Dimensionierung PV

  • Zitat von Xare15

    Gibt es ein Programm, wo man den Eigenverbrauch irgendwie zumindest ein bisschen abschätzen kann?


    Volker Quaschning hat da einen Rechner oder auch die bekannten Diagramme [Blockierte Grafik: https://www.volker-quaschning.de/artikel/2013-06-Dimensionierung-PV-Speicher/Bild1b.png].
    Du siehst, dass man ohne Speicher mit großen Anlagen auf knappp 40% kommt. Aber letztlich kann man das natürlich nicht wirklich ausrechnen, da es eine sehr individuelle Sache ist, wie dein Verbrauchsprofil aussieht. Man kann das natürlich auch selbst gestalten, je nachdem, wann man seine Geräte eben anwirft.


    Zitat von Xare15

    Gibt es hier noch andere Meinungen, oder denken alle "the bigger the better"?


    Andere Meinungen mag es zwar geben, aber plausibel begründbare wohl nicht. Aber das hast du glaube ich inzwischen verstanden.

  • Der Rechner ist ok, geht aber nur bis 10kwp ;-). Bis 20kwp bräuchte ich.


    Diagramm:
    Stromverbrauch 6500kwh (2000 Haushalt, 4500 WP)


    10kwp= ca. 25% DV
    20kwp= ca. 20% DV


    Richtig?

  • Es ist doch völlig egal welche EV Quote du mit welcher Größe von Anlage erreichen wirst. Die EV Quote ist eine absolut bescheuerte Kennzahl.


    Du willst die EV Quote maximal hoch haben weil du glaubst dann die beste Wirtschaftlichkeit zu haben?


    Ptima, leg ein Modul aufs Dach und die EV Quote ist 100%!


    Am Rande intetessant für dich ist vielleicht die DV Quote, also wie viel vom Gesamtverbrauch kann durch PV Strom ersetzt werden.
    Das kannst du am besten selbst in Excel schätzen, denn die ganzen tollen Rechner im Internet, denen du so gerne vertraust sind auch nur voller allgemeiner Annahmen.


    Da wird dann gerechnet und es kommt eine Zahl mit Komma raus. Die ist sicher sehr genau, weil wurde ja gerechnet und hat ein Komma...


    Ich würde da eher validen Annahmen trauen, die individuell auf die eigenen Verhältnisse abgestimmt sind.


    Ob die Anlage nun 10KWp oder 20KWp groß ist. Der Löwenanteil der Rendite kommt aus der EEG Vergütung. Der große Unterschied beider Lösungen ist aber, dass die große Anlage rund 30% günstiger zu bauen ist. So schwer kann der Rückschluss auf die bessere Rendite dann nicht mehr sein, oder?


    Gesendet von meinem GT-I9301I mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Und jetzt mal überlegen, wo du sonst relativ sicher 5% Redite erzielen kannst, das lohnt sogar, wenn du dafür einen Kredit aufnimmst.


    Bezahle die Anlage komplett oder teilweise über einen Kredit. Nach ~10-12 Jahren ist der Kredit für die Anlage durch Einspeisevergütung und Stromeinsparung bezahlt. Ab dann hast du mit der kleinen Anlage jedes Jahr 1000€ auf dem Konto, mit der großen 2000€. Mir fällt gerade nicht ein, warum ich die kleine Anlage nehmen sollte.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0

  • Zitat von Xare15

    Ich habe mit einem Rechner mal durchgerechnet für unseren Fall. Kann das stimmen?


    Um die gleiche Rendite zu erzielen mit DV (immer 2000 kwh angenommen), dürften die Preise nur so hoch sein wie auf dem Bild.


    Ist damit der Groschen gefallen, dass die Rendite eben nicht über den DV kommt, sondern über den Einkaufspreis?


    20KWp sollten unter 1000,- liegen ... eigentlich um 900,-.

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  • Ja Danke.


    Also meine Rechnung bezieht sich ja immer auf 2000kwh DV. Mit größerer Anlage wird der DV ja auch noch bisschen höher (vor allem in der Übergangszeit/Winterzeit fûr die WP) , aber das vernachlässige ich mal, da ich nicht weiss, wie viel. Also nehme ich einfach 2000kwh an, egal wie groß die Anlage wird.
    Damit habe ich aber die Preise, die ich max Zahlen darf um die gleiche Rendite wie bei einer 10kwp Anlage zu erzielen.

  • Au Mann - vergiss den Direktverbrauch. Die Anlage wird - wie schon oft geschrieben - über die Einspeisevergütung bezahlt. Sahnehäubchen oben drauf ist der sehr günstige Direktverbrauch.
    Bei 1000 kWh/kWp und um die 11 ct/kWh ist die Anlage bei einem Preis von 1100 €/kWp innerhalb von 10 J kpl. bezahlt - Steuern, Afa etc mal aussen vor. Das ist sehr grob - gibt aber einen Anhaltspunkt. Und 1100 €/kWp ist für Anlagen bis 10 kWp o.k. - für 30 kWp um die 900 €/kWp.

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V10F

  • Zitat von Xare15

    Was mir einleuchtet, wenn ich größer baue, kann ich in der Übergangszeit und Winter mehr Strom für die WP machen und mein Autarkiegrad steigt. Auch leuchtet mir ein, dass die zweiten 5-10KWP günstiger sind. Dafü muss ich aber ERG Umlage bezahlen. Das muss man doch irgendwie berechnen können, einen Break even Point.
    Den Rest kann ich nicht nachvollziehen, da ich es selbst nicht berechnen kann.


    Ich habe nachfolgend einmal versucht, dir den Break even Point anhand einer bestimmten Konstellation vorzurechnen. Das Ganze beruht natürlich auf den vorliegenden Gegebenheiten im Einzelfall (z.B. dein spezifischer Ertrag) und auf Annahmen (z.B. wie sich der Autarkiegrad mit zunehmender Anlagengröße verändert). Wenn du andere Kennzahlen hast oder bevorzugst, dann musst du natürlich damit rechnen.
    Man kann an diesem Beispiel erkennen, dass sich der Jahresüberschuss zunächst oberhalb von 10 kWp reduziert, sich dann aber ab 11,4 kWp wieder etwa in Höhe des 9,9 kWp-Wertes befindet und danach kontinuierlich ansteigt.
    Das sollte die bisherige Aussage "je größer desto besser" untermauern.


    Das Ergebnis stellt eine reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung dar, wonach sich der Bau einer 11,0 kWp-Anlage statt einer 9,99 kWp-Anlage nicht lohnt, alles oberhalb 11,4 kWp jedoch sehrwohl. Natürlich muss jeder für sich selbst bewerten, ob er sich für eine 11,5 oder 12 kWp-Anlage den zusätzlichen Formalismus in Verbindung mit der EEG-Umlage antun möchte:

    Zitat

    Anlagenbetreiber, die nach EEG 2014 für den eigenverbrauchten Solarstrom eine verminderte oder volle EEG-Umlage für 2016 zahlen müssen, haben die Pflicht die jeweiligen Strommengen an folgende Stellen zu melden:


    an den Netzbetreiber
    dem Übertragungsnetzbetreiber bei Versorgung Dritter
    der Bundesnetzagentur


    Quelle