"Speicherhasser vs. Speicherfanatiker"

  • Ich halte die Frage nach der Anzahl der Zyklen für unbedeutend für die Frage der Wirtschaftlichkeit. Entscheident dürfte alleine sein, wieviel Strombezugskosten die Batterie ersetzen kann. Dieser Betrag bestimmt, sie teuer bzw. wie groß die Batterie sein darf, um wirtschaftlich zu sein.


    Beispiel aus der auf Seite 148 unten geposteten Tabelle:

    Überschuss ./. Reststrombezug auf 20 Jahre

    - ohne Batterie: - 4.141 €

    - mit Batterie: 1.540 €


    Dazu noch den dort schon eingerechneten Systemmehrpreis der Batterie von 46.000 € ./. 34.000 € = 12.000 € und man sieht dass eine Batterie auch gern was kosten darf und sich immer noch lohnt. WENN die Anlage tagsüber auch im Winter genug Strom produziert, um den nach Autarkeigrad bestimmten Nachtverbrauch zu decken und die Batterie entsprechend zu laden, siehe Bastel´s Beitrag über mir.


    Deshalb ja meine Theorie: Die Batterie darf sich auch gern mal über zwei oder drei Tage entladen, wenn dann ein Sonnentag reicht um sie wieder zu füllen, d.h. ein Zyklus alle drei Tage ist auch ok, wenn die Anlage das so auch laden kann.

  • Im Winter dürfte nie der Akku der limitierende Faktor sein, sondern immer die PV bzw. die Sonne 😉


    Statt den Strom durch zwei Speicher zu transferieren inkl. der dabei auftretenden Verluste, lieber dafür sorgen, dass das Fahrzeug am Arbeitsort tagsüber geladen werden kann.

    Jap das stimmt, ich hoffe da auch immernoch auf eine neue Verordnung dass der öffentliche Dienst hier Ladepunkte den Mitarbeitern zur Verfügung stellt, dann wäre für viele das Problem mit dem "ich kann zuhause nicht laden" vorbei. Die Zeiten, an denen man Krank oder im Urlaub ist, dürften sich in Grenzen halten bzw. mit dem Besuch an einer Schnellladesäule ausmerzen lassen.

  • Die Frage nach der Anzahl der Vollzyklen ist nicht unbedeutend sondern massgeblich. Falls sie in den Jahren relativ konstant bleibt, ist und bleibt sie trotzdem ein limitierender Faktor. Die Frage , welche Strombezugskosten sich einsparen lassen hängt ja direkt an der entnehmbaren Menge, die sich wiederum schlicht und einfach aus Anzahl VZ mal entnehmbare Kapazität ermittelt.


    Letztlich ist aber auch das nicht ganz korrekt - die entnommene Menge muss natürlich auch zur entnehmbaren Menge passen - liegt man da unter, wird die Batterie nicht nach ihren Möglichkeiten genutzt und trägt weniger zu ihrer eigenen Wirtschaftlichkeit bei. Optimalerweise sollte die Batterie an jedem Morgen eines Tages leer sein, das impliziert konsequenterweise daß sich die Kapazität nach dem Nachtverbrauch bemisst und die PV mindestens so groß ist, daß sie auch in der Übergangszeit das Ding voll bekommt.


    Wenn eine Batterie drei Tage entladen werden kann - dann läuft da was falsch...

  • ...

    Wenn eine Batterie drei Tage entladen werden kann - dann läuft da was falsch...

    Sehe ich eben anders. Es ist ausschließlich eine Frage, wievel Strombezugskosten Du sparst, versus die Batteriekosten. Hast Du im Schnitt einen Tag Sonne und drei Tage Regen, dann sparst Du mit der großen Batterie Strombezugskosten, multipliziert mit der Häufigkeit solcher Abfolge. Das ist dann wirtschaftlich besser als ein rigides "die Batterie muss nach einer Nacht leer sein", denn dann zahlst Du in so einem Beispiel zwei Tage Strombezugskosten multipliziert mit der Häufigkeit solcher Abfolge.

    Ich glaube das kommt aus den Grundsätzen der Mikroökonomie: Im Haushaltsoptimum entspricht das Grenznutzenverhältnis je zweier Güter ihrem Preisverhältnis.

  • Wenn die Batterie für drei Tage Netzbuzug ausreicht, dann kommt man im Jahr aber auf maximal 120 Zyklen. Bei diversen Rechnungen sind aber Batterien mit 200 Zyklen schon nicht wirtschaftlich. Deine Rechnung geht nur auf, wenn die Batterie SEHR günstig im Einkauf ist. Verrate mir bitte wo es die gibt, die würde ich dann nämlich auch nehmen.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE, Nibe F1155-6 mit RGK

  • Ist doch ganz einfach:


    Wenn sich der Batteriepreis linear zur Nettokapazität der Batterie verhält,


    so verhält sich auch der Nutzen/die Wirschaflichkeit linear zur Anzahl der Vollzyklen


    Annahme 1 ist natürlich Grundvoraussetzung für alle vereinfachten Darstellungen

  • ... Bei diversen Rechnungen sind aber Batterien mit 200 Zyklen schon nicht wirtschaftlich. ...

    Behaupte doch nicht einfach so ins Blaue hinein. Guck Dir die Tabelle auf Seite 148 unten an, da hast Du Dein Gegenbeispiel, und zwar mit einem System, wo die Batterie sogar mit 12.000 € veranschlagt ist, was super teuer ist (weil E3DC Pro mit Notstrom und weiterem Schnickschnack). Wirtschaftlichkeit hat nichts mit Zyklen zu tun, sondern mit Anschaffungskosten versus ersparten Kosten.


    Frerich : Du Beschreibst lediglich den Preis pro kWh Kapazität. Das hat mit Wirtschaftlichkeit erstmal nichts zu tun, Du musst das erst noch ins Verhältnis zu den ersparten Strombezugskosten setzen.

  • Könntest du den Beitrag verlinken? Aufgrund meiner Forums Einstellung gibt's hier nur 38 Seiten ;)

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  • vermutlich dieser ist gemeint: