Lohnt sich das pachten bzw. anmieten von Dachflächen noch?

  • Hallo PV´ler,


    aktuell habe ich 2 Anlagen gebaut, diese sind bereits auch am Netz und laufen wunderbar :mrgreen: (gut sind ja auch erst eine Woche am Netz :lol::lol::lol: ).


    Da ich das Thema PV recht interessant finde, spiele ich aktuell mit dem Gedanken, geeignete Dächer in der näheren Umgebung anzumieten und dort PV-Anlagen zu realisieren. Hierzu aber jetzt meine Fragen:


    - Lohnt es sich aktuell noch Dachflächen anzupachten und wenn ja, welche Anlagengröße sollte realisierbar sein damit es sich aus Kapitalanlegersicht überhaupt rechnet? (Dachausrichtung sollte dann weitestgehend nach Süden sein)
    - Auf Nachfrage bei meinem Analgenbauer könnte ich PV Anlagen ab 25kWp um die 850€/kWp bis 880€/kWp realisieren können.
    - Wie sollte so ein Dachpachtvertrag aussehen und gestaltet werden? Gibt es hier irgendwo Musterverträge?
    - Wie hoch liegt aktuell die Vergütung für den Dachverpächter? (6-10% von der Einspeisevergütung?)



    Fragen über Fragen, allerdings ist das Thema doch recht interessant und vor allem sind die Risiken überschaubar. Vorab schon einmal vielen Dank für die Zeit von euch zum beantworten meiner Fragen :danke::danke::danke:

  • Hallo Baeuerlein,


    ich selbst habe mit meinem Bruder auch ein paar Dächer gepachtet. Bei den 2009 und 2010 sind entweder feste Jahrespachten vereinbart worden oder (aber nur bei einer) 6% des Jahresertrages.


    Vor zwei Wochen war ich bei einer Firma in der Region, die ein 160m und ein 130m langes (neues) Dach haben. Auf den beiden Dächern hätte ich eine 500kWp Anlage realisieren können (auf Süd-Ost und Nord-West Ausrichtung). Bei einer zu erwartenden Einspeisevergütung von "nur" 40.000€ im Jahr hätte ich dem Inhaber bei 5% der jährlichen Einspeisevergütung lediglich 2000€ im Jahr anbieten können ... folglich hat er nicht zugeschlagen :-(


    Viel Spaß und Erfolg bei deinem unterfangen.


    Mit sonnigen Grüßen,


    bereil


  • Das ist eben auch der Gedanke den ich habe, da mittlerweile einfach die Vergütung recht gering ist. Die Frage ist ob da überhaupt noch wer mitspielt ? Ich würde hier höchstens auf die Großindustrie oder aber den ein oder anderen Landwirt tippen, der eventuell den ein oder anderen hunderter gern mitnehmen würde. :juggle:

  • Ich wurde von einem Landwirt angesprochen, weiter ePV Anlagen auf seinen Dächern zu bauen, da unter nicht isolierten Blechdächern ein deutlch besseres Stallklima herrscht.
    Im Sommer weniger warm und im Winter kein Kondenswasser :!:


    Es gab jeweils einen abgezinsten Betrag als Einmalzahlung vorweg.


    Ich habe noch ein Dach auf einer Gewerbehalle im Auge, weiß aber noch nicht, ob ich es realisiern soll.
    Flaches Dach ohne Schatten für 100 kWp :juggle:

    Wer, wenn nicht wir....


    wann, wenn nicht jetzt?????

  • Zitat von Mr.10.000Volt

    Ich wurde von einem Landwirt angesprochen, weiter ePV Anlagen auf seinen Dächern zu bauen, da unter nicht isolierten Blechdächern ein deutlch besseres Stallklima herrscht.
    Im Sommer weniger warm und im Winter kein Kondenswasser :!:


    Es gab jeweils einen abgezinsten Betrag als Einmalzahlung vorweg.


    Ich habe noch ein Dach auf einer Gewerbehalle im Auge, weiß aber noch nicht, ob ich es realisiern soll.
    Flaches Dach ohne Schatten für 100 kWp :juggle:


    Die Frage ist ja erst einmal was bekommt man für einen kWp Preis inkl. Montage und was kommen für kosten für den Netzanschluss dazu.


    Kann hier evtl. jemand eine Renditeberechnung für z.B. eine 50 kWp oder 100 kWp Anlage mit Realisierung im März/April berechnen? :mrgreen:

  • Sollen wir die Anlage dann auch noch bauen? ;-)
    Nachdem die Vergütungssätze aktuell nur bis Januar 2019 feststehen und für eine vernünftige Berechnung ja noch mindestens Kosten, Ertrag, ... fehlen, lässt sich das schlecht machen.
    Denke die Preisewerden wohl bei etwa 800€/kWp liegen..


    Stefan

  • Zitat von LumpiStefan

    Sollen wir die Anlage dann auch noch bauen? ;-)
    Nachdem die Vergütungssätze aktuell nur bis Januar 2019 feststehen und für eine vernünftige Berechnung ja noch mindestens Kosten, Ertrag, ... fehlen, lässt sich das schlecht machen.
    Denke die Preisewerden wohl bei etwa 800€/kWp liegen..


    Stefan

    Naja man könnte das ganze ja einmal mit moderaten 900kWh/kWp rechnen dann hätte man mal eine grobe Richtung.


    Wenn ich 900kWh/kWp mal ca. 0,10€ (Wert geschätzt) annehme sind das 90€ pro kWp im Jahr. Macht bei 900€ Anschaffungskosten pro kWp um die. 10% rendite. Allerdings sollte dann doch mindestens 50 kWp auf so ein Dach passen sonst lohnt der Aufwand ja gar nicht. Und selbst bei 50 kWp x 10% Anteil am Ertrag wären 50 kWp a. 9,00€ = 450€


    Ob sich dafür jemand sein Dach durchlöchern lässt......


    Gesendet von meinem CLT-L29 mit Tapatalk

  • ..,da hast du recht, dann ist das Thema Pachtdächer endgültig vom Tisch,.......


    ..,wird sich dann leider nur noch in ganz wenigen fällen lohnen,.... :evil:


    mfg

    PV-Korten GmbH, Industriestraße 11 48739 Legden, Ihre Nr.1 in Sachen Photovoltaik !

  • Nein, es lohnt sich nicht!
    :ironie:

    30 kWp Sharp/SMA (2018: 1.250 kWh/kWp:lol:); 25 kWp Sunpower/Fronius; 13 kWp QCells/AEG; 2 kWp QCells/Mikro-Inverter; 5 kWp Schott/Victron.zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...

    (Herstellerzertifizierung QCells/ESS, SMA, LG Chem/Solaredge, Mercedes)