AC/DC-Einspeise-Kombi als eine Anlage mit EEG erlaubt?

  • Hallo zusammen,


    ein Bekannter hat ein Gebäude (nahezu fertig) ohne Netzanschluss erworben. Bis Baustrom/Netzanschluss möglich sind vergehen laut Aussage noch mehrere Monate. Ich komme aus dem Inselbereich, deshalb habe ich von Netzanlagen keine Ahnung. Folgende Frage/Idee:


    Wenn man sowieso eine Ost/West-Einspeise-Anlage plant, spricht - in Bezug auf den letzten Absatz - was dagegen vorerst eine 48V Insel mit LiFePO4-Speichermodulen aufzubauen, einen Multiplus II und Victron MPPT (auf der Südseite haben zusätzlich schmale 1,2kWp Platz) zu installieren und das vorrangig über den Generator/PV zu laden, damit Kleingeräte/Licht ohne ständigen Spritverbrauch abgedeckt werden können?


    Die Idee ist, dass man später die große Anlage an den AC-Out des/der Multiplus hängt und die gekauften Komponenten somit relativ sinnvoll als ESS-System weiterverwenden könnte. Technisch klappt das, aber es ist die Frage, ob ich einen Netzwechselrichter in Kombination mit einem "DC-System" zur Überschusseinspeisung nach EEG als eine Anlage anmelden kann? Hätte den Vorteil, dass beide Anlagen bei selten vorkommendem Netzausfall weiterlaufen könnten. Ob das rauf- und runterwandeln sinnvoll ist ist eine andere Frage, aber mich interessiert es im Allgemeinen.



    Danke.


    Gruß


    schlossschenke

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Infinity ist DC gekoppelt.


    Victron Multigrid kann sowohl AC als auch DC oder gar gemischt gekoppelt werden und kann bei
    Stromausfall einen 1 phasigen netzparallelen Wechselrichter weiterhin steuern.

  • Zitat von FelzenSolar

    Dafür gibt es den Victron Multigrid. Der kann alles was ein Multiplus kann, hat zusätzlich
    VDE N4105 und NA Schutz eingebaut und ist sogar billiger als der Multiplus.


    Hallo, der von mir erwähnte Multiplus II, den ihr übrigens auch anbietet :wink: , ist doch der Nachfolger des Multigrids und hieß anfangs auch Multigrid II.


    Mir ging es gar nicht um die technische Seite, denn das er einspeisen "darf" ist mir durchaus bewusst.


    Die Frage ist ob man eine Anlage kombiniert aus Multi und Fronius angemeldet bekommt, sodass es auf beide Teile die EEG-Vergütung gibt. Der Victron kann ja theoretisch kurzzeitig mehr Energie aus dem Akku einspeisen als die PV aktuell liefert. Welche Leistung wird dann da angegeben? Angenommen 12kWp Ost/West an einem Fronius und 2kWp Süd an einem Gleichstrom-Victron-MPPT, die der Multi 3000 weitergibt. Geht das dann als eine 14kWp-Anlage mit einem Zähler durch?
    Der PV-Strom kommt ja nicht vom Multi, sondern einem separaten Laderegler, der eigentlich für den Inselbetrieb konzipiert wurde. Der Multi transformiert dann nur hoch und gibt den Strom weiter, würde also ohne Batterie gar nicht funktionieren.
    Damit will ich sagen, dass der Multi zwar die Anforderungen erfüllt um einspeisen zu dürfen, aber genauer betrachtet gar nicht zum PV-Teil gehört.
    Deshalb die Frage, ob das so erlaubt ist.

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Wie das Gerät intern funktioniert ist dem Netzbetreiber egal. Der Wechselrichter - und das ist der Multi ja - muss der AR4105 entsprechen und den entsprechenden NA Schutz haben. Dann darf der das und man kann das Gerät zusammen mit dem Fronius anmelden.
    Gleiches geht mit dem Infini - dieser hat auch die AR4105 und darf ebenso aus der Batterie einspeisen.
    Betrachtet wird auf auf der PV Seite einfach nur die Anzahl und Leistung der Module.