Inselanlage mit 330wp Modul u. MPPT

  • Das Problem ist der Dauerbetrieb in Kombination mit dem Schatten und der Kälte. Die Brennstoffzelle wird da vor allem im Dezember und Januar recht häufig ran müssen. Ob ein großes Modul Sinn macht kommt auf den Schattenverlauf (auf dem Modul) an.

  • Habe mich weiter oben etwas schlecht ausgedrückt, das Modul ist auf Grund der Lage entweder komplett im Schatten oder eben nicht. Das es irgendwie noch von Bäumen oder ähnlichen verschattet wird wenn es denn mal von der Sonne erreicht wird ist nicht der Fall. Deshalb werden mehrere kleine Module auch nichts bringen, einzig ein anderer Standort. Aber das ist leider wegen der Grundstücksgrenzen nicht möglich, der Mast steht jetzt schon 25m vom Laderegler entfernt, alleine deswegen möchte ich schon mit einer höheren Spannung des Moduls im Gegensatz zum 12V 85WP Modul und zusätzlich mit rößeren Querschnitt fahren.

  • In dem Fall ist es egal wie sich die Gesamtleistung zusammensetzt. Die Querschnittserhöhung ist schonmal eine gute Idee. Besser wäre natürlich noch mehr PV, aber wenn nur ein Modul Platz hat würde ich - auch aufgrund der höheren Spannung - gleich ein 2x1m 72-Zeller nehmen. Nachdem die Brennstoffzelle so wenig Betriebsstunden wie möglich aktiv sein soll kann man über ein teures Modul nachdenken. Ausnahmsweise empfehle ich hier mal ein Modul mit maximalem Wirkungsgrad. Von LG gibt es Module bis 405Wp. In Relation zur Messtechnik sind das dann immer noch Peanuts in Bezug auf den Preis. Leider weiß ich nicht ob diese in Deutschland erhältlich sind, aber möglicherweise findet sich etwas Vergleichbares. In Kombination mit einer Zeitschaltuhr über den Winter könnte es dann auch ohne Brennstoffzelle funktionieren.


    https://www.lg.com/us/business…n2_72_80115_ck_FRD_V5.pdf


    In jedem Fall ist zu prüfen ob der Mast das hält. Die Wind- und Schneelasten sind natürlich wesentlich höher als beim kleinen 85Wp-Modülchen.

  • Interessant wäre auch das LG 390 N2T-A5 NeON2 BiFacial, das zusätzliche Erträge durch eine transparente Rückseitenfolie verspricht. Was dran ist weiß ich nicht, aber bei Mastmontage ist der größte Teil der Rückseite immerhin frei. Also wenn es dort nichts bringt, wo dann? Laut LG sind unter optimalen Bedingungen >500W möglich. Die erreichst du zwar nicht, aber wenn es 400W werden wäre das eine tolle Sache!


    Damit schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn wenn es schneit und Schnee am Modul klebt liefert die Rückseite durch den reflektierenden, hellen Schnee am Boden noch immer Energie! Je nach Unterkonstruktion und Mast kann der Mehrertrag aufgrund der Verschattung natürlich auch extrem mager ausfallen.


    Vielleicht kann kalle bond etwas dazu sagen?

  • Hallo.


    also 10W Verbrauch wird happig und der Beschreibung. Meine Anlage mit 235W PV und ~7W Last schafft das im Winter nur weil das Solarmodul fast optimal hängt und über 600Ah verbaut sind.
    Wie hier schon vorgeschlagen ein Solarmodul mit gutem Wirkungsgrad verbauen und zusätzlich noch die Kapazität erhöhen dann könnte es was werden. Auch beim MPPT Regler was gutes verwenden wie Victron die Tracer sind einfach zu langsam und verschenkt Leistung. Wenn schon DSL da ist mann man auch ne kleine Überwachung bauen die vorher Alarm schlägt wenn die Akkus zu weit unten sind was ich mit dem BMV700 und Raspi aufgebaut habe. Zwischen Solarmodul und Regler sind bei mit 35m 10qmm Kabel.
    [Blockierte Grafik: https://vrmapi.victronenergy.com/uploads/20617/1538931062_file]



    Gruß
    Markus

    Auf Gartengrundstück 335W Solarmodul SmartSolar 100/20, 235W Solarmodul BlueSolar 75/10, BMV 700 und Wechselrichter Phönix 375VA 735Ah @ 12V
    Daten Log mit dem Raspberry Pi Venus Software über 5km 5GHZ Richtfunkstecke mit Ubiquiti LiteBeam ins Internet
    https://vrm.victronenergy.com/…tion/20617/share/3cdacaea

  • Zitat von hofaa92

    Gesamtleistungsaufnahme der Anlage 10W.


    Ja, das wirkt im ersten Moment wenig.
    Nur geht es hier um einen Tagesverbrauch von 10 W * 24 h = 240 Wh.
    Den dürfte ein teilverschattetes Modul mit 330 Wp in den Wintermonaten an manchen Tagen nicht schaffen.
    Da bliebe dann nur die Brennstoffzelle, um den Akku wieder aufzupäppeln.


    @ Schlossschenke, den Einsatz eines Bificialen Moduls würde ich nicht ausschließen, aber es gibt einige Bedenken.
    Bei Versuchen ist man auf Erträge bis zu +20% gekommen, nur war kein Schnee dabei, sondern grellweiße Farbe auf den Beton auf dem Dach aufgetragen.
    Und die Module waren nicht so steil angestellt wie hier. Hier sollten es um die 60° sein, wegen des Winterbetriebs?
    Da wirkt sich die Bodenreflexion nicht so gut aus.
    Am besten bei frisch gefallenem Schnee, es könnten + 15% Mehrertrag werden.
    Nur sind es dann 15% von ganz wenig und bei Regen noch weniger :D
    Dazu kommt dann noch die Abschattung (auf der Rückseite) durch den Mast. Der erledigt dann wohl das Bifi Thema.


    Ich trau es mich kaum zu sagen, für das beste Modul bei Schatten halte ich immer noch das DS Modul von Solar Frontier.
    Nicht wegen des sogenannten "Schwachlichtverhaltens", das haben die mono- oder polys genauso, sondern wegen der Art, wie die Zellen geschnitten sind. Es braucht wesentlich mehr Schatten auf dem Modul, bis die Leistung runtergeht.
    Nur könnte es hier eng mit dem begrenzten Platz werden, da der MWG (Wp/m²) geringer ist.

  • Ich wage es hier im Forum ja kaum zu sagen, da es dafür regelmäßig Kritik hagelt. Ich mach es aber trotzdem:
    Schonmal ergänzend über ein kleines Windrad nachgedacht? Mast ist ja bereits vorhanden.

  • Zitat von tnetwork

    Ich wage es hier im Forum ja kaum zu sagen, da es dafür regelmäßig Kritik hagelt. Ich mach es aber trotzdem:
    Schonmal ergänzend über ein kleines Windrad nachgedacht? Mast ist ja bereits vorhanden.


    In einem Tal wie der schreibt bringt das in der Regel wenig... Man kann indirekt mit viel himmefläche arbeiten, ist ne Materialschlacht an Modulen aber das ginng schon ansonsten ist auch deine Batterie kapazität zu klein.. Mene erragrung hierbei get auf einige Messtattionen eine Energieversorgers zurück die teils auch in Bergtälern liegt die kämpfen mit ähnlichen Problemen..dagegen ist kein Kraut gewachsen

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

    Einmal editiert, zuletzt von pezibaer ()

  • Zitat von e-zepp

    Servus, mit 4S200Ah LiFePO-Zellen würde es wohl (meist) klappen. Die würden sich halt auch schneller laden lassen,
    ob jetzt mit kurz Sonne oder sonst wie.
    lg,
    e-zepp


    Das wird temperaturtechnisch zum Problem fürs laden, wir haben bei ähnlichem Szenario die Anlagen mit 200Ah/24V OPZV augestattet.. >=2 Module mind... Mehr kappa wäre in seinem fall wenn er eh schon eine Efoi hat nicht schlecht .. aber ich hötte an seiner Stelle einfach statt der sehr teueren Brennstoffzelle einfach mehr Module indirekt genommen, kleine leistung lässt sich indirekt gut decken

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh