Planungshilfe bzw. Check 24V Inselanlage

  • Hallo liebe Forumsgemeinde,


    bin PV Neuling, lese hier aber schon seit längerem in diversen Threads mit.
    Konnte mir bisher, so denke ich, zumindest etwas an Grundwissen, viele Anregungen und Tipps dadurch holen


    Ich bin ebenfalls am Planen, bzw. Zusammenstellen einer 24V Inselanlage für meinen Kleingarten und würde mich freuen wenn ihr meine Gedanken und Zusammenstellung mal checken könntet.
    Meine Anforderungsprofil habe ich nachfolgend aufgeführt. Möglicherweise ist die Dimensionierung ja zu groß ausgelegt, möchte mir aber schon Reserven oder potiential zur Erweiterung offen lassen.
    Bin nichtsdestotrotz natürlich auch für Alternativen oder Einsparungsmöglichkeiten bzgl. Komponenten, Größe etc. offen.


    Zunächst deshalb erstmal Daten zu Standort, Verbrauch, etc.


    1. Standort


    86641 Rain


    https://www.google.de/maps/pla…020467!4d10.9263929?hl=de


    Ausrichtung Azimut 0°


    Dachneigung 15°, evtl. Aufständerung auf 30° ?


    Dacheindeckung Bitumenschindeln auf massiven Holzbrettern (3cm), Sparrenabstand 1m


    Im Frühjahr/Sommer keinerlei Verschattung, ab September/Oktober ab ca. 17.00 Uhr


    Es gibt keinerlei Möglichkeiten Strom anderweitig zu erhalten.

    2. Verbraucher AC


    Poolpumpe 380W 3-4 Tage/Wo. für 2 Std. von April bis August, wobei diese nur bei Sonnenschein betrieben wird :-))
    Kaffeemaschine 1000W 3-4 Tage/Wo max. 15min von März bis November
    Nur bei Bedarf diverse Kleinladegeräte (Handy, Akkugartengeräte etc.)
    evtl. Radio/Autoradio
    LED Beleuchtung gesamt max. 50W 3-4 Tage/Wo für <1Std. von März bis November, kann auch auf DC ausgelegt werden

    Eine gleichzeitige Nutzung der Verbraucher kann weitestgehend ausgeschlossen und umgangen werden.
    Wenn Poolpumpe oder Kaffeemaschine


    Zusätzlich steht bei Kapazitäts-Engpässen ein Aggrgat der Marke Endress mit 4000W Dauer und 4500W Spitzenleistung zur Verfügung.


    3. Batteriespeicher vorhanden bzw wird Neu erworben


    4x Trojan T105 6V 225Ah C20 alternativ Trojan T35 kann ich berufsbedingt zum EK erhalten.



    4. Zubehör


    Kabelmaterial und Sicherungen:


    Entfernung Module > Laderegler ca.10-12m (Querschnitt?)


    Entfernung Laderegler Batteriebank 1-2m (Querschnitt?)


    Hatte mir durch die Tipps, Anregungen und durch fleißiges mitlesen hier im Forum für die Anlage (nur Frühjahr-Herbst, kein Winterbetrieb) folgende (Grund)-Komponenten gedacht.


    4x Solarmodul Trina TSM-PD05 275 Wp poly oder ähnlich (jew. 2 in Reihe verschaltet und dann parallel)


    btw. kennt jemand zufällig die Firma Maysun Solar oder hat Erfahrungen mit deren Modulen http://www.maysunsolar.com/products.aspx?cid=2&id=6 ?
    Konnte in der Datenbank leider nichts finden.


    1x Victron Laderegler SmartSolar MPPT 100/50 bzw. 100/30 falls ausreichend
    1x Victron Phoenix MultiPlus C24/1600/40-16, bzw. Phoenix Inverter C 24/1600, wenn Aussicht auf genügend Ertrag und damit (Erhaltung)Ladung der Batterien auch über den Winter besteht.
    1x Victron Batteriemonitor BMV 712
    Zubehör wie Temperatursensor, MK3 zu USB, etc.


    Aufständerung, nur wenn damit mit höherem Ertrag im Herbst/Winter zu rechnen ist, z.B. mit Wagner Tric F 15-22° für 4 Module.


    Am liebsten wäre es mir, wenn ich alle nötigen Teile aus einer Quelle beziehen könnte.
    Montage und Installation würde von einem Elektriker übernommen, der aber auch keine größere PV Erfahrung hat.


    Jetzt hoffe ich mal auf zahlreiche Kommentare und Hilfe eurerseits und bedanke mich schonmal im Voraus


    P.S.: Bitte Geduld wenn ich nicht immer gleich antworte, bin dann nicht am PC oder recherchiere gerade eure Tipps ;)


    So long and have a sunny day

  • Servus,


    erstmal Willkommen, wir teilen uns die ersten beiden Ziffern der PLZ ;).
    Wie man sieht hast du dich schon eingelesen. Für mich sieht das ganz gut aus was du da vor hast und sollte definitiv ohne Generator laufen.


    Aufstellen gibt im Winter/Herbst definitiv mehr Ertrag, allerdings dann eher auf 40°-60°.
    Bei 15° wird der Schnee zum Problem, der dann gerne mal 1-2 Wochen liegen bleibt.


    Den Aufpreis für den 50er Regler würde ich mir sparen, die Anlage hat gut Reserve. In der Regel erreichst du auch bei Sonnenschein nur selten mehr als 80% der Peakleistung, da tun die paar Prozent Verlust durch den 30er MPPT nicht weh und der Ladestrom ist gesünder für die Batterie.


    Beim Querschnitt gilt: viel hilft viel.
    Die Klemmen am Regler würde ich bei 2m Weg ausreizen, sonst weicht die Ladespannung ab - kürzer ist besser.
    Bei den Modulen würde ich Standard-6mm2 nehmen, das ist günstiger und der Verlust hält sich in Grenzen.


    Der Schatten ab 17 Uhr im Oktober ist nicht so tragisch, da käme sowieso nicht mehr übermäßig viel rein.

  • Danke für die deine Antwort, dachte fast es kommen keine Rückmeldungen :lol:
    Freut mich das ich mich Dank dieses Forums schon ein bisschen in die Materie einarbeiten konnte und mit meiner Konzeption nicht so falsch liege. Übrigens: Das PLZ Gebiet 86 ist aber doch ziemlich weitläufig 8)


    Nach deiner Ausführung wäre also ein 100/30 bei 4 Modulen (die ich in dann 2x2 verschalte?) ausreichend?
    Ebenso könnte ich mir wohl den Multi sparen und dafür den Phönix nehmen, oder?

  • Ja, der sollte reichen. Der Multi hätte noch den Vorteil, dass du bei starken Verbrauchern die selben Steckdosen nutzen kannst ohne umzuschalten/-stecken, wenn du den Generator sowieso schon dort stehen hast. Aber solange der Verbrauch nicht erhöht wird reicht der Phoenix aus. Der BMV gibt dir ja einen guten Überblick, sodass du die Poolpumpe notfalls nach Einstrahlung regeln kannst.