Reinigen der Photovoltaikmodule

  • Hallo zusammen,
    habe seit 2 Wochen eine zweite Anlage und bin wirklich überrascht was diese bei dem derzeit schlechten Wetter erzeugt.
    Neue Anlage 8,1kWp (10.2018)
    Alte Anlage 11,49kWp (7.2011)
    Beide Anlagen sind genau gegen Süden ausgerichtet die kleine auf einem Carport mit 10% Neigung und die andere auf dem Hausdach mit 45Grad. Die kleine Anlage wird über ein Hauskraftwerk E3DC (13KW) betrieben und die alte Anlage über Wechselrichter mit Trafos. Bei dem derzeitigen Wetter läuft die kleine Anlage besser, wenn aber die Sonne wirklich mal raus kommt holt die alte Anlage wieder auf.


    Kann es mit der Verschmutzung zusammenhängen und habt ihr eure Module schon einmal gereinigt?
    Oder haben die Wechselrichter mit Trafo eine höhere Verlustleistung?


    Ach ja beide Anlagen laufen über Leistungsmesser vom E3DC daher der direkte Vergleich!


    Danke und Gruß
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    die Argumente für den Unterschied hast du doch alle selbst geliefert:


    Unterschiedliche Neigung, unterschiedliche Technologie der Wechselrichter.


    Die Frage nach der Reinigung sollte sich folglich gar nicht stellen.

  • Hmmm könnte mir aber trotzdem vorstellen das durch die Ablagerungen über Jahre sich das Leistungsbild verändert!
    Hat hier jemand seine Module schonmal gereinigt bzw. reinigen lassen? und wie sind die Erfahrungen?


    Gruß
    Jörg

  • Auf einem DN45 Grad Dach macht das sehr zuverlässig der Regen.


    Ein Trafo WR hat dagegen gerne mal 3-6% schlechteren Ertrag :!:
    Welche sind es denn.


    Das die DN10 Anlage bei bedecktem Himmel "besser" läuft, als die DN45 Anlage liegt einfach daran, dass die Module mehr Himmel sehen, sprich mehr Fläche gen Himmel zeigt, als bei den steil stehenden Modulen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Den Hauptgrund sehe ich bloss im höheren Wirkungsgrad der Module.
    Jedoch nicht im Wechselrichter und schon gar nicht in der Verschmutzung.
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • Deutliche Warnung vor reinigen mit Wasser aus der Wasserleitung!
    Ich hab das mal mit dem Womo gemacht. Kalkablagerungen lassen grüßen!!!
    Die PV-Anlage ist nun 8 Jahre in Betrieb. Oft der Gedanke die mal zu reinigen. Aber der Regen zur Zeit hat sie wie neu gemacht!!

  • sehe ich ähnlich niemals mit Leitungswasser weder am Auto am WoMo noch am WoWa...
    dann liegt es bestimmt an den SMC Wechselrichter ...

  • Also insbesondere Trafo-Wechselrichter haben üblicherweise schlechtere Teillast-Wirkungsgrade als moderne, trafolose WR.
    Interessant ist jetzt aber Deine Aussage, dass die ältere Anlage bei hoher Leistung besser performed. Das würde auf einen schlechten Wirkungsgrad der E3DC bei Maximalleistung hindeuten.
    Insofern könnte der Effekt durchaus mit den WR zusammen hängen.
    Dazu kommt dann noch, dass die kleine Anlage mit 10° nur eine sehr flache Dachneigung hat. Das führt bei strahlender Sonne wohl zu einem gewissen Wärme-Stau unter den Modulen, die Modultemperatur ist somit höher und damit der Ertrag niedriger. Zumal die flache Anlage diffuses Licht besser auffangen kann als direkte Sonneneinstrahlung (die hier aktuell ja nicht mehr senkrecht auf die Module trifft).
    Eine Reinigung wird wohl nur bei den 10° Modulen der kleineren Anlage fällig werden.


    Ciao


    Retrerni