Bauernhof mit 100000 kWh Verbrauch und viel Platz

  • Hallo Zusammen,


    bei meiner Planung bin ich mal mit einem Freund ins Gespräch über Stromverbauch fast Rückwärts vom Stuhl gefallen.


    Bauernhof mit vielen Hallen und Stallungen, in den Stallungen laufen zur Belüftung Ventilatoren. Eine Getreidemühle mit 9 kW die täglich 3-4 Stunden läuft erzeugen den höchsten Verbrauch. Insgesamt dann ca. 25000 € Stromrechnung.
    Er hat "keine Lust" sich mit dem Thema zu beschäftigen, da dachte ich mir das ich mir hier mal etwas "Futter hole".


    Die Optik ist sehr wichtig, daher habe ich mal nur die Flächen in PV-GIS geplant die ziemlich genau nach Südwest und Südost zeigen. Allein da passen jeweils locker 30 kWp drauf. Also insgesamt 60. Wenn man alles belegt kommt man über 200kWp, aber dazu müssten Dächer neu gemacht werden, da die gerade noch die Dachziegel halten können.


    Was kosten die Anlagen in der Größe? Kann man mit 900€/kWp planen?


    Wie sieht es da mit Eigenverbrauch aus? Bei der Größe fällt ja auch in Zukunft die anteilige EEG-Umlage nicht weg.


    Ich würde ihn einfach gern überzeugen, was könnt ihr mir noch für nette Argumente liefern?
    Das ganz liegt im Münsterland, PV-GIS sagt ca 800kWh/kWp. Aber das sind bei 60 kWp ja auch schon 48000 kWh.


    Gruß Poeggsken

  • Ich glaube das Thema sollte man noch etwas weiter betrachten.


    Ist ein Stromausfall ein Problem? Evtl. schon passiert? Gibt es dazu eine notwendige Lösung?


    P.s. ich bin kein Akku Fan.
    Aber gerade in der Landwirtschaft habe ich das schon öfters gesehen/gelesen.
    Von Victron gibt es da ja z.b. seit langem skalierbare Lösungen mit notstromfunktion.

    - PV-Module: Winaico 300Wp Full Black + Winaico 275Wp => Gesamt 9,85kWp

    - Wechselrichter: Fronius Symo 8.2

    - Heizung: Panasonic Heisha Luft-WP + HeishaMon

    - Stromzähler: commetering Zähler (Discovergy)

    - smarten Stromanbieter: Tibber

    Mit diesem Link erhaltet Ihr als Neukunde + ich jeweils einen Gutschein über 50€ bei Tibber, für den Smarthome Shop von Tibber.... dort gibt es einige smarte Dinge (Z-wave/ZigBee/Wifi/Wallbox/Carsharing/uvm.)

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  • der TS schreibt doch daß es den Landwirt nicht interessiert -- so what ?
    diese Branche ist so hoch subventioniert daß man sich über so Peanuts offenbar keinen Kopf machen muß.


    Man kann einen Hund nicht auf die Jagd tragen

  • Die Optik ist sehr wichtig, aber das Dach fällt laut deiner Beschreibung fast zusammen. Ich sehe da irgendwo einen Widerspruch.
    Ich vermute mal, dass du bei dem keine Chance hast, wenn das Dach noch neu gemacht werden muss...
    Ach ja direkt auf einer Stallung sollte man wohl die Verschmutzung auch nicht vernachlässigen, die höher sein kann wie in nem Einfamilienhaus im Neubaugebiet.

  • das ist dann ein Bauer. denn dem Begriff Wirt kann
    man wohl hier nicht verwenden...


    in meinem -landwirtschaftlich geprägten- heimatort
    mit ~200 Einwohnern dürfte PV an der MW Grenze
    krazten, da quasi auf jeder Dachfläche verbaut.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Hallo Poegg,


    wie meinen Vorrednern schon anzumerken ist, muss man ein wenig enthusiasmus mitbringen, da man schon etwas machen muss bis die Anlage endlich steht und alles läuft. Wenn man da schon mit "null bock" rangeht wirds problematisch ;-)


    Aber ich sehe, du suchst irgendwo Informationen, um hier vielelicht enthusiasmus zu erzeugen.


    Fangen wir also mal an:


    Eine 60 kWp Anlage klingt ja schonmal ziemlich gut. mit den Kosten die du veranschlagt hast dürftest du größenordnungsmäßig richtig liegen.
    Also würdest du irgendwas um die 50.000 € investieren um eine 60 kWp Anlage mit 800 kWh/kWp zu bekommen (stimmen die Werte? ist das deutlich von Süden weggedreht? Ich krieg ja in NRW mit meinem NORDost Dach schon 750 kWh/kWp ;-) )


    Also gehen wir mal von 48000 kWh/a aus. Bei einer ungefähren Einspeisevergütung von 11 Ct/kWh macht das in etwa Einnahmen von etwa 5.300 €. Davon ziehen wir jetzt versicherung und Rücklagen ab, dann bleiben noch grob 5.000 € übrig. Das macht in etwa 10 Jahre amortisationszeit bei reiner Einspeisung.


    Bei Selbstverbrauch sieht es noch besser aus, aber ich gehe mal davon aus, dass die Nettostromkosten von deinem Kollegen nicht so hoch sind wie bei einem "normalen" EFH (immer nur Netto Kosten nehmen).


    Also wenn du ihn damit nicht kriegen kannst, dass er seinen eigenen grünen strom erzeugt und auch nicht, dass er für 50.000 e Invest nachher 100.000 € nach 20 Jarhen rausbekommt, dann ist das ganze ziemlich vergebene Liebesmüh denke ich ,-)

  • Zitat von Poeggsken

    Wenn man alles belegt kommt man über 200kWp, aber dazu müssten Dächer neu gemacht werden, da die gerade noch die Dachziegel halten können.


    Vielleicht sollte erst mal kalkuliert werden, was die neuen Dächer kosten.
    Da geht es wohl nicht nur um die Dachziegel, sondern die ganzen Dachstühle?
    Kann sein, dass hier der Schuh drückt und der gute Mann ganz andere Probleme hat :?

  • Zitat von kalle bond

    Vielleicht sollte erst mal kalkuliert werden, was die neuen Dächer kosten.
    Da geht es wohl nicht nur um die Dachziegel, sondern die ganzen Dachstühle?
    Kann sein, dass hier der Schuh drückt und der gute Mann ganz andere Probleme hat :?


    Ich glaube nicht das finanzielle Probleme der Grund sind.
    Schon eher das in andere Dinge investiert wird die gerade wichtiger sind als das Dach. Das Dach ist ja noch dicht.

  • Wie viel Einspeisevergütung gibt es denn ab 2019 für große Anlagen noch?


    8,33 Cent, oder habe ich da etwas falsch verstanden?


    Wenn man tatsächlich an die 200 kWp bauen würde...Was kann man ca. für einen neuen Anschluss kalkulieren? Oder benötigt man sogar einen eigenen Trafo?