Verschattungsproblem

  • Hallo Forumgemeinde,


    ich habe seit April diesen Jahres auf einem Flachdach eine Anlage installiert mit 4,88 Kwp Leistung. bestehend aus
    16 Q-Cells Modulen mit je 305 Watt und einem Wechselrichter Kostal Pico 4.6.
    Das Dach ist etwa Ost/West ausgerichtet und die Module in 2 Strings aufgebaut (8 Module West und 8 Module Ostausrichtung)


    Bis vor ein paar Wochen war das Dach eigentlich über den kompletten Taggang der Sonne nicht verschattet und die Leistung
    sehr gut.
    Jetzt bei tiefer stehender Sonne ist ab Mittag ein Teil verschattet. Und hier kommt meine Problem...
    Wie man auf den Bilder sehen kann, ist je String lediglich etwa 1 Modul beschattet, die Leistung der beiden Strings fällt aber auf etwa 190 Watt ab. Sofort als alle Module wieder schattenfrei waren, stieg die Leistung auf etwa 1400 Watt an.
    Ist das normal?
    Den Tag darauf hatte ich dann bei völlig bedecktem Himmel noch eine Leistung von 850 Watt. Und Tags davor ja bei unbedecktem Himmel und Sonne und bei nur etwa 12% Verschattung aller Module lediglich 190 Watt.


    Herzlichen Dank schon mal für eure Meinung
    Marcus

  • merci für Deine schnelle Antwort!
    Du meinst im Wechselrichter?
    Hmmm hat der Solateur meinen Vertrauens gemacht oder auch nicht...
    Kann ich das selbst wo nachschauen?
    Sollten eigentlich nicht auch die in den Modulen verbauten Bypass-Dioden diesen Effekt verhindern?

  • Selbst mit aktiviertem Schattenmanagement kann das nur bedingt funktionieren.


    In String 1 sind 2 1/3 Module verschattet, in String 2 sind es 1 2/3 Module.
    Die Strings mit 8 Modulen sind von der Spannung her nur knapp über der Min. Eingangsspannung. Wenn jetzt mehr als ein Modul verschattet wird und die Bypass-Dioden geschaltet werden müssten, um mehr Leistung zu erhalten ist die Spannung zu gering. Daher werden die Strings nicht im globalen MPP betrieben, sondern mit dem Strom der verschatteten Module.


    Wenn du beide Strings in Reihe auf einen Tracker legst, hast du zwar weniger Leistung ohne Schatten, aber mehr Leistung, wenn die Module verschattet sind. Keine Ahnung, was besser wäre, das hängt davon ab, wie oft die Anlage verschattet ist.

    37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20

  • Kannst du die Strings nicht umstecken so dass die problematische Schattenseite in einem String liegt


    Spannungsmässig bist eh schon knapp dran

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • beim String 1 ist doch nur ein Modul fast ganz und dann noch zwei zu etwa 20% verschattet, oder sehe ich das falsch?
    Das mit dem Strom der verschatteten Module begreife ich nicht so ganz. Im verschatteten Zustand hatte ich eine Spannung von 295V und ohne Schatten nur 245V je String.
    Könnten da Moduloptimizer eine Hilfe sein?
    Bin jetzt mal 3h nicht erreichbar :-)



  • Welcher Piko ist dort genau verbaut :?:
    Ist das überhaupt schon die sogenannte "Neue Generation"?
    Die alten Kostal WR haben kein Schattenmanagement, wenn ein solches Gerät installiert ist nutzt auch jede Umverstringung nichts.
    Wie @ Larry03 schon schreibt sind die Strings schlicht zu kurz, das funktioniert auch mit der neuen Generation nicht zufriedenstellend, selbst wenn dort das Update zum Schattenmanagement installiert wurde und die Funktion aktiviert wurde.
    Optimizer bringen hier natürlich auch nichts denn auch damit ist die Stringspannung immer noch zu gering für den Piko.


    Der WR ist für diese Anlage nicht geeignet, ich würde den Austausch gegen ein besser geeignetes Gerät verlangen, passen würde z.B.ein SMA SB 5.0

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

    2 Mal editiert, zuletzt von smoker59 ()

  • Sorry ich glaube mit dem WR wird Du nicht glücklich :? ich würde Dich in diese Richtung treiben:
    sprich mal mit deinen Solarteur wie er Abhilfe schaffen will.
    Bei der Anlagen Größe sollte der SB 4 reichen.

  • Bei einem Modul sind alle Zellen in Reihe geschaltet, dadurch wird der Strom von der schlechtesten Zelle bestimmt. Die Bypassdioden überbrücken jeweils 1/3 eines Moduls, von den 6 Zellreihen à 10 Zellen sind die beiden Äusseren und die Inneren zusammengeschaltet. Sobald eine Zelle eines Moduldrittels verschattet ist, bricht der Strom des kompletten Modul ein, dann sollte hier die jeweilige Bypassdiode durchschalten.


    295V mit Schatten: Spannung in den unverschatteten Modulen steigt in Richtung Leerlaufspannung (>Umpp), Spannung in den verschatteten Modulen ist kleiner als Umpp. (ca.38V*8)
    245V ohne Schatten: Alle Module haben Umpp und damit kleiner als Leerlaufspannung. (ca-31V*8)


    Ist das Schattenmanagement aktiviert? Das bitte erstmal kontrollieren.
    Wie oft ist die Anlage verschattet? Welche Module?


    Moduloptimierer können hier helfen, ob sie ihr Geld wieder einspielen möchte ich bezweifeln.
    Hier wurde ein 1000V Wechselrichter verbaut, der nicht optimal ist, da er hohe Spannungen benötigt.
    Da die Ausrichtung nicht so unterschiedlich ist, kann man probieren, alle Module in einen String zu legen, wenn der Schatten oft auftritt.

    37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20

    Einmal editiert, zuletzt von Larry03 ()

  • Der Piko 4.6 sollte die neue Generation sein.
    Alle Module in einen String packen und die verschatteten Module sowie eventuell die eher nördlich gelegenen mit Tigo optimizern ausstatten obwohl sich die Dinger bei mir nicht so schlagen wie ich es gerne hätte.
    Übrigens fällt ein hochkant angeschnitten beschattetes Modul ebenfalls sofort aus.
    Wenn es ein Halbzellenmodul ist nur zur Hälfte.