Zweites Leben für Pedelecakku als Grundlastspeicher

  • Hallo zusammen,
    als ich kürzlich meinem 7 Jahre alten Pedelecakku als Grundlastspeicher (Grundlast 50 W) ein zweites Leben schenken wollte, musste ich eine interessante Feststellung machen. Wie erwartet konnte ich natürlich nicht die ehemalige Kapazität von 450 Wh ins Netz speisen sondern nur 284 Wh (ca. 5-10% waren dann noch drin). Laden musste ich aber 400 Wh, was einem Wirkungsgrad von 71% entspricht. Mit meinem professionellen Sonnebatteriespeicher schaffe ich bei 50 W Last bei weitem keine 71%. Ich brauche nur noch einen größeren 24 V Akku mit integriertem BMS der die ganze Nacht überbrückt.
    Hat jemand eine Idee wo ich einen preiswerten Akku mit ca. 800 Wh bekomme?

  • Zitat von Klaus44

    Hallo zusammen,
    als ich kürzlich meinem 7 Jahre alten Pedelecakku als Grundlastspeicher (Grundlast 50 W) ein zweites Leben schenken wollte, musste ich eine interessante Feststellung machen. Wie erwartet konnte ich natürlich nicht die ehemalige Kapazität von 450 Wh ins Netz speisen sondern nur 284 Wh (ca. 5-10% waren dann noch drin). Laden musste ich aber 400 Wh, was einem Wirkungsgrad von 71% entspricht. Mit meinem professionellen Sonnebatteriespeicher schaffe ich bei 50 W Last bei weitem keine 71%. Ich brauche nur noch einen größeren 24 V Akku mit integriertem BMS der die ganze Nacht überbrückt.
    Hat jemand eine Idee wo ich einen preiswerten Akku mit ca. 800 Wh bekomme?


    Parallelschalten weiterer Akkus.

  • Klaus44

    wie weit bist du mit deinem Thema: Zeiten Leben von parallel geschalteten Pedelecakku`s .

    Bin am überlegen einen stationären Speicher von ca. 3,7 kWh so zu erstellen. Dies um Eigenverbrauch meiner BHKW Stromerzeugung zu optimieren.

  • Ich arbeite gerade daran, ist spannend - und zeitraubend. Aber ich zerlege die Dinger, checke jeden Zellblock und baue sie wieder zu größeren Blöcken zusammen. Ich tu mir das nicht an, bis auf die Zelle zu zerlegen, sondern die Blöcke, die einen Parallelverbund darstellen, lasse ich zusammen.

    Den integrierten BMS´en dieser Akkus traue ich sehr wenig bis gar nicht, sondern am Ende soll ein REC BMS die Arbeit erledigen, inkl. Kommunikation mit dem Wechselrichter / Lader (Victron).


    Ohne Bilder (die ich jetzt auch nicht parat habe) ist dies sicher schwer vorstellbar was ich meine.

    Aber eines ist mir klar: so ein Pedelec oder sonst was Akku hat "ausgedient", weil etwas nicht OK ist. Manchmal das BMS, meist einzelne Zellblöcke, nur selten ist der ganze Akku gleichmäßig verschlissen.

    Die eingesetzten BMS´en gehen alles andere als gut mit dem Akku um, die überschreiten ohne Pardon Grenzen nach oben und unten. Es hat jedoch einen "Vorteil": die BMS´en grillen meist den schlechtesten Zellblock bis dieser erledigt ist. Das Opfer lässt die anderen Zellblöcke gut überleben, also da sind oft wirklich gute Zellblöcke drin. Nur die toten müssen raus bzw. "deaktivert" werden.


    Dann kommt noch dazu, dass oft beträchtliche Innenwiderstände zu verzeichnen sind - also ein großer Speicher sollte es sein. Nicht ein oder 2 Pedelec-Akkus, sondern 20 oder mehr. Ich denke ich hab bisher ca. 50 Akkus zerlegt, die Ausbeute ist mit 4 kWh mickrig. Und selbst diese 4 kWh will ich nur mit ca. 1/5 C belasten...


  • Nachtrag: Die Sache mit dem Innenwiderstand ist mit der Grund, warum man viel mehr reinpumpt als rauskriegt. Optimieren kann man nur, indem man die Akkus mit geringen Strömen lädt / entlädt bzw. den Akku sehr groß wählt - wenn es ein "Second Life" Akku sein soll...

  • mmmpv

    du hast ja eine komplexe Anlage. Ich suche schon einige Zeit meine Lösung und bin noch nicht zufrieden fündig geworden. Vielleicht können wir das mal später besprechen.

    Zu den Akkupaketen: was hast du mit diesen noch im Sinn.

    Willst du diese in 36V oder 48V verwenden. Wie gross sind die neuen Zellenblöcke. Ich denke du konzentrierst dich auf serielle Zellenblöcke. Wie, mit welchen Geräten ermittelst du die gut Zellenblöcke. Du hast positive Erfahrung Fronius, ich bin am überlegen einen hybrid WR, 3phasig von Fronius oder Kostal oder ???? einzusetzen, was ist dein Kenntnisstand oder hast du eine unverbindliche Empfehlung.

  • Sunsky : Ich wollte eigentlich wieder auf ein 48 V System gehen, aber beim Checken der Akkus scheint mir das nahezu unmöglich, 12 bis 16 möglichst gleiche Zellblöcke in Serie zu bekommen.

    Es soll ein REC BMS mit 12 V werden, das aktive (gibts nur dieses). Sind dann nur 4 Blöcke in Serie, die halbwegs gleich sein sollten.

    Die Zellblöcke aus den e-Bike Akkus sind je nach Akku 3p bis 8p, diese werden per Modellbau-Ladegerät (Conrad hat eines mit gleich 4 Ladern, sonst wirst alt) entladen und geladen. Was rein geht (ist schon klar dass das mehr ist als raus geht) ist mein Richtwert. Den hohen Innenwiderstand erkennt man gleich wenn beim Laden die Spannung hochschießt. Indikator ist dann noch für mich, wieviel % in den Akku reingehen verglichen mit der nominellen Kapazität (steht drauf).

    Diese 3p bis 8p Blöcke, idente Blöcke werden / wurden dann zu Monster-Blöcken zusammengelötet. Sind dann ca. 100 Ah zu 3,7 V Blöcke. Gelötet muss dann nur an den Zellverbindern werden, nicht an den Zellen selbst. Geht schnell. Ach ja - jeder der kleinen Zellblöcke ist Tesla-Style mit extra Sicherung abgesichert, also so ein Monster-Zellblock hat je nach dem 10 bis 20 Sicherungen. Falls ein kleiner Zellblock auf "brick" geht, soll die Sicherung den Zellblock abtrennen.

    Diese Monster-Blöcke zu ca. 100 Ah werden dann wiederum parallel und seriell verschaltet, um am Ende auf 4s zu kommen, wobei jedes s gleich groß sein sollte. Im Betrieb wird man dann sehen, wie die Spannungskurven verlaufen und dann wird sicher so mancher Monster-Block mit einem anderen getauscht, um die 4 s möglichst ausbalanciert zu haben.


    Ich bin Victron-Fan, denn ich habe auch jahrelang nach meinem Wunschsystem gesucht und erst bei Victron bin ich fündig geworden. Fronius arbeitet gut mit Victron zusammen. Also für Bastler finde ich das toll, aber auch E3DC hat seine Vorzüge, wenn man ein komplettes System ohne basteln bevorzugt. Eine richtige Empfehlung kann ich nicht aussprechen, da ich nur mit Victron meine eigenen Erfahrungen habe - aber hier kann ich nur sagen, es geht so ziemlich alles...

  • Ach ja - Zweck dieses Projektes ist der der Threadstarters, Grundlastspeicher. Es soll damit einfach nur der große Blei-Akku unterstützt werden. Auch wenn ich das Ziel nicht erreiche bin ich nicht traurig, denn ich mache das weil ich es wissen will. Noch wichtiger sind eigentlich die unzähligen Erkenntnisse und "Abfallprodukte" dieser Spielerei.

    Abfallprodukte bisher sind:

    - Lithium Akkupacks als Ersatz für Blei Akkus in USVs (die verrecken so schnell)

    - Powerbanks für meine Familie (kleine für Smartphones, große für Notebooks)

    - Range Extender für die e-Scooter (geil sag ich nur :), damit hab ich a Riesenfreid!)