"Speicherhasser vs. Speicherfanatiker"

  • Behaupte doch nicht einfach so ins Blaue hinein. Guck Dir die Tabelle auf Seite 148 unten an, da hast Du Dein Gegenbeispiel, und zwar mit einem System, wo die Batterie sogar mit 12.000 € veranschlagt ist, was super teuer ist (weil E3DC Pro mit Notstrom und weiterem Schnickschnack). Wirtschaftlichkeit hat nichts mit Zyklen zu tun, sondern mit Anschaffungskosten versus ersparten Kosten.


    Frerich : Du Beschreibst lediglich den Preis pro kWh Kapazität. Das hat mit Wirtschaftlichkeit erstmal nichts zu tun, Du musst das erst noch ins Verhältnis zu den ersparten Strombezugskosten setzen.

    Hmm...Du kannst eigentlich eine ganz simple Rechnung aufmachen: kWh-Preis deines Speichers geteilt durch (Volladezyklen p.A. mal Lebenserwartung in Jahren). Dann weisst Du wieviel Dich jede gespeicherte kWh kostet. Bei angenommenen 1000,- € pro kWh, 200 Vollladezyklen p.A. und 20 Jahren kommst du auf 25 Cent pro kWh. Kämest Du auf 250 Vollladezyklen p.A. Wären es nur mehr 20 Cent pro kWh.
    Pro kWh musst Du noch die entgangene Einspeisevergütung mal 1/eta (eta = Wirkungsgrad des Speichers) sowie die Steuer für die „unentgeltliche Wertabgabe“ drauf rechnen. Wie Du siehst, ist die Zahl der Zyklen durchaus entscheidend.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • tolle Tabelle und so realistisch:


    3800kWh Gesamtverbrauch und als Annahme 200 Zyklen mit den 15,8kWh-Brummer und als Ergebnis dann 90% Autarkiegrad. Gleichzeitig steht dort aber als Batterieladung 1900 kWh, 200Zyklen mit 15,8kWh sind aber 3160kWh, ja wat nu:



    Aber egal:

    1900kWh *0,3€ sind im Jahr 570€ Ersparnis

    Abzüglich der verlorenen Einspeisevergütung von 11Cent für diese 1900kWh und für die Verluste von 285 kWh = 240€.

    Bleiben im Jahr auf der Habenseite durch den Speicher 330€, die Steuern lass ich jetzt einfach mal weg.


    12000€ hat das Ding gekostet, sind dann also als Amortisation 12000€ : 330€ = 36,3 Jahre

    Selbst ohne die verlorenen Einspeisevergütung sind es schon 21 Jahre.

    Und dann bist du finanziell genau so weit wie am Anfang 8o


    Muss man nicht verstehen, vor allem wie man da auf 5000€ PLUS kommem kann, aber kennst du den Spruch "Sich in die eigene Tasche lügen"?;)

  • pappnase :

    Deine Rechnung 12 kWh Speicher * 200 Zyklen = 2.400 kWh im Jahr * 20 Jahre = 48.000 kWh. 12.000 € Batteriekosten / 48.000 kWh sind Deine 25 Cent.


    Mein Argument: Wieviel Eigenstrom hast Du mit den 48.000 kWh denn erspart? Nehmen wir in Gleichklang zu Deiner Berechnung an, der Gesamtstromverbrauch ist bei 96.000 kWh.


    - Hast Du mit den Zyklen übers Jahr 50% Autarkiegrad, also 50% vom Dach und Batterie, 50% vom Netz? Dann hast Du insgesamt 96.000 kWh verbraucht und zahlst immer noch zusätzlich für 48.000 kWh dem Stromversorger für zB 30 Cent, macht zusammen 12.000 € für Batterie und 14.400 € für Reststrom = 26.400 €.


    - Kommen mit den 200 Zyklen 100% vom Dach und Batterie? Dann hast Du die gleichen 96.000 kWh verbraucht, aber zahlst nur 12.000 €.


    Und diesen externen Faktor berücksichtigst Du nicht mit einer bloßen "Zyklen-Berechnung". Ich möchte damit sagen: Es gibt Kosten außerhalb der reinen Zyklen-Kosten, die Du in der Gesamtschau für die Wirtschaftlichkeit einbeziehen musst. Deshalb ist alleine der Autarkiegrad entscheident ob sich eine Batterie zum Preis x in der Gesamtbetrachtung lohnt.


    Deshalb meine ich doch die ganze Zeit: Die richtige Betrachtung für die Wirtschaftlichkeit ist der Geldwert der Stromproduktion minus Netzstrombezug gemäß Autarkiegrad, nicht aber der Geldwert von Zyklen multipliziert mit Batteriegröße.


    passra : Weißt Du was, geht einfach in den verlinkten Thread und schau Dir die ganze Tabelle an, bevor Du hier von falschen bzw. unvollständigen Zahlen ausgehst. Steht alles drin.

  • Weißt Du was, geht einfach in den verlinkten Thread und schau Dir die ganze Tabelle an, bevor Du hier von falschen bzw. unvollständigen Zahlen ausgehst. Steht alles drin.

    Welche Zahlen sind den in meiner kurzen Rechnung verkehrt? Sag doch?8o Widerleg halt meine Rechnung;)


    Wenn ich nur die Angabe der durch den Speicher gegangenen kWh (1900) + Verluste (285) nehme und eine einfache, simple Rechnung aufstelle, sieht man doch schon, das es nicht stimmen KANN.


    Ich bin es leid, stundenlang und seitenweise in immer neuen Tabellen mit den immer wiederkehrenden Schönrechnungen die Fehler und Ungereimtheiten zu suchen, wenn schon der einfache, dreizeilige Überschlag zeigt, das es nicht stimmen KANN.


    Aber jeder kann ja glauben, was er will, dann musst du mir aber nicht vorwerfen, dass ich mit falschen oder unvollständigen Zahlen arbeite, wenn du es nicht belegen kannst :evil:

    Was ist an den beiden verwendeten Zahlen aus der Tabelle falsch:?:


    Aber auch aufgrund dieser Realitätsverweigerung hat dieser Thread ja mal wieder 1503 Beiträge.


    Ich zitiere mich mal selbst:


  • Deshalb meine ich doch die ganze Zeit: Die richtige Betrachtung für die Wirtschaftlichkeit ist der Geldwert der Stromproduktion minus Netzstrombezug gemäß Autarkiegrad, nicht aber der Geldwert von Zyklen multipliziert mit Batteriegröße.

    Wenn die Rechnung korrekt ist, dann ergibt sich das Eine aus dem Anderen.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • Hallo,


    der Aspekt, dass mit dem heute (z.B. aus Eigenkapital, für das es demnächst Negativzinsen gibt...) beschafften Speicher zukünftiger Bezug von Energie reduziert wird, stellt jenseits der Rentabilitätsrechnung einen entscheidenden Vorteil dar:


    Es wird die absolute physikalische Abhängigkeit von nicht im eigenen Hause bereitgestellter Energie in kWh über einen langen Zeitraum reduziert!


    Welche finanzielle Verrechnungseinheit wir für unsere eigenen beruflichen Fähigkeiten - wenn diese demnächst überhaupt noch gefragt sein werden - auch nur in einem Jahr erhalten und wie deren Wechselkurs zur Energie dann lautet, weiß heute doch keiner!


    Die reduzierte Abhängigkeit und den physikalischen Nutzen muss jeder somit für sich selbst bewerten.


    Aber ja, wenn das mit dem Euro, der 20ig-jährigen Zusage einer Einspeisevergütung und dem generösen Durchfüttern von alle möglichen Bürokraten / Staatlichen Günstlingen / Kontrolleties etc. auch noch über die nächsten zwanzig Jahre so weiter geht, ist der Speicher ein absolut unsinniges, da unwirtschaftliches Unterfangen.


    Gruß


    ElektroZW

  • Was wird das - German Angst? Was hält Dich davon ab, einen Speicher zu kaufen, wenn es soweit ist?

  • Nö Stenis,

    'habe persönlich keine Angst, sondern sehr viel Gelassenheit und eben bereits jetzt das Speicherhobby / Kilowattstunden-Einsparsystem im Keller.

    Selbstverständlich kann jeder sich den Speicher dann kaufen, wenn man es für sich selbst als sinnvoll erachtet.

    Insofern muss aus dieser ganzen Speicherdiskussion nur gehörig viel Emotion auf beiden Seiten herausgelassen und auf individuelle Lösungen umgestellt werden.

    Gruß

    ElektroZW

  • Larry03 : Jein...

    - Ja, wenn die Batterie von vorne herein wegen der Wirtschaftlichkeit nur so ausgelegt sein kann (was in jedem Fall erstmal geprüft werden sollte), dass sie nur einen Teil des Eigenverbrauchs abdecken kann und daher fast jeden Tag "auf Maximum" gefahren wird.

    - Nein, denn der PV-Ertrag schwankt ja auch ganz erheblich je nach Wetter und die Batterie kann einen sehr guten Ertragstag auch auf auf mehrere Tage puffern. Eine Betrachtungsweise der Wirtschaftlichkeit nur der Zyklen kann so etwas nicht richtig abbilden. Deshalb mein Beispiel mit den drei Tagen.


    passra : Hättest Du einfach mal meine Antwort im selben Beitrag an pappnase gelesen und verstanden, dann bräuchtest auch nicht in die Tabelle schauen. Letztere hat sich übrigens nach Berichten vom Ersteller voll und ganz in der Praxis bestätigt. Insofern sind so Sprüche von Dir wie "sich in die Tasche Lügen" und "widerleg halt meine Rechnung" ziemlich daneben. Willst Du ergebnisoffen diskutieren oder einfach nur Recht haben?

  • Welche Zahlen sind den in meiner kurzen Rechnung verkehrt?

    Gegenfrage: Ist deine kurze Rechnung richtig? Simplifizierung ist nicht immer Key.

    Kalkulierst du etwa den Wirkungsgrad mit 87%? Sportlich )))

    Ohne die Kalkulation und die Annahmen von Solarmon/ Drodal alle zu kennen, wenn die Abschreibung des Speichers von 600 € jährlich die Steuerzahlungen auf EÜR-Gewinne um etwa 200 € reduzieren, dann 12000/530 = 23 Jahre. Bei 30 kWp sollte das nicht ganz unrealistisch sein.

    Um das Ergebnis dann pro Speicher zu kippen wird irgendwo ein Strompreisanstieg gerechnet sein, als 2-fache Komponente durch höheren Eigenverbrauchsvorteil und höhere Bezugskosten; meine Vermutung.

    4.8 kWp; 2x10 Ost/West mit 15°, SB5000TL21

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