Erste UST Voranmeldung.

  • Nee, das Finanzamt (besser das BMF, da gibt's ein Schreiben zu) will dass die Grundgebühr auf den kompletten Verbrauch umzulegen ist (also Eigenverbrauch+Bezug), um deinen früheren durchschnittlichen Bezugs-Strompreis auszurechnen, den du ohne PV gehabt hättest.


    Das ist dann die Grundlage für die USt auf den Eigenverbrauch / die unentgeltliche Wertabgabe (nicht zu verwechseln mit der Sachentnahme bei der ESt, wo es die Einspeisevergütung ist).


    Mit der Einspeisung hat die Berechnung oben gar nix zu tun... Du bezahlst die GG ja für den Bezug und wenn du davon weniger hast entzieht du dem FA Steuereinnahmen durch den EV. So die Logik dahinter...


    Und in meinen Augen hat die GG beim EV deswegen sowieso auch gar nix zu suchen, da ich auf diese ja in jedem Fall schon USt bezahlt habe, PV daran gar nix ändert und es so mMn zu ner Doppelbesteuerung kommt. Aber ich hab beim BMF halt nix zu sagen und da es nur um nen halben Cent rauf oder runter geht meinetwegen... Besser wie der Erguss den sie sich ursprünglich ausgedacht hatten. Da wollten sie die GG nämlich auf den jetzigen / verbleibende Bezug beziehen... Das hätte bei Speicherfreunden dann kWh-Preise im Euro-Bereich gegeben. ;)

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Hallo Leute wie muss ich die Steuer der Anlage die ich vom Finanzamt jetzt im Januar aufs Konto zurück bekommen habe verbuchen ?

    Ich habe die PV Steuer Software. Muss ich die Steuereinnahme als Einnahme im Januar verbuchen? Wie sieht das in der Umsatzsteuererklärung aus für 2018. Ich habe die Steuer an das Unternehmen ja im November bezahlt jett aber erst im Januar erstattet bekommen ? Beim Finanzamt habe ich Ist Verteuerung beantragt.

    Anlage 9,9 kwp 36 x Canadian Solar Module 275 Watt .Wechselrichter SMA Tripower 9000

  • Du musst den Preis incl. GG für den gesamten Jahresverbrauch nehmen. Also bei zB. 4000kWh im Jahr:


    0,20+12x10,42/4000=0,23ct

    Und damit

    38*0,23*0,19=1,58€ Steuer


    Kannst dann ja mit der Jahreserklärung richtigstellen... die Vorsteuer aus der Anschaffung hast schon im Dezember angemeldet?

    Vielen Dank für deine Antwort!


    Also habe ich für Dezember schon mal zu viel Steuern angemeldet ;)


    Das mache ich also jetzt nach dieser Rechnung das ganze Jahr durch und schaue am Jahresende, ob der geschätzte Verbrauch (bei mir habe ich jetzt mal 3000KWh eingesetzt) gepasst hat...ansonsten korrigieren.


    Mit der Vorsteuer für die Anschaffung meinest du die Mwst. vom Anlagenkauf? Ja, die habe ich in der Voranmeldung vom Dezember mit angegeben. Will das FA in der Regel wissen, wie ich auf den errechneten Steuerbetrag komme oder haben die ihre eigenen "Berechnungsschlüssel"?


    Vielen Dank erstmal!!!

  • Für die Vorsteuer wollen sie normalerweise ne Rechnung sehen, aber da fragen sie dann schon danach... Bei Ester kannst ja keine anhängen und dann hast wenigstens ne Kontaktemailaddresse wo du sie hinschicken kannst.

    Wegen der Wertabgabe hab ich noch nie ne Nachfrage gekriegt,... Wäre aber schon gut ne Rechnung vom EVU in der Hinterhand zu haben wo die Zahlen draus hervorgehen.


    Mit der Jahresumsatzsteuererklärung kannst du immer jedwede Diskrepanz mit den VAs glattziehen... Gibt da so nen Posten Vorrauszahlungssoll. Es wird aber meist empfohlen, dass schon mit der Dezember-VA zu machen, wo du ja die genauen Zählerstände kennst. Dann gibt es bei der späteren Jahreserklärung keine Differenz mehr und die rutscht einfach so durch ohne das da ein Sachbearbeiter draufgucken muss.


    Die Monate vor Dezember würde ich übrigens einen immer konstanten gut geschätzten mittleren Wert für den EV deklarieren, quasi als Abschlag, sonst musst ja jeden Monat dumm rumrechnen und Zähler ablesen für die paar Euro. Das verlangt keiner...


    Sush_nee ja, das ist dumm... Da hast du dann für letztes Jahr ne fette Steuerminderung wg. Verlusten durch die Mehrwertsteuerzahlung und dieses Jahr ne Erhöhung, weil der Gewinn durch die Erstattung garantiert über der 410€ Freigrenze liegt. Ich würde dann letztes Jahr die Sonderabschreibung sein lassen und dafür dieses Jahr nehmen um den Gewinn zu drücken.

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  • Hallo zusammen, da mich ganau das gleiche Thema "meine aller erste Umsatzsteuervoranmeldung" gerade schlaflose Nächte bereitet, hänge ich mich hier auch mal ran. Habe alles durchgelesen und mir ist einiges klarer geworden, dennoch bin ich mir noch unsicher.

    Meine Anlage ging am 19.02.2019 in Betrieb, ich habe aber erst seit dem 07.03.2019 einen neuen Drehstromzähler. Seit gestern habe ich eine neue Steuernummer bekommen und versuche in Paulchens Software (die ist klasse) die richtigen Daten einzugeben. (Das Berechnen des Wertes für die unentgeltliche Wertabgabe war ein graus, ich träume schon davon).

    Nun muss ich meine erste Umsatzsteuervoranmeldung tätigen und möchte natürlich nichts falsch machen. Ich habe natürlich keine Ahnung, wie hoch mein Eigenverbrauch im restlichen Februar war, produziert wurden jedenfalls 285,8 kWh. Da ich ein E-Auto fahre gehe ich mal von mindestens 50 kWh Eigenverbrauch aus. Ist so ein Wert realistisch?

    Ich habe mal ein Bild angehängt, sind das die Werte, dich ich dann für den Februar melden muss?


    Vielen Dank für eure Hilfe hier im Forum, ohne euch wäre Photovoltaik für mich nicht möglich gewesen...


    Gruß

    schlootie


    PS: Ich habe im Februar meine PV-Anlage bezahlt, wann bekomme ich meine bezahlte Vorsteuer zurück? Erst im nächsten Jahr bei der jährlichen Steuererklärung?


    9,3 kWp Photovoltaik-Anlage mit Überschusseinspeisung

    30 AXIblackpremium AC-310MH/60SB (FS35) (5BB)

    Kostal PLENTICORE PLUS 7.0

  • Hallo Schlootie,

    danke für dein Lob.


    Zum Eigenverbrauch: Wenn nicht gemessen worden ist, musst du schätzen. Da dir für die 10 Tage im Februar noch keine Werte vorliegen, wird niemand die 50 kWh bestreiten können. In den folgenden Monate wirst du mehr Klarheit haben. Ich empfehle dir, die Werte deiner PV-Anlage aufzuzeichnen. Hier gibt es eine dazu eine passende Excel-Tabelle:

    https://www.pv-steuer.com/modu…llery/dlc.php?id=049CB991


    Das gepostete Bild zeigt dir, wie deine USt-Voranmeldung für Februar aussieht. Allerdings hättest du diese bereits zum 10.03. dieses Jahres ans Finanzamt melden sollen (Termin zur Abgabe der VA ist immer der 10. des Folgemonats). In deinem Fall aber mit dem nachträglichen Einbau des Zählers ist das wahrscheinlich zu akzeptieren. Für die Märzmeldung hältst du dich aber daran.


    Deine Mehrwertsteuer aus der Anlagenrechnung hast du in der Februar-VA als "bezahlte Vorsteuer" eingetragen. Damit ist der Antrag auf Rückerstattung gestellt. Eventuell will das Finanzamt noch die Rechnung sehen. Ich empfehle immer, eine Rechnungskopie schon vorab dem FA zur Verfügung zu stellen, dann klappt es mit der Rückerstattung schneller.


    mfg

    Paulchen

    Excel-Tools mit VBA-Makros zu Buchführung und Steuer für PV-Anlagen:
    Einspeise-, Direktverbrauchs-Anlagen und Kombinationen beider Arten
    DV-Tools auch für OS X - WIN-DV-Tool (1 Anlage) auch mit KUR
    Informationen unter https://www.pv-steuer.com

  • Hallo Paulchen,


    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich hatte schon mit dem FA telefoniert und um etwas Aufschub gebeten...

    D.h., mehr als die vier oben in der Grafik angegebenen Werte muss ich nichts eintragen? (Außer natürlich die Grunddaten).

    Dann ist es ja doch nicht sooo viel, was jeden Monat gemacht werden muss.


    Viele Grüße


    schlootie

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  • Nee... das ist tatsächlich nichts an Aufwand... Man muss halt nur wissen was und wo... Einmal schlau gemacht und gut.


    In den VAs wird ja noch nichtmal zw. vereinnahmter Vorsteuer und Wertabgaben unterschieden... Da ist genau 1 Wert zu melden und (falls du selbst keine Rechnungen schreibst, sondern die Abrechnung mit Abschlägen dem VNB überlässt) ist das noch dazu immer der gleiche Wert, sofern du die Wertabgabe ebenfalls nur schätzt (wie es der VNB bei den Abschlägen ja auch tut).

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    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)


  • Der Link funktioniert aktuell nicht bei mir...

    Ich beschäftige mich bereits vorab mit dem Thema, meine Anlage wird gegen Ende April installiert. Konflikt wird dann bereits sein, dass ich bis zum 10.Mai eine Voranmeldung abgeben muss, ohne entsprechende Steuernummer zur Verfügung zu haben.

    Insgesamt stelle ich fest (auch durch andere Threads), dass sich die Investition der 50,00 Euro für das Programm PV-ST-Direktverbrauch-II für 1 Anlage lohnt und ich dadurch entsprechende Hilfestellung auch zur Umsatzsteuervoranmeldung und Fragenstellungen wie unentgeltliche Wertabgabe erhalte, oder?


    LG


    :danke:

  • Hallo Paaschi,


    da hat sich anscheinend in unserer Datenbank zu den Downloads etwas verändert. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welche von mehreren Tabellen zur Berechnung der ueWA ich im Link angebenen habe. Aber suche dir doch selbst die passende aus, indem du auf

    https.//www.pv-steuer.com/pages/downloads.php

    gehst und dort im Abschnitt "Nützliche Excel-Tools zur Steuerberechnung" die für dich passende aussuchst.


    Deine Frage kann ich mit "ja" beantworten ;-).


    mfg

    Paulchen

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