Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

  • Aber zurück zum Thema: Mal möglichst neutral betrachtet bedeutet eine Senkung der Einspeisevergütung für Anlagen ab 40 kWp zwar insgesamt erst einmal eine Kürzung. Wenn aber die Vergütung für kleinere Anlagen nicht gleichermaßen gesenkt wird, bedeutet es mittelfristig eine Verschiebung hin zu kleineren Anlagen. Wenn der Zubau >40 kWp einbricht, wird der "atmende Deckel" zu stagnierenden oder sogar wieder steigenden Vergütungen führen. Somit werden kleinere Dachanlagen im Vergleich attraktiver.


    Problem 1: Bis der atmende Deckel darauf reagiert, geht zu viel Zeit ins Land. Die Branche leidet und die Energiewende bekommt einen Dämpfer.


    Problem 2: kleinere Anlagen auf Hausdächern sind m.E. unabdingbar für die Energiewende, aber eben in Summe nicht so schlagkräftig wie große Anlagen auf Industriedächern. Sprich: Selbst wenn sich der Zubau auf kleinen Dächern dadurch steigern sollte, ist der Beitrag zur Energiewende kleiner.


    :arrow: Unterm Strich wird also die Energiewende gebremst, aufgeschoben, aufgeweicht. Natürlich wird das Gegenteil behauptet. Kann man ja sonst nicht gut verkaufen...

    Private PV-Anlage (Inbetriebnahme ca. 07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (seit 04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Du denkst zu kompliziert! 9 von 10 WKA Gesellschaften müssen PV zukaufen, um ihre Kontrakte voll zu bekommen.
    Daher sehe ich einen Boom bei der Nutzung von Gewerbedächern , die ja zum Großteil in der Hand von 'Strolchen' wie einer seiner sind.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Du denkst zu kompliziert! 9 von 10 WKA Gesellschaften müssen PV zukaufen, um ihre Kontrakte voll zu bekommen.
    Daher sehe ich einen Boom bei der Nutzung von Gewerbedächern , die ja zum Großteil in der Hand von 'Strolchen' wie einer seiner sind.


    Ebend, und deshalb ist Bürgersolar dann tot. Und genau das meint "buergersolar" wohl :wink:
    Ich meine das auch (angesprochen fühlen dürfen sich mittlere Anlagen von 400-750 kWp).

  • Das einzig Positive ist wohl, daß sich Verbrauch vor Ort trotz 100% EEG-Umlage für mehr Unternehmen lohnen wird.
    Wie sie das alels noch vor dem Jahresende durch den Bundestag bringen wollen, ist mir schleierhaft. Gefühlt sind die doch schon in den Weihnachtsferien.


    OT: wenn ich in führender Position wäre, würden Mitarbeiter, die unausgegorene Entwürfe an die Öffentlichkeit bringen, entlassen. In der Politik ist das aber eher die Regel als die Ausnahme. Wenn ich mir die Koalitionsverhandlungen in Bayern gerade ansehe, habe ich da großen Respekt, daß die das hinbringen auch wenn ich von dem was rauskommt nichts bis wenig halte.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Zitat von ruke

    Heute war gar nichts Neues in der Presse . Oder ?
    Gibts den Entwurf irgendwo ?


    Heute Mittag wurde der Entwurf im SWR3 kurz erwähnt also sollte etwas dran sein.


    Das sind die ganzen Freundlichkeiten für das Deutsche Volk, die eigentlich während der Fußball WM durchgewunken werden sollten. Leider Hat sich Alternativlos Phantasielos dabei verzockt indem sie sich für die Maulwürfe stark gemacht hat. :cry:



    Djang

  • Die Frage ist ja wie „ fertig „ der Entwurf ist .
    Hätten nicht wenigstens die Grünen was sagen müssen ?
    Die Hoffung stirbt zuletzt ...

  • Zitat von ruke

    Die Frage ist ja wie „ fertig „ der Entwurf ist .
    Hätten nicht wenigstens die Grünen was sagen müssen ?
    Die Hoffung stirbt zuletzt ...


    Der Entwurf ist momentan ein Entwurf der Bundesregierung, da haben die Grünen nichts mit am Hut. Erst wenn der Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht wird, ändert sich das.

  • Zitat von tks

    Ist ja lustig, wie hier die Frösche quaken weil der Sumpf trocken gelegt wird. Für mich als Stromverbraucher ist das doch eher eine gute Nachricht. :wink:


    Es geht noch nicht mal mehr um die Kürzung an sich, sondern das Prozedere. Ohne Vorankündigung, ohne Diskussionen, ohne irgendwas soll in Zwei Monaten 20% Vergütung wegfallen. Das ist Willkür und keine Investitionssicherheit.


    Es sind Verträge unterschrieben, Module gekauft oder bestellt etc. etc. und da kommt man jetzt nicht mehr raus. D.h. Investitionen werden vom ersten Tag an Verluste schreiben und vermutlich wird auch der ein oder andere Handwerksbetrieb Pleite gehen. So macht man keine Politik. Wenn die 20% Kürzung sein müssten, sollte man minimum vier, besser sechs Monate Vorlaufzeit haben. Zumal viele extra bis Januar warten weil es eigentlich besser ist aus Vergütungssicht, die sind jetzt am Arsch.


    Stell dir vor du bestellst verbindlich ein Auto und am Tag der Auslieferung erhöht der Staat die Mehrwertsteuer auf Autos plötzlich um 20 Prozentpunkte und anstatt 30.000€ musst du jetzt 35.000€ zahlen. Dann will ich mal sehen wie du quaken würdest. :roll::roll: