Ich bin überfordert von den Möglichkeiten! Hilfe!

  • Hallo erstmal alle im Forum,


    ich bin der Neue. 28, im Besten Fall in diesem Monat Hausbesitzer und beschäftige mich gefühlt ewig mit der Planung was mein Verbrauch von Gas und Strom angeht.


    Zu erst einmal ein paar Eckdaten über den IST-Zustand.


    Hausbaujahr 1978 - alte Gasheizung (91), Außenwand nachträglich gedämmt, Dach gedämmt. (Gasverbrauch ca. 16000KwH)
    Das Dach hat Platz für ca. 20qm Solaranlage, neue Fenster werden eingebaut und ich will die Heizungsnischen definitiv erneuern.
    Eine Fußbodenheizung ist nicht in Planung, eine Zeitlang habe ich mich mit Infrarotheizung beschäftigt, ja selbst die Brennstoffzelle hab ich im Auge gehabt.


    Nun war mein Gedanke auf dem Dach Vakuumröhrenkollektoren für Kombispeicher zu installieren, den Rest Solarstrom in Eigenverbrauch und Speicher zu verheizen. ;)


    Als ich dann hier las von einem Wasserspeicher mit Wärmepumpe.
    Dass ich um eine Gasbrennwerttherme nicht herumkomme ist mir fast schon klar.
    Ich liebäugel auch mit einem Ofen mit Wasserführung.


    So viele Möglichkeiten und so wenig Ahnung.


    Deshalb suche ich Anregungen, Tipps, Ideen.


    Die Wärmepumpe mit Warmwasser fande ich interessant und 20qm mit z.B. Heckert Solar 300Wp Zellen zu verschönern ist im Budget drin. Dagegen steht Solarthermie die staatliche Förderung.


    Mein Umfeld ist eher weniger ökologisch bewusst und sagt direkt Gas und vielleicht die Thermie.



    Also sage ich mal auf Bald und freue mich auf gute Beiträge. (:

  • Dach mit PV voll und zum Heizen eine Luft/Wasserwärmepumpe. Keine Thermie und kein Gas. Das ist günstig und zukunftssicher.

    37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0

  • Zitat von Larry03

    Dach mit PV voll und zum Heizen eine Luft/Wasserwärmepumpe. Keine Thermie und kein Gas. Das ist günstig und zukunftssicher.


    Das sehe ich auch so!
    Also ohne zu wissen wo du wohnst (Eckdaten zum Einspeisen) und deine WW-Aufbereitung?
    Der Vorteil von Solarstrom:
    Kann sofort und unabhängig von der Heizungssanierung installiert -und eingespeist, oder selber verbraucht werden...
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Thermie ist ein Groschengrab, selbst in Eigenleistung und mit Förderung würde ich keine mehr bauen!
    Zu viel dran, dass kaputt gehen kann oder undicht werden könnte.
    vom Heizungsbauer wird die kWh Wärme min. 12ct kosten und gut 20-25 jahre bis zur amortisation brauchen
    und je größer, je schlechter die Nutzbarkeit der Wärme, eine große Thermie bedeutet richtung 50% Ertrag verschwendet:
    [Blockierte Grafik: https://www.heizungsbetrieb.de/img/solarjahr.gif]


    Wenn du selber was machen willst/kannst:
    PV und ggf. eine WP (erstmal) bivalent zum Gaskessel.
    Flächenheizung kann man auch an Decken und/oder Wänden anbringen.
    Wasserführende Heizflächen und keinen IR oder Brennstoffzellenquatsch,
    damit kann man im Passivhaus spielen, wo man kaum Wärme braucht.


    16.000kWh Gas ist überschaubar, den Nutzunggrad von optimistisch 0,8 bei einem 91er NT-Kessel
    angenommen sind das "nur" 12800kWh Wärme. NT-Kessel müssen auch (noch) nicht ausgetauscht werden.
    Die Einsparung zu einer Brennwerttherme sind bei optimalem Betrieb auch eher im Bereich um 10%.


    Oberstes Ziel sollte immer die Reduzierung des Bedarfs sein: Dämmung, Wärmebrücken, optimierter Betrieb usw.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • 1.) PV aufs Dach
    2.) BWWP einbauen falls der alte WW - Speicher defekt ist ( ich warte bis er defekt ist)
    3.) GAS - Heizung nicht anfassen bevor Sie defekt ist, 16 TkWh Gas ist im Rahmen bei einen alten EFT
    4.) passt ein Kamin ins Wohnzimmer? Wenn ja darüber nachdenken, spart bei uns 19 TkWh an GAS :roll:


    Ob ein Wasserführender Kamin toll ist kann ich Dir leider nicht sagen, da fehlt mir leider die Erfahrung :?

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO
    an 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 7,7 kWh
    PVGIS-Prognose 980 kWh/kWp

  • Also ....
    Ich war auch ein Verfechter der WW - Solar...
    Leider ist es uninteressant geworden - Förderung gibt es nur noch für Absurd anlagen
    (mehr als 20m²!) und Minimum 2000l Pufferspeicher...
    Wartung und Reparaturen haben sich bei mir in Grenzen gehalten - Drainback! - kein Glycol und keine Überhitzung


    Kaminmit Wassertasche habe ich - tolle Sache WENN DU: den Pufferspeicher kurz anschließen kannst!
    Im gegnsatz zu meinen Vorrdner würde ich dennoch bei der Gasbrennwert bleiben:
    Begründung => durch deine Konfiguration altes haus mit Heizkörper brauchst du relativ hohe Vorlauftemperaturen und das ist der Tod der Luftwasserwärmepumpe
    im tiefsten winter mit den höchsten Vorlauftemperaturbedarf ist die Luft am kältesten....


    Tipp: drauf was geht, außer knapp über 10 kw...


    20m² hm.. - da komme ich auf 4kw... - ja nu...

    ...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!

    Einmal editiert, zuletzt von Alexander_Z ()

  • Wow, das ging ja fix.
    Ich wohne in Osthessen, Fulda und das Dach ist komplette Südseite.
    Das Haus hat beschauliche ca. 110qm.
    Von daher hält sich da alles im Rahmen. (:


    Es gibt keinen Warmwasserspeicher, abe diesen finde ich mehr als sinnig.
    Also eine Wärmepumpe zum Speicher und als Spitzenlast den alten Gaskessel?


    Dann wäre ich vermutlich insgesamt.sogar günstiger als beim Kesseltausch.
    Was haltet ihr von einem kleinen Stromspeicher um die Nacht zu überbrüclen?

  • Ich würde auch sagen:


    Gastherme (alt) mit neuer WP im bivalenten Betrieb. Eine 5kW-WP von z.b. Panasonic gibt es für 3000€.
    Dann neue Heizkörper mit großer Fläche und erst mal runter mit der Vorlauftemperatur. Da sind normalerweise min. 10 -15°C drin. Heiztechnik ändern, nicht mehr heizen, sondern temperieren und die Nacht immer durchfahren, nicht absenken. Dann reichen dir bei 0° wahrscheinlich max. 40° Vorlauf rein aus der WP.
    Dazu dann große PV.


    BWWP sind doch kappes, wo kommt den die Wärme für die WW-Erzeugung her, aus dem Haus, in das man vorher die Energie mit Gas reingesteckt hat.


    Tip: mach dich mal im Haustechnikforum schlau und stell dort dein Problem vor.

  • wenn Du die Heizungsnischen sanieren willst ... tausch die Heizkörper gegen die größten ( Typ 33) die Du reinbauen kannst.
    Dann bekommt man die Bude auch mit 50-55°C Vorlauf warm >>> dann geht auch Wärmepumpe



    Edit: lass die Niedertemp-Gasheizung drinn.
    in meinem alten Haus hatte ich einen Schäfer-Niedertemp-Gaskessel, der lief so mit knapp 90%
    in meinem jetzigen Haus habe ich eine Brennwert-Gas und liege bei echten 100%,
    "spare" somit 10% von 2.300m³ Gas,also grob € 100,-


    die jährliche Wartung kostet aber Richtung € 200,- :evil::evil::evil:
    und wenn die 1x ausfällt ist die Brennkammer zu, eine neue kostet € 600,-


    Mein alter Schäfer-Kessel lief 10 Jahre ohne Wartung durch und hatte TOP Werte !

    10xTalesun 320Wp + 6xRisen 310 + 8xKyocera 175WP + MPPT150/60 + MPPT150/35+ Multigrid 3000/48 + CCGX+ 2x Pylontech 2,4kWh
    31x Hanwah QCells 315 black + 2 SUN2000-4KTL

  • Zitat von Per Koro

    das Dach ist komplette Südseite.
    Das Haus hat beschauliche ca. 110qm.


    warum dann nur ~20m² Dachfläche verfügbar?


    Zitat von Per Koro


    Es gibt keinen Warmwasserspeicher, aber diesen finde ich mehr als sinnig.
    Also eine Wärmepumpe zum Speicher und als Spitzenlast den alten Gaskessel?


    Bei geringem WW-Bedarf gibt es da verschieden Lösungen:
    Durchlauferhitzer mit Wärmerückgewinnung (Duschrohr) z.B.
    bringt ja nix, wenn man zwar effizient WW bereitet aber das meiste einfach ungenutzt verloren geht...


    jedenfalls einen WW-Speicher so klein wie möglich wählen, damit der Inhalt regemäßig ausgetauscht wird
    um die WW-hygiene zu gewährleisten


    Zitat von Per Koro


    Dann wäre ich vermutlich insgesamt.sogar günstiger als beim Kesseltausch.
    Was haltet ihr von einem kleinen Stromspeicher um die Nacht zu überbrüclen?


    Kesseltausch nur wenn defekt oder, im ideallfall, nicht mehr benötigt entsorgen.
    Speicher sind z.Zt. noch zu teuer um Einsparungen zu erzeugen...


    Heizkörper sollten möglichst gegen Flächenheizung ersetzt werden, das muss nicht die FBH sein.
    Wand und Decke gehen auch, z.B. im Trockenbau, sonst große Heizkörper.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5