Flächenbedarf für die Energiewende

  • Nun in vitro würde ich nur für Fleisch sehen. Ansonsten - soweit ich mich erinnere werden Aminosäuren für Futtermittel auch aus Erdöl gewonnen, und die Produktion von Zucker aus Holz gab es nach meiner Erinnerung im 2. Weltkrieg - d.h. Basisstoffe für Futtermittel etc. könnte man mit Strom auch Synthetisieren.

    Wenn man Ackerflächen nur noch für das verwenden würde was auch wirklich als Gemüse, Getreide, Obst als solches gegessen wird, würde ein kleiner Bruchteil der heutigen Ackerflächen bereits reichen.

    Wie weit das gehen wid, weis ich nicht. Aber es wird, wenn man will einiges in der Richtung gehen. Ob der hochreine Weisszucker von Zuckerrüben oder aus einer Zuckersynthese kommt - interessiert das längerfristig wirklich?

    Anders wärd das beim nicht reinen Zuckerrübensirup oder Rohrzucker - da bekommt man von der Pflanze noch was mit.

    Ob und wie gut man Stärke synthetisieren kann wäre dann der mächste interessante Punkt.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Der Bedarf für Power to Material sehe ich nicht, den decken wir jetzt schon, es wird vielleicht ein wenig mehr in Recycling gehen, das war es aber.

    Wir müssen die ganze Stahlerzeugung umstellen. Aktuell läuft das alles noch über Koks oder Direktreduktion mit Erdgas. Das wird man alles auf Direktreduktion mit Wasserstoff umstellen müssen. Da sind auch fast alle Hersteller schon mit ersten Forschungsobjekten unterwegs. Zuletzt Salzgitter. Dann kommt da noch der ganze Wasserstoff (immerhin +/- 60 TWh) hinzu, der momentan ohnehin schon benötigt wird und über Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Alles andere was nicht mehr aus Erdöl oder Erdgas erzeugt werden muss, kommt auch noch hinzu. Wir reden als schon von *** TWh die da hinzukommen.

  • Für diesen Ansatz gibt es keine belastbaren Daten, die den Ansatz unterstützen, das ist gerade mein Problem.


    Alle Projekte bisher laufen mit jämmerlichem Wirkungsgrad und immensen Anforderungen an die Hardware. Ich glaube du machst dir bei Nährlösungen u.ä. falsche Vorstellungen, was da durch in vitro Ansätze gewonnen werden kann.


    Fleisch mag eine wichtige Ausnahme sein.


    Bestimmte Nährstoffe können effizient synthetisiert werden. Mineralien, manche Vitamine, Kohlenhydrate und Eiweisse.

  • Wir müssen die ganze Stahlerzeugung umstellen. Aktuell läuft das alles noch über Koks oder Direktreduktion mit Erdgas. Das wird man alles auf Direktreduktion mit Wasserstoff umstellen müssen. Da sind auch fast alle Hersteller schon mit ersten Forschungsobjekten unterwegs. Zuletzt Salzgitter. Dann kommt da noch der ganze Wasserstoff (immerhin +/- 60 TWh) hinzu, der momentan ohnehin schon benötigt wird und über Dampfreformierung aus Erdgas gewonnen wird. Alles andere was nicht mehr aus Erdöl oder Erdgas erzeugt werden muss, kommt auch noch hinzu. Wir reden als schon von *** TWh die da hinzukommen.

    Die Energiemenge ist aber in unserer Endenergie schon erhalten. Es käme hinzu, den derzeitigen stofflichen Anteil über synthetische Treibstoffe bereitzustellen, also einfach die bei AGEB angegebene Menge mit 1.4 (Verluste bei der Synthese) multiplizieren.

  • Bestimmte Nährstoffe können effizient synthetisiert werden. Mineralien, manche Vitamine, Kohlenhydrate und Eiweisse.

    Ja. Die Frage ist, ob das ganze mit sinnvollen Ausbeuten geschieht. Bisher sieht es nicht gut aus.


    Oder von einer anderen Warte aus gesehen: Solange wir Europäer Fleisch- und Milchprodukte, die unter großem Aufwand hergestellt werden, exportieren, wäre mein Ansatz, dieses zu verringern und wieder mehr auf pflanzliche Kalorien umzusteigen.

  • Nun, wie gut ist "nicht gut", und welche Nebenprodukte fallen heute noch an die man nicht haben will?

    Dass es Verbesserungspotentiale gibt ist gewiss, denn der Bedarf an Synthese in der Richtung wurde bisher ja nicht gesehen, Landwirtschaftliche Produkte waren und sind sehr billig. Das kann sich aber ändern (aus vielerlei Gründen), und dann wären solche Synthesewege sehr interessant - und sicherlich Verbesserungsfähig.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Unsere EE müssen nicht zwangsläufig auf unserem Hoheitsgebiet stehen.


    Besserer Vergleich: Wir sind größter Anteilseigner der EZB und partizipieren deshalb am meisten von der Geldschöpfung.

    Ich möchte mich nicht über das technisch machbare streiten. Wo die EE 2050 sein werden, wissen wir noch nicht.

    Dann ist Offshore 5.0 am Start, mit 100 MWp Monstern bei 800 m Masthöhe und den sagenumwobenen 6.500 MWh je MWp p.A. ? Das sind Dinge, die nur am politischen Willen hängen und eben nicht an Zauberern und Wundern.


    Wer hindert uns mit Island fett ins Geschäft zu kommen? Wer hindert uns mit Norwegen _Spitzbergen ins Geschäft zu kommen? Wer hindert uns mit Grönland (Dänemark) fett ins Geschäft zu kommen? Alles Beispiele, die von Berlin aus betrachtet, deutlich näher liegen, als Peking von seinen Stromquellen?


    Der König von Singapur möchte Ein Energie Dreieck aufspannen, das Japan, Australien und Singapur miteinander verbindet.


    Keine Ahnung was Deutschland vor hat. Aber wenn wir auf 22 % Plus Industrie setzen ( BIP Anteil) dann benötigen wir auf jeden Fall 4.000 TWh p.A.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Werden heute nicht auf etwa 2 Mio ha Energiepflanzen angebaut?

    Diese Fläche braucht man für ~ 2 TW PV Leistung! Da hättest du bereits etwa 500 TWh mehr. Und obendrein noch 1 Mio ha Weidefläche für erstklassiges Bio Rind (nach ein paar Jahren Wartezeit wegen jetziger Düngung usw.) inklusive Lebensraum für Milliarden Insekten.

    Aber dafür muss man halt auf das "Wertvolle" Biogas und etwas Biodiesel verzichten können.

    Ich würde gern in so einer seltsamen Landschaft wohnen, ist zumindest besser als von einer grünen Maiswüste umgeben zu sein, bei der der Düngemittel und Pestizideinsatz mir noch das Grundwasser verpestet.

    Klar wird dann sicher einiges an Energie Abgeregelt werden müssen, aber heute sind wir ja auch bereit >> 50% Verluste hinzunehmen.

  • Seit wann hängt die Lösung einer volkswirtschaftlichen Aufgabe an der technische Umsetzbarkeit, am Geld oder an den Menschen, die es machen wollen?


    Noch NIE war dem so! Dieses Märchen ist nicht auszurotten!


    Es ist immer der politische Wille! bzw. der Prozess der politischen Willensbildung!


    In einem Land, das Siemens, AEG, Bosch, Biotronik etc. hervorgebracht hat,. wird in jedem zweiten Satz von Experten und Politikern etwas von 'Speichern' und 'Kosten' schwadroniert, ohne das diese Leute permanent Prügel beziehen :?::?:


    Selbst grandiose Erfindungen fallen "pünktlich" vom Himmel. wenn sie gebraucht werden.


    Mein Vertrauen in die Kids (z.B. mein Sohn und andere kluge Köpfe) ist grenzenlos unerschütterlich!


    Noch nie in seinem noch jungen Leben, hat er eine Wette verloren!


    Ich wette 2 Keks und einen Tee! Das ihr 4.000 TWh in D. nicht schaffen werdet Mein Einsatz ist so hoch, das bestimmt einige Kitas mitmachen werden. Nicht Millionen p.A. winken den Siegern sondern viele Milliarden.


    Bei erreichen von 10% Reduktion der fossilen Importrechnung, sagen wir mal 50% als Vorschuss (Steuer Bonus, Zuwendungen, etc.) *Richtig dummer Staat ODER ?:S

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Nun, wie gut ist "nicht gut", und welche Nebenprodukte fallen heute noch an die man nicht haben will?

    Dass es Verbesserungspotentiale gibt ist gewiss, denn der Bedarf an Synthese in der Richtung wurde bisher ja nicht gesehen, Landwirtschaftliche Produkte waren und sind sehr billig. Das kann sich aber ändern (aus vielerlei Gründen), und dann wären solche Synthesewege sehr interessant - und sicherlich Verbesserungsfähig.

    Wenn ich durch Fermentaion sinnvolle Verbindungen herstelle, dann setze ich energiereiche Edukte (z.B. Zucker) ein, um wertvolle Produkte (z.B. Aminosäuren) zu bekommen, bei diesem Ansatz brauche ich wenig elektrische Energie und übersichtlichen Apperatepark.


    Oder ich setzte einfache Edukte (Kohlendioxid) ein, und erhalte wertvolle Produkte (Proteine...), z.B. Algen oder Bakterien produzieren Kohlenwasserstoffe, Proteine etc. Dieser Ansatz ist sehr energieintensiv und benötigt viel Hardware. Produkte sind zur Zeit sehr teuer und landen in der Pharmazie oder Kosmetik. Bin skeptisch, ob sich solche Verfahren für Großmengen rechnen werden.