Stromversorgung Bayern nach 2022

  • passra : diesmal noch nicht. Aber wenn Söder weiter ähnlich ankommt wie Mappus hier, fehlen beim nächsten mal vielleicht noch 5% mehr, und es reicht mit den freien Wählern nicht mehr. o wie es in BW irgendwann mit FDP auch nicht mehr gereicht hat. Vielleicht beschnuppert man sich ja mal in Koalitionsverhandlungen, ähnlich wie in Hessen wo es dann eine Wahl später auch was geworden ist. Lindners Distanz zu Jamaika scheint ja auch in letzter Zeit geschrumpft zu sein. Es wird dann halt bunter in der Politik.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Wenn die CSU der Juniorpartner ist, machen die das wie in BW auch mit den Grünen. Noch schlimemr wäre ja nur gar nichts mehr zu sagen zu haben. Aber so lang sie fast alle Direktmandate, einzelne immer noch mit über 50% , holen, wird das nicht passieren. Das Landtagswahlrecht ist ja etwas anders als im Bund.
    BTT: Wenn wir den Österreichern nichts mehr liefern, könnte man sofort noch ein KKW stilllegen. Wobei der Export seit Trennung der Strompreiszonen schon deutlich gesunken ist. Bevor bei uns Irsching wieder in nennenswertem Umfang liefert, werden die Österreicher uns beliefern, weil deren Wasserkraft billiger sein wird. Die haben ja selbst genug Kraftwerke, Import (auch zur Durchleitung nach Süden und auch in die Schweiz) ist aber bisher das bessere Geschäft.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Ich war ja auch der Überzeugung, dass der geheime CSU Plan war, die AKW länger betreiben zu können.


    Mir wurde aber erzählt, dass das garnicht so einfach wäre, weder technisch noch regulatorisch, denn die AKW Betreiber haben sich mehr oder weniger schon längst auf das Auslaufen der Stromerzeugung vorbereitet. Ich stelle das mal so zur Diskussion, leider stecke ich da nicht im Detail drin.


    Ansonsten liefert die BNetzA natürlich entsprechende Analysen und die sind (vereinfacht gesagt) der Ansicht, dass das klappt.


    z.B.:
    https://www.bundesnetzagentur.…_blob=publicationFile&v=2

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von cephalotus

    Ich war ja auch der Überzeugung, dass der geheime CSU Plan war, die AKW länger betreiben zu können.


    Beim Atomgesetz handelt es sich doch um ein Bundesgesetz, das kann Bayern doch gar nicht alleine entscheiden.


    Es müssten doch bei den Verantwortlichen Daten darüber vorliegen was im Stromnetz los ist wenn sich z.B. Isar2
    in Revision befindet. Kommt zwar nicht oft vor....


    Zitat


    https://www.preussenelektra.de…werksrevisionvomNetz.html
    Seit dem Brennelementwechsel im Juli 2017 war das Kernkraftwerk Isar 2 mit einer Arbeitsverfügbarkeit von 99 % am Netz und erzeugte seither rund 12,2 Milliarden Kilowattstunden Strom. Mit dieser Strommenge hat das KKI 2 in diesem Zeitraum einen Anteil von ca. 12 % an der gesamten Stromerzeugung in Bayern und deckt einen großen Teil der Grundversorgung. Zudem trägt das Kraftwerk durch die konstante Stromeinspeisung rund um die Uhr bei gleichzeitiger Bereitstellung von Regelenergie maßgeblich zu einer stabilen Stromversorgung in Bayern bei.

  • Die Zuständigkeit für die Atomaufsicht liegt schon länger in weiten Teilen bei den Ländern. Ebenso übrigens auch die nicht-bundesländerübergreifende (Strom-)Netzgenehmigung.
    Bayern hat Erfahrung damit Bundes- oder EU-Recht zu ignorieren, ich sage nur Fahrverbote :roll: So lang die Verfahren in Bayern stattfinden, bleibt das Bußgeld ja im Land, wer auch immer sich das ausgedacht hat 8)


    Revisionen finden ja meistens im Sommer statt, da sind (noch, dieser Sommer hat da imo aber schon Abweichungen von früheren Jahren gezeigt) nicht die größten Netzlasten. Als wegen der Brennelementesteuer mehrere KKW im Frühjahr vom Netz waren, sind aber bekanntlich die Lichter auch nicht ausgegangen. Die Preise sind halt etwas gestiegen, waren aber auch nicht viel anders als wir das derzeit sehen.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Zitat von remag


    Beim Atomgesetz handelt es sich doch um ein Bundesgesetz, das kann Bayern doch gar nicht alleine entscheiden.


    aber man könnte wissentlich und willentlich eine Situation herbei führen, wo es zu Netzengpässen und Blackouts käme., z.B. indem man den Netzausbau verzögert wo man nur kann.
    Dann stände die Bundesregierung unter Zugzwang, denn einen Blackout kann auch diese nicht wollen.


    Zitat


    Es müssten doch bei den Verantwortlichen Daten darüber vorliegen was im Stromnetz los ist wenn sich z.B. Isar2
    in Revision befindet. Kommt zwar nicht oft vor....


    Klar liegen Szenarienanalysen zum AKW Ausstieg vor, siehe BNetzA.


    Die letzte kritische Situation war übrigens im Februar 2012 im ersten Winter nach Fukushima.


    Hier kam ein starker Kälteeinbruch, der zu einer sehr hohen Stromnachfrage in Frankreich führte. Dazu hatte Russland wegen Eigenbedarf die Gasförderung reduziert, die deutschen Gasspeicherbetreiber hatten mit dem Gas spekuliert und keine ausreichenden Reserven und die Gaslieferverträge waren so, dass in Süddeutschland aus der Erinnerung auch noch 4 Gaskraftwerke vom Netz mussten, weil sie kein Gas mehr bekamen.
    Gab damals mehrere sehr kurzfristige Krisensitzungen.
    Ergebnisse waren, dass die damals 11GW PV an den sonnigen Tagen die Situation ganz erheblich entschärfen konnten und dass Deutschland ein paar GW nach Frankreich exportieren(!) musste, weil in Frankreich tatsächlich brownouts drohten, während Deutschland (+AU + CH) selbst in den kritischen Stunden noch leichte Reserven hatte.
    Am Spotmarkt lagen die Preise für den Strom in Fr aus der Erinnerung bis 2€/kWh, in D erheblich darunter.


    Hier sollte sich das nachlesen lassen, dann auch ggf mit den genauen Zahlen:
    https://www.bundesnetzagentur.…cht_ZustandWinter11_12pdf


    MfG

    24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp

  • Zitat von alterego

    Bayern hat Erfahrung damit Bundes- oder EU-Recht zu ignorieren, ich sage nur Fahrverbote


    Revisionen finden ja meistens im Sommer statt, da sind (noch, dieser Sommer hat da imo aber schon Abweichungen von früheren Jahren gezeigt) nicht die größten Netzlasten.


    Ich find´s immer lustig wenn über die bösen Bayern geschimpft wird (sowohl im Fussball als auch im realen Leben)
    Wo gibt es denn bereits Fahrverbote ? Ausser in Hamburg genau die eine Straße ?


    Ausserdem kann der Herr Söder schlecht anordnen: Hey Jungs, lasst die Kiste mal noch ein bißchen laufen, wir brauchen Saft.
    Da lassen Sie lieber alle anderen Kraftwerke auf Vollgas laufen.
    Ein weiterbetreiben von nem KKW wird sich politisch niemand antun --> Kamikaze


    Im Sommer haben aber die anderen Kraftwerke meist auch keine (Rückkühl) Kapazitäten übrig ?

  • Hallo Jungs,


    es geht nicht um die Politischen Randerscheinungen in Bayern auch geht es nicht darum ob 2022 tatsächlich die AKWs im Bayern abschaltet werden.


    Es geht darum, wie ist das in der Realität, in der Praxis zu schaffen die 2 AKWs zu ersetzen.



    Einige haben ja gute Ansätze geliefert.


    1. Die Bayern haben ja noch Kraftwerke, Gaskraftwerke in Reserve.


    2. In Süddeutschland wird im Jahr mehr Strom nach Österreich, Schweiz, und Tschechien exportiert als die zwei AKWs in Bayern erzeugen.


    3. Es gibt in den nächsten Jahren, bis ende 2022 noch einen Zubau bei den „erneuerbaren“, auch in Bayern.


    Gibt es noch andere Optionen bis ende 2022 ?


    Die bis jetzt bekannten drei Bausteine um die AKWs zu ersetzen werde ich mal mit Zahlen zusammen fassen, um die Größen vergleichen zu können.
    .