„Power to Gas“ das nächste grosse Ding

  • Natürlich muss das ersetzt werden. Der Unweg über Methan ist aber oftmals sehr ineffizient, sodass man Energie verschwendet und so länger überflüssig abhängig bleibt.

    Nein, da bist Du falsch informiert. Google einfach mal nach "Helmeth". Da hat man einen Wirkungsgrad der Methansynthese von 80% erreicht.

  • ... aktuell importieren wir für >500Millarden€ /a Energieträger. Durch Regenerative Energien und PtG kann man sich den Einkauf sparen, der in Zukunft noch teurer werden wird, da endlich.

    Wir werden auch in Zukunft in einer Marktwirtschaft leben. Wir werden P2G vermutlich sehr viel preiswerter aus Nordafrika beziehen, als wir es selbst produzieren können.

  • ... eben ... sinnvoll auszubalancieren... oftmals sind es Schurkenstaaten mit denen wir kooperieren und je unabhängiger durch EEG wir uns machen, umso mehr haben wir ein Druckmittel die Güter nicht zu kaufen.

  • Hi.


    Nochmal... "Helmeth" ist ein kleiner Prototyp, auf dessen Basiserkentnissen eine Weiterentwicklung erst noch umgesetzt werden müsste... ob die Probleme im notwendigen Großtechnologielevel gelöst werden können steht noch lange nicht fest.

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Nein, da bist Du falsch informiert. Google einfach mal nach "Helmeth". Da hat man einen Wirkungsgrad der Methansynthese von 80% erreicht.

    Ich bin darüber sehr wohl informiert. Mit diesen Techniken beschäftige ich mich generell recht ausführlich. Dabei beschränke ich mich halt nicht darauf eine Pressemitteilung zu lesen und dann in Extase zu verfallen.


    Zu Helmeth wurde ja schon einiges kommentiert. Generell geht es hier um ein komplexes System, dass auf der Wechselwirkung zwischen HT/SOFC-ELektrolyseur und Methanisierung in Form von Wärmeaustausch. Das ist ja auch keine grundlegend neue Technik. Sicherlich kann man dadurch die gegenseitige Nachteile abmildert. Es bleibt aber bei den klassischen Nachteilen. Das betrifft vor allem die Flexibilität.


    Ob in der Wasserstofftechnik oder spezieller bei PtM wird immer auf Überschüsse und Flauten verwiesen. Dann werden da immer neue Wirkungsgradrekorde gefeiert. Leider funktionieren die SOFC-Systeme aber im Hochtemperaturbereich und sind entsprechend wenig flexibel. Das passt also schlecht zusammen. Das wird dann im Marketing aber gerne verschwiegen. Größere Anlagen, die auch flexibel sind, werden dann halt eher mit PEM-Elektrolyseuren umgesetzt. Die kommen aber nicht an die Wirkungsgrade heran. Und mit der Methanabwärme kann man auch nichts anfangen. Entsprechend bescheiden ist der Wirkungsgrad. Und alle Systeme sind letztlich für die Vlh die erwartbar sind, viel zu teuer.


    Die Stunden mit Überschuss und niedrigen Strompreisen muss man ja wirklich suchen. Negative Preise sind ein besonderes Ereignis. Dass sich das viel "bessern" wird, ist auch nicht abzusehen, wenn man das ganze nüchtern betrachtet. Vorher lohnen sich halt diverse andere Techniken wie PtH, Flexibler Lastgang etc., wodurch die Zahl real wieder stark sinkt. Das reduziert die Erdgasverbrauch ohne den teuren, wirkungsgradarmen Weg über PtM. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Rückumwandlung auch enorme Verluste mit sich bringt. Dass leisten wir uns nur, weil Erdgas billigst ist, der Klimawandel den meisten dann doch noch am Hintern vorbei geht und ordentlich Propaganda gefahren wird, dass Erdgas eine grüne Technologie ist. Eigentlich können wir uns das gar nicht leisten, mit den EE so verschwenderisch umzugehen. Extrem absurd wird es dann, wenn man aus dem Methan dann durch Dampfreformation wieder Wasserstoff macht, was ja heute schon in großen Dimensionen passiert.



    Der Zusammenhang von Überschuss und Flaute leuchtet jedem Grundschüler ein. Entsprechend einfach ist das Marketing. Die Realität und die Probleme dahinter sind halt etwas schwieriger und unsexy. Das spielt der Lobby natürlich in die Hand. Letztlich dient die P2M-Story auch dazu die Erdgaswirtschaft auszubauen. Schließlich kann man ja später auf P2M umsteigen, also sind das ja vermeintlich gute Investitionen. Damit wird der Lock-In-Effekt immer größer. Es werden weiter HT-Fernwärmenetze aufgebaut, die von Erdgas abhängen. Teure GuD-KWK wird massiv erweitert usw.


    GuD-Kraftwerke und Erdgas-KWK zeigen dann auch, dass die PtG/M-Story, die Vorteile kontextlos vermarktet, nichts neues ist. Der vermeintlich hohe Wirkungsgrad von GuD wird angepriesen. Dabei fällt dann unter den Tisch, dass sich das nur lohnt, wenn man sie das halbe Jahr durchlaufen lässt. Die Flexibilität fehlt also, genauso wie bei KWK. Mit Flexibilität wird das ganze aber parallel auch vermarktet. Es ist absurd.


    Interessant ist ja auch welche große Rolle die PEM-Technik in der Projektpraxis spielt, obwohl der Wirkungsgrad bei weitem mit


    Schaut man sich solche Projekte an, so fällt dann auch auf, dass es da nicht um ganz große Neuerungen geht. Die Technik ist schon relativ alt. Man treibt das nur aufs Äußerste durch komplexe Systeme.

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  • Ab 12.07.1996 bis 24.04.2019 = 2,64 kWp

    Ab 25.04.2019 = 9,75 kWp.

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