wo vorhanden und später von außen etwas dran kommt . Diese wurden dann auch entsprechend markiert so das man diese von außen gut sehen konnte wo man schrauben kann , dann wurden außen verstärkte Querlatten zwischen den normalen Dachlatten angeschraubt auf welchen dann die Halter montiert wurden . Hat ihn damals etwa 800-1000.-€ gekostet bei einer Dachfläche für eine PV mit 9,99 KW Leistung , ok er hat zudem noch ein wenig Platz um ev. eine Solar mit drei Feldern oder etwa noch eine PV mit ca. 2 KW Leistung zu montieren , somit kann man etwa sagen das es ihn ca. 100.-€ pro KW gekostet hat , montiert war das Holz in etwa 3-4 Std. innen und außen wurde es zusammen mit den Haltern erledigt was etwa 1-2 Std. an Zeitaufwand war .


    Die Aufdopplung ist jedoch nur auf einer Seite notwendig also nur eine pro Sparren . Kann auch gut von einem Hobbyhandwerker selbst erledigt werden , das Holz bekommt man relativ günstig auch direkt aus einem Sägewerk , meist bei kleineren kein Problem, selbst der Zuschnitt ist dort möglich , Zufuhr des Holzes ist meist auch möglich und ab einer gewissen Menge sogar Fracht frei .


    Somit ist es auch auf diesen Dächern kein großes Problem , außer innen ist das Dach schon entsprechend isoliert und verkleidet , dann nur noch von außen mit den entsprechenden Dachziegel wie oben schon erwähnt .

    36x Yingli mit 245W-29P , WR= KaCo mit 12.0 TL3 , 2 Strings a. 16x , "Datenlogger" 200 dran, 70% Regelung hart, Ausrichtung der Anlage : Süd = 186° / 36° Neigung , 0% Beschattung - Südhang .

  • Du kannst bei diesen Trägern ganz normal montieren.

    Die Mehrschichtplatte der Gurte hält viel besser als einfaches Bauholz.

    Wichtig ist, dass hier auch Holzbauschrauben verwendet werden. Die Schrauben sollten mit einer einfachen Durchdringung des Gurtes bemessen werden. Schreib mal bitte welche Gurtbreite verwendet wurde - also wie breit das Mehrschichtholz ist.

    Wenn es 90er sind - Dachhaken mit Montageplatte und drei Holzbauschrauben ist ok.

    Wichtig ist natürlich auch die Stärke der Weichfaserplatte und die Stärke der Konterlattung.


    Diese Träger sind übrigens durchaus besser als Vollholz - nicht billiger - und schonen Resourcen bei gleichen statischen Grundwerten. Und die Dämmung ist auch gleich mal besser.....

  • Also so wie ich es weis waren hier die Leichtbau-Sparren also die mittleren Stege ca. 140mm hoch und ca. 30mm stark , also aus 30mm Platten gesägt worden , bei den oberen und unteren Hölzer sind diese ganz normales Vollholz mit 45mm stark und 60mm breite , hier wurde Mittig etwa 10mm x 30mm eine Nut eingefräst wo dann die Mehrschichtplatte eingeleimt wurde .

    Von der Tragfähigkeit hat der Statiker damals keine Bedenken eingeräumt selbst mit dem Mehr an Gewicht der Aufdopplung . Einzig wo er Bedenken hatte war die Befestigung und hier jeweils genau Mittig die 30mm Mehrschichtplatte zu treffen was von der Dachaußen Seite eher sehr schwierig geworden wäre .

    Ok ich brauch es nicht , wollte es nur mal aufzeigen wie mein Bekannter hier es gemacht hatte bzw. ihm vom Statiker und Zimmerer sogar vorgeschlagen wurde , nicht um hier Geld zu verdienen sondern so das es auch mind. 20 Jahre hält .

    Der Zimmerer hatte damals auch noch eine andere Lösung jedoch war diese viel Aufwendiger und zudem auch noch Teurer als die von mir oben beschriebene .

    36x Yingli mit 245W-29P , WR= KaCo mit 12.0 TL3 , 2 Strings a. 16x , "Datenlogger" 200 dran, 70% Regelung hart, Ausrichtung der Anlage : Süd = 186° / 36° Neigung , 0% Beschattung - Südhang .

  • Sind das Steicoträger ? Steht auf der Seite am Gurt drauf....

    Kann ich so nicht sagen , sehen jedenfalls ziemlich genau gleich aus als bei meinem Bekannten auch , wurden damals aus den Niederlanden geliefert , die mittlere Mehrschichtplatte ist ein Verbundwerkstoff aus Faserplatte und Holz , also ein Mix , ok Schrauben halten super drin denn beim Winkel anschrauben haben wir einige Spax (selbst original Spax in Edelstahl) abgerissen , da sind OSB-Platten ev. nicht ganz so Ausreisstabil nur mehrmals ein und ausdrehen sollte man die nicht denn nach 5x rein raus halten die nicht mehr im Loch der Schraube . Zudem sind die Leichtbausparren auch extrem Leicht , da hast du einen kurzerhand unter den Arm gepackt und bist losgezogen selbst mit etwa 7-8m länge noch , da hat dir die Länge eher Probleme gemacht .

    36x Yingli mit 245W-29P , WR= KaCo mit 12.0 TL3 , 2 Strings a. 16x , "Datenlogger" 200 dran, 70% Regelung hart, Ausrichtung der Anlage : Süd = 186° / 36° Neigung , 0% Beschattung - Südhang .