Welche Module für Laderegler

  • Hallo,


    ich hoffe die Frage ist hier richtig.
    Ich stehe aktuell vor dem Problem das ich mir nicht ganz sicher bin welche Werte vom Laderegler bzw der Module relevant ist um den richtigen Regler bzw. die korrekten Module zu kaufen.
    Es gibt hier zig Kenngrößen.


    Ich möchte ein halbwegs bezahlbaren MPPT Regler verwenden. Das System soll in 24 Volt laufen und die Modulleistung soll ca 4x250 Watt betragen.


    Somit komme ich bei 24 Volt ja bekanntlich auf 500 Watt.


    Nun habe ich mal folgenden Regler angeschaut:


    https://www.amazon.de/Renogy-S…f1-934f-7b5a58c1d2cf&th=1


    Hier ist keine Modulleistung angegeben.


    Bei dem Regler hingegen schon da ist es Relativ klar.


    https://greenakku.de/Ladegerae…420-20A-12-24V::1176.html


    Welche Modulwerte muss ich nun ran ziehen um zu Prüfen ob z.B. Meine Konfiguration zum ersten Regler passt?


    Als Modul z.B.


    https://www.amazon.de/Solarmod…&keywords=solarmodul+250w


    Man muss doch auch ohne Angabe der Max PV Leistung in Watt den Passenden Regler finden können oder nicht?


    Über eine Nachilfe in den Basic sachen würde ich mich freuen.

  • Auch bei 24V bleiben 1000W

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Der Isc der Module sollte kleiner sein als der max Eingangsstrom des Reglers.
    Der ist mit 25 Amp angegeben, ein 250 W Modul dürfte um die 9 Amp Isc haben.
    Also 2 Strings parallel.
    Die andere Angabe bezieht sich auf die max Leerlaufspannung, hier 100 V.
    Daher können von den oben erwähnten 250 W Modulen, sofern es sich um 60 Zeller handelt, max 2 in Reihe geschaltet werden.
    Insgesamt wären es 2 x 2 x 250 = 1.000 Wp.
    In der Praxis könnte man (auf eigene Verantwortung) auch 3 Strings parallel anschließen.
    Die Meßwerte (STC) werden kaum je erreicht, daher gelten im Feld eher die NOCT Werte, siehe dazu das Modul Datenblatt.
    Bei guten Herstellern wird in der Installations- oder Betriebsanleitung oft auch der max. Anschlußwert genannt oder es gibt sogar ein Auslegungsprogramm (Victron).


  • Um auf 24 Volt zu kommen muss ich 2 Module in Reihe schalten. und die Konstellation Parallel.


    Dh ich hab 24 Volt und ISC von 18 Amp Richtig?
    Die Leerlaufspannung Verdoppelt sich dann auch oder?


    Dh Ich rechne ISC Amp + Leerlaufspannung zusammen und wenn die Werte kleiner sind passt das ganze?


    Also 2 Module mit z.B. 30 V Leerlaufspannung und 9 Amp Isc = 9 Amp und 60 V in Reihe geschalten.
    Die gleiche Konstellation Parallel dazu ergibt 60 V Leerlaufspannung und 18 Ampere gesamt bei 24 Volt Systemspannung.


    Stimmt das so?

  • Wenn du zwei Module in Reihe schaltest, verdoppelt sich die Uoc, also zB 2 x 30 V.
    Der Strom dagegen ist der des einzelnen Moduls, say 9 Amp.
    Isc und Uoc kann man nicht zusammenrechnen, wie denn? Isc heißt ja U = O und Uoc bedeutet gleichzeitig I = 0.
    Die max Leistung des Moduls rechnet sich aus dem Produkt von Impp x Umpp.
    Die Werte findest du im Datenblatt des Moduls.
    Aktuelle Werte für Strom und Spannung werden im Laderegler angezeigt (wenn Display vorhanden).


    Die Systemspannung des Systems ist eine andere Baustelle :D
    Dafür schaltest du zwei Akkus von je 12 V in Reihe oder vier á 6 V oder 12 á 2 V.
    Die Ladeschlußspannung beträgt dann um die 29 V, je nach Akku Type.
    Auf Grund der höheren Eingangsspannung von den Modulen kann ein MPPT LR dies optimal verarbeiten und am Akku kommt die richtige Ladespannung und Strom an. Meist als PWM Päckchen. :D
    Deine Annahme, dass die Module eine Spannung von 24 V haben sollten, ist dagegen falsch, das würde nicht zum Laden eines 24 V Akku ausreichen.
    Aber keine Sorge, das erledigt ein guter LR alles von selbst, sofern er richtig eingestellt ist.
    Die Vorgaben stehen (meist) in der Betriebs- und Installationsanleitung.
    Vorm Basteln sollte lesen angesagt sein. :D

  • Zitat von Klappspaten

    Also 2 Module mit z.B. 30 V Leerlaufspannung und 9 Amp Isc = 9 Amp und 60 V in Reihe geschalten.
    Die gleiche Konstellation Parallel dazu ergibt 60 V Leerlaufspannung und 18 Ampere gesamt bei 24 Volt Systemspannung.


    Stimmt das so?


    Hi Klappspaten, nicht ganz (Systemspannung).


    Bei einem MPPT-Regler kannst du immer mit den Watt rechnen. Bei beiden Reglertypen ist es wichtig die zulässige Eingangsspannung (Leerlaufspannung) nicht zu überschreiten. Hier ist zu beachten, dass diese mit abfallender Temperatur ansteigt!


    Bei einer Reihenschaltung der Module addieren sich die Spannungen, bei einer Parallelschaltung addieren sich die Ströme. Es ändert sich jeweils nur immer eine Einheit. Die Leistung (Watt) bleibt immer gleich.


    Bei einem Shunt-Regler gilt P=Batteriespannung*Eingangsstrom. Das bedeutet mit einer Reihenschaltung erhöhst du nicht die Leistung, weil Eingangsstrom und Batteriespannung die selben bleiben.


    Bei einem MPPT-Regler gilt hingegen vereinfacht gesagt Eingangsleistung=Ausgangsleistung, also die Leistung, die rein kommt kommt auch raus - unabhängig von den Spannungen und Strömen.
    Die Voraussetzung, dass das klappt ist bei beiden Reglertypen, dass die Eingangsspannung (MPP-Spannung) höher ist als die Batteriespannung. Das gilt auch im Sommer (da nimmt die Modulspannung ab!), weshalb sich 60-Zeller nicht für ein 24V-System an einem Shunt-Regler eignen, außer man verwendet Lithium-Batterien.
    Man muss dafür mindestens zwei Stück in Reihe schalten, weshalb letztendlich nur ein MPP-Regler dafür in Frage kommt.
    Darüberhinaus muss der Laderegler natürlich für die Leistung ausgelegt sein.


    Der Ausgangsstrom bei einem MPPT-Regler entspricht idR nicht mehr dem Eingangsstrom. Bei 1000W Modulleistung kannst du die Standardformel P=U*I, also I=P/U verwenden, wobei U deine Batteriespannung und P die Modulleistung ist.
    Bei einem 24V System kommen dann I=1000W/28,8V (Ladeschlussspannung) ~ 35A raus. Bei niedrigerer Batteriespannung entsprechend etwas mehr.
    Das würde dem Peak der Module entsprechen, die man quasi nie erreicht. Der Regler darf also kleiner ausfallen. Somit würde der Victron 100/30 gut zu einem 24V System passen.


    Kalle hat das schon super erklärt.

  • Oh interessant. Gibt es daten wie stark die Spannung im Sommer im Schnitt abfällt? Weil gedacht war evtl wirklich ein 60 Zellen Modul und ein günstigen PWM regler. Aber wenn das nicht passt und ich 2 Module brauch hat ein PWM zu hohe Verlust Leistung. Bei 30 Watt hätte der PWM bei 27 volt lade Spannung nur knapp 10% Verlust
    Das wäre völlig ok gewesen

  • Also wenn ich das richtige sehe kann ich 2x30 volt nehmen zusammen schalten das ich 60 volt lade Spannung habe. Hier hat Dan ein PWM regler dann aber die höheren Verluste.


    Oder ich schalte zb 2x18 volt Module zusammen. Dann ich 36 volt Lade spannung.


    Da die Module die angegebenen Spannung im Sommer nicht erreichen würde das ja passen da könnte ein PWM regler ja dann gut passen oder nicht?


    Für den Laderegler sind dann wie Werte
    Leerlauf Spannung Voc und
    Kurzschluss Strom Isc wichtig. Diese dürfen die Werte nicht übersteigen welche angeben sind richtig? Also zb 100 Volt und 20 A


    Je nach dem wie viel Spannung verloren geht könnte die Kombi mit dem PWM regler doch ganz effizient arbeiten?



    Und ein MPPT Regler verbreitet alles effizient solang die Modulspannung höher ist als die Ladespannung korrekt?

  • Zitat von kalle bond

    Deine Annahme, dass die Module eine Spannung von 24 V haben sollten, ist dagegen falsch, das würde nicht zum Laden eines 24 V Akku ausreichen.


    Zitat von schlossschenke

    ... weshalb sich 60-Zeller nicht für ein 24V-System an einem Shunt-Regler eignen


    Was meinst, kalle - soll ich oder soll ich nicht? :mrgreen:


    Klappspaten , vielleicht hab ich`s ja überlesen, aber welchen Akku willst Du wann für welchen Zweck laden/nutzen?


    lg,
    e-zepp


    p.s: schon komisch dass das scheinbar sonst keinen hier interessiert... :roll: