PV Kredit beantragen - Wo? Konditionen?

  • Zitat von randyh


    Stromverbrauch etwa 8000-8500kw pro Jahr
    Das etwa aktuell pro Jahr Kosten in Höhe von 2200-2600 Euro.


    Der Akku selbst wäre von Sonnen. Sprich für 29 Euro/Monat ist man Mitglied in der "Community" und kann dort an einem 8000kw Paket teilnehmen. Sprich man stellt zum Puffern seinen Akku zur Verfügung und speist ein - dafür kann man wenn sein Akku leer ist Strom aus dem Paket entnehmen.


    Wenn ich z.b. im Winter wesentlich mehr Strom entnehme als Verbrauche bleibt der Zähler trotztdem bei 0.

    Sehr gute Wahl! Welche Zellen? Welcher Wechselrichter? 22.000 netto/brutto?


    Als Bank ist die BHW ein Tip - über einen Bausparer, je nach Typ 1,5% derzeit...

  • Zitat von randyh


    Über meinen Finanzberater über den z.b. mein Haus finanziert ist, wäre es zwar möglich - aber nur langwierig und auch mit der Eintragung einer Grundschuld.


    Nabend,


    wenn du bei deiner Baufinanzierung schon einiges getilgt hast, wird dadurch die eingetragene Grundschuld entlastet. Du brauchst also keine "neue" Grundschuld eintragen lassen, je nach Bank dauert die Bearbeitung dann circa 10-21 Tage.


    Von einer Finanzierung bei der KfW würde ich schon aufgrund der 50% Regelung absehen.


    Bei uns im Ort gab es vor einem Monaten einen Zwischenfall mit geplatzten Photovoltaikakkus (Hersteller Sonnen).


    Die besten Grüße

  • Ich habe zwei Finanzierungen über die SWK gemacht. Etwas umständlich aber zum Zeitpunkt des gebrauches die besten Zinsen. Hier ist zu beachten das die Zinsen sofort abgerechnet werden und dann nur die Tilgung ! Hier machen Sonderzahlungen dann keinen Zinsvorteil mehr


    Ansonsten Hausbank oder die bekannten Suchmaschinen nutzen und eine Bank mit besserem Gefühl nehmen
    Das geht ganz gut. Vor allem wenn die Hausbank mit doppelten Zinsen um die Ecke kommt :evil:

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11


  • Hi Randy




    1. Punkt. Ertrag
    Kannst du in etwa sagen, wo die Anlage stehen wird?
    Laut Angebot hast du eine Ertragsprognose von fast 1.200 kWh/kWp im jahr.


    Selbst für Südbayern mit der Climate SAF und optimaler Ausrichtung komme ich nicht auf diese Menge, sondern eher so in Richtung 1.070 kWh/kwp (was dann eher so 10.500 kWh ergeben würde). Das MAG zwar funktionieren, aber ob das kontinuierlich so sein wird weiß ich nicht. Normalerweise geht man da konservativer ran und freut sich eher über Mehrertrag.


    2. Punkt. Einspeisung
    Laut Angebot speist du also etwa 6.250 kWh im Jahr ein. Das bedeutet einen Eigenverbrauch von ca. 5.250 kWh. Mit einem Jahresverbrauch von 8.500 kWh und einer 12,5 kWh Batterie ist das zumindest plausibel.


    3. Strompreissteigerung.
    Diese ist leider Glaskugelleserei. Man kann zwar sagen, dass der Strompreis in den letzten Jahren stark gestiegen ist, aber dieses auf die nächsten 20 Jahre in die Zukunft zu prognostizieren ist gewagt. Hiermit würdest du in 20 Jahren fast 60 Ct/kWh zahlen.
    Das MAG zwar auch hier stimmen, aber seine Wirtschaftlichkeit darauf auszurichten ist auch hier optimistisch. Normalerweise rechne ICH zumindest eher konservativ und freue mich über „mehreinsparung“.




    Ein grundsätzliche Problem bei der Einsparung bei Sonnen sehe ich darin, dass ich nicht genau weiß welche MwSt auf den Eigenverbrauch abzugeben ist.
    Wenn du NICHT die KUR wählst, dann musst du die MwSt auf deinen Eigenverbrauch an das Finanzamt zahlen. Die MwSt ist mit dem Einkaufspreis zu berechnen.
    Da du aber keinen Einkaufspreis hast für die ersten 8000 kWh ist dies schwierig zu berechnen.
    Soweit ich weiß, kostet aber jede weitere kWh über 8000 einen „relativ normalen“ Marktpreis.
    (auf der Website stehen „AB 23Ct“ also genau kann ich es nicht sagen):



    Also rechne
    ich das ganze mal kurz etwas konservativer durch:


    Prognose: 1070 kWh/kWp/a
    Ohne Strompreissteigerung
    Wartung von ca. 1% der Investkosten im Jahr


    Einspeisung: 630 €/a
    Gesparte Stromkosten in den erste 5 Jahren: 5250 * 19Ct + 2750 * 23 Ct = 1630 €
    Ausgaben: 30 * 12 Communitybeitrag + 220 € im Jahr an Wartungskosten = 580 €


    Ich weiß, in den ersten Jahren ist die Wartung vermutlich nicht so hoch, aber wer weiß.


    6 – 20 Jahre:
    Einspeisung: 630 €/a
    Gesparte Stromkosten ab Jahr 6: 5250 * 23Ct + 2750 * 23 Ct = 1840 €
    Ausgaben: 30 * 12 Communitybeitrag + 220 € im Jahr an Wartungskosten = 580 €



    Also verdienst du deine 22 k€ rechnerisch nach etwa 12-13 Jahren zurück.
    Das ist das etwas konservativer gerechnet.


    Ich habe keine Strompreissteigerungen drin, allerdings fehlt auch eine neue Batterie, wenn der erste Block nach 10 Jahren oder so evtl. mal aufgibt.


    Also JA Sonnen kann sich lohnen deutlich innerhalb der EEG Zeit und es ist vom Konzept her auch eine interessante Sache, allerdings bindest du dich wirklich für die ganze Laufzeit an Sonnen.
    Sonnen behält sich hier vor, deinen Tarif anzupassen falls notwendig und keiner weiß wielange Sonnen besteht (nein ich habe nichts negatives gehört, aber heute eine private Firma für die nächsten 20 Jahre zu prognostizieren ist schwierig).


    Im Grund kannst du dir das so vorstellen:
    Du schließt Sonnen die Stromkosten der nächsten 13 Jahre vor und kriegst dafür von denen die nächsten 20 Jahre lang quasi kostenlos Strom.
    Wenn Sonnen den Tarif solange aufrechterhält ist alles klasse. Du wärst nicht der erste und ich wünsche dir auch alles Gute :-)
    Wenn Sonnen den Tarif allerdings einstellt, dann stehst du mit einer Anlage da, die deutlich weniger Rendite liefert als du gedacht hast.





    Jetzt vergleiche ich as ganze mal mit einer „normalen“ EEG Anlage von 9,8 kWp:


    Kosten: 11.500 €
    Aktueller Strompreis von ca. 26 Ct
    Prognose: 1070 kWh/kWp/a
    Ohne Strompreissteigerung
    Wartung von ca. 1% der Investkosten im Jahr


    Einspeisung: 1080 €/a
    Gesparte Stromkosten in den erste 5 Jahren: 1500 * 22 Ct = 330 €
    Ausgaben: 115 € im Jahr an Wartungskosten



    6 – 20 Jahre:
    Einspeisung: 1080 €/a
    Gesparte Stromkosten ab Jahr 6: 1500 * 26 Ct = 390 €
    Ausgaben: 115 €


    Macht eine Amortisierung nach ca. 10 Jahren.
    (Ja ich weiß, 1070 kWh/kWp ist optimistisch und evtl. dauert es länger, aber ich vergleiche hier mit den gleichen Werten wie in der anderen Anlage).




    Wenn ich das jetzt objektiv betrachte heißt das:


    Meiner Meinung nach lohnt sich es RENDITEmäßig eher eine „normale EEG Anlage“, auch wenn die Sonnencommunity schon sehr nah rankommt und bei Strompreissteigerungen auch besser sein könnte.
    Der Cashflow ist bei der Sonnenanlage natürlich höher und daher hat man (wenn denn alles 20 Jahre lang gut läuft) mehr gespart.


    Falls ich deutliche Dinge vergessen habe, bitte meldet euch, das ganze ist grade mit der heißen Nadel von mir gestrickt ^^

  • Ich habe mich auch intensiv mit dem Thema Sonnen GmbH auseinander gesetzt: Wieso soll die "normale" EEG-Anlage weniger Wartungskosten haben als ein System von Sonnen? Verstehe ich nicht. Die Batterie ist wartungsfrei und die Zellen auf dem Dach samt WR benötigen nicht mehr oder weniger Wartung als jede andere PV. Da hinkt die 1% Methode bzw. sollte man die nur bei den Zelle + WR ansetzen.


    An den Sonnentarif ist man nicht gebunden: monatl. kündbar. Man kann also je nach Marksituation auch den Lieferanten wechseln = absolut fair.


    Zur Mwst.: meiner Meinung nach zahlt man bei der Sonnenflat nix auf den Eigenverbrauch, weil man von Sonnen ein 8000 kWh "Strompaket" kauft wie jeder andere bei anderen Anbietern auch tun kann. Man übergibt quasi sein "Kraftwerk" an Sonnen, lediglich der eingespeiste Strom wird entweder vom örtlichen Netzbetreiber vergütet oder etwas besser direkt von Sonnen abgekauft. Dazu verbauen die einen eigenen Zähler.
    Es steht ja eindeutig in den Bedingungen, dass es bei der Sonnenflat egal ist woher der Strom tatsächlich kommt, d.h. ob die Waschmaschine in dem Moment wo sie arbeitet mit Strom vom Dach, aus der Batterie oder vom Netz gespeist wird kann dem Nutzer der Sonnenflat egal sein - er darf für die 29,90 €/mtl. Grundgebühr 8000 kWh insgesamt verbrauchen. Die nächsten 2000 kWh kosten 23 Cent und ab der 2001sten kWh sind es wohl 25,9 Cent. Wo ist der Haken? Die Sonnenflat bekommt nicht einfach so jeder, dazu muss man ein paar Voraussetzungen erfüllen (wie z.B. man muss Besitzer einer Sonnenbatterie sein die eine entsprechend der Flatrate angepasst Größe aufweist). Wenn man das hinterfragt fällt einem auf, dass das Konzept schlüssig und im Prinzip die Sache wirklich glasklar ist. Hab's tausend Mal von links nach rechts gedreht, das ist echt gut.

  • Hallo zusammen,


    so ein Sonnenangebot habe ich auch :-) Ich nehme es aber nicht, da die Anlage nicht notstromfähig ist. Ansonsten fand ich es jetzt nicht viel teurer als die anderen Angebote und über die Sonnenflat durchaus rechenbar - auch wenn die Firma nicht ganz so lange hält.


    Finanzieren werde ich über die KSK, Volltilger, 20 Jahre, 1.65% - aber halt mit Grundbucheintrag (besteht schon).


    Die 20 Jahre kann ich flexibel erhöhen durch Anpassung der Tilgung UND Sondertilgung. Aber ich bin damit nicht verdammt dazu auch in schlechten Jahren (selbstständig) die hohe Belastung zu stemmen. Aber ich glaube kaum, dass ich mehr als 10 Jahre dran abzahle.


    Gruß
    Roger

  • Die Interhyp bietet zumindestens Finanzierungen für das KFW 270 Programm an.

    Hm, die interhyp in meiner Stadt sagt, dass es derzeit keine Bank gibt, die für kleine PV-Anlagen (bis 15k €) eine Finanzierung über KfW 270 anbietet. Das lohnt sich für die Banken nicht, denn die wollen lieber Wohnbaukredite oder Sofortkredite verscherbeln.


    Zinssatz aktuell z.B. für Wohnbaukredit liegt bei 2,99%. Oder kennt jemand eine Bank mit besseren Konditionen?

    7,28 kWp mit 28x Winaico WSP-260M6 Fullblack, Süd 176°, WR Fronius Symo 7.0-3-M, 70% weich
    E-Auto: am überlegen ein Tesla Model 3 zu kaufen.

  • Ja, heute erst ein Angebot von der Sparkasse Niederbayern/Landshut bekommen:


    10000€ auf 10 Jahre fest mit 2,6% Zins, reines Renovierungsdarlehen, KEINE PV-Bindung, Grundschuld schon vorhanden.