Lohnt sich Solaredge?

  • habe mal nach "SolarEdge" Austauschpauschale" gesucht und folgendes gefunden:


    100 € für den ersten Wechselrichter/komponente
    25 € für jeden weiteren Wechselrichter/komponente der gleichen Anlage


    125 € für den ersten Leistungsoptimierer (Aufdach horizontal montiert)
    30 € für jeden weiteren Leistungsoptimierer (Aufdach horizontal montiert)


    100 € für den ersten Leistungsoptimierer (Aufgeständert)
    25 € für jeden weiteren Leistungsoptimierer (Aufgeständert)


    125 € für das erste Relay-Board
    30 € für jedes weitere Relay-Board der gleichen Anlage


    Quelle: https://soldraft.com/spx_web_f…0neu%2019%2002%202015.pdf

  • Zitat von Weidemann


    Wo bekommt man solche Aussagen dann her? Aus deiner Glaskugel? :roll:
    Wie definierst du "äußerst ineffizient", oder soll das etwa nur ein Totschlagargument sein? :juggle:


    Ich habe mir den grossen WR mit Speicher von QCells angschaut (aus dem Kopf heraus ist der dann 3 phasig, die Kleinen 1 phasig). Da ist eben eine minimale String Spannung für das Tracking von 320V statt 160V angegeben. D.h. der kann bei gleicher Stringlänge erst mit mehr Sonnenstrahlung überhaupt arbeiten. D.h. die Tagesrandzeiten und Schwachlichttage fehlen eher (was ja gerade schlecht ist weil man da ja mehr Eigenverbrauch hat) weil sein Schwellwert einfach höher liegt. Ich denke das meint smoker59.
    Deshalb macht man ja die Strings so lange wie sinnvoll möglich.


  • Danke! Das ist eindeutig! Der Solateur will/wollte mir den Solaredge damit wohl ausreden.

  • Zitat von smoker59


    Das ist falsch, unterm Strich kommt nach Ablauf der EEG-Vergütungszeit von 20 Jahren mit Speicher weniger raus als ohne.
    Der Speicher muß sich allein mit der Ersparnis aus der Differenz zwischen EEG Vergütung und Bezugsstrompreis refinanzieren und er wird die 20 Jahre mit Sicherheit nicht durchhalten.


    Wie gesagtr, da würde mich eine Quelle interessieren. Aber klar wenn man annimmt man muss die Batterien in 20 Jahren mind. 1 mal tauschen, dann ist es auf jeden Fall so wie Du sagst. Ich denke damit steht und fällt die Rechnung.


    Zitat von smoker59

    Die Kombination von Speicher und Wechselrichter sehe ich eher als Nachteil.


    Das sehe ich auch so. Im Zwiefel muss man dann Beides tauschen weil es z.B. den Anbieter nicht mehr gibt und man den WR nicht anderweitig tauschen lassen kann.

  • Zitat von davesteel

    D.h. die Tagesrandzeiten und Schwachlichttage fehlen eher (was ja gerade schlecht ist weil man da ja mehr Eigenverbrauch hat) weil sein Schwellwert einfach höher liegt. Ich denke das meint smoker59.


    Nein, das meine ich nicht. Weidemann hat das schon verstanden, er will es jedoch nicht wahrhaben denn schließlich kommt der Vorschlag von mir und nicht von ihm :wink:


    Dreiphasige WR haben I. D. R eine Bemessungseingangsspannung um 600 Volt ( das ist die Spannung bei der die geringsten Verluste im Gerät entstehen, je nach Hersteller liegt die auch etwas drunter oder drüber).
    Bei einphasigen WR ist die Bemessungseingangsspannung I. D. R. wesentlich geringer, um 400 Volt. Ein dreiphasiger WR erzeugt also bei gleicher Stringlänge (hier 8 bzw 9 Module) mehr Verluste die im Gerät in Wärme umgesetzt werden.
    Wenn das nur einen der beiden Strings betreffen würde könnte man das zur Not noch akzeptieren aber hier wären beide Strings betroffen, auch der durch Parallelschaltung von Ost und West sowieso schon Verlust behaftete String ist erneut von zusätzlichen Verlusten betroffen.
    Und das betrifft nicht nur "Schwachlichttage oder Tagesrandzeiten" wie von dir vermutet, genau dann wenn die Maximal Leistung des Solargenerators erreicht wird ist die Belastung durch Verlustwärme am höchsten.


    Die Wirkungsgradverluste sind kein Geheimnis, man kann sie in jedem Datenblatt nachlesen und das übermäßige Hitze für elektronische Geräte nicht besonders gut ist kann dir jeder Lehrling sagen, der in der Berufsschule im Fach Elektrotechnik/Elektronik aufgepasst hat.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von davesteel


    Die Quelle heisst Mathematik, einfach nachrechnen und sich dabei nicht in die eigene Tasche lügen :wink:
    Berechnungsbeispiele gibt's hier im Forum haufenweise. Einfach mal die Suchfunktion bemühen, den forumseigenen Speicher Rechner kannst du auch mal ausprobieren :
    https://www.photovoltaikforum.com/static/speicher.php
    Den Link dahin findest du auch auf der Startseite desForums oben.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von davesteel

    Wobei ich das nicht verstehe. Ost/West ist doch wie eine Verschattung: Die Bestrahlungsstärke ist da immer bei 50% des Strings deutlich anders.


    Drum darf man die ja nicht in Reihe schalten, sondern beide Strings parallel, dann ist die unterschiedliche Bestrahlstärke praktisch egal: http://www.photovoltaikforum.c…kaum-verlust--t72950.html


    Zitat

    Bzgl. des Ertrages wären aber sicher 2WRs mit 4 Trackern optimal. Nun ist halt die Frage wie da die Preisverhältnissse 2x Einphasig klein zu 1x gross sind und wie sich dabei der Ertrag ändert.


    Davon gehe ich aus. Nur erkauft man sich (Größenordnungen) 100kWh jährlichen Mehrertrag mit einigen hundert Euro Mehrkosten, also nichts was sich annähernd lohnen würde.


    Zitat von smoker59

    Die Wirkungsgradverluste sind kein Geheimnis, man kann sie in jedem Datenblatt nachlesen


    In den mir bekannten Datenblättern sind die Wirkungsgradverluste bei niedrigen Spannungen eben schon ein Geheimnis, oder kannst du mir verraten wo ich die Kurve für einen Tripower bei 200V finde?
    Genau deshalb nutze ich SD, denn das hat auch die im Datenblatt nicht aufgeführten Daten hinterlegt.


    Zitat

    Ich habe mir den grossen WR mit Speicher von QCells angschaut (aus dem Kopf heraus ist der dann 3 phasig, die Kleinen 1 phasig). Da ist eben eine minimale String Spannung für das Tracking von 320V statt 160V angegeben. D.h. der kann bei gleicher Stringlänge erst mit mehr Sonnenstrahlung überhaupt arbeiten.


    Da hast du was falsch verstanden: die Stringspannung ist bei niedriger Einstrahlung sogar höher da die Module kühler sind (erst in der Dämmerung wieder niedriger). Modelle mit hoher Mindest-Eingangsspannung kannst du daher bei kurzen Strings gleich vergessen. Siehe SD: Dort sind die Spannungen für die verschiedenen Extremtemperaturen aufgeführt.
    Infos zur Mindestspannungs-Angabe hier: http://www.photovoltaikforum.c…fronius-etc--t103757.html

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von smoker59


    Dreiphasige WR haben I. D. R eine Bemessungseingangsspannung um 600 Volt ( das ist die Spannung bei der die geringsten Verluste im Gerät entstehen, je nach Hersteller liegt die auch etwas drunter oder drüber).
    Bei einphasigen WR ist die Bemessungseingangsspannung I. D. R. wesentlich geringer, um 400 Volt. Ein dreiphasiger WR erzeugt also bei gleicher Stringlänge (hier 8 bzw 9 Module) mehr Verluste die im Gerät in Wärme umgesetzt werden.
    Wenn das nur einen der beiden Strings betreffen würde könnte man das zur Not noch akzeptieren aber hier wären beide Strings betroffen, auch der durch Parallelschaltung von Ost und West sowieso schon Verlust behaftete String ist erneut von zusätzlichen Verlusten betroffen.
    Und das betrifft nicht nur "Schwachlichttage oder Tagesrandzeiten" wie von dir vermutet, genau dann wenn die Maximal Leistung des Solargenerators erreicht wird ist die Belastung durch Verlustwärme am höchsten.


    Die Wirkungsgradverluste sind kein Geheimnis, man kann sie in jedem Datenblatt nachlesen und das übermäßige Hitze für elektronische Geräte nicht besonders gut ist kann dir jeder Lehrling sagen, der in der Berufsschule im Fach Elektrotechnik/Elektronik aufgepasst hat.


    Danke Dir für die Erläuterung. Letztlich hängt es ja alles zusammen. Wenn der 3ph WR einen Bereich von 300- 900V hat dann wird er kaum bei 300V optimal arbeiten sondern eher in der Mitte. Aber verstehe natürlich, dass es trotzdem ein anderes Argument ist, nämlich dass der WR bei kurzer Stringlänge dann auch im REGELfall nicht optimal läuft.

  • Zitat von davesteel


    Wie gesagtr, da würde mich eine Quelle interessieren.


    Zitat von smoker59


    Die Quelle heisst Mathematik, einfach nachrechnen und sich dabei nicht in die eigene Tasche lügen :wink:
    Berechnungsbeispiele gibt's hier im Forum haufenweise. Einfach mal die Suchfunktion bemühen, den forumseigenen Speicher Rechner kannst du auch mal ausprobieren :
    https://www.photovoltaikforum.com/static/speicher.php
    Den Link dahin findest du auch auf der Startseite desForums oben.


    Habe ich ja mit mehreren Quellen gemacht. Die habe ich ja auch angegeben. Da ist die Rendite positiv aber geringer als die PV selbst wie ich es erläutert habe. Letztlich ist das Ergebnis extrem stark von den Annahmen abhängig.
    Soweit ich Dich verstehe rechnest Du hier einen Tausch der Batterien in 20Jahren ein, das machen die Rechnungen idR nicht. Dann ist das Ergebnis sicher negativ. Ich kann hier Deiner Argumentation folgen und sehe das Thema auch kritisch. Beides sind aber Annahmen die wohl nicht generell gelten.

  • Zitat von Weidemann


    Genau deshalb nutze ich SD, denn das hat auch die im Datenblatt nicht aufgeführten Daten hinterlegt.


    Interessant, hast du eine seriöse Quelle für diese Behauptung :?:
    Und jetzt bitte nicht wieder einen Link auf einen deiner eigenen Beiträge irgendwo hier im Forum........

    mit freundlichem Gruß
    smoker59