Aufbau der Anlage noch 2018; Inbetriebnahme 2019 Fragen

  • Vorgehen


    1. beim Finanzamt anmelden (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und abschicken - Betriebsbeginn 2018!))

    2. für 2018 (Abschlagsrechnung des Solateurs im Dezember) Einnahmeüberschussabrechnung erstellen

    3. wenn Finanzamt Steuernummer mitteilt, Umsatzsteuervoranmeldung für 3. Quartal 2018 oder für Dezember 2018 erstellen

    4. in der EÜR für 2019 ist die Vorsteuererstattung dann als Betriebseinnahme zu buchen


    Das ganze gilt natürlich nicht, wenn die Abschlags-Rechnung des Solateurs von Dezember 2018 erst im Januar 2019 bezahlt wurde. Dann hat es in 2018 noch keine Geldbewegungen in der "Firma" gegeben....

  • Zunächst mal: Keine Panik. HIer ist GAR NICHTS passsiert.
    O.k. es wurde eine Abgabefrist versäumt. Unschön - aber kein Genickbruch.


    Kritisch wird es, wenn das "Altjahr" (in dem vergessen wurde, die Vorsteuer abzuziehen) bereits bestandskräftig ist.
    Ich kann mir nun nicht vorstellen, dass Du Mitte Februar schon Deine Steuererklärung fertig hast; geschweige dass es dazu schon einen Bescheid gibt - bei dem noch dazu die Rechtsbehelfsfrist abgelaufen ist.
    Falls doch: Es gibt noch einen Griff in die Kiste mit den schwarzen Tricks in Cis-Dur / Pull-Moll.


    Die Aufnahme der gewerbliche Tätigkeit dem FA mal anzeigen, ist auf jede Fall mal eine gute Idee.
    Vielleicht mal hinterher telefonieren... und mal dezent wegen der verspäteten Dezember-Voranmeldung nachhören. Vielleicht kommt da jemand auf die konstruktive Idee, Dir Einzelfristverlängerung zu gewähren.
    Voranmeldung Dezember abgeben... auch prima.

    Einnahmen-Überschuss-Rechnung... ja... dort die (gezahlte) Vorsteuer als BA ansetzen. Aber das hat ja noch ewig und drei Tage Zeit.


    Ein Problem erahne ich.
    100% Abschlagrechnung....... Leistung im Dezember..... Handwerker.

    Elster... ick hör Dir trapsen.

    So wie Du den Sachverhalt beschreibst, ist eine komplett montierte Anlage "einheitlich" geschuldet.
    Es würde mich schon sehr überraschen, wenn der Kram, der vor dem 1.1.19 erledigt war; bzw der, der nach dem 31.12.18 zu erledigen ist hübsch sauber in getrennte Teilleistungen aufgeteilt und bepreist wurde.


    Sollte sich diese Annahme als korrekt erweisen, wäre mein brandheisser Tip, würde ich doch mal sehr genau nach dem Leistungsdatum schauen.
    Meint Tip: Entweder im Allheilsatz versteckt (Leistungsdatum liegt im Monat des Rechnungsdatums"
    oder.... wirklich ein Datum aus 2018


    Dann bestünde Korrekturbedarf. Aus dieser Rechnung könntest Du keine Vorsteuer ziehen.
    Rechnungen über nicht ausgeführte Leistungen müssen als solche erkennbar sein.
    Meist als "Abschlagrechung" bezeichnet - und in der Folge ohne Leistungsdatum.


    Bitte mal prüfe. Das könnte hier der größere Knalleffekt sein.

    KÖNNTE. Muss nicht. Liegt halt nahe... der Handwerker wollte vermutlich noch ein wenig sein Ergebnis schönen und "schlussrechnen". Alter Indianertrick bzw. Stolperfalle im Rechnungswesen im Bausektor.

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  • Erstmal vielen Dank die Antworten!


    kpr : Du hast Recht, ich habe die Rechnung gerade nochmal überprüft und da steht wirklich Leistung erbracht Ende November. Ich hatte nur die Zahlung im Kopf und die hat sich nach dem hin und her auf Mitte Dezember verschoben.

    Wie gehe ich jetzt am besten vor? Bitte ich den Solarteur das Ganze zu berichtigen und eine Abschlagsrechnung über die gezahlte Summe zu stellen oder gibt es noch einen anderen Weg?

  • Rechnung berichtigen lassen.
    Das falsche Leistungsdatum muss raus.

    Und dann sind der Möglichkeiten viele.... als Abschlagrechnung neu ausstellen;
    oder als Rechnung lassen... und das "voraussichtliche Leistungsdatum = MMM/19" eintragen lassen.

    Whatever.
    Entweder zurückdatiert vor den Zahlungszeitpunkt;
    oder: auch noch den Zeitpunkt der Vereinnahmung reinschreiben (Seltener Fall des §14, Abs. 4 Nr. 6, 2. Halbsatz)


    auf jeden fall "Korrekt".
    Warum? Weil es als "so sicher wie das Amen in der Kirche" angesehen werden kann, dass diese Rechnung sich jemand anschauen wird.
    Und der Vorsteuerabzug setzt nun mal eine korrekte Rechnung nach §§14, 14a UStG voraus.
    Dann lieber "abhängig" sein von jemandem, den man zur Not zwingen kann,
    als darauf zu bauen, dass beim FA jemand nix merkt, oder wegschaut, oder beides.

    Ich erwarte hier ehrlich gesagt keinen Stress. Falls wider Erwarten doch.. meld Dich. Gibt da "Praktikerlösungen"

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