Günstige Hardware schlecht oder brauchbar?

  • Hallo zusammen,


    Ich habe mich hier mal Registriert, da ich denke dass hier einige Spezialisten sind, die sich mit dem ganzen Thema deutlich gut auskennen.


    Selber habe ich schon 2 Angebote erhalten über die Installation einer Solar-Anlage auf dem Dach, diese belaufen sich aber aufwärts der 6.000€, was ich momentan nicht ausgeben möchte/kann. Es muss ja auch günstiger in Eigenleistung gehen denke ich zumindest.
    Natürlich ist dort die Einspeisung ins Netz mit drin und eine deutlich Professionellere Lösung. Keine Frage.
    Das muss aber nicht sein.



    Wenn man nach Solarladeregler sucht, findet man direkt 3 Spannungsbereiche 12/24/48.
    Hat sich da ein Bereich als besonders tauglich / zukunftssicher rausgestellt, oder ist das eher unwichtig?


    Ich habe mir mal ein paar Komponenten rausgesucht und alles auf 24V aufgebaut.
    Da wäre dann interessant für mich, was ihr von den Komponenten haltet.


    Schlussendlich hatte ich mir gedacht, im Schaltschrank die letzte Reihe Sicherungen dann über den Wechselrichter laufen zu lassen. Momentan habe ich 4 Reihen, a 8 Sicherungen + 1xFI pro Reihe. Dort würde ich die 4te Reihe abklemmen und über den Wechselrichter laufen lassen.


    Zu versorgen gibt es damit (hauptsächliche Verbraucher. Der Rest ist vernachlässigbar):
    -> 1x Fernseher
    -> 1x Fritzbox
    -> 2x Monitor
    -> 1x PC
    -> 1x Aquarium


    Insgesamt geht es um ein Single-Haushalt, mir ist es also auch egal wenn mal die Batterie am Ende ist, müsste ich halt dran arbeiten. Aber für den ersten Einstieg sollte es passen. So viel wird nicht verbraucht. Möchte anfangs nicht ins Netz einspeisen, da ich dies ja anmelden muss und es erstmal um den "Anfang" geht. Erweitern kann man immer wieder.



    Ausgesucht habe ich mir:
    MPPT Solarladeregler SR-ML2420 - 20A 12/24V für 105€


    Diesen wollte ich an 2 Batterien anschließen:
    Varta Silver Dynamic 12V 100AH


    die Batterien werden in Reihe geschaltet, um eine Spannung von 24V zu erhalten am Laderegler.
    Lithium Batterien für 1200€ aufwärts sind mir zu teuer. Und da der Regler den Lastausgang abschaltet bei Unterspannung, sollte ja gegen diese Batterien nichts sprechen.


    Weiter wollte ich 4x dieses Panel anschließen:
    enjoysolar 100W 12V


    Davon jeweils 2 in Reihe und diese 2 parallel an den Laderegler.


    Somit müsste ich theoretisch auf 11,12A I-Max / 24V kommen.


    Als letzten Schritt, wollte ich die Batterie an folgenden Wechselrichter anschließen:
    https://www.ebay.de/itm/3000W-…f4TB5p1dtHvYbUw:rk:5:pf:0


    (man verzeih mir den link, das ding hat wohl keinen Namen. Der Preis ist auch verhältnismäßig sehr sehr niedrig für dieses Bauteil. Was denkt ihr darüber?)


    Der Wechselrichter wird dann über Ein Schütz geschaltet. Das Schütz A1/A2 wird über den Lastausgang vom Regler geschaltet. Wenn der Regler also wegen Unterspannung ausschaltet, fällt das Schütz ab und die 230V fehlen komplett.
    Ich weiß ist nicht schön, aber ich hab es mir lang überlegt und es müsste sich das ganze Jahr über ausgehen.


    Was haltet ihr generell von diesem Aufbau? Ist das mit den Komponenten eine gute Idee, oder sollte man auf solche Komponenten komplett verzichten?


    Ich lande mit diesem Aufbau bei ca. 640€. Was ein sehr günstiger Preis ist denke ich.



    Bin sehr gespannt auf eure Antworten.


    Wünsche allen einen schönen Sonntag.



    DANKE!

  • das hängt in erster Linie mal davon ab, welchen Zweck du eigentlch mit deiner Investition verfolgen möchtest.
    Dazu hast du aber in deinem ganzen langen Text nichts geschrieben.
    Was man dort mehrfach lesen kann, sind so Aussagen wie: zu teuer, will ich nicht ausgeben, usw.
    Wenn das deine Hauptmotivation ist, dann würde ich dir raten: lass es bleiben. So spartst du am meisten.


    Ansonsten, erstmal überlegen was du eigentlich erreichen möchtest

  • Das was du da zusammengestellt hat ist eine reine 24V DC (Gleichstrom) Lösung. damit kannst du Niederspannungsgeräte bis 24V DC versorgen aber das NICHT über deine normale Elektroinstallation da diese mit 230V AC (Wechselstrom) arbeitet.
    Du wirst dazu extra Leitungen verlegen müssen, aber ich glaube dass das nicht deine Intention ist/war.

  • Hallo,


    Okay das hab ich nicht geschrieben ;-)
    Ich möchte einfach den Stromverbrauch reduzieren die ich Kostenpflichtig beziehe und mich mit der ganzen Geschichte auseinandersetzen.
    Mehr möchte ich gar nicht erreichen. Nennen wir es Spaß dran.


    Savoyarde:


    Dafür der Wechselrichter, den ich als Link gepostet habe.
    Der stellt die 230V zur verfügung.
    Der wird versorgt über die Autobatterie (über ein Schütz gesteuert vom Lastausgang).


    Und Secondar-Seitig gehts zu den Sicherungen.

  • Von dem WR brauche ich die Beschreibung gar nicht lesen, für das Geld kann man das nicht bauen noch nicht mal für das zehnfache. Außerdem wäre der für die Batterie viel zu groß. (selbst, wenn das 300W statt 3000W sein sollen, wird es nciht viel taugen, könnte aber vielleicht produzierbar sein). Aus China kommt da natürlich noch Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer (eines von beiden entfällt bei dem Betrag, schau direkt bei zoll.de nach ) dazu.
    Für eien 24V-Anlage verwendet man keine 12V-Module, weil die vom Preis-Leistungs-Verhältnis recht teuer sind. Leider sind "stinknormale" 60-Zeller als Einzelstücke im Versand auch teuer, weil die nicht in normale Pakete passen.
    Der Laderegler ist mit 20A etwas knapp.
    Wenn schon Blei, würde ich immer Einzelzellen (als "Staplerbatterie" zusammengefaßt) wählen, die kann man einzeln pflegen, wenn es sein muß.

  • Insofern du in Deutschland lebst lass das mit dem Inselbau und lass dir die Einspeiseanlage verbauen. Alles andere ist Geldverschwendung.
    Hol dir das fehlende Geld von der Bank. Das Risiko ist überschaubar und die Anlage zahlt sich quasi selbst ab.
    Eine PV ist in Deutschland aktuell noch immer eine Wertanlage. Da bekommt man selbst mit Bankkredit auf die Laufzeit was geschenkt und trotzdem entscheiden sich viele dagegen. Warum?

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Zitat von schlossschenke

    Insofern du in Deutschland lebst lass das mit dem Inselbau und lass dir die Einspeiseanlage verbauen. Alles andere ist Geldverschwendung.
    Hol dir das fehlende Geld von der Bank. Das Risiko ist überschaubar und die Anlage zahlt sich quasi selbst ab.
    Eine PV ist in Deutschland aktuell noch immer eine Wertanlage. Da bekommt man selbst mit Bankkredit auf die Laufzeit was geschenkt und trotzdem entscheiden sich viele dagegen. Warum?


    Das möchte ich eben momentan nicht. Auch wenn man es Bastellösung nennen könnte, bin ich mehr daran Interessiert.



    Zitat von alterego

    Von dem WR brauche ich die Beschreibung gar nicht lesen, für das Geld kann man das nicht bauen noch nicht mal für das zehnfache. Außerdem wäre der für die Batterie viel zu groß. (selbst, wenn das 300W statt 3000W sein sollen, wird es nciht viel taugen, könnte aber vielleicht produzierbar sein). Aus China kommt da natürlich noch Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer (eines von beiden entfällt bei dem Betrag, schau direkt bei zoll.de nach ) dazu.
    Für eien 24V-Anlage verwendet man keine 12V-Module, weil die vom Preis-Leistungs-Verhältnis recht teuer sind. Leider sind "stinknormale" 60-Zeller als Einzelstücke im Versand auch teuer, weil die nicht in normale Pakete passen.
    Der Laderegler ist mit 20A etwas knapp.


    Habe ich mir gedacht mit dem WR. Den ich mir anfangs rausgesucht hatte, liegt bei 500W und 140€...
    Schade, für den Preis hätte ich auch 6.000 genommen, aber ich fand es auch direkt sehr "komisch"



    Das mit den Solarmodulen habe ich auch schon gemerkt. Das die wohl in der Klasse ziemlich teuer sind.
    Habe hier im Forum immer wieder gelesen, dass gerne diese eingesetzt werden:
    https://www.solar-komplett.ch/…M27060b_U50b.a3306.2.html


    Jetzt lese ich im Datenblatt:
    Nennspannung 31.8V
    Leerlaufspannung: 38.6V


    Damit dürfte dann der Laderegler:
    MPPT Solarladeregler SR-ML2420 - 20A 12/24V
    sowieso raus sein. (Den würde ich ja auch mit 40A oder 60A geben)


    Nur dürfte der (glaube ich) Probleme haben mit diesen Solarpanels. Welchen Regler könnt ihr mir denn da empfehlen?
    Preisklasse sollte wenn machbar annähernd dieselbe sein.


    Ein Laderegler wie ich Ihn da bei denen im Shop finde, mit 1000€ und aufwärts wäre für das vorhaben wieder Quatsch. Dann kann ich auch fast eine aufbauen lassen.


    Edit: Nein.. Der Regler kann bis PV 100V. Damit würde das ja passen. Ist der Regler denn empfehlenswert, wenn ich dasselbe Gerät nehme mit 40A bzw 60A Ladestrom? Oder ist das eher "schlecht", also Finger weg?


    DANKE EUCH!

  • Hallo,


    wer billig kauft kauft zweimal sagt man und das hat sich auch bei mir bewahrheitet in Sachen PV.
    Mir sind zwei Tracer kaputt gegangen und jetzt lauft ein Victron 100/20 in der Hütte. Auch ein WR ist gestorben und wurde gegen einen 375VA Victron ersetzt.
    Lese dich hier erst mal durch bevor du kaufst sonst kaufst du zweimal was bei deinem vorhaben sehr ärgerlich sein kann wenn was kaputt geht.


    Gruß Markus

    Auf Gartengrundstück 235W Solarmodul SmartSolar 100/20, 2 x 60W Solarmodul BlueSolar 75/10, BMV 700 und Wechselrichter Phönix 375VA 735Ah @ 12V
    Daten Log mit dem Raspberry Pi Venus Software über 5km 5GHZ Richtfunkstecke mit Ubiquiti LiteBeam ins Internet
    https://vrm.victronenergy.com/…tion/20617/share/3cdacaea

  • Zitat von DO5MZ

    wer billig kauft kauft zweimal sagt man und das hat sich auch bei mir bewahrheitet in Sachen PV.


    Hi Markus,
    hier hat sich jemand zwei Angebote von Solateuren eingeholt, obwohl er gar kein Interesse an einer rentablen Dachanlage hat, aber Strom sparen möchte. Die Solateure hat man somit umsonst arbeiten lassen. Eine PV muss günstiger klappen.
    Also sucht man bewusst den billigsten Kram, den man finden kann und verwendet in dem Zusammenhang auch noch Wörter wie "zukunftssicher" und "tauglich" ohne verstehen zu wollen, dass diese Lösung viel teurer kommt und man überhaupt nichts spart, sondern draufzahlt. Ich denke du kannst dir die Empfehlung von hochwertigen Komponenten deshalb sparen.
    Folgende Aussage und das Ablehnen der Einspeiseanlage sagen schon alles, deshalb schreibt hierzu auch niemand mehr was.


    Zitat von Stephan22

    Ich möchte einfach den Stromverbrauch reduzieren die ich Kostenpflichtig beziehe und mich mit der ganzen Geschichte auseinandersetzen.
    Mehr möchte ich gar nicht erreichen.


    Ich verstehe nicht was es bringt monatliche Kosten zu senken, wenn man sie dafür doppelt in einem Betrag bezahlt, aber nun gut.


    Zitat von Stephan22

    Auch wenn man es Bastellösung nennen könnte, bin ich mehr daran Interessiert.


    Da ich nicht denke, dass ich dich noch davon überzeugen kann, dass du mit einer Einspeisung besser fährst, würde ich dich an der Stelle an iron-age verweisen. Er ist der Einzige, der es schafft Low-Budget, Hobby, Basteln und Sparen zu kombinieren, weil er trotzdem versteht was und warum er was tut. Aber selbst er wird dir davon abraten solche Batterien zu kaufen.

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700