PV Anlage mit ca. 9,9 Kwp auf 6 Familienhaus

  • Hallo liebe Photovoltaikgurus :D ,


    aktuell plane ich auf meinem 6 Familienhaus den Bau einer PV Anlage. Mir liegen auch schon konkrete Angebote vor allerdings habe ich noch jede Menge fragen und hoffe diese hier beantwortet zu bekommen. Aber erst einmal zu den Rahmendaten:


    - Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten und 7 Stromzählern (je Wohnung 1 Stomzähler vom EV und der Allgemeinstromzähler)
    - Dachausrichtung Südöstlich (ein Foto aus Google Maps habe ich angehängt)
    - Dachneigung ca. 30°
    - Dacheindeckung -> Ziegeldach
    - geringe Verschattung im Winter zu erwarten


    Das wären einmal so die groben Daten, denke diese hören sich auf den ersten Blick auch nicht schlecht an. Laut meiner PV-Firma würde ich etwas mehr als 10 KWP auf das Dach bekommen, jedoch hat mir dieser geraten unter der 10 KWP Grenze zu bleiben. Ist dies nachvollziehbar? Geht hier denke ich um die höhere Einspeisevergütung oder?


    Angebote habe ich bereits auch von diesem erhalten, diese sind wie folgt kurz erläutert:
    - Jinko oder Eagle MX (JKB07N) oder Kioto Solar (Power-60)
    - WR hat mir dieser einen Kostal 10.0 Plenticore angeboten
    - Angebote beinhalten die Komplettmontage inkl. Online-Überwachung (ginge wohl am kostengünstigsten mit dem Kostal WR?)
    - Preis als Komplettpreis für die Jinko 980€ pro KWP für die Kioto Solar 1080€ pro KWP


    Hier meine Fragen:
    - Soll ich die Anlage nur über den Allgemeinstromzähler laufen lassen oder gibt es hier andere Varianten? (Der Stromverbrauch liegt im Jahr bei ca. 750kWh für den Allgemeinstromzähler
    - Ist so eine Anlage rentabel zu Betreiben, aus dem Blick eines Kapitalanlegers?
    - Wie gut sind die Kostal WR insbesondere die Penticore? Nach Rücksprache mit anderen Betreibern haben diese meist SMA Wechselrichter?
    - Wie könnte man den Strom direkt an die Mieter den Verkaufen ohne größeren Aufwand oder wird man hier so wie ich das Recherchiert habe direkt zum Energieversorger? Ich möchte natürlich nicht den Strom für die Mieter abrechnen, da ich denke hier lauert in folge einer Privatinsolvenz erhebliches Risiko auf mich?


    Vielen dank schon einmal für eure Erfahrungen. :danke:

  • Die 10kWp Grenze ist in deinem Fall völlig unerheblich. Ein Verkauf an die Mieter ist zwar möglich aber völlig unwirtschaftlich und aufwendig. Bleibt nur die Volleinspeisung, da spielt die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch keine Rolle mehr.
    Also Dach vollmachen, überprüfen auf PVGIS ob die NW-Seite auch wirtschaftlich ist.

    Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Wie ist denn aktuell die Einspeisevergütung bis 10 KWP und darüber?
    Werden die vollen 100% Einspeisung vergütet?
    Was ist mit den anderen Fragen die ich gestellt hatte, hat hier jemand eine Antwort darauf?


    Bei PV Gis bekomm ich als Ertragswert 940kWh pro KWP

  • Zitat von Baeuerlein

    Gibt es hier keine Grenzen mehr?


    Die Vergütung sinkt nicht sprunghaft ab 10 kWp, sondern nur anteilig mit der Anlagengröße. Bei einer 11 kWp-Anlage gibts für 10/11 die höhere Vergütung und für 1/11 die niedrigere.


    Was in den meisten Fällen der relevante Grund für das bewusste Unterschreiten der 10 kWp ist, ist die anteilige EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch. Eigenverbrauch geht aber nur, wenn Anlagenbetreiber und Verbraucher identisch sind. In deinem Mietshaus ist das ohnehin nicht der Fall, also hast du auch keinen Vorteil, wenn du unter den 10 kWp bleibst.

  • Zitat von buergersolar


    Die Vergütung sinkt nicht sprunghaft ab 10 kWp, sondern nur anteilig mit der Anlagengröße. Bei einer 11 kWp-Anlage gibts für 10/11 die höhere Vergütung und für 1/11 die niedrigere.


    Was in den meisten Fällen der relevante Grund für das bewusste Unterschreiten der 10 kWp ist, ist die anteilige EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch. Eigenverbrauch geht aber nur, wenn Anlagenbetreiber und Verbraucher identisch sind. In deinem Mietshaus ist das ohnehin nicht der Fall, also hast du auch keinen Vorteil, wenn du unter den 10 kWp bleibst.

    Naja der Allgemeinstromzäher läuft ja auf meinen Namen, die Anlage würde auch auf meinen Namen laufen. Der Eigenverbrauch liegt bei Allgemeimzahler um die 1300kWh pro Jahr.


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  • Zitat von Baeuerlein

    Naja der Allgemeinstromzäher läuft ja auf meinen Namen, die Anlage würde auch auf meinen Namen laufen. Der Eigenverbrauch liegt bei Allgemeimzahler um die 1300kWh pro Jahr.


    Der allgemeine Stromverbrauch wird doch aber sicher anteilig auf die Mieter umgelegt.
    Er wird also an die Mieter 'verkauft' folglich ist das kein Eigenverbrauch den du allein für dich geltend machen kannst :idea:

  • Zitat von smoker59


    Der allgemeine Stromverbrauch wird doch aber sicher anteilig auf die Mieter umgelegt.
    Er wird also an die Mieter 'verkauft' folglich ist das kein Eigenverbrauch den du allein für dich geltend machen kannst :idea:

    Das ist richtig, ich würde diesen halt 2 bis 3 Cent günstiger an die Mieter weiter geben oder darf ich das so einfach nicht? Ist so eine Anlage dann eigentlich überhaupt wirtschaftlich zu betreiben?


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